FIRMAGON 80 mg Plv.u.Lösungsm.z.Her.e.Inj.-Lsg.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 200,52 € |
| N3 | 3 ST | 572,13 € |
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Indikation
- Gonadotropin-Releasing-Hormon (GnRH)-Antagonist
- zur Behandlung von erwachsenen männlichen Patienten mit fortgeschrittenem hormonabhängigen Prostatakarzinom
- zur Behandlung des lokal begrenzten Hochrisiko- und des lokal fortgeschrittenen, hormonabhängigen Prostatakarzinoms in Kombination mit Strahlentherapie
- als neoadjuvante Therapie vor einer Strahlentherapie bei Patienten mit lokal begrenztem Hochrisiko- oder lokal fortgeschrittenem, hormonabhängigen Prostatakarzinom
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 80 mg Degarelix (als Acetat); nach Zubereitung enthält 1 ml Lösung 20 mg Degarelix
- fortgeschrittenes hormonabhängiges Prostatakarzinom bei männlichen Erwachsenen; lokal begrenztes Hochrisiko- und lokal fortgeschrittenes, hormonabhängiges Prostatakarzinoms in Kombination mit Strahlentherapie; neoadjuvante Therapie vor einer Strahlentherapie bei Patienten mit lokal begrenztem Hochrisiko- oder lokal fortgeschrittenem, hormonabhängigen Prostatakarzinom
- initial: 240 mg Degarelix, verteilt auf 2 Einzeldosen von je 120 mg s.c.
- Erhaltungsdosis: 80 mg Degarelix s.c. 1mal / Monat
- Gabe der 1. Erhaltungsdosis 1 Monat nach der Anfangsdosis
- Hinweise
- Degarelix kann neo-adjuvant oder adjuvant in Kombination mit Strahlentherapie bei lokal begrenztem Hochrisiko- und lokal fortgeschrittenem Prostatakarzinom angewendet werden
- therapeutische Wirksamkeit der Degarelix-Therapie mittels klinischer Parameter und durch Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) kontrollieren
- klin. Studien haben gezeigt, dass die Testosteron (T)-Suppression unmittelbar nach Gabe der Anfangsdosis eintritt
- 96% der Patienten erreichten nach 3 Tagen einen einer medikamentösen Kastration entsprechenden Serum-Testosteronspiegel (T </= 0,5 ng / ml) und 100% der Patienten nach 1 Monat
- Langzeitbehandlung mit der Erhaltungsdosis bis zu 1 Jahr zeigte bei 97% der Patienten anhaltend unterdrückte Testosteron-Spiegel (T </= 0,5 ng / ml)
- zusätzliche Gabe eines Anti-Androgens zu Beginn der Therapie nicht erforderlich (Degarelix induziert keinen Testosteronanstieg)
- bei klinisch suboptimalem Ansprechen muss geprüft werden, ob der Serum-Testosteronspiegel ausreichend supprimiert wurde
Dosisanpassung
- Nieren- oder Leberinsuffizienz
- leicht oder mittelschwer
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwer
- Vorsicht geboten (keine Daten)
- leicht oder mittelschwer
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- keine relevante Verwendung
- Frauen
- keine Indikation vorhanden
Kontraindikationen
Degarelix - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Degarelix
Nebenwirkungen
Degarelix - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anämie*
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- neutropenisches Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperglykämie / Diabetes mellitus
- erhöhte Cholesterinwerte
- verminderter Appetit
- Veränderungen des Blutcalciums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression
- verminderte Libido*
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- psychische Störung
- Hypästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verschwommenes Sehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzrhythmusstörungen (inkl. Vorhofflimmern)
- Herzklopfen
- QT-Verlängerung*
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Myokardinfarkt
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Hitzewallungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypertonie
- vasovagale Reaktion (inkl. Hypotonie)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Konstipation
- Erbrechen
- abdominale Schmerzen
- abdominale Beschwerden
- trockener Mund
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Lebertransaminasen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erhöhte Bilirubinwerte
- erhöhte alkalische Phosphatase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperhidrose (inkl. Nachtschweiß)*
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Hautknötchen
- Alopezie
- Pruritus
- Erythem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskelschmerzen und -beschwerden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Osteoporose / Osteopenie
- Arthralgie
- Muskelschwäche
- Muskelkrämpfe
- Gelenk-Schwellung / -Steifheit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rhabdomyolyse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Niere und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pollakisurie
- Harndrang
- Dysurie
- Nykturie
- Nierenfunktionsstörung
- Inkontinenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gynäkomastie*
- testikuläre Atrophie*
- erektile Dysfunktion*
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hodenschmerzen
- Brustschmerzen
- Beckenschmerzen
- Reizung der Genitalien
- ausbleibende Ejakulation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nebenwirkungen an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schüttelfrost
- Pyrexie
- Müdigkeit*
- grippeähnliche Symptome
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- peripheres Ödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- nur zur subkutanen (s.c.) Anwendung
- nicht i.v. anwenden!
- i.m.-Anwendung nicht empfohlen (keine Daten)
- Arzneimittel muss vor der Anwendung gelöst werden
- s.c. Injektion in den Abdominalbereich
- Injektionsstelle regelmäßig wechseln
- Injektionen an Stellen geben, die keinem Druck ausgesetzt sind (z. B. nicht in der Nähe des Hosenbundes oder des Gürtels oder in Rippennähe)
- weitere Hinweise zu Rekonstitution und Anwendung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Degarelix - invasiv
- keine die Anwendung bei Frauen betreffende Indikation
Schwangerschaftshinweise
Degarelix - invasiv
- keine die Anwendung bei Frauen betreffende Indikation
- Fertilität
- Degarelix kann die Fertilität des Mannes inhibieren, solange Testosteron supprimiert ist
Warnhinweise
Degarelix - invasiv
- Therapieüberwachung
- therapeutische Wirksamkeit mittels klinischer Parameter und durch Bestimmung des Prostata-spezifischen Antigens (PSA) kontrollieren
- klinische Studien zeigten, dass Testosteron (T)-Suppression unmittelbar nach Gabe der Anfangsdosis eintritt;
- 96% der Patienten erreichten nach 3 Tagen einen einer medikamentösen Kastration entsprechenden Serum-Testosteronspiegel (T </= 0,5 ng/ml)
- 100% der Patienten nach einem Monat
- Langzeitbehandlung mit Erhaltungsdosis bis zu einem Jahr zeigte bei 97% der Patienten anhaltend unterdrückte Testosteron-Spiegel (T </= 0,5 ng/ml)
- zusätzliche Gabe eines Anti-Androgens
- da Degarelix keinen Testosteronanstieg induziert, ist die zusätzliche Gabe eines Anti-Androgens zu Beginn der Therapie nicht erforderlich
- Wirkungen auf das QT / QTc-Intervall
- Langzeit-Androgendeprivationstherapie kann QT-Intervall verlängern
- in der konfirmatorischen Studie, in der Degarelix mit Leuprorelin verglichen wurde, wurden regelmäßig (monatlich) Elektrokardiogramme (EKGs) durchgeführt
- beide Therapien zeigten bei ca. 20% der Patienten QT/QTc-Intervalle über 450 ms und bei 1% bzw. 2% der Degarelix- bzw. Leuprorelin-Patienten über 500 ms
- keine Daten vorliegend zur Anwendung von Degarelix bei
- bei Patienten mit korrigiertem QT-Intervall über 450 ms in der Vorgeschichte
- bei Patienten mit einer Vorgeschichte von bzw. Risikofaktoren für Torsades de pointes
- bei Patienten mit Begleitmedikationen, die das QT-Intervall verlängern können
- daher bei diesen Patienten Nutzen/Risiko-Verhältnis einer Degarelix-Therapie sorgfältig abwägen
- QT-Studie ergab, dass Degarelix keinen intrinsischen Effekt auf das QT/QTc-Intervall hat
- eingeschränkte Leberfunktion
- Patienten mit bekannten oder Verdacht auf Lebererkrankungen wurden nicht in Langzeit-Studien mit Degarelix eingeschlossen
- es zeigte sich ein leichter vorübergehender Anstieg von ALT und AST, der nicht mit einem Anstieg von Bilirubin oder klinischen Symptomen assoziiert war
- Leberfunktion von Patienten mit bekannten oder Verdacht auf Lebererkrankungen während der Behandlung überwachen
- Pharmakokinetik von Degarelix nach einer Einzeldosis wurde bei Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz untersucht
- eingeschränkte Nierenfunktion
- schwerer Nierenfunktionsstörung: Vorsicht ist angezeigt, da zu dieser Patientengruppe keine Daten vorliegen
- Überempfindlichkeit
- keine Daten vorliegend zu Patienten mit
- schwerem unbehandeltem Asthma,
- anaphylaktischen Reaktionen oder
- schwerer Urtikaria oder
- Angioödem in der Vorgeschichte
- keine Daten vorliegend zu Patienten mit
- Veränderungen der Knochendichte
- Literaturberichte über verminderte Knochendichte bei Männern nach einer Orchiektomie und nach Behandlung mit einem GnRH-Agonisten
- es ist zu erwarten, dass eine Langzeit-Testosteronsuppression bei Männern Auswirkungen auf die Knochendichte hat
- während der Behandlung mit Degarelix erfolgte keine Bestimmung der Knochendichte
- Glucosetoleranz
- verminderte Glucosetoleranz wurde bei Männern nach Orchiektomie und nach Behandlung mit GnRH-Agonisten beobachtet
- da eine Entwicklung bzw. Verschlechterung von Diabetes möglich ist, sollte bei Diabetikern während der Androgendeprivationstherapie der Blutzucker häufiger kontrolliert werden
- zu den Auswirkungen von Degarelix auf den Insulin- und den Glucose-Spiegel liegen keine Daten vor
- kardiovaskuläre Erkrankungen
- medizinische Literaturberichte über kardiovaskuläre Erkrankungen wie z.B. Schlaganfall oder Herzinfarkt bei Patienten unter Androgen-Deprivationstherapie
- daher alle kardiovaskulären Risikofaktoren berücksichtigen