Fortacin 150 mg/ml + 50 mg/ml Spr.z.Anwen.a.H.Lsg.
Recordati Pharma GmbH
Wirkstoff: Lidocain/Prilocain →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| NotApplicable | 5 ML | 49,99 € |
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Indikation
- Behandlung von primärer vorzeitiger Ejakulation bei erwachsenen Männern
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält 150 mg Lidocain und 50 mg Prilocain - jeder Sprühstoß liefert 50 µl, die 7,5 mg Lidocain und 2,5 mg Prilocain enthalten
- Behandlung von primärer vorzeitiger Ejakulation bei erwachsenen Männern
- 1 Dosis = 3 Sprühstöße (22,5 mg Lidocain plus 7,5 mg Prilocain) / Anwendung
- max. 3 Dosen / 24 h
- Mindestabstand: 4 Stunden zwischen den einzelnen Dosen
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Nierenfunktionsbeeinträchtigung
- keine klinischen Studien vorhanden
- aufgrund der Art der Anwendung und sehr niedriger systemische Resorption ist keine Dosisanpassung erforderlich
- Beeinträchtigung der Leber
- keine klinischen Studien vorhanden
- aufgrund der Art der Anwendung und sehr niedriger systemische Resorption ist keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Leberinsuffizienz: Vorsicht geboten
- Kinder und Jugendliche
- Indikation ohne relevanten Nutzen
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit des Patienten oder dessen Partners gegen Lidocain oder Prilocain oder einen der sonstigen Bestandteile
- bekannte Empfindlichkeit des Patienten oder Partners gegen Lokalanästhetika vom Amidtyp in der Anamnese
Nebenwirkungen
- Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
- häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Arzneimittels bei männlichen Patienten waren lokale Wirkungen
- Hypästhesie im Genitalbereich (4,5 %)
- Erektionsstörung (4,4 %)
- diese Nebenwirkungen führten bei 0,2 % bzw. 0,5 % der Patienten zu einem Abbruch der Behandlung
- häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Arzneimittels bei den Partnerinnen waren
- brennendes Gefühl im Vulvovaginalbereich (3,9 %)
- Hypästhesie im Genitalbereich (1,0 %)
- diese Nebenwirkungen führten bei 0,3 % der Probanden zu einem Abbruch der Behandlung
- häufigsten Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Anwendung dieses Arzneimittels bei männlichen Patienten waren lokale Wirkungen
- unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei männlichen Probanden mit Behandlung der Glans penis
- psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- anomaler Orgasmus
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Kopfschmerz
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Rachenreizung
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautgewebes
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Hautreizung
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig (>/= 1/100, < 1/10)
- Hypästhesie im männlichen Genitalbereich
- Erektionsstörungen
- Brennen im Genitalbereich
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Rötung im Genitalbereich
- Ejakulation ausbleibend
- Parästhesie der männlichen Geschlechtsorgane
- Penisschmerzen
- Erkrankung des Penis
- genitaler Pruritus
- häufig (>/= 1/100, < 1/10)
- allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Fieber
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- psychiatrische Erkrankungen
- unerwünschte Arzneimittelwirkungen bei Sexualpartnern
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: (>/= 1/1.000, < 1/100)
- vaginale Candidose
- gelegentlich: (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Kopfschmerz
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Rachenreizung
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- anorektale Beschwerden
- orale Parästhesie
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Dysurie
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig (>/= 1/100, < 1/10)
- brennendes Gefühl im Vulvovaginalbereich
- Hypästhesie
- gelegentlich (>/= 1/1.000, < 1/100)
- vulvovaginale Beschwerden
- Vaginalbrennen
- vulvovaginaler Pruritus
- häufig (>/= 1/100, < 1/10)
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Anwendungshinweise
- Lösung zum Aufsprühen auf die Glans penis
- vor der ersten Anwendung Sprühdose kurz schütteln und danach durch dreimaliges Sprühen in die Luft anwendungsbereit machen
- vor jeder weiteren Anwendung Sprühdose kurz schütteln und danach durch einmaliges Sprühen in die Luft erneut anwendungsbereit machen
- zur Freilegung der Glans penis Vorhaut zurückziehen
- Sprühbehälter vor der Anwendung in aufrechter Position halten
- 1 Dosis auf die gesamte Eichel auftragen, indem das Ventil 3mal betätigt wird
- pro Sprühstoß ein Drittel der Glans penis bedecken
- nach 5 Min. überschüssiges Spray vor dem Geschlechtsverkehr abwischen
Stillzeithinweise
- Lidocain und Prilocain gehen in die Muttermilch über
- bei therapeutischen Dosen des Arzneimittels sind keine Auswirkungen auf gestillte Neugeborene/Kinder aufgrund der Übertragung des Wirkstoffes vom männlichen Patienten auf seine Partnerin zu erwarten
- Anwendung während der Stillzeit möglich, wenn dies klinisch erforderlich ist
Schwangerschaftshinweise
- keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Lidocain und Prilocain bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien ohne Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität
- Arzneimittel während der Schwangerschaft vorzugsweise vermeiden, sofern vom Mann keine Barrieremethode angewendet wird, um eine potenzielle fetale Exposition zu verhindern
- Arzneimittel nicht indiziert zur Anwendung bei Frauen
- gewisse Exposition bei Partnerinnen von Männern, die mit dem Arzneimittel behandelt werden, allerdings möglich
- Frauen im gebärfähigen Alter/Kontrazeption bei Männern und Frauen
- Patienten, die sich eine Empfängnis erhoffen
- Anwendung vermeiden
- oder, wenn es für die Erreichung einer Penetration grundlegend ist, die Glans penis 5 Minuten nach dem Auftragen des Sprays, aber vor dem Geschlechtsverkehr so gründlich wie möglich waschen
- Patienten, die sich eine Empfängnis erhoffen
- Fertilität
- keine ausreichenden Daten über die Anwendung von Lidocain und Prilocain in Bezug auf die Fertilität des Menschen
- Studie an Ratten zeigte, dass das Arzneimittel eine Reduktion der Spermienmotilität verursachte
- Arzneimittel kann die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft senken, sollte jedoch nicht als Kontrazeptivum angewendet werden
Warnhinweise
- Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- ggf. eine Erkrankung als Ursache, die eine medizinische Überwachung erfordert
- keine Verbesserung der Beschwerden bei bestimmungsgemäßer Anwendung: Anwendung beenden und Arzt aufsuchen
- Kontakt mit den Augen und Ohren vermeiden
- bei Anwendung in der Nähe der Augen kann das Arzneimittel Augenreizungen verursachen
- Verlust der Schutzreflexe kann zu einer Hornhautreizung und potenziellen Hornhautabschürfung führen
- bei Kontakt mit den Augen, diese sofort mit Wasser oder Kochsalzlösung spülen und solange schützen, bis das Gefühl zurückkehrt
- Kontakt des Arzneimittels mit geschädigten Trommelfell kann zu Ototoxizität des Mittelohrs führen
- Verletzungsgefahr
- vorübergehendes lokales Taubheitsgefühl/Betäubung bei Resorption des Arzneimittels
- wenn Arzneimittel auf die Schleimhäute des Patienten oder seines Partners, wie etwa Mund, Nase und Rachen, gesprüht wurde oder auf die weiblichen Genitalien oder die Analschleimhaut gelangt ist
- Hypoästhesie kann normales Schmerzempfinden verschleiern: erhöht Gefahr lokalisierter Verletzungen
- vorübergehendes lokales Taubheitsgefühl/Betäubung bei Resorption des Arzneimittels
- Verwendung mit Kondomen
- keine Anwendung mit Männer- oder Frauenkondomen auf Polyurethanbasis
- Beschädigungen an Kondomen beobachtet
- Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten bzw. Schwangerschaft ggf. verringert
- Verwendung mit Verhütungsmitteln aus Latexgummi, Polyisopren, Nitril und Silikon möglich (keine Beschädigungen festgestellt)
- gemeinsame Anwendung von Männerkondomen mit diesem Arzneimittel kann Zahl der Erektionsstörungen und Hypästhesien im Genitalbereich des Mannes erhöhen
- keine Anwendung mit Männer- oder Frauenkondomen auf Polyurethanbasis
- mit Anämie in Zusammenhang stehende Erkrankungen
- Patienten oder ihre Partner mit GlukoseGlukose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel oder kongenitaler oder idiopathischer Methämoglobinämie sind empfindlicher für arzneimittelinduzierte Methämoglobinämie
- obwohl systemische Verfügbarkeit von Prilocain durch kutane Resorption niedrig ist, ist Vorsicht geboten bei
- Patienten mit Anämie
- kongenitaler oder erworbener Methämoglobinämie
- Patienten mit einer begleitenden Therapie, die bekanntermaßen zu diesen Erkrankungen führt
- Überempfindlichkeit
- keine Kreuzsensibilität gegen Lidocain und / oder Prilocain bei Patienten, die allergisch auf Para-Aminobenzoesäurederivate (Procain, Tetracain, Benzocain etc.) reagieren
- Arzneimittel bei Patienten (oder ihren Partnern) mit anamnestisch bekannter Überempfindlichkeit gegen Arzneimittel, insbesondere wenn der auslösende Wirkstoff ungewiss ist, mit Vorsicht anwenden
- Auswirkungen auf die Haut
- Auftreten eines Hautausschlag oder einer Hautreizung beim Patienten oder seinem Partner: Behandlung abbrechen
- bei Fortbestehen der Symptome Arzt aufsuchen
- Patienten mit schwerer Beeinträchtigung der Leber
- unterliegen einem größeren Risiko für die Entwicklung toxischer Plasmakonzentrationen von Lidocain oder Prilocain aufgrund der Unfähigkeit, Lokalanästhetika normal zu metabolisieren