Flanamox 500
Dr. August Wolff GmbH & Co.KG Arzneimittel
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Amoxicillin/Flucloxacillin/Natrium →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 20 ST | 45,47 € |
| N3 | 30 ST | 55,61 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- gezielte Behandlung bei Kindern (>/= 6 Jahre) und Erwachsenen von ambulant erworbenen akuten und chronischen Infektionen, die durch solche Mischinfektionen verursacht sind, deren Erreger weder alleine durch Amoxicillin noch durch Flucloxacillin zu behandeln, die aber einer Kombinationstherapie mit beiden Antibiotika zugänglich sind
- folgene Infektionen können behandelt werden
- Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich, wie z.B.:
- Rachenentzündung
- Nebenhöhlenentzündungen (Sinusitis)
- Mittelohrentzündung (Otitis media)
- Infektionen der Haut-Weichteilgewebe
- Infektionen im Hals-, Nasen-, Ohrenbereich, wie z.B.:
- folgene Infektionen können behandelt werden
- Hinweis
- national und international anerkannte Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Hartkapsel enthält 250 mg Amoxicillin und 250 mg Flucloxacillin
- akute und chronische Infektionen, durch Mischinfektionen verursacht, deren Erreger weder alleine durch Amoxicillin noch durch Flucloxacillin zu behandeln, aber einer Kombinationstherapie mit beiden Antibiotika zugänglich sind
- Erwachsene
- 1 Kapsel 3mal / Tag (morgens, mittags und abends)
- Dosissteigerung
- bei ungünstig gelegenem Entzündungsherd oder chronischem Verlauf
- bei schweren Fällen bzw. minderempfindlichen Erregern: Tagesdosis auf das Doppelte oder mehr steigern
- Kinder >/= 6 Jahre und Jugendliche
- 1 Kapsel 3mal / Tag (morgens, mittags und abends)
- Dosissteigerung
- bei ungünstig gelegenem Entzündungsherd oder chronischem Verlauf
- bei schweren Fällen bzw. minderempfindlichen Erregern: Tagesdosis auf das Doppelte oder mehr steigern
- Kinder < 6 Jahre, Früh-, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder
- nicht indiziert (Gefahr des Verschluckens)
- Dauer:
- in der Regel 7 - 10 Tage; mind. 2 - 3 Tage nach Abklingen der Krankheitserscheinungen fortführen
- beta-hämolysierende Streptokokken: mind. 10 Tage, um Spätkomplikationen vorzubeugen (rheumatisches Fieber, Glomerulonephritis)
- schwere Magen-Darm-Störungen mit Erbrechen und Durchfall:
- orale Anwendung von Amoxicillin/Flucloxacillin nicht angebracht, da ausreichende Resorption nicht gewährleistet
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 30 ml / Min.)
- Intervallverlängerung oder Reduktion der Folgedosen (Kumulation von Amoxicillin)
- Kreatinin-Clearance von 20 - 30 ml / Min.:
- Dosis auf 2/3 reduzieren
- ggf. Verlängerung des Dosierungsintervalls unter Wirkspiegel-Kontrolle
- Kreatinin-Clearance von < 20 ml / Min.:
- Dosis auf 1/3 reduzieren
- ggf. Verlängerung des Dosierungsintervalls unter Wirkspiegel-Kontrolle
- Leberinsuffizienz
- keine Dosisanpassung erforderlich, sofern die Nierenfunktion nicht beeinträchtigt ist
Kontraindikationen
Amoxicillin 3-Wasser, Flucloxacillin Natrium 1-Wasser - peroral
Amoxicillin plus Flucloxacillin
- Überempfindlichkeit gegen Amoxicillin, Flucloxacillin oder andere Penicilline (Gefahr eines anaphylaktischen Schocks)
- Kreuzallergie mit anderen Betalaktam-Antibiotika (z.B. Cephalosporinen) tritt häufig auf
- Leberfunktionsstörungen / Ikterus unter einer früheren Therapie mit Flucloxacillin
- Vorsicht bei Patienten mit bestehenden Leberfunktionsstörungen
- Auftreten eines akuten generalisierten pustulösen Exanthems (AGEP)
- jede weitere Verabreichung von Flucloxacillin ist kontraindiziert
- Säuglinge, Kleinkinder und Kinder (< 6 Jahre)
- Verabreichung von Hartkapseln für diese Patientengruppe nicht indiziert, da Gefahr des Verschluckens besteht
Therapiehinweise
Einnahme in aufrechter Körperhaltung.
Nebenwirkungen
Amoxicillin 3-Wasser, Flucloxacillin Natrium 1-Wasser - peroral
Amoxicillin plus Flucloxacillin
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Serumkrankheit
- allerg. Vaskulitis oder allerg. Nephritis
- Kounis-Syndrom
- Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, bis zum anaphylaktischen Schock
- nach oraler Einnahme von Penicillin beobachtet worden
- wesentlich seltener als nach intravenöser oder intramuskulärer Gabe
- Symptome u.a.
- Gesichtsödem
- Zungenschwellung
- innere Kehlkopfschwellung mit Einengung der Luftwege
- Herzjagen
- Luftnot (Atemnot)
- Hitzegefühl
- Blutdruckabfall bis hin zu bedrohlichem Schock
- beim Auftreten dieser Erscheinungen sofortige ärztliche Hilfe erforderlich
- Behandlung muss sofort abgebrochen werden und die entsprechenden erforderlichen Notfallmaßnahmen eingeleitet werden (z.B. die Gabe von Antihistaminika, Kortikosteroiden, Sympathomimetika und ggf. Beatmung)
- nach oraler Einnahme von Penicillin beobachtet worden
- ohne Häufigkeitsangabe
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Superinfektionen, Kolonisation mit resistenten Bakterien oder Pilzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thrombozytopenie
- (hämolytische) Anämie
- Neutropenie
- Granulozytopenie
- Leukopenie mit Eosinophilie (allerg. bedingt)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- reversible Agranulozytose
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verlängerung der Blutungs- und Prothrombinzeit
- thrombozytopenische Purpura
- Panzytopenie
- Eosinophilie
- hämolytische Anämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird (Erfahrung nach der Markteinführung)
- im Allgemeinen bei Vorhandensein von Risikofaktoren
- metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol angewendet wird (Erfahrung nach der Markteinführung)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypernatriämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Kopfschmerzen
- Verwirrtheit
- Schwindel
- Depression
- Krampfanfälle
- Übererregbarkeit
- Benommenheit
- Angst
- Schlaflosigkeit
- aseptische Meningitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Appetitlosigkeit
- Magenschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Meteorismus
- Bauchschmerzen
- weiche Stühle
- Diarrhö
- Verstopfung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Geschmacksstörungen
- Stomatitis
- Zahnverfärbung (bei Kindern)
- schwere anhaltende Durchfälle bei pseudomembranöser Enterokolitis
- hämorrhagische Enterokolitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- AST, ALT-Erhöhung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leberfunktionsstörung
- Hepatitis
- cholestat
- Hepatitis
- Cholestase mit und ohne Ikterus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allerg. Hautreaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- Exantheme mit und ohne Blasen- u. Quaddelbildung
- Erythema nodosum
- Urtikaria
- Pruritus, (angioneurot.) Ödeme
- Arzneimittelfieber
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS)
- ohne Häufigkeitsangabe
- makulopapulöse, morbilliforme Exantheme
- Erythema exsudativum multiforme
- Erythrodermie
- Stevens-Johnson-Syndrom
- Quincke-Ödem
- exfoliative Dermatitis
- Lyell-Syndrom
- anaphylaktischer Schock
- AGEP (akutes generalisiertes pustulöses Exanthem)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Fieber
- Arthralgie
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- interstitielle Nephritis (akut - subklin.)
- akutes Nierenversagen mit Kristallurie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schleimhautentzündungen oral
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwarze Haarzunge
- ohne Häufigkeitsangabe
- trockener Mund
- Geschmacksveränderung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Hartkapseln zum Einnehmen.
- Einnahme mind. 1 Stunde vor oder 2 Stunden nach einer Mahlzeiten
- mit einem ganzen Glas Wasser (250 ml) einnehmen (Verringerung des Risikos von Speiseröhrenschmerzen)
- nach der Einnahme nicht sofort hinlegen
Stillzeithinweise
Amoxicillin 3-Wasser, Flucloxacillin Natrium 1-Wasser - peroral
Amoxicillin plus Flucloxacillin
- darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung angewendet werden
- Flucloxacillin und Amoxicillin treten in die Muttermilch über
- beim gestillten Säugling Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung beachten
- Möglichkeit einer Sensibilisierung bedenken
Schwangerschaftshinweise
Amoxicillin 3-Wasser, Flucloxacillin Natrium 1-Wasser - peroral
Amoxicillin plus Flucloxacillin
- in Beobachtungen am Menschen bisher keinen Hinweis auf schädliche Wirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen
- dennoch Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Flucloxacillin
- keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren
- in tierexperimentellen Studien keine reproduktionstoxikologischen Effekte beobachtet
- Anwendung von Flucloxacillin in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung erfolgen
- Amoxicillin
- Amoxicillin erreicht den Embryo bzw. Fetus über die Plazenta
- in Einzelstudie an Frauen mit vorzeitigem Blasensprung: Berichte darüber, dass die prophylaktische Behandlung mit Amoxicillin und Clavulansäure mit einem höheren Risiko einer nekrotisierenden Enterokolitis bei Neugeborenen in Zusammenhang gebracht werden kann
- in tierexperimentellen Studien keine teratogenen Effekte beobachtet
- vorsichtshalber Anwendung von Amoxicillin in der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Fertilität
- keine Hinweise vorliegend, dass die Fertilität beeinträchtigt wird
Warnhinweise
Amoxicillin 3-Wasser, Flucloxacillin Natrium 1-Wasser - peroral
Amoxicillin plus Flucloxacillin
- Akutes generalisiertes pustulöses Exanthem (AGEP)
- Auftreten eines fieberhaften, generalisierten Erythems mit Pustelbildung zu Therapiebeginn kann ein Symptom eines akuten generalisierten pustulösen Exanthems (AGEP) sein
- wird ein AGEP diagnostiziert, sollte Flucloxacillin ab gesetzt werden
- jede weitere Verabreichung von Flucloxacillin ist dann kontraindiziert
- Allergische Diathese
- bei Patienten mit Neigung zu Allergien oder Personen mit ausgeprägten Allergien oder Asthma in der Vorgeschichte ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen
- Kreuzallergie mit anderen Betalaktam-Antibiotika (z.B. Cephalosporinen) tritt häufig auf
- vor Therapiebeginn sollte deshalb eine sorgfältige Anamneseerhebung hinsichtlich allergischer Reaktionen erfolgen
- Mykose
- zwischen Pilzen und Penicillin kann Antigengemeinschaft bestehen, so dass bei vorbestehender Mykose auch nach erstmaliger Penicillingabe allergische Reaktionen auftreten können
- bei Patienten mit Neigung zu Allergien oder Personen mit ausgeprägten Allergien oder Asthma in der Vorgeschichte ist eher mit allergischen Reaktionen zu rechnen
- Infektiöse Mononukleose, chronische lymphatische Leukämie
- bei viralen Infektionen, insbesondere Mononucleosis infectiosa, sowie bei lymphatischer Leukämie sollten gleichzeitige bakterielle Infektionen nur mit Vorsicht mit Amoxicillin behandelt werden, da das Risiko erythematöser Hautreaktionen erhöht ist
- Schwere akute Überempfindlichkeitsreaktionen
- bei Patienten, die mit Penicillinen behandelt wurden, schwerwiegende und gelegentlich tödlich verlaufende Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich anaphylaktoider und schwerer kutaner Reaktionen) berichtet
- Behandlung mit Amoxicillin / Flucloxacillin muss ggf. sofort abgebrochen und die erforderlichen Notfallmaßnahmen eingeleitet werden
- Magen- und Darmstörungen
- bei Patienten mit schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen sollte von der Behandlung mit Amoxicillin / Flucloxacillin abgesehen werden, da eine ausreichende Absorption nicht gewährleistet ist
- parenterale Therapie empfohlen
- bei Patienten mit schweren Magen- und Darmstörungen mit Erbrechen und Durchfällen sollte von der Behandlung mit Amoxicillin / Flucloxacillin abgesehen werden, da eine ausreichende Absorption nicht gewährleistet ist
- Pseudomembranöse Kolitis
- Arzt muss eine Beendigung der Therapie mit Amoxicillin / Flucloxacillin in Abhängigkeit von der Indikation erwägen und ggf. sofort eine angemessene Behandlung einleiten
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
- Alkohol
- während der Anwendung von Flucloxacillin sollte auf Alkohol oder alkoholhaltige Lebensmittel verzichtet werden
- Mögliche Auswirkungen auf Niere, Leber und Blutbild
- Flucloxacillin sollte nicht länger als 2 Wochen verabreicht werden.
- bei längerer Anwendung erhöht sich die Gefahr einer Leberschädigung
- betrifft vorzugsweise ältere Patienten
- sollte eine Cholestase auftreten
- Flucloxacillin sofort absetzen
- Therapie ggf. mit einem anderen Antibiotikum fortsetzen
- bei Nierenfunktionsstörungen Dosisanpassung erforderlich
- regelmäßige Kontrollen von Blutbild, Nierenfunktion und Leberenzymwerten bei längerer Anwendung
- wegen möglicher unerwünschter Wirkungen auf Nieren, Leber und Blutbild
- Flucloxacillin sollte nicht länger als 2 Wochen verabreicht werden.
- Einnahme zusammen mit Paracetamol
- Vorsicht, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol verabreicht wird, da ein erhöhtes Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) besteht
- Patienten mit erhöhtem Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke insbesondere Patienten mit schwerer Nierenfunktionsstörung, Sepsis oder Mangelernährung, v.a. wenn Tageshöchstdosen von Paracetamol angewendet werden.
- nach gleichzeitiger Verabreichung von Flucloxacillin und Paracetamol engmaschige Überwachung empfohlen, um das Auftreten von Ungleichgewichten des SäureSäure-Basen-Haushaltes, insbesondere einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke, festzustellen
- es sollte auch ein Urintest im Hinblick auf 5-Oxoprolin erfolgen
- wenn Flucloxacillin nach Absetzen von Paracetamol weiter eingenommen wird
- sicherstellen, dass keine Zeichen einer metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke vorliegen, da die Möglichkeit besteht, dass Flucloxacillin das Krankheitsbild der metabolischen Azidose mit vergrößerter Anionenlücke aufrecht erhält
- Vorsicht, wenn Flucloxacillin zusammen mit Paracetamol verabreicht wird, da ein erhöhtes Risiko für eine metabolische Azidose mit vergrößerter Anionenlücke (HAGMA) besteht
- Kleinkinder und Kinder unter 6 Jahre
- Verabreichung von Hartkapseln ist für Säuglinge, Kleinkinder und Kinder unter 6 Jahren nicht indiziert
- bei Früh- oder Neugeborenen sollte Flucloxacillin wegen der Gefahr einer Hyperbilirubinämie mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- Studien haben gezeigt, dass nach parenteraler Gabe hoher Flucloxacillin-Dosen das Bilirubin aus seinen Plasmaproteinbindungen verdrängt wird und somit bei Früh- oder Neugeborenen mit bestehender Hyperbilirubinämie zu einem Kernikterus führen kann
- bei Früh- oder Neugeborenen sollte ferner darauf geachtet werden, dass durch die noch verminderte renale Ausscheidung hohe Flucloxacillin-Serumkonzentrationen auftreten können
- Zahnverfärbungen
- bei Kindern Zahnverfärbungen möglich, denen durch intensive Mundhygiene während der Behandlung vorgebeugt werden kann