Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1X1 ML | 15,34 € |
| N3 | 5X1 ML | 35,22 € |
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Indikation
- Langzeitbehandlung und Rezidivprophylaxe schizophrener Psychosen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Injektionslösung enthält 20 mg Flupentixoldecanoat (Ester), entsprechend 14,76 mg Flupentixol
- Langzeitbehandlung und Rezidivprophylaxe schizophrener Psychosen
- Dosierung nach Art und Schwere der Erkrankung und individueller Reaktionslage
- Bestimmung der Dosierung und der zeitlichen Abstände der Injektion durch den behandelnden Arzt
- 0,5 - 3 ml (10 - 60 mg Flupentixoldecanoat) in Abständen von 2 - 4 Wochen
- höhere Dosierungen: andere Darreichungsformen verfügbar
- Behandlungsdauer
- Monate bzw. Jahre (dabei niedrigste notwendige Erhaltungsdosis anstreben)
- nach einer längerfristigen Therapie
- Dosisreduktion in sehr kleinen Schritten über einen großen Zeitraum hinweg und in einem engmaschigen Kontakt zwischen Arzt und Patient
- ältere Patienten
- Dosierungen im unteren Bereich der Dosierungsempfehlungen wählen
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- keine Anwendung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- sorgfältige Dosierung und Serumspiegelbestimmung angeraten
Kontraindikationen
Flupentixol - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Flupentixoldecanoat (Ester)
- Überempfindlichkeit gegen Neuroleptika vom Phenothiazin- und Thioxanthentyp
- akute Alkohol-, Opiat-, Hypnotika- oder Psychopharmakaintoxikation
- Patienten im Kreislaufschock oder im Koma
- bei intramuskulärer Injektion von Flupentixol
- kontraindiziert bei Patienten mit Blutgerinnungsstörungen oder unter der Therapie mit oralen Antikoagulanzien (z.B. Phenprocoumon, Warfarin)
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Flupentixol - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Agranulozytose
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Eosinophilie
- Panzytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- anaphylaktische Reaktion
- Überempfindlichkeitsreaktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Endokrine Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyperprolaktinämie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- gesteigerter Appetit
- Appetitverlust
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hyperglykämie
- gestörte Glukosetoleranz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abnahme der Libido
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unruhe
- Schlafstörungen
- Erregung
- depressive Verstimmung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Reaktivierung bzw. Verschlechterung psychotischer Prozesse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- extrapyramidal-motorische Symptome (in diesen Fällen Dosisreduktion und / oder die Gabe eines Antiparkinsonmittels, ggf. als i.v.-Injektion, erforderlich)
- Frühdyskinesien (Zungen-Schlund-Krämpfe, Schiefhals, Kiefermuskelkrämpfe, Blickkrämpfe, Versteifung der Rückenmuskulatur)
- Parkinsonsyndrom (Hypomimie, Tremor, Rigor, Akinese, Hypersalivation)
- Akathisie (Unfähigkeit, sitzen zu bleiben, Bewegungsdrang)
- Hyperkinesie
- Hypokinesie
- extrapyramidal-motorische Symptome (in diesen Fällen Dosisreduktion und / oder die Gabe eines Antiparkinsonmittels, ggf. als i.v.-Injektion, erforderlich)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dystonie
- Schwindelgefühl
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Benommenheit
- Lethargie
- delirante Symptome (insbesondere unter Kombination mit anticholinerg wirksamen Substanzen)
- zerebrale Krampfanfälle
- Regulationsstörungen der Körpertemperatur
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- lebensbedrohliches malignes Neuroleptika-Syndrom (sofortiges Absetzen der Medikation und intensivmedizinische Maßnahmen erforderlich)
- Fieber > 40 °C
- Muskelstarre
- vegetative Entgleisung mit Herzjagen und Bluthochdruck
- Bewusstseinstrübung bis Koma
- lebensbedrohliches malignes Neuroleptika-Syndrom (sofortiges Absetzen der Medikation und intensivmedizinische Maßnahmen erforderlich)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Manifestation von Spätdyskinesien (nach zumeist längerer und hochdosierter Therapie)
- anhaltende - vielfach irreversible - hyperkinetische Syndrome mit abnormen unwillkürlichen Bewegungen, vor allem im Bereich von Kiefer- und Gesichtsmuskulatur, aber auch athetoide, dystone und ballistische Bewegungen der Extremitäten
- Manifestation von Spätdyskinesien (nach zumeist längerer und hochdosierter Therapie)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- abnormales Sehen
- Akkommodationsstörungen
- vermehrter Tränenfluss
- Erhöhung des Augeninnendrucks
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pigment-, Kornea- und Linseneinlagerungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Tachykardie
- insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Patienten mit Phäochromozytom, cerebrovaskulärer, renaler oder kardialer Insuffizienz
- EKG-Veränderungen (Störungen der Erregungsausbreitung und -rückbildung)
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzrasen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG
- ventrikuläre Arrhythmien (Kammerflimmern, Kammertachykardie, Torsade de Pointes, plötzliche Todesfälle unklarer Genese)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- orthostatische Dysregulation
- Hypotonie
- insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei Patienten mit Phäochromozytom, cerebrovaskulärer, renaler oder kardialer Insuffizienz
- bei schwerer Hypotension müssen entsprechende Notfallmaßnahmen eingeleitet werden
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hitzewallung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Thromboembolien (einschließlich Fällen von Lungenembolie und Fällen von tiefer Venenthrombose)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- Gefühl der verstopften Nase
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Mundtrockenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspepsie
- Obstipation
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unterleibsschmerzen
- Blähungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- lebensbedrohlicher paralytischer Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- passagere Leberfunktionsstörungen
- Abflussstörungen der Galle
- Gelbsucht
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus
- Hyperhidrose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dermatitis
- allergische Hautreaktionen
- Photosensibilität (Vorsicht bei Sonneneinstrahlung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Myalgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Miktionsstörung
- Harnverhalt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelentzugssyndrom des Neugeborenen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- erektile Dysfunktion
- Ausbleiben der Ejakulation
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gynäkomastie
- Galaktorrhoe
- Amenorrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Müdigkeit, insbesondere zu Beginn der Behandlung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Reaktionen an der Einstichstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen hervorrufen
- die häufigsten Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Diarrhoe, Rhinorrhoe, Schwitzen, Myalgia, Parästhesie, Schlaflosigkeit, Unruhe, Angstgefühl und Agitiertheit
- kann vorkommen, dass Patienten auch unter Schwindel, abwechselndem Hitze- und Kältegefühl sowie unter Tremor leiden
- Symptome beginnen innerhalb von 1 - 4 Tagen nach Absetzen des Medikamentes und lassen innerhalb von 7 - 14 Tagen nach
- plötzliches Absetzen kann Entzugserscheinungen hervorrufen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- tiefe intramuskuläre Injektion
- darf nicht intravenös gegeben werden (ölige Lösung)
Stillzeithinweise
Flupentixol - invasiv
- bei notwendiger Therapie während der Stillzeit sollte abgestillt werden
- Flupentixol akkumuliert in der Muttermilch und kann höhere Konzentrationen als im Serum erreichen
Schwangerschaftshinweise
Flupentixol - invasiv
- Flupentixol sollte während der Schwangerschaft, insbesondere im 1. und 3. Trimenon, nur nach sorgfältiger Abwägung von therapeutischem Nutzen für die Mutter und möglichem Risiko für den Feten verordnet werden
- keine ausreichenden klinischen Daten für Flupentixol über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf Teratogenität
- Flupentixol ist plazentagängig
- fetale Serumkonzentrationen durchschnittlich 24 % der mütterlichen Serumkonzentration
- Neugeborene, die während des 3. Trimenons der Schwangerschaft gegenüber Antipsychotika (einschließlich Flupentixol) exponiert sind
- sind durch Nebenwirkungen einschließlich extrapyramidaler Symptome und/oder Entzugserscheinungen gefährdet, deren Schwere und Dauer nach der Entbindung variieren können
- gab Berichte über Agitiertheit, erhöhten oder erniedrigten Muskeltonus, Tremor, Somnolenz, Atemnot oder Störungen bei der Nahrungsaufnahme
- Neugeborene sollten sorgfältig überwacht werden
- wenn eine Behandlung mit Flupentixol in den letzten Schwangerschaftswochen unumgänglich ist
- sollten Neuroleptika nach Möglichkeit niedrig dosiert werden, um reversible Nebenwirkungen (u.a. cholestatischer Ikterus) beim Neugeborenen zu vermeiden
- Fertilität
- Beeinträchtigung der Fertilität wurde bei Ratten ab 15 mg/kg KG Flupentixol festgestellt
Warnhinweise
Flupentixol - invasiv
- Flupentixol darf nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen angewendet werden bei:
- Leukopenie oder Erkrankungen des hämatopoetischen Systems
- Leber- und Niereninsuffizienz
- Hypokaliämie
- Bradykardie
- angeborenem langen QT-Syndrom oder anderen klinisch signifikanten kardialen Störungen (insbesondere koronare Herzkrankheit, Erregungsleitungsstörungen, Arrhythmien)
- prolaktinabhängigen Tumoren, z.B. Mammatumoren
- Phäochromozytom
- schwerer Hypotonie und Hypertonie, orthostatischer Dysregulation
- Parkinson-Syndrom
- chronischen Atembeschwerden und Asthma
- Glaukom, Harnverhalt, Pylorusstenose, Prostatahypertrophie mit Restharnbildung
- Kontrollen, Überwachung
- vor der Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika
- Blutbild (einschließlich des Differenzialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl) kontrollieren
- bei pathologischen Blutwerten darf keine Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika erfolgen
- bestehende Hypokaliämie vor der Behandlung ausgleichen
- Ausgangs-EKG sollte für spätere Verlaufskontrollen vorliegen
- Blutbild (einschließlich des Differenzialblutbildes sowie der Thrombozytenzahl) kontrollieren
- Blutbildkontrollen während der Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika notwendig
- nach Beginn der Behandlung sollten über einen Zeitraum von 4 Monaten wöchentlich Blutbildkontrollen (einschließlich des Differenzialblutbildes) vorgenommen werden
- bei unauffälligen Befunden können danach Kontrollen in größeren Abständen erfolgen
- bei schnellem Absinken der Leukozytenzahl, insbesondere bei Werten < 3000/mm3, oder anderen Blutbildveränderungen, ist die Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika sofort abzubrechen und durch andere Therapieformen zu ersetzen
- ggf. sind intensivmedizinische Maßnahmen durchzuführen
- Blutbildkontrollen sind bis zur Normalisierung erforderlich
- nach Beginn der Behandlung sollten über einen Zeitraum von 4 Monaten wöchentlich Blutbildkontrollen (einschließlich des Differenzialblutbildes) vorgenommen werden
- Nieren- und Leberfunktion und Kreislaufsituation (einschließlich EKG-Ableitung) während der Therapie in regelmäßigen Abständen überwachen
- bei chronischer Behandlung sollten entsprechende Kontrolluntersuchungen mind. alle 6 Monate durchgeführt werden
- vor der Behandlung mit trizyklischen Neuroleptika
- Krampfanfälle, Epilepsie
- besondere Vorsicht bei Patienten mit organischen Hirnschäden und Krampfanfällen in der Anamnese, da Flupentixol die Krampfschwelle herabsetzt und Grand-Mal-Anfälle auftreten können
- regelmäßige EEG-Kontrollen empfohlen
- bei Vorliegen einer Epilepsie sollte Flupentixol nur zusammen mit einer Antikonvulsiva-Behandlung Verwendung finden
- besondere Vorsicht bei Patienten mit organischen Hirnschäden und Krampfanfällen in der Anamnese, da Flupentixol die Krampfschwelle herabsetzt und Grand-Mal-Anfälle auftreten können
- ältere Patienten und Patienten mit Vorschädigung des Herzens
- Störungen der Erregungsleitung können auftreten
- regelmäßige Überwachung der Herzfunktion empfohlen
- Verlängerung des QT-Intervalls
- Flupentixol kann, wie andere Antipsychotika auch, Verlängerung des QT-Intervalls verursachen
- fortbestehende QT-Intervallverlängerung kann das Risiko maligner Arrhythmien erhöhen
- Flupentixol sollte nur mit Vorsicht angewendet werden bei
- Risikopatienten (Patienten mit Hypokaliämie, Hypomagnesiämie oder genetischer Veranlagung)
- Patienten mit vorbestehenden Störungen des Herz-Kreislauf-Systems, z.B. QT-Intervallverlängerung, ausgeprägter Bradykardie (< 50 Herzschläge pro Minute), einem vor kurzem aufgetretenen akuten Myokardinfarkt, einem nicht-kompensierten Herzversagen oder Herzrhythmusstörungen
- gleichzeitige Behandlung mit anderen Antipsychotika sollte vermieden werden
- Patienten mit Glaukom, Harnverhalt und Prostatahypertrophie
- vorsichtige Dosierung aufgrund der anticholinergen Wirkungen von Flupentixol
- Patienten mit Phäochromozytom, Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz oder zerebraler Insuffizienz
- zeigen häufiger hypotensive Reaktionen auf Gabe von Flupentixol
- sollten deshalb sorgfältig überwacht werden
- Prolaktin-Ausschüttung
- Neuroleptika führen zu einer erhöhten Prolaktin-Ausschüttung
- Experimente an Gewebekulturen sprechen dafür, dass etwa ein Drittel menschlicher Brusttumoren in vitro prolaktinabhängig sind
- Vorsicht bei einschlägiger Vorgeschichte, obwohl aussagefähige klinische oder epidemiologische Studien nicht vorliegen
- Spätdyskinesien
- Manifestation von Spätdyskinesien möglich
- auf erste dyskinetische Anzeichen, vorwiegend im lingualen und digitalen Bereich, unbedingt achten
- obgleich die Prävalenz von Spätdyskinesien noch nicht hinreichend erforscht ist, scheint es so, dass ältere Patienten, insbesondere ältere Frauen, dafür besonders prädisponiert sind
- Risiko der Spätdyskinesien und besonders das der Irreversibilität nimmt vermutlich mit der Therapiedauer und der Höhe der neuroleptischen Dosierung zu
- allerdings kann sich eine Spätdyskinesie auch schon nach kurzer Behandlungsdauer und niedriger Dosierung entwickeln
- Maskierung
- neuroleptische Behandlung selbst kann die Symptome einer beginnenden Spätdyskinesie zunächst maskieren
- nach Absetzen der Medikation tritt diese in Erscheinung
- gesicherte Therapie dieser Symptome derzeit nicht bekannt
- Manifestation von Spätdyskinesien möglich
- malignes neuroleptisches Syndrom
- bei jedem Neuroleptikum kann sich während der Behandlung ein malignes neuroleptisches Syndrom entwickeln (Hyperthermie, Muskelstarre, Bewusstseinsschwankungen, Störungen des vegetativen Nervensystems)
- Risiko möglicherweise bei potenteren Neuroleptika erhöht
- erhöhte Mortalitätsrate bei Patienten mit bereits bestehenden organischen Hirnschäden, geistiger Behinderung und Alkohol- und Opiatmissbrauch
- bei Auftreten von hohem Fieber und Muskelstarre an ein malignes Neuroleptika- Syndrom denken, welches nicht selten als Katatonie fehldiagnostiziert wird
- da hier eine erneute Neuroleptikum-Gabe lebensbedrohliche Konsequenzen haben kann, ist die Differenzialdiagnose von entscheidender Bedeutung (Medikamentenanamnese, Prüfung auf Rigor, Fieber sowie CK-Anstieg im Blut oder Harn)
- bei jedem Neuroleptikum kann sich während der Behandlung ein malignes neuroleptisches Syndrom entwickeln (Hyperthermie, Muskelstarre, Bewusstseinsschwankungen, Störungen des vegetativen Nervensystems)
- erhöhte Mortalität bei älteren Menschen mit Demenz-Erkrankungen
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
- anhand der vorliegenden Studiendaten kann genaue Höhe dieses Risikos nicht angegeben werden
- Ursache für die Risikoerhöhung nicht bekannt
- Flupentixol nicht zugelassen zur Behandlung von Verhaltensstörungen, die mit Demenz-Erkrankungen zusammenhängen
- Daten zweier großer Anwendungsstudien zeigten, dass ältere Menschen mit Demenz-Erkrankungen, die mit konventionellen (typischen) Antipsychotika behandelt wurden, einem leicht erhöhten Mortalitätsrisiko im Vergleich zu nicht mit Antipsychotika Behandelten ausgesetzt sind
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von unerwünschten cerebrovaskulären Ereignissen
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte cerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Mechanismus nicht bekannt, der zu dieser Risikoerhöhung führt
- kann nicht ausgeschlossen werden, dass diese Wirkung auch bei der Anwendung anderer Antipsychotika oder bei anderen Patientengruppen auftritt
- Flupentixol sollte daher bei Patienten, die ein erhöhtes Schlaganfallrisiko haben, mit Vorsicht angewendet werden
- in randomisierten, placebokontrollierten klinischen Studien mit an Demenz erkrankten Patienten, die mit einigen atypischen Antipsychotika behandelt wurden, wurde ein etwa um das Dreifache erhöhtes Risiko für unerwünschte cerebrovaskuläre Ereignisse beobachtet
- Thromboembolie-Risiko
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Antipsychotika Fälle von venösen Thromboembolien (VTE) berichtet
- da Patienten, die mit Antipsychotika behandelt werden, häufig erworbene Risikofaktoren für VTE aufweisen, sollten alle möglichen Risikofaktoren für VTE vor und während der Behandlung mit Flupentixol identifiziert und Präventivmaßnahmen ergriffen werden
- Patient sollte angehalten werden, bei folgenden Symptomen keine Selbstmedikation mit Analgetika/Antibiotika durchzuführen, sondern sofort seinen behandelnden Arzt aufzusuchen
- Fieber
- Zahnfleisch- und Mundschleimhautentzündungen
- Halsschmerzen
- eitriger Angina
- grippeähnliche Symptomen, insbesondere, wenn diese Symptome innerhalb der ersten drei Monate nach Beginn der medikamentösen Behandlung auftreten
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Kinder und Jugendliche sollten nicht mit Flupentixol behandelt werden