FOSINORM 10mg
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 24,91 € |
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Indikation
- Essentielle Hypertonie
- Herzinsuffizienz
- zusätzlich zu Diuretika - und insbesondere bei schwerer Herzinsuffizienz auch zu Digitalis
Dosierung
- Essentielle Hypertonie; zusätzlich bei Herzinsuffizienz
- Hinweise
- übermäßiger Blutdruckabfall möglich zu Beginn der Therapie insbesondere bei Patienten mit Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel (z. B. Erbrechen/Diarrhoe, Diuretika-Therapie), Herzinsuffizienz, schwerer Hypertonie
- falls möglich, Salz- und/oder Flüssigkeitsmangel vor Beginn der Therapie ausgleichen bzw. bestehende Diuretika-Therapie reduzieren oder ggf. absetzen (bei Patienten mit Herzinsuffizienz gegen das Risiko einer Volumenüberlastung abwägen)
- bei diesen Patienten Therapie mit geringster Einzeldosis von 5 mg morgens beginnen
- nach Gabe der ersten Dosis und bei Dosiserhöhung und/oder Schleifendiuretika diese Patienten mind. 8 Stunden ärztlich überwachen, um unkontrolliert auftretende hypotone Reaktion zu vermeiden
- Patienten mit Herzinsuffizienz bei Beginn der Behandlung und während der ersten 2 Behandlungswochen sorgfältig überwachen
- Einstellung der Therapie unter stationären Bedingungen bei Patienten mit maligner Hypertonie oder bei gleichzeitigem Vorhandensein einer schweren Herzinsuffizienz
- Ansonsten gilt, soweit nicht anders verordnet
- Essentielle Hypertonie
- initial: 10 mg Fosinopril-Natrium 1mal / Tag morgens
- entspricht bei der Mehrzahl der Patienten auch der Erhaltungsdosis
- bei Bedarf Dosiserhöhung auf 20 mg Fosinopril-Natrium
- zeitliches Intervall zwischen Dosiserhöhungen mind. 3 Wochen
- Maximaldosis: 40 mg Fosinopril-Natrium / Tag
- durch Zugabe eines Diuretikums kann die Blutdruck senkende Wirkung verstärkt werden
- initial: 10 mg Fosinopril-Natrium 1mal / Tag morgens
- Herzinsuffizienz
- sollte in Kombination mit Diuretika eingenommen werden
- initail: 10 mg Fosinopril-Natrium 1mal / Tag morgens
- entspricht bei der Mehrzahl der Patienten auch der Erhaltungsdosis
- bei Bedarf auf 20 mg Fosinopril-Natrium erhöhen
- zeitliches Intervall zwischen Dosiserhöhungen mind. 3 Wochen
- Maximaldosis: 40 mg Fosinopril-Natrium / Tag
- Essentielle Hypertonie
- Dauer der Behandlung
- Behandlung kann abhängig vom klinischen Erfolg, wenn keine Nebenwirkungen auftreten, zeitlich unbeschränkt durchgeführt werden
- bestimmt der behandelnde Arzt
- Hinweise
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nieren- bzw. Leberfunktion
- normalerweise keine Dosisreduktion erforderlich
- Fosinoprilat wird sowohl über die Niere als auch über die Leber ausgeschieden (d. h. bei verminderter Elimination über Leber oder Nieren wird diese durch den jeweils anderen Ausscheidungsweg kompensiert)
- Kinder und Jugendliche
- Anwendung wird nicht empfohlen, nur begrenzte klin. Daten für hypertensive Kinder >/= 6 Jahre
- für keine Altersklasse konnte eine optimale Dosierung bestimmt werden
- für Kinder < 50 kg KG gibt es keine geeignete Dosisstärke
Kontraindikationen
Fosinopril - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Fosinopril oder einen anderen ACE-Hemmer
- anamnestisch bekanntes angioneurotisches Ödem oder sonstige Angioödeme (hereditär oder idiopathisch, z.B. infolge einer früheren ACE-Hemmer-Therapie)
- Nierenarterienstenose (beidseitig bzw. einseitig bei Einzelniere)
- Zustand nach Nierentransplantation
- hämodynamisch relevante Aorten- oder Mitralklappenstenose bzw. hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
- primärer Hyperaldosteronismus
- Schwangerschaft (2. und 3. Trimenon)
- gleichzeitige Anwendung von Aliskiren-haltigen Arzneimitteln bei Patienten mit Diabetes mellitus oder eingeschränkter Nierenfunktion (GFR < 60 ml/min/1,73m2)
- gleichzeitige Anwendung von extrakorporalen Therapieverfahren, die zum Kontakt von Blut mit negativ geladenen Oberflächen führen
- es können schwere anaphylaktoide Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten
- es darf beispielsweise während der Therapie mit Fosinopril keine Dialyse oder Hämofiltration mit Poly(acrylonitril, natrium-2-methylallyl-sulfonat)-high-flux-Membranen (z.B. "AN69") und keine LDL (low density lipoprotein)-Apherese mit Dextransulfat erfolgen
- im Falle einer notfallmäßigen Dialyse oder Hämofiltration oder der Notwendigkeit einer LDL-Apherese muss vorher auf anderes für das betreffende Anwendungsgebiet geeignetes Arzneimittel (keinen ACE-Hemmer) umgestellt werden oder andere Dialysemembran verwendet werden
- es können schwere anaphylaktoide Reaktionen bis hin zum lebensbedrohlichen Schock auftreten
- gleichzeitige Anwendung einer Sacubitril / Valsartan-Therapie
- Behandlung mit Fosinopril darf frühestens 36 Stunden nach letzter Dosis Sacubitril / Valsartan begonnen werden
- während Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte (z.B. von Bienen oder Wespen) und gleichzeitiger Anwendung eines ACE-Hemmers können z.T. lebensbedrohliche anaphylaktoide Reaktionen (z.B. Blutdruckabfall, Atemnot, Erbrechen, allergische Hautreaktionen) auftreten
- Überempfindlichkeitsreaktionen können auch nach Insektenstichen (wie Bienen- oder Wespenstich) vorkommen
- falls Desensibilisierungstherapie gegen Insektengifte notwendig ist
- ACE-Hemmer vorübergehend durch geeignetes Arzneimittel aus anderer Stoffklasse ersetzen
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Fosinopril - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektionen der oberen Atemwege
- Pharyngitis
- Rhinitis
- virale Infektion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Pneumonie
- Laryngitis
- Tracheobronchitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Senkung der Hämoglobinkonzentration
- Senkung des Hämatokrit
- Senkung der Leukozyten- oder Thrombozytenzahl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anämie
- aplastische Anämie
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- Eosinophilie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose
- Panzytopenie
- Hämolyse / hämolytische Anämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lymphadenopathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Appetitstörung
- Gicht
- Hyperkaliämie
- Gewichtsschwankungen
- verminderter Appetit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stimmungsschwankungen
- Schlafstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression
- Verwirrtheitszustand
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verhaltensstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesien
- Benommenheit
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Synkope
- Impotenz
- Kribbeln
- Gleichgewichtsstörungen
- verschwommenes Sehen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- transitorische ischämische Attacke (TIA)
- Schlaganfall
- ohne Häufigkeitsangabe
- zerebraler Infarkt
- Tremor
- Gedächtnisstörung
- Schläfrigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sehstörung
- Augenerkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tinnitus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwindel
- Ohrenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Arrhythmien
- Palpitationen
- Angina pectoris
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Myokardinfarkt
- Tachykardie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzstillstand
- Herz-Atem-Stillstand
- Reizleitungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie (bei Patienten mit Herzinsuffizienz möglicherweise massiv, mit Oligurie oder Azotämie einhergehend und kann in seltenen Fällen zu akutem Nierenversagen und Tod führen)
- orthostatische Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- hypertensive Krise
- periphere Gefäßerkrankung
- Hämorrhagie
- Hypertonie
- Hitzewallungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- Erkrankung der Stirnhöhlen
- Bronchitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Atemnot
- Sinusitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Bronchospasmus
- Glossitis
- angioneurotisches Ödem (Kehlkopf, Rachen und / oder Zunge betreffend)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lungenstauung
- Stimmbildungsstörung
- Nasenbluten
- pleuritische Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- Oberbauchbeschwerden
- Dysgeusie
- Verdauungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Obstipation
- Appetitlosigkeit
- intestinales Angioödem
- vorübergehender Geschmacksverlust
- akute Cholezystitis (insbesondere bei vorbestehender Cholelithiasis)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pankreatitis
- (Sub-) Ileus
- Mundtrockenheit
- ohne Häufigkeitsangabe
- geschwollene Zunge
- Dysphagie
- orale Störungen
- Bauchdehnung
- Blähungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Syndrom, das mit cholestatischem Ikterus beginnt und bis zur Lebernekrose fortschreitet
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leberfunktionsstörungen
- Hepatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- allergische Hautreaktionen wie Exanthem, Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Pruritus
- Erythema multiforme
- angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Lippen, Gesicht und / oder Extremitäten
- genannte Hautveränderungen können sehr selten einhergehen mit
- Fieber
- Myalgien
- Arthralgien / Arthritis
- Vaskulitiden
- Eosinophilie
- Leukozytose
- erhöhte ANA-Titer
- genannte Hautveränderungen können sehr selten einhergehen mit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- psoriasiforme und pemphigoide Hautveränderungen
- Photosensibilität
- Alopezie
- Onycholyse
- Verstärkung einer Raynaud-Symptomatik
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperhidrosis
- Ekchymose
- Dermatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelschmerzen
- Myalgie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelkrämpfe
- Schwäche der Skelettmuskulatur
- Paresen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthritis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nierenfunktionsstörungen
- Miktionsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Proteinurie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- akutes Nierenversagen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- sexuelle Dysfunktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Prostatastörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- Schmerzen in der Brust
- Ödem
- Asthenie
- ohne Häufigkeitsangabe
- peripheres Ödem
- Schmerzen
- Pyrexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gewichtszunahme
- abnormaler Leberfunktionstest
- erhöhte Serum-Kreatinin-Spiegel (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen)
- Anstieg der Serumkonzentration von Harnstoff (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen)
- Anstieg der Serumkonzentration von Harnsäure (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen)
- Abnahme der Serumkonzentration von Natrium (insbesondere bei Patienten mit Nierenfunktionsstörungen)
- Erhöhung der Bilirubinkonzentration
- Erhöhung der Leberenzymkonzentration
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweis zu Nebenwirkungen bei Kindern und Jugendlichen
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperkalämie
- erhöhte Serum-Kreatinin-Spiegel (CK)
- erhöhte Kreatinin-Kinase-Spiegel (CK)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme der angegebenen Tagesmenge
- als Einmaldosis morgens
- unabhängig von den Mahlzeiten
- unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser)
Stillzeithinweise
Fosinopril - peroral
- Anwendung in der Stillzeit nicht empfohlen, da keine Erkenntnisse zur Anwendung vorliegen
- alternative antihypertensive Therapie mit einem geeigneten Sicherheitsprofil bei Anwendung in der Stillzeit ist vorzuziehen, vor allem wenn Neugeborene oder Frühgeborene gestillt werden
Schwangerschaftshinweise
Fosinopril - peroral
- kontraindiziert im 2. und 3. Trimenon der Schwangerschaft
- Anwendung im 1. Trimenon nicht empfohlen
- 1. Trimenon
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimenons vorliegend
- geringfügig erhöhtes Risiko kann jedoch nicht ausgeschlossen werden
- sofern Fortsetzen der ACE-Hemmer-Therapie nicht als notwendig erachtet wird, sollten Patientinnen, die planen, schwanger zu werden, auf eine alternative antihypertensive Therapie mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere umgestellt werden
- wird eine Schwangerschaft festgestellt, ist Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich zu beenden und, wenn erforderlich, eine alternative Therapie zu beginnen
- keine endgültigen epidemiologischen Daten hinsichtlich eines teratogenen Risikos nach Anwendung von ACE-Hemmern während des ersten Schwangerschaftstrimenons vorliegend
- 2. und 3. Trimenon
- Therapie mit ACE-Hemmern während des zweiten und dritten Schwangerschaftstrimenons hat fetotoxische Effekte (verminderte Nierenfunktion,Oligohydramnion, verzögerte Schädelossifikation) und neonatal-toxische Effekte (Nierenversagen, Hypotonie, Hyperkaliämie)
- im Falle einer Exposition mit ACE-Hemmern ab dem 2. Trimenon Ultraschalluntersuchungen der Nierenfunktion und des Schädels empfohlen
- Säuglinge, deren Mütter ACE-Hemmer eingenommen haben, sollten häufig wiederholt auf Hypotonie untersucht werden
- Fertilität
- Fosinopril hatte bei Dosis, die beim erwachsenen Tier zu Anzeichen der Mortalität und Toxizität führt, keinen Einfluss auf Fertilität der behandelten Ratten oder deren Nachwuchs
Warnhinweise
Fosinopril - peroral
- Kopf und Nacken Angioödem
- wenn angioneurotisches Ödem während Behandlung auftritt
- Fosinopril sofort absetzen
- falls ein durch ACE-Hemmer ausgelöstes angioneurotisches Ödem mit Beteiligung von Kehlkopf, Rachen, Glottis und / oder Zunge auftritt
- es kann zu Atemwegsobstruktion kommen, die tödlich verlaufen kann
- Notfallmaßnahmen sofort einleiten
- Schwellung von Gesicht, Mundschleimhaut, Lippen und Extremitäten bildete sich nach Absetzen von Fosinopril meist zurück
- in einigen Fällen war medizinische Therapie notwendig
- wenn angioneurotisches Ödem während Behandlung auftritt
- Überempfindlichkeit / Angioödem
- gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin
- gleichzeitige Gabe kann zu erhöhtem Risiko eines Angioödems führen (z.B. Schwellung der Atemwege oder der Zunge mit oder ohne Atembeschwerden)
- Vorsicht geboten, wenn Behandlung mit Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z. B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin bei Patienten begonnen wird, die bereits ACE-Hemmer einnehmen
- gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Sacubitril / Valsartan
- gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert
- erhöhtes Risiko eines Angioödems
- Behandlung mit Sacubitril / Valsartan darf frühestens 36 Stunden nach letzter Dosis Fosinopril begonnen werden
- Behandlung mit Fosinopril darf frühestens 36 Stunden nach letzter Dosis Sacubitril / Valsartan begonnen werden
- gleichzeitige Anwendung ist kontraindiziert
- gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Racecadotril, mTOR-Inhibitoren (z.B. Sirolimus, Everolimus, Temsirolimus) und Vildagliptin
- intestinales Angioödem
- selten wurde von intestinalem Angioödem berichtet bei Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt wurden
- dieses äußerte sich in Oberbauchschmerzen (mit oder ohne Übelkeit oder Erbrechen)
- in einigen Fällen keine Vorgeschichte eines Angioödems im Gesicht und C1-Esterase-Spiegel waren normal
- Angioödem wurde diagnostiziert durch abdominale Computertomographie oder Ultraschall oder bei einer Operation
- Symptome traten nach Absetzen des ACE-Hemmers nicht mehr auf
- intestinales Angioödem sollte in Differentialdiagnose von Patienten eingeschlossen werden, die mit ACE-Hemmern behandelt werden und bei denen Oberbauchschmerzen auftreten
- keine Anwendung von Fosinopril bei
- Dialyse
- primärer Lebererkrankung oder Leberinsuffizienz
- unbehandelter dekompensierter Herzinsuffizienz
- Kindern
- Anwendung von Fosinopril nur nach sehr kritischer Nutzen-Risiko-Abwägung unter regelmäßiger Kontrolle repräsentativer, klinischer und laborchemischer Parameter bei
- klinisch relevanten Elektrolytstörungen (z.B. Hyperkaliämie, Hyponatriämie)
- gestörter Immunreaktion
- gleichzeitiger systemischer Therapie mit Arzneimitteln, die Abwehrreaktionen unterdrücken (z.B. Corticoide, Zytostatika, Antimetabolite), Allopurinol, Procainamid, Lithium
- klinisch relevanter Proteinurie (mehr als 1g/Tag)
- Neutropenie / Agranulozytose
- selten Berichte über durch ACE-Hemmer ausgelöste Agranulozytose und Knochenmarksdepression
- häufiger bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung, besonders falls diese auch eine Kollagenerkankung haben (z.B. Lupus erythematodes oder Sklerodermie)
- Anzahl weißer Blutkörperchen muss bei diesen Patienten überwacht werden
- Hypotonie
- bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems besteht das Risiko, dass ein plötzlicher ausgeprägter Blutdruckabfall und eine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung auftreten
- wird Fosinopril in solchen Fällen zum ersten Mal oder erstmals in höherer Dosierung angewendet
- Blutdruck so lange sorgfältig kontrollieren, bis keine weitere akute Blutdrucksenkung mehr zu erwarten ist
- erhöhte Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems ist beispielsweise zu erwarten bei Patienten
- die mit Diuretika vorbehandelt sind
- mit Salz- und / oder Flüssigkeitsmangel
- mit schwerer Hypertonie
- mit schwerer Herzinsuffizienz
- mit linksventrikulärer Ein- oder Ausflussbehinderung (z.B. Aorten- oder Mitralklappenstenose, hypertrophe Kardiomyopathie)
- mit einer hämodynamisch relevanten Nierenarterienstenose (Absetzen einer bestehenden Diuretika-Therapie kann erforderlich sein)
- Flüssigkeits- oder Salzverlust sollte vor Beginn der Therapie ausgeglichen werden
- vorübergehender Blutdruckabfall ist keine Kontraindikation in Bezug auf weitere Dosen, die ohne Schwierigkeiten nach Ausgleich des Salz- und / oder Flüssigkeitshaushalts gegeben werden können
- wird Fosinopril in solchen Fällen zum ersten Mal oder erstmals in höherer Dosierung angewendet
- bei Patienten mit dekompensierter Herzinsuffizienz (mit oder ohne zusätzliche Niereninsuffizienz) kann Therapie mit ACE-Hemmern übermäßigen Blutdruckabfall auslösen
- kann verbunden sein mit Oligurie oder Azothämie, selten mit einem akuten Nierenversagen und Tod
- diese Patienten zu Beginn der Therapie sorgfältig medizinisch überwachen
- sollten in ersten zwei Wochen der Behandlung und bei jeder Dosiserhöhung von Fosinopril oder Diuretika überwacht werden
- bei Patienten mit normalem oder niedrigen Blutdruck, die mit Diuretika behandelt wurden oder hyponatremisch sind
- Reduzierung der Diuretikadosis erwägen
- Hypotonie ist nicht per se Grund zum Absetzen von Fosinopril
- Ausmaß der Blutdrucksenkung ist am größten zu Behandlungsbeginn
- Effekt stabilisiert sich innerhalb von ein bis zwei Wochen und erreicht normalerweise das Niveau vor der Behandlung ohne eine Minderung der therapeutischen Wirksamkeit
- bei Patienten mit erhöhter Aktivität des Renin-Angiotensin-Systems besteht das Risiko, dass ein plötzlicher ausgeprägter Blutdruckabfall und eine Verschlechterung der Nierenfunktion aufgrund der ACE-Hemmung auftreten
- duale Blockade des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems (RAAS)
- erhöhtes Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich akutes Nierenversagen) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren
- duale Blockade des RAAS durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren nicht empfohlen
- wenn duale Blockade als absolut notwendig erachtet wird
- nur unter Aufsicht eines Spezialisten und unter Durchführung engmaschiger Kontrollen von Nierenfunktion, Elektrolytwerten und Blutdruck
- bei Patienten mit diabetischer Nephropathie keine gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern und Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten
- erhöhtes Risiko für Hypotonie, Hyperkaliämie und Abnahme der Nierenfunktion (einschließlich akutes Nierenversagen) durch gleichzeitige Anwendung von ACE-Hemmern, Angiotensin-II-Rezeptor-Antagonisten oder Aliskiren
- Hyperkaliämie / Serumkalium
- ACE-Hemmer können Hyperkaliämie bewirken, da sie Freisetzung von Aldosteron verhindern
- Patienten mit normaler Nierenfunktion
- Wirkung ist im Allgemeinen nicht bedeutsam
- Patienten mit beeinträchtigter Nierenfunktion und / oder Patienten, die Kalium-Ergänzungsmittel (einschließlich Salzersatzmittel), kaliumsparende Diuretika, Trimethoprim oder Cotrimoxazol (auch bekannt als Trimethoprim / Sulfamethoxazol) und insbesondere Aldosteron-Antagonisten oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker einnehmen
- es kann zu Hyperkaliämie kommen
- kaliumsparende Diuretika und Angiotensin-Rezeptor-Blocker bei Patienten, die ACE-Hemmer erhalten, mit Vorsicht anwenden
- Serumkalium und Nierenfunktion überwachen
- ältere Patienten
- keine Unterschiede in Wirksamkeit und Sicherheit zwischen älteren Patienten (>= 65 Jahre) und jüngeren Patienten beobachtet, die in klinischen Studien mit Fosinopril behandelt wurden
- jedoch erhöhte Empfindlichkeit einiger älterer Personen nicht auszuschliessen
- daher ältere Patienten zu Therapiebeginn besonders sorgfältig überwachen
- insbesondere wenn sie unter Hypertonie oder Diabetes mellitus leiden
- vor Behandlung Blutdruck im Sitzen und Stehen messen
- bei Auftreten einer symptomatischen orthostatischen Hypotonie mit systolischem Blutdruckabfall von > 10 mmHg, verbunden mit Schwindel und Müdigkeit, sollte gegebenenfalls höherer Zielblutdruck angestrebt werden
- vor Behandlung Blutdruck im Sitzen und Stehen messen
- auch Patienten, die durch unerwünscht starken Blutdruckabfall besonders gefährdet würden (z.B. Patienten mit Stenosen der Koronargefäße oder der Hirn versorgenden Gefäße) sind zu Therapiebeginn besonders sorgfältig zu überwachen
- Leberinsuffizienz
- ACE-Hemmer wurden selten in Zusammenhang gebracht mit einem Syndrom, das mit cholestatischem Ikterus beginnt und weiter zu einer plötzlichen Lebernekrose und (manchmal) Tod fortschreitet
- Mechanismus bisher ungeklärt
- Patienten, die mit ACE-Hemmern behandelt werden und Gelbsucht oder deutlichen Anstieg der Leberenzyme entwicklen
- ACE-Hemmer absetzen
- andere Folgetherapie erhalten
- ACE-Hemmer wurden selten in Zusammenhang gebracht mit einem Syndrom, das mit cholestatischem Ikterus beginnt und weiter zu einer plötzlichen Lebernekrose und (manchmal) Tod fortschreitet
- Nierenfunktionsstörung
- vor Anwendung von Fosinopril Nierenfunktion überprüfen
- empfohlen, Nierenfunktion besonders in ersten Wochen der Behandlung zu überwachen
- dies gilt insbesondere für Patienten mit
- Herzinsuffizienz
- Nierenarterienstenose in einer oder beiden Nieren (in diesem Fall kann bereits geringer Serum-Kreatinin-Anstieg Hinweis auf Ausfall der betroffenen Niere sein)
- eingeschränkter Nierenfunktion
- Patienten mit schwerer dekompensierter Herzinsuffizienz, deren Nierenfunktion von der Aktivität des ReninRenin-Angiotensin-Aldosteron-Systems abhängig ist
- Behandlung mit einem ACE-Hemmer kann im Zusammenhang stehen mit Oligurie und / oder fortschreitender Azothämie und selten mit akutem Nierenversagen und / oder Tod
- Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- häufigere Kontrollen der Serum-Kalium-Konzentration erforderlich
- insbesondere zu Behandlungsbeginn und bei folgenden Patienten sind Kontrollen der Serumelektrolyt- und Serumkreatininkonzentrationen sowie des Blutbildes (besonders der Leukozytenzahl) kurzfristig angezeigt
- Risikopatienten (Patienten mit Niereninsuffizienz, v.a. bei gleichzeitiger Diuretika-Therapie mit Kollagenerkrankungen)
- Patienten, die gleichzeitig kaliumsparende Diuretika einnehmen
- Patienten, die gleichzeitig Kaliumpräparate einnehmen
- Patienten, die gleichzeitig kaliumhaltige Salzersatzpräparate einnehmen
- Patienten, die andere Arzneimittel einnehmen, die mit Erhöhung des Kaliums im Serum assoziiert sind (z.B. Heparin)
- Patienten mit gleichzeitiger Behandlung mit anderen Arzneimitteln, die Blutbildveränderungen verusachen können (z.B. Immunsuppressiva, Zytostatika, Allopurinol, Procainamid)
- sollten im Verlauf der Therapie Symptome wie Fieber, Lymphknotenschwellungen und / oder Halsentzündungen auftreten
- umgehend weißes Blutbild untersuchen
- Leberfunktionsstörung
- Patienten mit Leberfunktionsstörung können erhöhten Plasmaspiegel von Fosinopril entwickeln
- in Studie bei Patienten mit alkoholischer oder biliärer Zirrhose war gesamte Körperausscheidung von Fosinopril vermindert und AUC im Plasma fast verdoppelt
- Husten
- Husten berichet bei ACE-Hemmern, einschließlich Fosinopril
- Husten ist charakteristischerweise nicht produktiv, persistierend und verschwindet nach Absetzen der Therapie
- ACE-Hemmer induzierten Husten als Teil der Differentialdiagnose von Husten betrachten
- Operation / Anästhesie
- bei Patienten, die operiert werden oder sich unter Narkose mit Hypotonie-verusachenden Präparaten befinden, kann blutdrucksenkende Wirkung durch Fosinopril verstärkt werden
- Schwangerschaft
- Behandlung mit ACE-Hemmern sollte nicht während Schwangerschaft begonnen werden
- bei Patientinnen mit Schwangerschaftswunsch
- es sollte Umstellung auf alternative blutdrucksenkende Behandlung mit geeignetem Sicherheitsprofil für Schwangere erfolgen, es sei denn, Fortführung der Behandlung mit ACE-Hemmern ist zwingend erforderlich
- wird Schwangerschaft festgestellt
- Behandlung mit ACE-Hemmern unverzüglich beenden
- wenn erforderlich, alternative Therapie beginnen
- fetale und neonatale Erkrankungsrate und Sterblichkeit
- ACE-Hemmer in Schwangerschaft können Schädigungen und sogar Tod des sich entwickelnden Fötus verursachen