Fixaprost 50 Mikrogramm/ml + 5 mg/ml Augentropfen
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 30X0.2 ML | 40,66 € |
| – | 90X0.2 ML | 85,48 € |
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Indikation
- Fixaprost® wird angewendet bei Erwachsenen (einschließlich älteren Patienten) zur Senkung des Augeninnendrucks (IOD) beim Offenwinkelglaukom und bei okulärer Hypertension bei Patienten, bei denen als Augentropfen angewendete Betablocker oder Prostaglandin-Analoga nicht ausreichend wirksam sind.
Dosierung
- Erwachsene (einschließlich ältere Patienten)
- Die empfohlene Therapie ist 1 Tropfen einmal täglich in das/die betroffene/n Auge/n.
- Falls eine Dosis vergessen wurde, sollte die Behandlung mit der nächsten Dosis normal weitergeführt werden. Die Dosis von 1 Tropfen täglich in das/die betroffene/n Auge/n sollte nicht überschritten werden.
- Kinder und Jugendliche
- Die Sicherheit und Wirksamkeit von Fixaprost® bei Kindern und Jugendlichen wurde nicht untersucht.
Kontraindikationen
- Fixaprost® ist kontraindiziert bei Patienten mit
- reaktiven Atemwegserkrankungen einschließlich Bronchialasthma oder Bronchialasthma in der Anamnese, schwerer chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung.
- Sinusbradykardie, Sick-Sinus-Syndrom, sinuatrialem Block, atrioventrikulärem Block 2. oder 3. Grades ohne Herzschrittmacher, manifester Herzinsuffizienz, kardiogenem Schock.
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe oder einen der sonstigen Bestandteile.
Nebenwirkungen
- Die meisten Nebenwirkungen von Latanoprost betreffen das Auge. Daten aus der Verlängerungsphase von Studien mit dem kombinierten Latanoprost/Timolol Referenzprodukt mit Konservierungsmittel zeigen, dass 16 bis 20% der Patienten eine verstärkte Pigmentierung der Iris entwickelten, die dauerhaft sein kann. 33% der Patienten in einer 5-jährigen offenen Verträglichkeitsstudie mit Latanoprost entwickelten eine verstärkte Pigmentierung der Iris. Andere Nebenwirkungen am Auge sind meistens vorübergehend und treten bei Verabreichung der Dosis auf. Die schwerwiegendsten Nebenwirkungen von Timolol sind systemischer Art, einschließlich Bradykardie, Arrhythmie, Stauungsinsuffizienz, Bronchospasmus und allergischen Reaktionen.
- Wie auch andere topisch applizierte Ophthalmika wird Timolol in die systemische Zirkulation resorbiert. Das kann zu ähnlichen unerwünschten Wirkungen wie bei systemischen Betablockern führen. Nach Anwendung topischer Ophthalmika ist die Häufigkeit systemischer Nebenwirkungen niedriger als bei systemischer Gabe. Die aufgeführten Nebenwirkungen schließen die in der Klasse der ophthalmologischen Betablocker gesehenen Nebenwirkungen ein.
- Nebenwirkungen aus klinischen Studien in Zusammenhang mit dem kombinierten Latanoprost/Timolol Referenzprodukt mit Konservierungsmittel sind im Folgenden aufgeführt.
- Bei der Bewertung von Nebenwirkungen werden folgende Häufigkeiten zugrunde gelegt:
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
- Sehr selten (< 1/10.000)
- Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
- Tabelle 1: Nebenwirkungen, die in klinischen Studien beobachtet wurden
- Erkrankungen des Nervensystems
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Kopfschmerzen
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Augenerkrankungen
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Verstärkte Irispigmentierung
- Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
- Augenschmerzen, Irritationen des Auges (einschließlich Stechen, Brennen, Jucken, Fremdkörpergefühl)
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Erkrankung der Hornhaut, Konjunktivitis, Blepharitis, Hyperämie des Auges, verschwommenes Sehen, verstärkte Tränensekretion
- Sehr häufig (>/= 1/10)
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Hautausschlag, Juckreiz
- Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
- Erkrankungen des Nervensystems
- Weitere Nebenwirkungen in Zusammenhang mit den einzelnen Wirkstoffen von Fixaprost® wurden entweder in klinischen Studien, Spontanmeldungen oder der vorhandenen Literatur berichtet.
- Für Latanoprost sind dies:
- Tabelle 2 zu Nebenwirkungen: Latanoprost
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen:
- Keratitis herpetica
- Erkrankungen des Nervensystems
- Schwindel
- Augenerkrankungen
- Veränderungen an Wimpern und Flaumhaaren (länger, dicker, stärker pigmentiert sowie erhöhte Anzahl); Keratitis punctata, periorbitales Ödem; Iritis; Uveitis; Makulaödem ,einschließlich zystoides Makulaödem; trockenes Auge, Keratitis, Hornhautödem; Hornhauterosion; Trichiasis; Iriszyste; Photophobie; Veränderungen des Periorbitalbereichs und des Lids, die zu einer Vertiefung des Oberlidsulkus führen, Augenlidödem; lokal begrenzte Hautreaktion auf den Augenlidern; Pseudopemphigoid der Bindehaut des Auges; Dunklerfärbung der Lidhaut
- Herzerkrankungen
- Angina pectoris; instabile Angina pectoris; Palpitationen
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Asthma, Verstärkung von bestehendem Asthma, Atemnot
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Übelkeit, Erbrechen
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Myalgie, Arthralgie
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Brustschmerzen
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen:
- Tabelle 2 zu Nebenwirkungen: Latanoprost
- Für Timolol sind das:
- Tabelle 3 zu Nebenwirkungen: Timololmaleat (Anwendung am Auge)
- Erkrankungen des Immunsystems
- Systemische allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktische Reaktion, Angioödem, Urtikaria, lokalisierter und generalisierter Ausschlag, Pruritus
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Hypoglykämie
- Psychiatrische Erkrankungen
- Gedächtnisverlust, Schlaflosigkeit, Depressionen, Albträume, Halluzinationen
- Erkrankungen des Nervensystems
- Zerebrovaskuläre Zwischenfälle, zerebrale Ischämie, Schwindel, vermehrte Anzeichen und Symptome einer Myasthenia gravis, Parästhesie, Kopfschmerzen, Synkope
- Augenerkrankungen
- Ablösung der Choroidea nach einer filtrierenden Operation, Hornhauterosion, Keratitis, Diplopie, reduzierte Empfindlichkeit der Hornhaut, Anzeichen und Symptome von okulärer Irritation (z. B. Brennen, Stechen, Jucken, Tränen und Rötung), trockene Augen, Ptosis, Blepharitis, verschwommenes Sehen
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- Tinnitus
- Herzerkrankungen
- Herzstillstand, Herzinsuffizienz, atrioventrikulärer Block, Stauungsinsuffizienz, Schmerzen im Brustbereich, Arrhythmien, Bradykardie, Ödeme, Palpitationen
- Gefäßerkrankungen
- Kalte Hände und Füße, Hypotonie, Raynaud-Syndrom
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Bronchospasmus (vor allem bei Patienten mit vorbestehendem bronchospastischen Leiden), Husten, Dyspnoe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Bauchschmerzen, Erbrechen, Diarrhö, Mundtrockenheit, Dysgeusie, Dyspepsie, Übelkeit
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Hautausschlag, psoriasisartiger Ausschlag, Verschlechterung von Psoriasis, Alopezie
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Myalgie
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- Sexuelle Dysfunktion, verminderte Libido
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- Asthenie, Müdigkeit
- Erkrankungen des Immunsystems
- Tabelle 3 zu Nebenwirkungen: Timololmaleat (Anwendung am Auge)
Anwendungshinweise
- Anwendung am Auge.
- Um eine eventuelle systemische Resorption zu minimieren, wird, wie bei anderen Augentropfen auch, empfohlen, den Tränensack unter dem inneren Augenwinkel für zwei Minute zu komprimieren (punktueller Verschluss). Dies sollte unmittelbar nach jeder Instillation erfolgen.
- Kontaktlinsen sollten vor dem Eintropfen der Augentropfen herausgenommen und erst nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden.
- Bei einer Therapie mit verschiedenen topischen Ophthalmika sollten diese jeweils im Abstand von mindestens 5 Minuten verabreicht werden.
- Jedes Einzeldosisbehältnis enthält genug Augentropfenlösung zur Behandlung beider Augen.
- Nur zur Einmalanwendung.
- Dieses Arzneimittel ist eine sterile Lösung, die kein Konservierungsmittel enthält. Die Lösung eines Einzeldosisbehältnisses muss sofort nach dem Öffnen am/an den betroffenen Auge/n verwendet werden. Da die Sterilität nach dem Öffnen eines Einzeldosisbehältnisses nicht aufrechterhalten werden kann, muss jeder zurückbleibende Inhalt sofort nach der Anwendung verworfen werden.
- Die Patienten sollten angewiesen werden:
- den Kontakt zwischen der Tropfspitze und dem Auge oder Augenlid zu vermeiden,
- die Augentropfen unmittelbar nach dem ersten Öffnen des Einzeldosisbehältnisses anzuwenden und den Behälter nach der Anwendung zu verwerfen,
- das ungeöffnete Einzeldosisbehältnis im Beutel aufzubewahren.
Stillzeithinweise
- Betablocker gehen in die Muttermilch über. Bei den therapeutischen Dosen von Timolol in Augentropfen ist es jedoch unwahrscheinlich, dass in der Muttermilch ausreichende Spiegel zur Erzeugung klinischer Symptome einer Betablockade beim Kind auftreten. Zur Verringerung der systemischen Resorption siehe Kategorie "Art der Anwendung".
- Latanoprost und dessen Metaboliten können in die Muttermilch übergehen. Daher darf Fixaprost® bei stillenden Frauen nicht angewendet werden.
Schwangerschaftshinweise
- Latanoprost
- Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Latanoprost bei schwangeren Frauen vor. Tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt.
- Das potentielle Risiko für den Menschen ist nicht bekannt.
- Timolol
- Es liegen keine ausreichenden Daten zur Anwendung von Timolol bei schwangeren Frauen vor. Timolol sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich. Zur Verringerung der systemischen Resorption siehe Kategorie "Art der Anwendung".
- Bei oraler Einnahme von Betablockern haben epidemiologische Studien keine Missbildungen, jedoch das Risiko einer intrauterinen Wachstumsverzögerung gezeigt.
- Wenn Betablocker bis zur Geburt gegeben wurde, wurden bei den Neugeborenen darüber hinaus Symptome einer Betablockade (wie z. B. Bradykardie, Hypotonie, Atemstörungen und Hypoglykämie) beobachtet. Wenn Fixaprost® bis zur Geburt gegeben wird, sollte das Neugeborene während der ersten Lebenstage sorgfältig überwacht werden.
- Folglich darf Fixaprost® in der Schwangerschaft nicht angewendet werden.
- Fertilität
- Tierexperimentelle Studien ergaben weder für Latanoprost noch für Timolol Hinweise auf eine Wirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Systemische Wirkungen
- Wie andere topisch applizierte Ophthalmika wird auch Fixaprost® systemisch resorbiert. Wegen der betaadrenergen Komponente Timolol können die gleichen kardiovaskulären, pulmonalen und sonstigen Nebenwirkungen auftreten, wie bei systemischen betaadrenergen Blockern. Nach einer topischen Anwendung am Auge ist die Häufigkeit systemischer Nebenwirkungen geringer als bei systemischer Gabe. Zur Verringerung der systemischen Resorption siehe Kategorie "Art der Anwendung".
- Herzerkrankungen
- Bei Patienten mit Herzerkrankungen (z. B. koronarer Herzkrankheit, Prinzmetal-Angina und Herzinsuffizienz) und Hypotonie sollte die Therapie mit einem Betablocker kritisch hinterfragt und eine Behandlung mit anderen Wirkstoffen erwogen werden.
- Bei Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen ist auf Symptome für eine Verschlechterung dieser Erkrankungen sowie auf Nebenwirkungen zu achten.
- Wegen ihrer negativen Auswirkungen auf die Überleitungszeit sollten Betablocker bei Patienten mit einem Herzblock 1. Grades nur mit Vorsicht angewendet werden.
- Über kardiale Reaktionen und seltene Todesfälle im Zusammenhang mit Herzinsuffizienz wurde nach Gabe von Timolol berichtet.
- Gefäßerkrankungen
- Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen/Erkrankungen (z. B. schwere Verlaufsformen einer Raynaud-Krankheit oder eines Raynaud-Syndroms) sollten mit Vorsicht behandelt werden.
- Erkrankungen der Atemwege
- Über Atembeschwerden einschließlich letal verlaufender Bronchospasmen bei Asthmatikern wurde nach Verabreichung von einigen ophthalmologischen Betablockern berichtet. Bei Patienten mit leichter bis mäßiger chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) sollte Fixaprost® vorsichtig eingesetzt werden und nur dann, wenn der mögliche Nutzen das mögliche Risiko überwiegt.
- Hypoglykämie/Diabetes
- Bei Patienten mit spontaner Hypoglykämie oder bei Patienten mit labilem Diabetes sollten Betablocker nur mit Vorsicht angewendet werden, da Betablocker die Anzeichen und Symptome einer akuten Hypoglykämie maskieren können.
- Hyperthyreose
- Betablocker können auch Anzeichen einer Hyperthyreose maskieren.
- Erkrankungen der Hornhaut
- Ophthalmologische Betablocker können Augentrockenheit verursachen. Patienten mit Erkrankungen der Hornhaut sollten mit Vorsicht behandelt werden.
- Andere Betablocker
- Bei Patienten, die bereits systemisch mit Betablockern behandelt werden und zusätzlich Timolol erhalten, kann die Wirkung auf den Augeninnendruck oder die bekannten Wirkungen einer systemischen Betablockade potenziert werden. Die Reaktion dieser Patienten sollte engmaschig überwacht werden.
- Begleitmedikation
- Timolol kann mit anderen Arzneimitteln interagieren.
- Andere Prostaglandinanaloga
- Die gleichzeitige Anwendung von zwei oder mehreren Prostaglandinen, Prostaglandinanaloga oder Prostaglandinderivaten wird nicht empfohlen.
- Anaphylaktische Reaktionen
- Patienten unter Betablockertherapie, die laut Anamnese auf unterschiedliche Allergene mit Atopie und schwerer anaphylaktischer Reaktion reagieren, können auf eine wiederholte Exposition mit diesen Allergenen reaktiver reagieren und sprechen möglicherweise auf die üblichen Dosen Adrenalin zur Behandlung anaphylaktischer Reaktionen nicht an.
- Choroidea-Ablösung
- Unter Anwendung von Kammerwassersuppressoren (z. B. Timolol, Acetazolamid) wurden Choroidea-Ablösungen nach filtrierenden Operationen beobachtet.
- Chirurgische Anästhesie
- Ophthalmologische Betablocker können die systemischen betaagonistischen Wirkungen von beispielsweise Adrenalin blockieren. Der Anästhesist sollte informiert werden, wenn der Patient Timolol erhält.
- Veränderungen der Irispigmentierung
- Latanoprost kann durch Zunahme des braunen Pigmentanteils der Iris die Augenfarbe langsam verändern. Bei 16 bis 20% aller Patienten, die mit dem kombinierten Latanoprost/Timolol Referenzprodukt mit Konservierungsmittel bis zu 1 Jahr behandelt wurden, war ähnlich zu der Erfahrung mit Latanoprost Augentropfen eine verstärkte Irispigmentierung zu sehen (belegt durch Fotografien). Dieser Effekt wurde vorwiegend bei Patienten mit gemischtfarbigen Irides beobachtet, d. h. bei grün-braunen, gelb-braunen oder blau-/ grau-braunen Irides, und wird durch einen erhöhten Melaningehalt in den stromalen Melanozyten der Iris verursacht. Die braune Pigmentierung breitet sich typischerweise konzentrisch um die Pupille gegen die Peripherie der betroffenen Augen aus; es können aber auch die ganze Iris oder Teile davon bräunlicher werden. Bei Patienten mit homogen blauen, grauen, grünen oder braunen Augen wurde eine verstärkte Irispigmentierung über eine Behandlungsdauer von 2 Jahren hinweg bei klinischen Prüfungen mit Latanoprost nur selten beobachtet.
- Die Veränderung der Irisfarbe erfolgt langsam und wird möglicherweise über mehrere Monate bis Jahre nicht wahrgenommen. Sie wird weder von anderen Symptomen noch von pathologischen Veränderungen begleitet.
- Nach Absetzen der Behandlung wurde keine weitere Zunahme der braunen Pigmentierung beobachtet, die daraus resultierende Farbveränderung ist jedoch möglicherweise dauerhaft.
- Muttermale oder Sommersprossen der Iris wurden durch die Behandlung nicht verändert.
- Bisher wurde keine Pigmentansammlung im Trabekelwerk oder an anderen Stellen der Vorderkammer des Auges beobachtet, die Patienten sollten jedoch regelmäßig untersucht werden.
- Falls eine verstärkte Pigmentierung auftritt, kann in Abhängigkeit von der klinischen Situation die Behandlung abgesetzt werden.
- Es wird empfohlen, Patienten vor Behandlungsbeginn über mögliche Veränderungen ihrer Augenfarbe zu informieren. Eine unilaterale Behandlung kann eine bleibende unterschiedliche Färbung der Augen zur Folge haben.
- Veränderungen von Augenlidern und Wimpern
- In Verbindung mit der Anwendung von Latanoprost® wurde über eine Dunklerfärbung der Lidhaut berichtet, die reversibel sein kann.
- Latanoprost kann zu allmählichen Veränderungen von Wimpern und Flaumhaaren des behandelten Auges führen: Wimpern und Flaumhaare können länger und dicker werden und ihre Pigmentierung und Anzahl kann sich erhöhen. Außerdem kann es zu fehlgerichtetem Wachstum der Wimpern kommen. Veränderungen der Wimpern sind nach einem Absetzen der Behandlung reversibel.
- Glaukom
- Beim entzündlich bedingten Glaukom, beim neovaskulären oder beim chronischen Engwinkelglaukom, bei pseudophaken Patienten mit Offenwinkelglaukom und bei Pigmentglaukom liegen keine Erfahrungen mit Latanoprost vor. Latanoprost hat keine oder nur geringe Wirkung auf die Pupille.
- Erfahrungen über den Einsatz von Latanoprost beim akuten Winkelblockglaukom fehlen jedoch. Fixaprost® sollte daher in diesen Situationen bis zum Vorliegen weiterer Untersuchungsergebnisse nur mit Vorsicht angewendet werden.
- Keratitis herpetica
- Latanoprost ist mit Vorsicht anzuwenden bei Patienten mit Keratitis herpetica in der Anamnese. Die Anwendung sollte vermieden werden bei Fällen von aktiver Herpes-simplex-Keratitis und bei Patienten mit rezidivierender Keratitis herpetica in der Anamnese, insbesondere wenn sie im Zusammenhang mit Prostaglandin-Analoga steht.
- Makulaödeme
- Makulaödeme, einschließlich zystoider Makulaödeme, wurden während der Behandlung mit Latanoprost hauptsächlich bei aphaken Patienten, bei pseudophaken Patienten mit gerissener Hinterkapsel oder bei Patienten mit bekannten Risikofaktoren für Makulaödeme beobachtet. Fixaprost® sollte bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden.
- Auswirkungen bei Fehlgebrauch zu Dopingzwecken
- Die Anwendung von Fixaprost® kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Sonstige Bestandteile
- Fixaprost® enthält Macrogolglycerolhydroxystearat (Ph. Eur.)(Poly(oxyethylen)-40-Rizinusöl) das Hautreaktionen auslösen kann. Es liegen keine Langzeituntersuchungen über die Unbedenklichkeit dieses Hilfsstoffs vor.
- Systemische Wirkungen
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Spezifische Arzneimittelinteraktionsstudien mit Fixaprost® wurden nicht durchgeführt.
- Es gibt Berichte über paradoxe Erhöhungen des Augeninnendrucks nach der gleichzeitigen Gabe von zwei Prostaglandin-Analoga am Auge. Daher wird die Anwendung von zwei oder mehreren Prostaglandinen, Prostaglandin-Analoga oder Prostaglandin-Derivaten nicht empfohlen.
- Wenn eine ophthalmologische Betablocker-Lösung zusammen mit oralen Calciumblockern, betaadrenergen Blockern, Antiarrhythmika (einschließlich Amiodaron), Digitalisglykosiden, Parasympathomimetika oder Guanethidin gegeben wird, besteht die Möglichkeit eines additiven Effekts, der zu Hypotonie und/oder ausgeprägter Bradykardie führen kann.
- Unter einer kombinierten Behandlung mit CYP-2D6-Hemmern (z. B. Chinidin, Fluoxetin, Paroxetin) und Timolol wurde über eine potenzierte systemische Betablockade (mit z. B. vermindertem Herzschlag, Depression) berichtet.
- Die Wirkung auf den Augeninnendruck oder die bekannten Wirkungen einer systemischen Betablockade können sich verstärken, wenn Fixaprost® Patienten verabreicht wird, die bereits einen oralen Betablocker erhalten. Die Anwendung von zwei topischen Betablockern wird nicht empfohlen.
- Mydriasis wurde gelegentlich berichtet, die aus der gleichzeitigen Anwendung eines ophthalmologischen Betablockers zusammen mit Adrenalin (Epinephrin) resultierte.
- Eine hypertensive Reaktion auf ein plötzliches Absetzen von Clonidin kann bei gleichzeitiger Anwendung von Betablockern potenziert werden.
- Betablocker können die hypoglykämische Wirkung von Antidiabetika verstärken. Betablocker können die Anzeichen und Symptome einer Hypoglykämie maskieren.
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Fixaprost® hat einen geringen Einfluss auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen. Die Instillation von Augentropfen kann zu einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Sicht führen. Bis diese vorüber ist, dürfen Patienten nicht Auto fahren und keine Maschine bedienen.
- Überdosierung
- Daten zur Überdosierung von Fixaprost® am Menschen liegen nicht vor.
- Symptome
- Symptome einer systemischen Überdosierung mit Timolol sind: Bradykardie, Hypotonie, Bronchospasmus und Herzstillstand.
- Außer okulären Reizungen und Bindehauthyperämie sind keine weiteren Nebenwirkungen nach Überdosierung von Latanoprost bekannt.
- Behandlung
- Bei Auftreten von Symptomen einer Überdosierung sollte die Behandlung symptomatisch und unterstützend sein.
- Falls dieses Arzneimittel unbeabsichtigter weise verschluckt wurde, könnte folgende Information von Nutzen sein:
- Studien haben gezeigt, dass Timolol nicht leicht dialysierbar ist.
- Magenspülung, falls erforderlich.
- Latanoprost wird weitestgehend während der ersten Leberpassage metabolisiert.
- Eine intravenöse Infusion von 3 Mikrogramm/kg bei gesunden Probanden verursachte keine Symptome. Eine Dosis von 5,5 bis 10 Mikrogramm/kg verursachte jedoch Übelkeit, abdominale Schmerzen, Schwindel, Müdigkeit, Hitzegefühl und Schwitzen. Diese Symptome waren mild bis mittelschwer und verschwanden ohne Behandlung innerhalb von 4 Stunden nach Beendigung der Infusion.