Fosaprepitant Hikma 150 mg Plv.z.Herst.e.Inf.-Lsg.

HIKMA Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Aprepitant/Fosaprepitant →

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N1 1 ST 84,01 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei hoch und moderat emetogener Chemotherapie bei Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen ab 6 Monaten als Teil einer Kombinationstherapie

Dosierung

Basiseinheit: Jede Durchstechflasche enthält Fosaprepitant-Dimeglumin entsprechend 150 mg Fosaprepitant; nach Rekonstitution und Verdünnung enthält 1 ml Lösung 1mg Fosaprepitant (1 mg/ml)

  • Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei und moderat emetogener Chemotherapie
    • Erwachsene
      • hoch emetogene Chemotherapie
        • Tag 1:
          • 150 mg Fosaprepitant als 20 - 30-minütige Infusion ungefähr 30 Minuten vor der Chemotherapie
          • 12 mg Dexamethason oral, 30 Min. vor Beginn der Chemotherapie
          • 5-HT3-Antagonist in Standarddosierung (Informationen zur Dosierung siehe Fachinformation des gewählten 5-HT3-Antagonisten)
        • Tag 2:
          • 8 mg Dexamethason oral, morgens
          • keine Gabe von Fosaprepitant und des 5-HT3-Antagonisten
        • Tag 3:
          • 8 mg Dexamethason 2mal / Tag oral, morgens und abends
          • keine Gabe von Fosaprepitant und des 5-HT3-Antagonisten
        • Tag 4:
          • 8 mg Dexamethason 2mal / Tag oral, morgens und abends
          • keine Gabe von Fosaprepitant und des 5-HT3-Antagonisten
      • moderat emetogene Chemotherapie (Kombinationstherapie)
        • Tag 1:
          • 150 mg Fosaprepitant i.v.
          • 12 mg Dexamethason oral, 30 Min. vor Beginn der Chemotherapie
          • 5-HT3-Antagonist in Standarddosierung (Informationen zur Dosierung siehe Fachinformation des gewählten 5-HT3-Antagonisten)
    • Kinder und Jugendliche
      • empfohlene Dosierung zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei ein- oder mehrtägigen Regimen einer hoch emetogener Chemotherapie (HEC) oder moderat emetogener Chemotherapie (MEC)
        • Jugendliche ab 12 Jahren
          • Tag 1:
            • 115 mg Fosaprepitant i.v. über 30 Minuten (Infusion muss ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein)
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
          • Tag 2:
            • 80 mg Fosaprepitant i.v. über 30 Minuten (Infusion muss ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein) oder 80 mg oral
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
          • Tag 3:
            • 80 mg Fosaprepitant i.v. über 30 Minuten (Infusion muss ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein) oder 80 mg oral
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
        • Kinder 6 Monate - 12 Jahre mit mind. 6 kg KG
          • Tag 1:
            • 3 mg Fosaprepitant / kg KG i.v. über 60 Minuten (Infusion muss ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein)
              • Maximaldosis: 115 mg Fosaprepitant
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
          • Tag 2:
            • 2 mg Fosaprepitant / kg KG i.v. über 60 Minuten (Infusion muss ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein) oder 2 mg/kg oral (Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen)
              • Maximaldosis: 80 mg Fosaprepitant
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
          • Tag 3:
            • 2 mg Fosaprepitant / kg KG i.v. über 60 Minuten (Infusion muss ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein) oder 2 mg/kg oral (Pulver zur Herstellung einer Suspension zum Einnehmen)
              • Maximaldosis: 80 mg Fosaprepitant
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
        • Säuglinge < 6 Monate
          • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
      • alternative Dosierung zur Prävention von Übelkeit und Erbrechen bei eintägigen Regimen einer HEC oder MEC
        • Jugendliche ab 12 Jahren
          • Tag 1:
            • 150 mg Fosaprepitant i.v. über 30 Minuten, wobei die Infusion ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen sein muss
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
        • Kinder 2 - 12 Jahre
          • Tag 1:
            • 4 mg / kg i.v. über 60 Minuten, so dass die Infusion ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen ist
              • Maximaldosis: 150 mg Fosaprepitant
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
        • Kinder 6 Monate - 2 Jahre und mind. 6 kg KG
          • Tag 1:
            • 5 mg / kg i.v. über 60 Minuten, so dass die Infusion ca. 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie abgeschlossen ist
              • Maximaldosis: 150 mg Fosaprepitant
            • Gabe von 50 % der empfohlenen Kortikosteroiddosis 30 Minuten vor Beginn der Chemotherapie
            • 5-HT3-Antagonist: Dosierung siehe entsprechende Fachinformation
        • Säuglinge < 6 Monate
          • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
  • Fosaprepitant muss in Verbindung mit einem Kortikosteroid und einem 5-HT3-Antagonisten gegeben werden
  • begrenzte Datenlage zur Wirksamkeit einer Kombination mit anderen Kortikosteroiden und 5-HT3-Antagonisten
  • Beachtung der jeweiligen Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels (Fachinformation) des gleichzeitig verwendeten 5-HT3-Antagonisten

Dosisanpassung

  • ältere Menschen (>/= 65 Jahre)
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Geschlecht
    • keine Dosisanpassung aufgrund des Geschlechts erforderlich
  • Nierenfunktionsstörung oder Dialysepatienten mit einer Nierenerkrankung im Endstadium
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Leberfunktionsstörung
    • leichte Leberfunktionsstörung:
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • mäßige Leberfunktionsstörung:
      • begrenzte Daten
      • Anwendung mit Vorsicht
    • schwere Leberfunktionsstörung:
      • keine Daten
      • Anwendung mit Vorsicht

Kontraindikationen

Aprepitant - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Fosaprepitant oder Aprepitant
  • Kombination mit Pimozid, Terfenadin, Astemizol oder Cisaprid

Nebenwirkungen

Aprepitant - invasiv

Nebenwirkungen unter Aprepitant zum Einnehmen

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Candidiasis
      • Staphylokokkeninfektion
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • febrile Neutropenie
      • Anämie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • verminderter Appetit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Polydipsie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angstgefühl
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Desorientiertheit
      • euphorische Stimmung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel(gefühl)
      • Somnolenz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • kognitive Störung
      • Lethargie
      • Geschmacksstörung
  • Augenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Konjunktivitis
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Tinnitus
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Palpitationen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bradykardie
      • Herzkreislauferkrankungen
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hitzewallungen
      • Hitzegefühl (Flush)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schluckauf
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schmerzen im Oropharynx
      • Niesen
      • Husten
      • postnasale Schleimbildung / retronasaler Ausfluss
      • Rachenreizung
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Konstipation
      • Dyspepsie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Aufstoßen
      • Übelkeit, Erbrechen
        • Übelkeit und Erbrechen waren Wirksamkeitsparameter in den ersten 5 Tagen nach Chemotherapie und wurden erst danach als Nebenwirkungen berichtet
      • gastroösophageale Refluxkrankheit
      • Bauchschmerzen
      • trockener Mund
      • Flatulenz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ulcus duodeni mit Perforation
      • Stomatitis
      • aufgetriebenes Abdomen
      • harte Stühle
      • neutropenische Colitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
      • Akne
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Lichtempfindlichkeitsreaktion
      • Hyperhidrose
      • Seborrhö
      • Hautläsion
      • juckender Hautausschlag
      • Stevens-Johnson-Syndrom / toxische epidermale Nekrolyse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Pruritus
      • Urtikaria
  • Skelettmuskulatur- und Bindegewebserkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Muskelschwäche
      • Muskelspasmen
  • Erkrankungen der Nieren und der Harnwege
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Dysurie
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pollakisurie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Abgeschlagenheit / Ermüdung
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
      • Unwohlsein
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Ödeme
      • Beschwerden im Brustkorb
      • Gangunsicherheit / Gangstörung
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Werte von ALT
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • erhöhte Werte von AST
      • erhöhte Werte der alkalischen Phosphatase
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Erythrozyten im Urin positiv
      • Natrium im Blut erniedrigt
      • Gewichtsabnahme
      • Abnahme der neutrophilen Granulozyten
      • Glukose im Urin nachweisbar
      • Urinausscheidung vermehrt
  • Hinweis
    • weitere Nebenwirkungen wurden bei erwachsenen Patienten unter Behandlung mit Aprepitant bei Übelkeit und Erbrechen nach Operationen (PONV) mit größerer Häufigkeit als unter Ondansetron beobachtet
      • Schmerzen im Oberbauch
      • Darmgeräusche anomal
      • Konstipation (berichtet bei Patienten unter einer höheren Aprepitant-Dosis)
      • Dysarthrie
      • Dyspnoe
      • Hypästhesie
      • Schlaflosigkeit
      • Miosis
      • Übelkeit
      • Gefühlsstörung
      • Magenbeschwerden
      • Subileus (berichtet bei Patienten unter einer höheren Aprepitant-Dosis)
      • Sehschärfe vermindert
      • Giemen

Nebenwirkungen, die unter Fosaprepitant, aber nicht unter Aprepitant, beobachtet wurden

  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Flush
      • Thrombophlebitis (vorwiegend Thrombophlebitis an der Infusionsstelle)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erythem
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Rötung / Erythem an der Infusionsstelle
      • Schmerzen an der Infusionsstelle
      • Juckreiz an der Infusionsstelle
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verhärtung / Induaration der Infusionsstelle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp einschließlich Flush, Erythem, Dyspnoe, anaphylaktischer Reaktionen / anaphylaktischem Schock
  • Untersuchungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erhöhung des Blutdrucks

Anwendungshinweise

  • intravenöse Applikation
  • nicht intramuskulär oder subkutan applizieren
  • nicht als Bolusinjektion oder unverdünnte Lösung verabreichen
  • Erwachsene
    • Anwendung vorzugsweise durch eine laufende intravenöse Infusion über 20 - 30 Min.
  • Kinder und Jugendliche ab 6 Monaten
    • Anwendung über einen zentralen Venenkatheter
    • Jugendliche ab 12 Jahre
      • Infusion über 30 Minuten
    • Kinder bis 12 Jahre
      • Infusion über 60 Minuten
  • Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung des Arzneimittels vor der Anwendung: siehe Fachinformation

Stillzeithinweise

Aprepitant - invasiv
  • Stillen während der Anwendung von Fosaprepitant nicht empfohlen
  • Aprepitant geht sowohl nach intravenöser Anwendung von Fosaprepitant als auch nach oraler Anwendung von Aprepitant in die Milch säugender Ratten über
  • nicht bekannt, ob Aprepitant beim Menschen in die Muttermilch übergeht

Schwangerschaftshinweise

Aprepitant - invasiv
  • Fosaprepitant sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, außer es ist unbedingt erforderlich
  • keine klinischen Daten über exponierte Schwangerschaften für Fosaprepitant und Aprepitant vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • das reproduktionstoxische Potential von Fosaprepitant und Aprepitant wurde nicht vollständig bestimmt, da in tierexperimentellen Studien keine höheren Expositionsspiegel erreicht werden konnten als beim Menschen unter therapeutischer Exposition
    • diese Studien zeigten keine direkt oder indirekt schädlichen Wirkungen im Hinblick auf Schwangerschaft, embryonale / fetale Entwicklung, Geburt oder postnatale Entwicklung
  • die potentiellen Auswirkungen auf die Reproduktion durch Veränderungen der Neurokininregulation sind unbekannt
  • Kontrazeption bei Männern und Frauen
    • Wirksamkeit hormonaler Kontrazeptiva kann während und bis 28 Tage nach der Anwendung von Fosaprepitant vermindert sein
    • alternative nicht hormonale unterstützende Maßnahmen zur Verhütung sollten während der Behandlung mit Fosaprepitant und während der 2 Monate nach der letzten Dosis von Aprepitant ergriffen werden
  • Fertilität
    • tierexperimentelle Studien
      • die möglichen Auswirkungen von Fosaprepitant und Aprepitant auf die Fertilität konnten nicht vollständig bestimmt werden, da in tierexperimentellen Studien keine höheren Expositionsspiegel erreicht werden konnten als beim Menschen unter therapeutischer Exposition
      • diese Fertilitätsstudien zeigten keine direkt oder indirekt schädlichen Wirkungen im Hinblick auf Paarungsverhalten, Fertilität, embryonale / fetale Entwicklung, oder auf Anzahl und Beweglichkeit der Spermien

Warnhinweise

Aprepitant - invasiv
  • Patienten mit mäßiger bis schwerer Leberfunktionsstörung
    • begrenzte Daten für Patienten mit mäßiger Leberfunktionsstörung und keine Daten fürPatienten mit schwerer Leberfunktionsstörung vorliegend
    • vorsichtige Anwendung bei diesen Patienten
  • CYP3A4-Wechselwirkungen
    • Fosaprepitant darf nur mit Vorsicht bei Patienten angewendet werden, die gleichzeitig mit Wirkstoffen behandelt werden, die hauptsächlich über CYP3A4 metabolisiert werden und eine geringe therapeutische Breite haben, wie Ciclosporin, Tacrolimus, Sirolimus, Everolimus, Alfentanil, Mutterkornalkaloid-Derivate, Fentanyl und Chinidin
    • gleichzeitige Anwendung mit Irinotecan muss mit besonderer Vorsicht angegangen werden, da diese Kombination zu erhöhter Toxizität führen kann
  • gleichzeitige Anwendung mit Warfarin (CYP2C9-Substrat)
    • Patienten unter Dauertherapie mit Warfarin müssen während der 14 Tage nach der Therapie mit Fosaprepitant hinsichtlich der „International Normalized Ratio" (INR) engmaschig überwacht werden
  • gleichzeitige Anwendung mit hormonalen Kontrazeptiva
    • Wirksamkeit hormonaler Kontrazeptiva kann während und bis 28 Tage nach der Anwendung vonFosaprepitant vermindert sein
    • daher sollten während der Behandlung mit Fosaprepitant sowie noch 2 Monate nach der Anwendung von Fosaprepitant alternative nicht hormonale unterstützende Maßnahmen zur Verhütung ergriffen werden
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp mit Hitzewallungen / Flush, Erythem, Dyspnoe undAnaphylaxie / anaphylaktischem Schock während oder kurz nach der Infusion von Fosaprepitant berichtet
      • diese Überempfindlichkeitsreaktionen waren gewöhnlich nach Abbruch der Infusion sowie Einleitung einer geeigneten Therapie reversibel
    • nicht empfohlen, die Infusion bei Patienten, die eine Überempfindlichkeitsreaktion entwickelt haben, wieder aufzunehmen
  • Beschwerden durch die Anwendung und Reaktionen an der Infusionsstelle
    • Reaktionen an der Infusionsstelle („Infusion Site Reactions" - ISRs) bei der Anwendung vonFosaprepitant berichtet
    • Mehrzahl der schweren ISRs einschließlich Thrombophlebitis und Vaskulitis wurde bei gleichzeitiger Anwendung von vesikanten (z.B. Anthracyclin-basierten) Chemotherapien, insbesondere bei Paravasation, berichtet
      • bei gleichzeitiger Anwendung von vesikanten Chemotherapien bei einigen Patienten auch über Nekrose berichtet
    • bei höheren Dosen ohne gleichzeitige Anwendung von vesikanten Chemotherapien Fälle einer leichten Thrombose an der Injektionsstelle beobachtet
  • Verabreichung
    • darf nicht als Bolusinjektion gegeben werden, sondern muss immer als langsame intravenöse Infusion gegeben werden
    • darf nicht intramuskulär oder subkutan gegeben werden
    • beim Auftreten von Anzeichen oder Symptomen einer lokalen Irritation muss die Injektion oder Infusion beendet und an einer anderen Vene fortgesetzt werden