Fosfomycin Eberth 2 g Pulver z.Herst.e.Inf.-Lös.

Dr. Friedrich Eberth Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Fosfomycin →

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N3 10 ST 206,02 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Behandlung der folgenden Infektionen, wenn der Einsatz der für die Erstbehandlung allgemein empfohlenen antibakteriellen Mittel als ungeeignet erachtet wird
    • Komplizierte Harnwegsinfektionen
    • infektiöse Endokarditis
    • Knochen- und Gelenkinfektionen
    • im Krankenhaus erworbene Pneumonie, einschließlich Beatmungspneumonie
    • komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektion
    • bakterielle Meningitis
    • komplizierte intraabdominelle Infektionen
    • Bakteriämie, die in Verbindung mit einer der oben aufgeführten Infektionen auftritt oder bei der der Verdacht besteht, dass sie mit einer der oben genannten Infektionen in Verbindung steht
  • Hinweis
    • offizielle Leitlinien für die angemessene Verwendung antibakterieller Arzneimittel berücksichtigen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Flasche enthält 2,69 g Pulver mit 2,64 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend 2,0 g Fosfomycin).

  • Behandlung von Infektionen
    • tägliche Dosis von Fosfomycin wird bestimmt
      • basierend auf der Indikation, dem Schweregrad und dem Ort der Infektion, der Empfindlichkeit des/der Erreger(s) für Fosfomycin und der Nierenfunktion
      • bei Kindern außerdem durch Alter und Körpergewicht
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre, >/= 40 kg)
      • allgemeine Dosierungsrichtlinien bei geschätzter Kreatinin-Clearance > 80 ml/min
        • Komplizierte Harnwegsinfektion: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
        • Infektiöse Endokarditis: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
        • Infektionen der Knochen und Gelenke: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
        • Im Krankenhaus erworbene Pneumonie, einschließlich Beatmungspneumonie: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
        • Komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektion: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
        • Bakterielle Meningitis: 16 - 24 g in 3 - 4 Teildosen
        • Komplizierte intraabdominelle Infektionen: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
        • Bakteriämie, die in Verbindung mit einer der oben aufgeführten Infektionen auftritt oder bei der der Verdacht besteht, dass sie mit einer der oben genannten Infektionen in Verbindung steht: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
      • Hinweise
        • Einzeldosen dürfen 8 g nicht überschreiten
        • Hochdosis-Schema in 3 Teildosen bei schweren Infektionen einsetzen, die voraussichtlich oder bekanntermaßen durch weniger empfindliche Bakterien verursacht werden
        • begrenzte Sicherheitsdaten, insbes. für Dosen > 16 g / Tag (besondere Vorsicht geboten, wenn solche Dosen verschrieben werden)
      • Behandlungsdauer
        • Art der Infektion, Schwere der Infektion sowie die klinische Reaktion des Patienten berücksichtigen

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • empfohlene Dosen für Erwachsene bei älteren Patienten anwenden
    • wenn Dosen am oberen Ende des empfohlenen Bereichs erwogen werden, ist Vorsicht geboten (siehe auch Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
  • Niereninsuffizienz
    • geschätzte Kreatinin-Clearance 40 - 80 ml/min
      • keine Dosisanpassung empfohlen
      • in diesen Fällen jedoch Vorsicht geboten, insbes. wenn Dosen am oberen Ende des empfohlenen Bereichs erwogen werden
    • Dosis von Fosfomycin an Grad der Niereninsuffizienz anpassen
    • Dosistitration auf Grundlage von Kreatinin-Clearance-Werten
    • empfohlene Dosisanpassungen für Patienten mit CrCL-Wert < 40 ml/min
      • CLCR Patient: 40 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,333
        • empfohlene tägliche Dosis: 70 % (in 2 - 3 Teildosen)
      • CLCR Patient: 30 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,250
        • empfohlene tägliche Dosis: 60 % (in 2 - 3 Teildosen)
      • CLCR Patient: 20 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,167
        • empfohlene tägliche Dosis: 40 % (in 2 - 3 Teildosen)
      • CLCR Patient: 10 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,083
        • empfohlene tägliche Dosis: 20 % (in 1 - 2 Teildosen)
      • Dosis wird als Anteil der Dosis ausgedrückt, die bei normaler Nierenfunktion des Patienten, berechnet nach der Cockcroft-Gault-Formel, als angemessen erachtet worden wäre
    • erste Dosis (Aufsättigungsdosis) sollte um 100 % erhöht werden, darf aber 8 g nicht überschreiten
  • Patienten, die sich einer Nierenersatztherapie unterziehen
    • Patienten, die sich einer chronisch-intermittierenden Dialyse (alle 48 Stunden) unterziehen
      • am Ende jeder Dialysebehandlung 2 g Fosfomycin
    • bei der kontinuierlichen venovenösen Hämofiltration (Postdilutions-CVVHF) wird Fosfomycin effektiv eliminiert
      • Patienten benötigen keine Dosisanpassung
  • Leberfunktionsstörung
    • keine Dosisanpassung erforderlich
  • Kinder und Jugendliche
    • Dosierungsempfehlungen basieren auf sehr begrenzten Daten
    • Neugeborene, Säuglinge und Kinder < 12 Jahren (< 40 kg)
      • Dosierung von Fosfomycin bei Kindern sollte auf Alter und Körpergewicht (KG) basieren
        • Frühgeborene (< 40 Wochen): 100 mg/kg KG in 2 Teildosen
          • Alter: Summe aus Gestation und postnatalem Alter
        • Neugeborene (40 - 44 Wochen): 200 mg/kg KG in 3 Teildosen
          • Alter: Summe aus Gestation und postnatalem Alter
        • Säuglinge 1 - 12 Monate (</= 10 kg KG): 200 - 300 mg/kg KG in 3 Teildosen
          • Hochdosis-Schema kann für schwere Infektionen und/oder ernste Infektionen (wie Meningitis) in Betracht gezogen werden, insbes. wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass diese von Organismen mit mäßiger Empfindlichkeit verursacht werden
        • Säuglinge und Kinder 1 - </= 12 Jahre (10 - </= 40 kg KG): 200 - 400 mg/kg KG in 3 - 4 Teildosen
          • Hochdosis-Schema kann für schwere Infektionen und/oder ernste Infektionen (wie Meningitis) in Betracht gezogen werden, insbes. wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass diese von Organismen mit mäßiger Empfindlichkeit verursacht werden
      • keine Dosierungsempfehlungen für Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion

Kontraindikationen

Fosfomycin - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen Fosfomycin

Nebenwirkungen

Fosfomycin - invasiv
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Agranulozytose (vorübergehend)
      • Leukopenie
      • Thrombozytopenie
      • Neutropenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock und Überempfindlichkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dysgeusie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Kopfschmerzen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Diarrhö
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Antibiotika-assoziierte Colitis
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • alkalische Phosphatase im Blut erhöht (vorübergehend)
      • Transaminasen erhöht (ALAT, ASAT)
      • Gamma-GT erhöht
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Hepatitis
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erythematöser Hautausschlag
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ausschlag
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • Pruritus
      • Urtikaria
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Venenentzündung an der Injektionsstelle
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Asthenie
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypernatriämie
        • kann mit Durst, Bluthochdruck und Anzeichen einer Flüssigkeitsüberladung, wie einem Ödem, verbunden sein
        • schwere Formen können Verwirrtheit, Hyperreflexie, Krampfanfälle und Koma verursachen
      • Hypokaliämie
        • kann zu diffusen Symptomen wie Schwäche, Müdigkeit oder Ödem und/oder Muskelzucken führen
        • schwere Formen können Hyporeflexie und Herzrhythmusstörungen verursachen

Anwendungshinweise

  • Infusionslösung zur i.v. Anwendung
  • versehentliche intraarterielle Anwendung kann zu Schäden führen
  • Infusionsdauer: mind. 15 Min.
  • weitere Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Fosfomycin - invasiv
  • da nur wenige Informationen über den Einsatz von Fosfomycin während des Stillens verfügbar sind, wird Fosfomycin nicht als erste Wahl für eine stillende Frau empfohlen
    • insbesondere wenn sie ein frühgeborenes oder neugeborenes Baby stillt
  • nach der Anwendung von Fosfomycin geringe Mengen in der Muttermilch gefunden
  • kein spezifisches Risiko für das gestillte Kind nachgewiesen, wie bei allen anderen Antibiotika sollte jedoch ein potenzielles Risiko von Veränderungen der Darmflora des Säuglings in Betracht gezogen werden

Schwangerschaftshinweise

Fosfomycin - invasiv
  • Fosfomycin sollte schwangeren Frauen nicht verschrieben werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das Risiko
  • keine Daten zur Anwendung von intravenös angewendetem Fosfomycin bei schwangeren Frauen vorliegend
  • Fosfomycin passiert die Plazenta
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • keine Daten beim Menschen vorliegend
    • bei männlichen und weiblichen Ratten beeinträchtigte die orale Anwendung von Fosfomycin bis zu 1000 mg / kg KG / Tag die Fertilität nicht

Warnhinweise

Fosfomycin - invasiv
  • Selektionsrisiko für Resistenzen und Notwendigkeit einer Kombinationstherapie
    • empfohlen, wann immer möglich Fosfomycin in Kombination mit anderen antibakteriellen Arzneimitteln anzuwenden, um das Risiko einer Selektion von Resistenzen zu reduzieren
    • in vitro hat sich gezeigt, dass Fosfomycin schnell zu einer Selektion resistenter Mutanten führt
    • auch die Verwendung von intravenösem Fosfomycin allein war in klinischen Studien mit der Selektion von Resistenzen verbunden
  • Grenzen der klinischen Daten
    • klinische Daten zur Unterstützung der Verwendung von intravenösem Fosfomycin zur Behandlung einiger der aufgeführten Indikationen sind durch das Fehlen geeigneter randomisierter kontrollierter Studien begrenzt
    • darüber hinaus verschiedene Dosierungsschemata verwendet, und kein einzelnes intravenöses Dosierungsschema wurde durch Daten aus klinischen Studien stark unterstützt
    • empfohlen, dass Fosfomycin zur Behandlung der aufgeführten Indikationen nur dann ausgewählt wird, wenn der Einsatz der für die Erstbehandlung allgemein empfohlenen antibakteriellen Arzneimittel als ungeeignet erachtet wird
  • Überempfindlichkeitsreaktionen
    • während der Behandlung mit Fosfomycin können schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, auftreten
    • treten solche Reaktionen auf, muss die Behandlung mit Fosfomycin sofort abgebrochen und angemessene Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden
  • Clostridioides difficile-assoziierte Diarrhö
    • Clostridioides difficile-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei Fosfomycin berichtet
      • können in ihrer Schwere von leicht bis lebensbedrohlich reichen
    • daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach der Anwendung von Fosfomycin an Diarrhö leiden
    • Abbruch der Therapie mit Fosfomycin und die Anwendung einer spezifischen Behandlung für Clostridioides difficile sollte erwogen werden
      • Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
  • Natrium- und Kaliumspiegel und Risiko einer Natriumüberladung
    • Natrium- und Kaliumspiegel sollten bei Patienten, die Fosfomycin-Natrium erhalten, regelmäßig überwacht werden, insbesondere bei längerer Behandlung
    • angesichts des hohen Natriumgehalts (0,32 Gramm) pro Gramm Fosfomycin sollte das Risiko einer Hypernatriämie und Flüssigkeitsüberladung vor Beginn der Behandlung bewertet werden, insbesondere bei
      • Patienten mit einer Vorgeschichte von kongestiver Herzinsuffizienz
      • Patienten mit zugrundeliegenden Komorbiditäten wie nephrotischem Syndrom, Leberzirrhose, Bluthochdruck, Hyperaldosteronismus, Lungenödem oder Hypoalbuminämie
      • Neugeborenen unter Natriumbeschränkung
    • natriumarme Ernährung während der Behandlung empfohlen
    • Verlängerung der Infusionsdauer und/oder eine Reduzierung auf die Einzeldosis (bei häufigerer Anwendung) könnte ebenfalls in Betracht gezogen werden
    • Kalium
      • Fosfomycin kann den Kaliumspiegel im Serum oder Plasma senken, daher sollte Kaliumergänzung immer in Betracht gezogen werden
  • hämatologische Reaktionen (einschließlich Agranulozytose)
    • hämatologische Reaktionen einschließlich Neutropenie oder Agranulozytose bei Patienten, die Fosfomycin intravenös erhalten, aufgetreten
    • Leukozytenzahl sollte in regelmäßigen Abständen überwacht werden
    • wenn solche Reaktionen auftreten, angemessene medizinische Behandlung einleiten
  • Nierenfunktionsstörung
    • Dosis dem Grad der Niereninsuffizienz anpassen