Flucloxacillin Ibisqus 250mg Pulv. Z.Herst.e.IIL
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 31,50 € |
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Indikation
- zur Behandlung der folgenden Infektionen, die durch empfindliche Organismen, insbesondere Staphylococcus aureus verursacht werden
- Infektionen der Haut- und Weichteile
- Abszesse
- Cellulitis
- Infektionen der Atemwege
- Lungenabszesse
- Pneumonie
- Bronchopneumonie
- Infektionen der Knochen und Gelenke
- Arthritis
- Osteomyelitis
- Endokarditis
- Infektionen der Haut- und Weichteile
- Prophylaxe in kardiovaskulärer Chirurgie (Klappenprothesen, Arterienprothesen) und in orthopädischer Chirurgie (Endoprotetik, Osteosynthese und Arthrotomie)
- Hinweis: Berücksichtigung der offiziellen Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antimikrobiellen Wirkstoffen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 250 mg Flucloxacillin (als Flucloxacillin-Natrium-Monohydrat)
- Infektionen, verursacht durch empfindliche Organismen, insbesondere Staphylococcus aureus; Prophylaxe in der kardiovaskulären und orthopädischen Chirurgie
- Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
- Gesamttagesdosis: 1 - 3 g, aufgeteilt auf 3 - 4 gleiche i.v. oder i.m. Injektionen
- schwere lebensbedrohliche Infektionen
- möglicherweise >/= 4 g / Tag erforderlich, aufgeteilt auf 3 - 4 gleich große Einzeldosen (über 20 - 30 min)
- max. Gesamttagesdosis: 12 g
- Methicillin-empfindicher Staphylococcus aureus
- Endokarditis
- 2 g Flucloxacillin / 6 Stunden
- Patienten > 85 kg KG: bis zu 2 g Flucloxacillin / 4 Stunden
- chirurgische Prophylaxe
- 2 g Flucloxacillin i.v. (Bolus oder Infusion) nach Einleitung der Anästhesie / 6 Stunden
- vaskuläre oder orthopädische Chirurgie: über einen Zeitraum von 24 Stunden
- Herz- oder Koronarchirurgie: über einen Zeitraum von 48 Stunden
- 2 g Flucloxacillin i.v. (Bolus oder Infusion) nach Einleitung der Anästhesie / 6 Stunden
- Endokarditis
- einzelne Bolusinjektion oder Infusion </= 2 g
- Kinder < 12 Jahre
- 25 - 50 mg / kg KG / 24 Stunden, aufgeteilt auf 3 - 4 gleiche i.v. oder i.m. Injektionen
- schwere Infektionen: bis zu 100 mg / kg KG / 24 Stunden in 3 - 4 Teildosen
- einzelne Bolusinjektion oder Infusion: max. 33 mg / kg KG
- Methicillin-empfindlicher Staphylococcus aureus
- Endokarditis
- 200 mg / kg KG / 24 Stunden in 3 - 4 Teildosen
- Endokarditis
- Kinder 10 - 12 Jahre
- i.d.R. 1,5 - 2 g / Tag, aufgeteilt in 3 - 4 gleich große Einzeldosen
- Kinder 6 - 10 Jahre
- i.d.R. 0,75 - 1,5 g / Tag, aufgeteilt in 3 - 4 gleich große Einzeldosen
- Früh-, Neugeborene, Säuglinge und Kleinkinder
- Anwendung bei Früh- und Neugeborenen nur nach strenger Nutzen-Risiko-Bewertung (mögliche Auslösung eines Kernikterus)
- 40 - 50 mg / kg KG / Tag, aufgeteilt in 3 gleich große Einzeldosen
- Erhöhung der Tagesdosis auf max. 100 mg / kg KG ggf. möglich
- eingeschränkte Nierenfunktion
- verzögerte Ausscheidung von Flucloxacillin
- schwere Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance < 10 ml / min)
- Dosisreduktion oder Verlängerung des Dosisintervalls in Betracht ziehen
- max. empfohlene Dosis
- Erwachsene: 1 g / 8 - 12 Stunden
- anurische Patienten
- max. Dosis: 1 g / 12 Stunden
- Dialyse
- nicht in relevantem Ausmaß durch Dialyse ausgewaschen
- keine Verabreichung zusätzlicher Dosen während oder nach einer Dialysebehandlung notwendig
- eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisreduktion erforderlich
- Erwachsene und Jugendliche > 12 Jahre
Kontraindikationen
Flucloxacillin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Flucloxacillin oder andere ß-Lactam Antibiotika (z.B. Penicilline, Cepahlosporine)
- Leberfunktionsstörungen / Ikterus unter einer früheren Flucloxacillin-Therapie
- intraarterielle/intrathekale, oculare oder subkonjunktivale Verabreichung
Nebenwirkungen
Flucloxacillin - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- langfristige oder wiederholte Anwendung kann zu Superinfektionen mit Pilzen oder resistenten Bakterien führen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Neutropenie
- Agranulozytose
- Granulozytopenie
- allergisch bedingte Leukopenie mit Eosinophilie, Anämie, Thrombozytopenie (Erscheinungen nach Beendigung der Therapie reversibel)
- Hämolytische Anämie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- anaphylaktischer Schock (nur in Ausnahmefällen auch bei oraler Anwendung)
- angioneurotisches Ödem.
- beim Auftreten von Überempfindlichkeitsreaktionen sollte die Behandlung abgebrochen werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Appetitlosigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypokaliämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verwirrtheit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- Schwindel
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion können nach i.v.-Injektion hoher Dosen Flucloxacillin neurologische Störungen mit Krampfanfällen auftreten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichte gastrointestinale Störungen (z.B. Übelkeit, Erbrechen, Durchfall)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bauchschmerzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- pseudomembranöse Kolitis
- beim Auftreten einer pseudomembranösen Kolitis sollte Flucloxacillin abgesetzt und ggf. eine kausale Therapie (z.B. Metronidazol oder Vancomycin oral) eingeleitet werden
- pseudomembranöse Kolitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hepatitis und cholestatische Gelbsucht
- Veränderungen der Leberwerte (reversibel; klingen nach Beendigung der Therapie ab)
- Hepatitis und cholestatische Gelbsucht
- traten häufiger bei älteren Patienten oder bei längerer Anwendung auf
- traten bis zu zwei Monate nach der Behandlung auf
- in einigen Fällen war der Verlauf protrahiert und dauerte mehrere Monate
- schwere hepatotoxische Nebenwirkungen
- unter sehr seltenen Umständen Todesfälle beobachtet, überwiegend bei Patienten ab dem 50. Lebensjahr und bei Patienten mit schwerwiegender Grunderkrankung
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Exanthem
- Urtikaria
- Pruritus
- Purpura
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erythema nodosum
- Erythema multiforme
- Stevens-Johnson- Syndrom
- toxische epidermale Nekrolyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Arthralgie und Myalgie (treten manchmal erst später als 48 Stunden nach Therapiebeginn auf)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Nephritis (reversibel; klingt nach Beendigung der Therapie ab)
- bei einer längeren Behandlung mit hohen Dosen v Kontrolle der Nierenfunktion empfohlen
- interstitielle Nephritis (reversibel; klingt nach Beendigung der Therapie ab)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- (Thrombo-)Phlebitis (nach i.v.-Injektion)
- Schmerzen nach i.v.-Injektion
- bei Injektion im Ellenbogenbereich ist wegen der besonderen anatomischen Verhältnisse die Venenpunktion und die Injektion nur unter besonderer Vorsicht vorzunehmen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fieber (tritt manchmal erst später als 48 Stunden nach Therapiebeginn auf)
- Schmerzen und Induration an der Injektionsstelle nach i.m.- Injektion
- versehentliche intraarterielle Injektion/Infusion kann zu schwersten Schäden im betroffenen Gewebsbezirk führen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Verabreichung als i.m. oder i.v. Injektion oder Infusion
- Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung, siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Flucloxacillin - invasiv
- Flucloxacillin tritt in geringem Maße in die Muttermilch über
- in der Stillzeit darf Flucloxacillin angewendet werden
- beim gestillten Säugling
- Möglichkeit einer Beeinflussung der physiologischen Darmflora mit Durchfall oder Sprosspilzbesiedlung beachten
- Möglichkeit einer Sensibilisierung beachten
Schwangerschaftshinweise
Flucloxacillin - invasiv
- Anwendung von Flucloxacillin in der Schwangerschaft nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- Beobachtungen am Menschen haben bisher keinen Hinweis auf schädliche Wirkungen von Penicillinen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Fetus/Neugeborenen erkennen lassen
- tierexperimentelle Studien
- keine reproduktionstoxikologischen Effekte beobachtet
- Fertilität
- Tier- oder Humandaten zur Wirkung auf die Fertilität liegen nicht vor
Warnhinweise
Flucloxacillin - invasiv
- um einen bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen, sollte Flucloxacillin nach ärztlicher Anordnung so früh wie möglich, d.h. möglichst nach dem Auftreten der ersten Symptome verabreicht und regelmäßig appliziert werden
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- vor Beginn der Therapie mit Flucloxacillin sorgsam auf frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber ß-Lactamen prüfen
- Kreuzallergien zwischen Penicillinen und Cephalosporinen hinreichend bekannt
- schwere und bisweilen auch letale Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) bei Patienten, die ß -Lactam-Antibiotika erhielten, berichtet
- obwohl Anaphylaxie häufiger nach parenteraler Therapie auftritt, ist sie auch bei Patienten mit oraler Therapie aufgetreten
- diese Reaktionen treten eher bei Personen mit einer Vorgeschichte mit ß -Lactam- Überempfindlichkeit auf
- wenn eine allergische Reaktion auftritt, sollte Flucloxacillin abgesetzt werden und eine entsprechende Therapie eingeleitet werden
- schwere anaphylaktoide Reaktionen erfordern möglicherweise eine sofortige Notfall-Behandlung mit Adrenalin
- Sauerstoff, Steroid-Infusion und Atemwegssicherung, einschließlich Intubation, können auch erforderlich sein
- vor Beginn der Therapie mit Flucloxacillin sorgsam auf frühere Überempfindlichkeitsreaktionen gegenüber ß-Lactamen prüfen
- Anwendung mit Vorsicht bei
- Patienten mit bestehender Leberfunktionsstörung
- Patienten ab dem 50. Lebensjahr
- Patienten mit einer schwerwiegenden Grunderkrankung
- schwere hepatotoxische Nebenwirkungen können auftreten und unter sehr seltenen Umständen sind Todesfälle berichtet worden
- überwiegend bei Patienten ab dem 50. Lebensjahr und bei Patienten mit schwerwiegender Grunderkrankung
- besondere Vorsicht bezüglich einer Arzneimittel-induzierten Leberschädigung bei Patienten mit HLA-B*5701-Haplotyp
- wird momentan bei einer wachsenden Anzahl an Patienten mit HIV-Infektion ausgewertet, bei denen auch ein erhöhtes Risiko für eine Exposition gegenüber Flucloxacillin besteht
- Nierenfunktionsstörung
- Dosisanpassung erforderlich
- Früh- oder Neugeborene
- bei Früh- oder Neugeborenen sollte Flucloxacillin wegen der Gefahr einer Hyperbilirubinämie mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- Studien haben gezeigt, dass nach parenteraler Gabe hoher Flucloxacillin- Dosen das Bilirubin aus seinen Plasmaproteinbindungen verdrängt wird und somit bei Früh- oder Neugeborenen mit bestehender Hyperbilirubinämie zu einem Kernikterus führen kann
- bei Früh- oder Neugeborenen sollte ferner darauf geachtet werden, dass durch die noch verminderte renale Ausscheidung hohe Flucloxacillin- Serumkonzentrationen auftreten können
- bei Früh- oder Neugeborenen sollte Flucloxacillin wegen der Gefahr einer Hyperbilirubinämie mit besonderer Vorsicht angewendet werden
- unter länger dauernder Behandlung (z.B. Osteomyelitis, Endokarditis) sind
- regelmäßige Leber- und Nierenfunktionstests und Blutbildkontrollen angezeigt
- Überwucherung mit unempfindlichen Keimen bzw. Pilzen bei Langzeittherapie möglich
- Hypokaliämie
- bei Verwendung von Flucloxacillin, besonders in hohen Dosierungen, kann eine (potenziell lebensbedrohliche) Hypokaliämie auftreten
- eine durch Flucloxacillin hervorgerufene Hypokaliämie kann gegen eine Kaliumsupplementierung resistent sein
- während der Behandlung mit höheren Dosierungen von Flucloxacillin werden regelmäßige Messungen des Kaliumspiegels empfohlen
- dieses Risiko sollte ebenfalls beachtet werden, wenn Flucloxacillin mit Hypokaliämie-induzierenden Diuretika kombiniert wird oder wenn weitere Risikofaktoren für die Entwicklung einer Hypokaliämie (z.B. Mangelernährung, Dysfunktion der Nierenkanälchen) vorhanden sind