FLUTIVATE

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Fluticason →

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N3 100 G 25,31 €

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Fachinformationen

Indikation

  • zur Behandlung von Hauterkrankungen, die auf eine Therapie mit stark wirksamen äußerlichen Kortikosteroiden ansprechen und die aufgrund ihrer Ausprägung dafür geeignet sind
    • schwere Formen des atopischen Ekzems
    • Einzelherde der chronisch-stationären Form der Psoriasis vulgaris (Schuppenflechte)

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 0,5 mg Fluticasonpropionat

  • zur Behandlung von Hauterkrankungen, die auf eine Therapie mit stark wirksamen äußerlichen Kortikosteroiden ansprechen und die aufgrund ihrer Ausprägung dafür geeignet sind
    • 2mal / Tag dünn auf die erkrankten Hautpartien auftragen
    • Ekzemerkrankungen
      • i.d.R. Anwendung 1mal / Tag ausreichend
    • max. behandelte Körperoberfläche: 50%
    • max. applizierte Menge pro Woche: 150 g Creme ( entsprechend 75 mg Fluticasonpropionat)
    • Behandlungsdauer
      • 2 - 4 Wochen
      • wenn sich der Krankheitszustand verschlechtert oder sich innerhalb von 2 - 4 Wochen nicht bessert
        • Behandlung und Diagnose erneut beurteilen
      • sobald Erkrankung unter Kontrolle ist
        • Behandlung mit topischen Corticosteroiden schrittweise absetzen und mit einer Hautpflege als Basistherapie fortgesetzen
      • plötzliches Absetzen topischer Corticosteroide, insbes. mit hoher Wirkstärke, kann zu einem Wiederaufflammen der vor der Behandlung vorliegenden Dermatosen führen (Rebound-Phänomen)
    • Kinder (4 - 12 Jahre)
      • möglichst kurzer Behandlungszeitraum bei geringstmöglicher Dosierung, die noch Wirksamkeit gewährleistet
      • max. Behandlungsdauer: 1 Woche
      • max. behandelte Körperoberfläche: 10%

Dosisanpassung

  • Kinder < 4 Jahre
    • Behandlung nur in Ausnahmefällen (da keine Erfahrungen vorliegen)
    • Dermatosen (auch Dermatitiden, z. B. Windeldermatitis) bei Kindern < 1 Jahr
      • Anwendung kontraindiziert
  • ältere Patienten
    • keine Unterschiede hinsichtlich der Wirksamkeit zwischen älteren und jüngeren Patienten in klin. Studien
    • ggf. verminderte Elimination im Falle systemischer Resorption aufgrund erhöhter Häufigkeit von Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
      • daher Behandlung auf kleinste Menge und kürzeste Dauer beschränken, die gewünschten klin. Nutzen bringt
  • Nieren- oder Leberfunktionsstörungen
    • ggf. verzögerter Metabolismus und Elimination im Falle systemischer Resorption (möglich bei Anwendung auf großer Fläche über längeren Zeitraum) und damit erhöhtes Risiko systemischer Toxizität
      • Behandlung auf kleinste Menge und kürzeste Dauer beschränken, die gewünschten klin. Nutzen bringt

Kontraindikationen

Fluticason - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Fluticason(-propionat)
  • Rosacea
  • Akne vulgaris
  • rosacea-artige (perioraler) Dermatitis
  • primäre, virale Hautinfektionen, z.B.
    • Herpes simplex
    • Windpocken
  • Pruritus ohne Entzündung
  • perianaler sowie genitaler Juckreiz
  • primäre Infektionen der Haut, ausgelöst durch Pilze oder Bakterien
  • Kinder < 4 Jahre
    • sollten nur in Ausnahmefällen behandelt werden, da hierzu keine Erfahrungen vorliegen
  • Dermatosen bei Kindern < 1 Jahr (einschließlich Dermatitiden z.B. Windeldermatitis)
    • sollten nicht mit Flutcason behandelt werden
  • Anwendung unter einem Okklusivverband
  • keine Erfahrungen zur Anwendung bei den folgenden Krankheitsbildern
    • ausgedehnte chronisch-stationäre Psoriasis
    • Psoriasis guttata
    • pustulöse Psoriasisformen
    • generalisierte, erythrodermischer Psoriasis
    • Ekzeme allein an Händen und Füßen

Nebenwirkungen

Fluticason - extern
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Opportunistische Sekundärinfektion
        • insbesondere in intertriginösen Bereichen und unter Okklusivverbänden
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeit
  • Endokrine Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Zeichen eines Hypercortisolismus
        • längere oder großflächige Anwendung von Corticosteroiden kann ausreichen, um eine systemische Resorption und somit eine Suppression der Nebennierenrindenfunktion zu verursachen
        • wahrscheinlicher bei Kleinkindern und Kindern und unter Okklusivverbänden (bei Kleinkindern können Windeln wie luftdicht abschließende Verbände wirken)
      • Suppression der Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-Achse
        • Übergewicht/Adipositas
        • verzögerte Gewichtszunahme/Wachstumsverzögerung bei Kindern
        • Cushingoide Erscheinungen (z. B. Mondgesicht, Stammfettsucht)
        • verminderte endogene Cortisol-Spiegel
        • Hyperglykämie/Glukosurie
        • Bluthochdruck
        • Osteoporose
        • Katarakt
        • Glaukom
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
  • Gefässerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dilatation oberflächlicher Blutgefässe (Teleangiektasien)
        • bei längerer oder intensiver Behandlung mit wirksamen Corticosteroiden
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Pruritus
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • lokales Brennen der Haut
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dünnerwerden der Haut
      • Hautatrophie
      • Striae
      • Hypertrichosis
      • Hypopigmentierung
      • allergische Kontaktdermatitis
      • Exazerbationen der zugrunde liegenden Symptome
      • Psoriasis pustulosa
      • Erythem
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Austrocknung der Haut
      • Steroidakne
      • Rosacea-artige (periorale) Dermatitis

Anwendungshinweise

  • dünn auf die erkrankten Hautpartien auftragen
  • keine Anwendung unter einem Okklusivverband
  • Anwendung am Augenlid
    • Vermeidung eines direkten Augenkontaktes, um das Risiko einer lokalen Reizung, eines Glaukoms oder Katarakts zu vermeiden
  • zur Vermeidung bakterieller Infektionen die Haut vor jedem erneuten Auftragen der Creme reinigen

Stillzeithinweise

Fluticason - extern
  • Anwendung in der Stillzeit nur, wenn der erwartete Nutzen für die Mutter das Risiko für das Kind überwiegt
    • nicht auf den Brüsten anwenden, um eine versehentliche Aufnahme durch den gestillten Säugling zu vermeiden
  • Indikation in der Stillzeit zur Behandlung mit Fluticason(propionat) besonders streng stellen
    • da bisher keine Erfahrung über die Anwendung von Fluticasonpropionat während der Stillzeit
  • der Übergang von Fluticasonproprionat in die menschliche Muttermilch wurde noch nicht untersucht
  • Ergebnisse aus Studien mit Ratten zeigen, dass bei subkutaner Applikation und einem daran anschließenden messbaren Plasmaspiegel Fluticasonpropionat in die Milch der Tiere übergeht
    • jedoch ist bei Patienten nach dermaler Anwendung von Fluticasonpropionat in der empfohlenen Dosierung ein niedriger Plasmaspiegel zu erwarten

Schwangerschaftshinweise

Fluticason - extern
  • Anwendung während der Schwangerschaft nur dann, wenn der zu erwartende Nutzen für die Mutter größer ist als ein mögliches Risiko für den Fötus
    • Dosierung auf die geringste Menge und die kürzeste Anwendungsdauer beschränken
  • Indikation bei Schwangeren zur Behandlung mit Fluticason(propionat) besonders streng stellen
    • da bisher keine Erfahrung über die Anwendung von Fluticasonpropionat während der Schwangerschaft vorliegen
  • topische Anwendung von Corticosteroiden kann bei trächtigen Tieren zu Anomalien in der fötalen Entwicklung führen
    • Relevanz dieses Befundes für den Menschen ließ sich nicht feststellen

Warnhinweise

Fluticason - extern
  • Systemische Effekte
    • eine erhöhte systemische Resorption topischer Corticosteroide kann bei einzelnen Personen zu einer Manifestation von Hypercortisolismus (Cushing-Syndrom) und reversiblern Suppression der Hypothalamus- Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-Achse und folglich zu einer Nebennierenrinden-Insuffizienz führen
      • wenn einer der oben beschriebenen Zustände auftritt:
        • Anwendungshäufigkeit schrittweise reduzieren
          • ein plötzliches Absetzen der Behandlung kann zu Nebennierenrinden-Insuffizienz führen
        • oder durch ein Corticosteroid geringerer Wirkstärke substituieren
    • eine Suppression der Hypothalamus-Hypophysenvorderlappen-Nebennierenrinden-Achse (Cortisol-Spiegel im Plasma am Morgen unter 5 µg/dl) ist bei der therapeutischen Behandlung mit Fluticasonpropionat sehr unwahrscheinlich
      • außer die Behandlung wird auf > 50 % der Körperoberfläche eines Erwachsenen und in einer Dosierung > 20 g / Tag durchgeführt
    • Risikofaktoren für vermehrte systemische Effekte sind:
      • Wirkstärke und Formulierung des topischen Corticosteroids
      • Dauer der Anwendung
      • Auftragen auf einer großen Fläche
      • Anwendung unter Okklusivbedingungen, wie z. B. auf intertriginösen Bereichen der Haut oder unter Okklusivverbänden (Bei Kindern können Windeln wie luftdicht abschließende Verbände wirken)
      • Erhöhte Hydratation des Stratum corneum
      • Anwendung auf dünner Haut, wie z. B. dem Gesicht Anwendung auf verletzter oder Barrieregeschädigter Haut
  • Kleinkinder und Kinder
    • Anwendung mit Vosicht d.h., in der geringstmöglichen noch wirksamen Dosis
    • entsprechend größere resorbierte Menge topischer Corticosteroide im Vergleich zu Erwachsenen möglich durch
      • eine noch nicht vollständig ausgereifte Hautbarriere
      • die größere Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht
    • das Auftreten systemischer Toxizität ist eher wahrscheinlich
    • Kinder > 12 Jahre
      • kontinuierliche Langzeitbehandlung mit topischen Corticoiden sollte möglichst vermieden werden
      • Suppression der Nebennierenrindenfunktion bei längerer (> 4 Wochen), großflächigen (>/= 20% der Körperoberfläche) Anwendung, speziell bei Kindern möglich
  • Patienten mit Psoriasis
    • Anwendung mit topischen Steroiden mit Vorsicht, da Berichte über
      • Fälle von „Rebound"-Phänomenen
      • Entwicklung einer Toleranz
      • Entwicklung einer generalisierten pustulösen Psoriasisform
      • Entwicklung einer lokalen oder systemischen Toxizität aufgrund einer ungenügenden Barrierefunktion der Haut
    • sorgfältige Überwachung der Patienten ist bei der Anwendung wichtig
  • an der Haut der Augenlider, des Gesichts und intertriginöser Räume oder anderer Stellen des Körpers können nach längerer Anwendung atrophische Veränderungen auftreten
    • daran sollte bei der Behandlung von z.B. Psoriasis oder schweren Ekzemen gedacht werden
  • bei der Anwendung am Augenlid
    • darauf achten, dass das Arznemittel nicht ins Auge gelangt, um das Risiko einer lokalen Reizung, eines Glaukoms oder Katarakts zu vermeiden
  • Infektionen
    • vor jedem erneuten Auftragen sollte die Haut gereinigt werden
    • bei der Behandlung entzündlicher Läsionen, bei denen sich eine Infektion entwickelt, sollte eine angemessene antimikrobielle Therapie angewendet werden
    • im Falle der Ausbreitung einer Infektion
      • Abbruch der topischen Glucocorticoid-Therapie
      • Durchführung einer systemischen Behandlung mit antimikrobiell wirksamen Arzneimitteln
      • bakterielle Infektionen werden durch warme, feuchte, okklusive Bedingungen begünstigt
  • Anwendung topischer Corticosteroide manchmal zur Behandlung einer Dermatitis in der Umgebung chronischer Beinulzera
    • kann jedoch mit einem häufigeren Auftreten lokaler Überempfindlichkeitsreaktionen und einem erhöhten Risiko für lokale Infektionen verbunden sein
  • Sehstörungen
    • können bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden auftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen unter anderem
      • Katarakt
      • Glaukom
      • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden