Fosfomycin Eberth 2 g Pulver z.Herst.e.Inf.-Lös.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 10 ST | 206,02 € |
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Indikation
- Behandlung der folgenden Infektionen, wenn der Einsatz der für die Erstbehandlung allgemein empfohlenen antibakteriellen Mittel als ungeeignet erachtet wird
- Komplizierte Harnwegsinfektionen
- infektiöse Endokarditis
- Knochen- und Gelenkinfektionen
- im Krankenhaus erworbene Pneumonie, einschließlich Beatmungspneumonie
- komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektion
- bakterielle Meningitis
- komplizierte intraabdominelle Infektionen
- Bakteriämie, die in Verbindung mit einer der oben aufgeführten Infektionen auftritt oder bei der der Verdacht besteht, dass sie mit einer der oben genannten Infektionen in Verbindung steht
- Hinweis
- offizielle Leitlinien für die angemessene Verwendung antibakterieller Arzneimittel berücksichtigen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Flasche enthält 2,69 g Pulver mit 2,64 g Fosfomycin-Natrium (entsprechend 2,0 g Fosfomycin).
- Behandlung von Infektionen
- tägliche Dosis von Fosfomycin wird bestimmt
- basierend auf der Indikation, dem Schweregrad und dem Ort der Infektion, der Empfindlichkeit des/der Erreger(s) für Fosfomycin und der Nierenfunktion
- bei Kindern außerdem durch Alter und Körpergewicht
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre, >/= 40 kg)
- allgemeine Dosierungsrichtlinien bei geschätzter Kreatinin-Clearance > 80 ml/min
- Komplizierte Harnwegsinfektion: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Infektiöse Endokarditis: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Infektionen der Knochen und Gelenke: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Im Krankenhaus erworbene Pneumonie, einschließlich Beatmungspneumonie: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Komplizierte Haut- und Weichgewebeinfektion: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Bakterielle Meningitis: 16 - 24 g in 3 - 4 Teildosen
- Komplizierte intraabdominelle Infektionen: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Bakteriämie, die in Verbindung mit einer der oben aufgeführten Infektionen auftritt oder bei der der Verdacht besteht, dass sie mit einer der oben genannten Infektionen in Verbindung steht: 12 - 24 g in 2 - 3 Teildosen
- Hinweise
- Einzeldosen dürfen 8 g nicht überschreiten
- Hochdosis-Schema in 3 Teildosen bei schweren Infektionen einsetzen, die voraussichtlich oder bekanntermaßen durch weniger empfindliche Bakterien verursacht werden
- begrenzte Sicherheitsdaten, insbes. für Dosen > 16 g / Tag (besondere Vorsicht geboten, wenn solche Dosen verschrieben werden)
- Behandlungsdauer
- Art der Infektion, Schwere der Infektion sowie die klinische Reaktion des Patienten berücksichtigen
- allgemeine Dosierungsrichtlinien bei geschätzter Kreatinin-Clearance > 80 ml/min
- tägliche Dosis von Fosfomycin wird bestimmt
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- empfohlene Dosen für Erwachsene bei älteren Patienten anwenden
- wenn Dosen am oberen Ende des empfohlenen Bereichs erwogen werden, ist Vorsicht geboten (siehe auch Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion)
- Niereninsuffizienz
- geschätzte Kreatinin-Clearance 40 - 80 ml/min
- keine Dosisanpassung empfohlen
- in diesen Fällen jedoch Vorsicht geboten, insbes. wenn Dosen am oberen Ende des empfohlenen Bereichs erwogen werden
- Dosis von Fosfomycin an Grad der Niereninsuffizienz anpassen
- Dosistitration auf Grundlage von Kreatinin-Clearance-Werten
- empfohlene Dosisanpassungen für Patienten mit CrCL-Wert < 40 ml/min
- CLCR Patient: 40 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,333
- empfohlene tägliche Dosis: 70 % (in 2 - 3 Teildosen)
- CLCR Patient: 30 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,250
- empfohlene tägliche Dosis: 60 % (in 2 - 3 Teildosen)
- CLCR Patient: 20 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,167
- empfohlene tägliche Dosis: 40 % (in 2 - 3 Teildosen)
- CLCR Patient: 10 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,083
- empfohlene tägliche Dosis: 20 % (in 1 - 2 Teildosen)
- Dosis wird als Anteil der Dosis ausgedrückt, die bei normaler Nierenfunktion des Patienten, berechnet nach der Cockcroft-Gault-Formel, als angemessen erachtet worden wäre
- CLCR Patient: 40 ml/min, CLCR Patient/CLCR normal: 0,333
- erste Dosis (Aufsättigungsdosis) sollte um 100 % erhöht werden, darf aber 8 g nicht überschreiten
- geschätzte Kreatinin-Clearance 40 - 80 ml/min
- Patienten, die sich einer Nierenersatztherapie unterziehen
- Patienten, die sich einer chronisch-intermittierenden Dialyse (alle 48 Stunden) unterziehen
- am Ende jeder Dialysebehandlung 2 g Fosfomycin
- bei der kontinuierlichen venovenösen Hämofiltration (Postdilutions-CVVHF) wird Fosfomycin effektiv eliminiert
- Patienten benötigen keine Dosisanpassung
- Patienten, die sich einer chronisch-intermittierenden Dialyse (alle 48 Stunden) unterziehen
- Leberfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- Dosierungsempfehlungen basieren auf sehr begrenzten Daten
- Neugeborene, Säuglinge und Kinder < 12 Jahren (< 40 kg)
- Dosierung von Fosfomycin bei Kindern sollte auf Alter und Körpergewicht (KG) basieren
- Frühgeborene (< 40 Wochen): 100 mg/kg KG in 2 Teildosen
- Alter: Summe aus Gestation und postnatalem Alter
- Neugeborene (40 - 44 Wochen): 200 mg/kg KG in 3 Teildosen
- Alter: Summe aus Gestation und postnatalem Alter
- Säuglinge 1 - 12 Monate (</= 10 kg KG): 200 - 300 mg/kg KG in 3 Teildosen
- Hochdosis-Schema kann für schwere Infektionen und/oder ernste Infektionen (wie Meningitis) in Betracht gezogen werden, insbes. wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass diese von Organismen mit mäßiger Empfindlichkeit verursacht werden
- Säuglinge und Kinder 1 - </= 12 Jahre (10 - </= 40 kg KG): 200 - 400 mg/kg KG in 3 - 4 Teildosen
- Hochdosis-Schema kann für schwere Infektionen und/oder ernste Infektionen (wie Meningitis) in Betracht gezogen werden, insbes. wenn bekannt ist oder vermutet wird, dass diese von Organismen mit mäßiger Empfindlichkeit verursacht werden
- Frühgeborene (< 40 Wochen): 100 mg/kg KG in 2 Teildosen
- keine Dosierungsempfehlungen für Kinder mit eingeschränkter Nierenfunktion
- Dosierung von Fosfomycin bei Kindern sollte auf Alter und Körpergewicht (KG) basieren
Kontraindikationen
Fosfomycin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Fosfomycin
Nebenwirkungen
Fosfomycin - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Agranulozytose (vorübergehend)
- Leukopenie
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- anaphylaktische Reaktionen einschließlich anaphylaktischer Schock und Überempfindlichkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysgeusie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- Diarrhö
- ohne Häufigkeitsangabe
- Antibiotika-assoziierte Colitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- alkalische Phosphatase im Blut erhöht (vorübergehend)
- Transaminasen erhöht (ALAT, ASAT)
- Gamma-GT erhöht
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erythematöser Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- Pruritus
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Venenentzündung an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypernatriämie
- kann mit Durst, Bluthochdruck und Anzeichen einer Flüssigkeitsüberladung, wie einem Ödem, verbunden sein
- schwere Formen können Verwirrtheit, Hyperreflexie, Krampfanfälle und Koma verursachen
- Hypokaliämie
- kann zu diffusen Symptomen wie Schwäche, Müdigkeit oder Ödem und/oder Muskelzucken führen
- schwere Formen können Hyporeflexie und Herzrhythmusstörungen verursachen
- Hypernatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Infusionslösung zur i.v. Anwendung
- versehentliche intraarterielle Anwendung kann zu Schäden führen
- Infusionsdauer: mind. 15 Min.
- weitere Hinweise zur Rekonstitution und Verdünnung s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Fosfomycin - invasiv
- da nur wenige Informationen über den Einsatz von Fosfomycin während des Stillens verfügbar sind, wird Fosfomycin nicht als erste Wahl für eine stillende Frau empfohlen
- insbesondere wenn sie ein frühgeborenes oder neugeborenes Baby stillt
- nach der Anwendung von Fosfomycin geringe Mengen in der Muttermilch gefunden
- kein spezifisches Risiko für das gestillte Kind nachgewiesen, wie bei allen anderen Antibiotika sollte jedoch ein potenzielles Risiko von Veränderungen der Darmflora des Säuglings in Betracht gezogen werden
Schwangerschaftshinweise
Fosfomycin - invasiv
- Fosfomycin sollte schwangeren Frauen nicht verschrieben werden, es sei denn, der Nutzen überwiegt das Risiko
- keine Daten zur Anwendung von intravenös angewendetem Fosfomycin bei schwangeren Frauen vorliegend
- Fosfomycin passiert die Plazenta
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- keine Daten beim Menschen vorliegend
- bei männlichen und weiblichen Ratten beeinträchtigte die orale Anwendung von Fosfomycin bis zu 1000 mg / kg KG / Tag die Fertilität nicht
Warnhinweise
Fosfomycin - invasiv
- Selektionsrisiko für Resistenzen und Notwendigkeit einer Kombinationstherapie
- empfohlen, wann immer möglich Fosfomycin in Kombination mit anderen antibakteriellen Arzneimitteln anzuwenden, um das Risiko einer Selektion von Resistenzen zu reduzieren
- in vitro hat sich gezeigt, dass Fosfomycin schnell zu einer Selektion resistenter Mutanten führt
- auch die Verwendung von intravenösem Fosfomycin allein war in klinischen Studien mit der Selektion von Resistenzen verbunden
- Grenzen der klinischen Daten
- klinische Daten zur Unterstützung der Verwendung von intravenösem Fosfomycin zur Behandlung einiger der aufgeführten Indikationen sind durch das Fehlen geeigneter randomisierter kontrollierter Studien begrenzt
- darüber hinaus verschiedene Dosierungsschemata verwendet, und kein einzelnes intravenöses Dosierungsschema wurde durch Daten aus klinischen Studien stark unterstützt
- empfohlen, dass Fosfomycin zur Behandlung der aufgeführten Indikationen nur dann ausgewählt wird, wenn der Einsatz der für die Erstbehandlung allgemein empfohlenen antibakteriellen Arzneimittel als ungeeignet erachtet wird
- Überempfindlichkeitsreaktionen
- während der Behandlung mit Fosfomycin können schwere und gelegentlich tödliche Überempfindlichkeitsreaktionen, einschließlich Anaphylaxie und anaphylaktischem Schock, auftreten
- treten solche Reaktionen auf, muss die Behandlung mit Fosfomycin sofort abgebrochen und angemessene Notfallmaßnahmen müssen eingeleitet werden
- Clostridioides difficile-assoziierte Diarrhö
- Clostridioides difficile-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei Fosfomycin berichtet
- können in ihrer Schwere von leicht bis lebensbedrohlich reichen
- daher wichtig, diese Diagnose bei Patienten in Betracht zu ziehen, die während oder nach der Anwendung von Fosfomycin an Diarrhö leiden
- Abbruch der Therapie mit Fosfomycin und die Anwendung einer spezifischen Behandlung für Clostridioides difficile sollte erwogen werden
- Arzneimittel, die die Peristaltik hemmen, sind kontraindiziert
- Clostridioides difficile-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis bei Fosfomycin berichtet
- Natrium- und Kaliumspiegel und Risiko einer Natriumüberladung
- Natrium- und Kaliumspiegel sollten bei Patienten, die Fosfomycin-Natrium erhalten, regelmäßig überwacht werden, insbesondere bei längerer Behandlung
- angesichts des hohen Natriumgehalts (0,32 Gramm) pro Gramm Fosfomycin sollte das Risiko einer Hypernatriämie und Flüssigkeitsüberladung vor Beginn der Behandlung bewertet werden, insbesondere bei
- Patienten mit einer Vorgeschichte von kongestiver Herzinsuffizienz
- Patienten mit zugrundeliegenden Komorbiditäten wie nephrotischem Syndrom, Leberzirrhose, Bluthochdruck, Hyperaldosteronismus, Lungenödem oder Hypoalbuminämie
- Neugeborenen unter Natriumbeschränkung
- natriumarme Ernährung während der Behandlung empfohlen
- Verlängerung der Infusionsdauer und/oder eine Reduzierung auf die Einzeldosis (bei häufigerer Anwendung) könnte ebenfalls in Betracht gezogen werden
- Kalium
- Fosfomycin kann den Kaliumspiegel im Serum oder Plasma senken, daher sollte Kaliumergänzung immer in Betracht gezogen werden
- hämatologische Reaktionen (einschließlich Agranulozytose)
- hämatologische Reaktionen einschließlich Neutropenie oder Agranulozytose bei Patienten, die Fosfomycin intravenös erhalten, aufgetreten
- Leukozytenzahl sollte in regelmäßigen Abständen überwacht werden
- wenn solche Reaktionen auftreten, angemessene medizinische Behandlung einleiten
- Nierenfunktionsstörung
- Dosis dem Grad der Niereninsuffizienz anpassen