FOSTER NEXTHALER 100/6mcg pro Inh. Pulver zu Inh.
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| NotApplicable | 1 ST | – |
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Indikation
Erwachsene
- regelmäßige Behandlung von Asthma, bei der die Anwendung eines Kombinationsprodukts (inhalatives Kortikosteroid und langwirksame Beta-2-Agonisten) angezeigt ist:
- Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und inhalativen schnellwirksamen Beta-2-Agonisten zur bedarfsweisen Inhalation nicht ausreichend eingestellt sind
- Patienten, die mit inhalativen Kortikosteroiden und langwirksamen Beta-2-Agonisten in Kombination bereits ausreichend eingestellt sind
- COPD
- Symptomatische Behandlung von Patienten mit schwerer COPD (FEV1 < 50% des Normwerts) und wiederholten Exazerbationen in der Vergangenheit, die trotz regelmäßiger Therapie mit langwirksamen Bronchodilatatoren erhebliche Symptome aufweisen
Dosierung
Basiseinheit: jede im Behältnis abgemessene Einzeldosis (10 mg) des Pulvers zur Inhalation enthält: 100 µg Beclometasondipropionat und 6 µg Formoterolfumarat-Dihydrat; entspricht einer über das Mundstück abgegebenen Dosis von 81,9 µg Beclometasondipropionat und 5,0 µg Formoterolfumarat-Dihydrat
- regelmässige Behandlung von Asthma, bei der die Anwendung eines Kombinationsprodukts (von inhalativem Kortikosteroid und langwirksamem Beta-2-Agonisten) angezeigt ist
- keine relevanten Daten zur Behandlung akuter Asthmaanfälle
- Dosierung individuell, angepasst an den Schweregrad der Erkrankung (bei Beginn der Behandlung und auch bei Dosisanpassung)
- wird eine Dosiskombination benötigt, die nicht mit dem Kombinationspräparat zur Verfügung steht
- geeignete Dosierungen von Beta-2-Agonisten und/oder Kortikosteroiden in separaten Inhalatoren verordnen
- aufgrund seiner extrafeinen Teilchen sind Dosisanpassungen erforderlich, wenn Patienten von einer nicht extrafeinen Formulierung auf dieses umgestellt werden
- bei der Umstellung sollte berücksichtigt werden, dass die empfohlene tägliche Dosis an Beclometasondipropionat niedriger ist als die empfohlene tägliche Dosis an Beclometasondipropionat einer nicht extrafeinen Zubereitung
- Dosis auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten einstellen
- Erwachsene >/= 18 Jahre
- 1 - 2 Inhalationen 2mal / Tag
- maximale Tagesdosis: 4 Inhalationen
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahren)
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
- Kinder bis 11 Jahre: keine Daten vorliegend
- Jugendliche (12 - 17 Jahre):
- begrenzte Datenlage
- Dosisempfehlung kann nicht gegeben werden
- regelmäßige ärztliche Untersuchung, so dass die optimale Dosierung gewahrt bleibt: Änderung nur auf ärztlichen Rat hin
- Dosiseinstellung auf niedrigste Dosierung mit der eine effektive Kontrolle der Symptome erreicht wird
- wenn Kontrolle der Symptomatik mit der niedrigsten empfohlenen Dosisstärke erreicht wird, könnte der nächste Schritt darin bestehen, ein inhalatives Kortikosteroid allein anzuwenden
- tägliche Anwendung auch bei Symptomfreiheit
- symptomatische Therapie von schwerer COPD
- Erwachsene >/= 18 Jahre
- 2 Inhalationen 2mal / Tag
- Erwachsene >/= 18 Jahre
Dosisanpassung
- ältere Patienten:
- keine Dosisanpassung
- Leber- und Nierenfunktionsstörungen:
- keine Daten
Kontraindikationen
Formoterol und Beclometason - pulmonal
- Überempfindlichkeit gegen Beclometason und Formoterol
Therapiehinweise
Ausschleichend dosieren.
Nebenwirkungen
Formoterol und Beclometason - pulmonal
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pharyngitis
- orale Candidose
- Candidamykose kann durch Gurgeln oder Spülen des Mundes mit Wasser bzw. durch Zähneputzen nach Anwendung des Arzneimittels gemindert werden
- symptomatische Candidamykose kann mit topischen Antimykotika behandelt werden, während die Behandlung mit Beclometason/Formoterol fortgesetzt wird
- orale Candidamykose tritt typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat auf
- Pneumonie (bei COPD-Patienten)
- ein nicht schwerwiegender Fall einer Pneumonie mit Kausalzusammenhang wurde von einem Patienten, der mit Beclometasondipropionat/Formoterol 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm in einer Zulassungsstudie mit COPD-Patienten behandelt wurde, berichtet
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Influenza
- orale Pilzinfektionen (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- oropharyngeale Candidose
- ösophageale Candidose
- vulvovaginale Candidose
- Gastroenteritis
- Sinusitis
- Rhinitis
- Nasopharyngitis (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Granulozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thrombozytopenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Dermatitis
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Erythem und Ödem an Lippen, Gesicht, Augen und Pharynx
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Nebennierenrindensuppression
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperglykämie / erhöhter Glukosespiegel im Blut
- typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat
- Hypokaliämie
- typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol
- Hypertriglyceridämie
- Hyperglykämie / erhöhter Glukosespiegel im Blut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ruhelosigkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- psychomotorische Hyperaktivität
- Schlafstörungen
- Angstzustände
- Depression
- Aggressivität
- Verhaltensänderungen (besonders bei Kindern)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- Tremor (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Glaukom
- Katarakt
- ohne Häufigkeitsangabe
- verschwommenes Sehen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Otosalpingitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzklopfen (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- Verlängerung des QTc-Intervalls (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- EKG-Veränderungen, veränderter R-Wellen-Verlauf im Elektrokardiogramm
- Tachykardie (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- Tachyarrhythmie
- Vorhofflimmern
- in klinischen COPD-Studien unter Beclometasondipropionat/Formoterol 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm beobachtet
- Sinusbradykardie (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- Angina pectoris (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- Myokardischämie (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- ventrikuläre Extrasystolen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyperämie
- Flush (Gesichtsrötung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dysphonie (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- kann durch Gurgeln oder Spülen des Mundes mit Wasser bzw. durch Zähneputzen nach Anwendung des Arzneimittels gemindert werden
- Dysphonie (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Husten (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- produktiver Husten
- Rachenreizung (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- Rachenerythem
- Asthma-Anfall
- Asthma-Exazerbation
- Dyspnoe
- oropharyngeale Schmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- paradoxer Bronchospasmus
- äußert sich unmittelbar nach der Inhalation durch ein verstärktes Giemen, Husten oder Kurzatmigkeit
- paradoxer Bronchospasmus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Diarrhö
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- Dysphagie
- Brennen der Lippen
- Übelkeit
- Geschmacksstörung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pruritus
- Ausschlag
- Hyperhidrose
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur- Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Muskelkrämpfe / Muskelspasmen (typischerweise im Zusammenhang mit Formoterol)
- Myalgie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Nephritis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- Reizbarkeit (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- peripheres Ödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung von C-reaktivem Protein
- Erhöhung der Thrombozytenzahl
- Erhöhung von freien Fettsäuren
- Insulin und Ketonkörpern im Blut
- Abnahme des Cortisols im Blut / verminderter Kortisolspiegel im Blut
- typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat
- in klinischen COPD-Studien unter Beclometasondipropionat/Formoterol 100 Mikrogramm/6 Mikrogramm beobachtet
- Rückgang des freien Cortisols im Urin (typischerweise im Zusammenhang mit Beclometasondipropionat)
- erhöhter Kaliumspiegel im Blut
- erhöhter Blutdruck
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- erniedrigter Blutdruck
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Abnahme der Knochendichte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hinweis:
- systemische Effekte können v.a. dann auftreten, wenn inhalative Kortikosteroide (z.B. Beclometasondipropionat) in hohen Dosen über lange Zeit angewendet werden
- dazu können zählen:
- Cushing-Syndrom, cushingoide Erscheinung
- Nebennierenrindensuppression
- eine Abnahme der Knochenmineraldichte
- Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
- Glaukom und Kataraktbildung
- Überempfindlichkeitsreaktionen wie Ausschlag, Urtikaria, Pruritus, Erythem, Ödem der Augen, des Gesichts, der Lippen und des Rachens können ebenfalls auftreten
- dazu können zählen:
- systemische Effekte können v.a. dann auftreten, wenn inhalative Kortikosteroide (z.B. Beclometasondipropionat) in hohen Dosen über lange Zeit angewendet werden
Anwendungshinweise
- zur Inhalation
- atemzuggesteuerter Inhalator
- Patienten mit moderatem und schwerem Asthma und COPD-Patienten erzeugen einen ausreichenden inspiratorischen Fluss, um die Dosisfreisetzung auszulösen
- Dosisfreisetzung ist flussunabhängig in dem Bereich des inspiratorischen Flusses, den diese Patienten durch den Inhalator aufbringen können
- korrekte Anwendung ist entscheidend für eine erfolgreiche Behandlung
- Patienten anweisen, die Gebrauchsinformation genau durchzulesen und die Gebrauchshinweise, wie dort angegeben, zu befolgen
- Inhalation nach Möglichkeit im Stehen oder Sitzen
- optimale Aufnahme in die Lunge wird erreicht, wenn der Patient rasch und tief durch den Inhalator einatmet
- vor dem Ausatmen wird ein 5 - 10 Sekunden langes Anhalten der Luft empfohlen (oder so lange, wie es für den Patienten ohne Anstrengung möglich ist)
- Patient darf weder vor noch nach der Inhalation in den Inhalator hineinatmen, da dies die Funktion des Gerätes beeinträchtigen würde
- Hinweise zur Abdeckung
- Dosisabgabe nur bei vollständig geöffneter Abdeckung möglich
- durch den Ablauf „Öffnen der Abdeckung, Inhalieren und Schließen der Abdeckung" wird der Mechanismus des Dosiszählers betätigt
- Abdeckung stets vollständig schließen
- Anzahl der Dosen, die im Fenster am unteren Gehäuseteil angezeigt wird, nimmt beim Schließen der Abdeckung nicht ab, wenn der Patient nicht inhaliert hat
- Abdeckung des Inhalators nur bei Benutzung öffnen
- wenn Inhalator geöffnet, jedoch nicht inhaliert und die Abdeckung wieder geschlossen wird, wird die Dosis wieder in das Pulverreservoir des Inhalators zurückgeleitet, so dass die folgende Dosis sicher inhaliert werden kann
- nach der Inhalation den Mund mit Wasser ausspülen, mit Wasser gurgeln oder die Zähne putzen
Stillzeithinweise
Formoterol und Beclometason - pulmonal
- Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll/die Behandlung zu unterbrechen ist
- dabei sowohl Nutzen des Stillens für das Kind als auch Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigen
- die Anwendung bei stillenden Frauen sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen größer ist als die potenziellen Risiken
- keine relevanten klinischen Daten für die Anwendung während der Stillzeit beim Menschen
- Beclometasondipropionat
- obwohl keine tierexperimentellen Befunde vorliegen, anzunehmen, dass Beclometasondipropionat wie andere Corticosteroide in die Muttermilch sezerniert wird
- Formoterol
- nicht bekannt, ob Formoterol beim Menschen in die Muttermilch übergeht
- in der Milch von säugenden Tieren nachgewiesen
Schwangerschaftshinweise
Formoterol und Beclometason - pulmonal
- Anwendung während der Schwangerschaft sollte nur dann in Betracht gezogen werden, wenn der erwartete Nutzen die potenziellen Risiken übersteigt
- keine relevanten klinischen Daten für die Anwendung bei schwangeren Frauen vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- Studien, in denen eine Kombination von Beclometasondipropionat und Formoterol verwendet wurde
- Hinweise auf toxische Effekte auf die Reproduktion und auf den Feten nach hoher systemischer Exposition
- bekannt, dass die Verabrei chung hochdosierter Kortikosteroide bei trächtigen Tieren zu Anomalien der fetalen Entwicklung, einschließlich Gaumenspalte und intrauteriner Wachstumsretardierung, führt
- Studien, in denen eine Kombination von Beclometasondipropionat und Formoterol verwendet wurde
- Formoterol
- wegen der wehenhemmenden Wirkung von Beta-2-Sympathomimetika ist eine Anwendung kurz vor der Entbindung besonders sorgfältig abzuwägen
- sollte für die Anwendung während der Schwangerschaft und besonders am Ende der Schwangerschaft oder während der Wehen nicht empfohlen werden, es sei denn, es gibt keine bewährte (sicherere) Alternative
- Fertilität
- keine Daten für Menschen vorliegend
- in tierexperimentellen Studien an Ratten wurde das in hohen Dosen in der Kombination enthaltene Beclometasondipropionat mit einer verminderten weiblichen Fruchtbarkeit und Embryotoxizität in Verbindung gebracht
Warnhinweise
Formoterol und Beclometason - pulmonal
- Beclometason plus Formoterol sollte unter Vorsichtsmaßnahmen (evtl. Überwachung) bei Patienten mit den folgenden Erkrankungen angewendet werden
- Herzrhythmusstörungen, insbesondere AV-Block III. Grades und Tachyarrhythmien (beschleunigter und/oder unregelmäßiger Herzschlag)
- idiopathische subvalvuläre Aortenstenose
- hypertrophe obstruktive Kardiomyopathie
- schwere Herzkrankheit, insbesondere akuter Myokardinfarkt
- ischämische Herzkrankheit
- kongestive Herzinsuffizienz, schwere Herzinsuffizienz, dekompensierte Herzinsuffizienz
- arterielle Verschlusskrankheiten, insbesondere Arteriosklerose
- (schwere) arterielle Hypertonie
- Aneurysma
- Vorsicht bei
- Patienten mit bekannter oder mit Verdacht auf Verlängerung des QTc-Intervalls (QT > 0,44 Sekunden), arzneimittelinduziert oder erblich bedingt
- Formoterol kann Verlängerung des QTc-Intervalls hervorrufen
- Thyreotoxikose
- Diabetes mellitus
- Phäochromozytom
- unbehandelter Hypokaliämie
- aktiver oder nicht aktiver Lungentuberkulose, Mykosen und viralen Infektionen der Atemwege (wie bei allen inhalativen corticosteroidhaltigen Medikamenten)
- Patienten mit bekannter oder mit Verdacht auf Verlängerung des QTc-Intervalls (QT > 0,44 Sekunden), arzneimittelinduziert oder erblich bedingt
- Hypokaliämie
- Behandlung mit Beta-2-Agonisten kann eine potenziell schwere Hypokaliämie hervorrufen
- bei schwerem Asthma besondere Vorsicht, da diese Wirkung durch Hypoxie verstärkt werden kann
- Hypokaliämie kann auch durch eine Begleitbehandlung mit anderen Arzneimitteln verstärkt werden, die eine Hypokaliämie auslösen können, etwa Xanthinderivate, Steroide und Diuretika
- Vorsicht bei Patienten mit instabilem Asthma, wenn verschiedene Bronchodilatatoren als „Notfallmedikation" verwendet werden
- bei betroffenen Patienten Überwachung des Serumkaliumspiegels empfohlen
- Blutglukosespiegel
- durch Inhalation von Formoterol kann Blutglukosespiegel ansteigen
- Blutglukosespiegel sollte bei Patienten mit Diabetes engmaschig überwacht werden
- Narkose / Allgemeinanästhesie
- wenn eine Narkose / Allgemeinanästhesie unter Verwendung von halogenierten Anästhetika geplant ist, sollte darauf geachtet werden, dass das Arzneimittel aufgrund des Risikos kardialer Herzarrhythmien mind. 12 Stunden vor Narkosebeginn nicht mehr angewendet wird
- Absetzen der Behandlung
- Anwendung sollte nicht abrupt beendet werden
- bei einem Absetzen der Behandlung sollte die Dosis zuvor allmählich reduziert werden
- wenn Patienten die Therapie als wirkungslos empfinden, ist Rücksprache mit dem behandelnden Arzt notwendig
- zunehmender Gebrauch von Bronchodilatatoren als Bedarfsmedikation lässt auf eine Verschlechterung der Grunderkrankung schließen, was ein Überdenken der Asthmatherapie notwendig macht
- plötzliche und zunehmende Verschlechterung der Krankheitskontrolle bei Asthma oder COPD ist potenziell lebensbedrohlich und der Patient sollte dringend von einem Arzt untersucht werden
- es sollte erwogen werden, ob die Notwendigkeit einer verstärkten Therapie (Therapieintensivierung) mit inhalativen oder oralen Corticosteroiden oder einer Behandlung mit Antibiotika besteht, falls eine Infektion vorliegt
- Indikation Asthma
- das Präparat sollte nicht als Initialtherapie zur Asthmabehandlung eingesetzt werden
- Therapiebeginn sollte nicht während einer Exazerbation oder wenn sich das Asthma signifikant verschlechtert oder akut verschlimmert erfolgen
- während der Behandlung können schwere Asthma-assoziierte unerwünschte Ereignisse und Exazerbationen auftreten
- Patienten sollten aufgefordert werden, die Behandlung fortzusetzen, jedoch ärztlichen Rat einzuholen, wenn keine Kontrolle der Asthmasymptome zu erreichen ist oder sich diese nach Therapiebeginn mit Beclometason plus Formoterol verschlimmert
- Patienten sollten darauf hingewiesen werden, dass sie ihren schnellwirksamen Bronchodilatator zur Behandlung eines akuten Asthmaanfalls jederzeit griffbereit haben
- entweder das Beclometason/Formoterol-Kombinationspräparat für Patienten, die dieses als Erhaltungs- und Bedarfstherapie anwenden oder einen separaten schnellwirksamen Bronchodilatator (für Patienten, die das Beclometason/Formoterol-Kombinationspräparat nur als Erhaltungstherapie anwenden)
- Stufenschema
- Asthmatherapie sollte normalerweise einem Stufenschema folgen
- dabei sollte das Ansprechen des Patienten klinisch und mit Lungenfunktionstests überwacht werden
- sobald eine Kontrolle der Asthmasymptome erreicht ist, sollte erwogen werden, die Dosierung schrittweise zu reduzieren
- es ist wichtig, die Patienten regelmäßig nach der Dosisreduktion zu untersuchen
- es sollte die niedrigste wirksame Dosis eingesetzt werden
- paradoxer Bronchospasmus
- wie bei anderen Inhalationstherapien kann ein paradoxer Bronchospasmus ausgelöst werden, der sich unmittelbar nach der Inhalation durch stärkeren pfeifenden Atemgeräuschen (Giemen) und Atemnot bzw. Kurzatmigkeit äußert
- diese Symptome sollten sofort mit einem schnellwirksamen inhalativen Bronchodilatator behandelt werden
- Beclometason plus Formoterol sollte umgehend abgesetzt, der Patient neu beurteilt und ggf. eine andere Therapie eingeleitet werden
- wie bei anderen Inhalationstherapien kann ein paradoxer Bronchospasmus ausgelöst werden, der sich unmittelbar nach der Inhalation durch stärkeren pfeifenden Atemgeräuschen (Giemen) und Atemnot bzw. Kurzatmigkeit äußert
- regelmäßige Anwendung
- Patienten sollten darauf aufmerksam gemacht werden, das Arzneimittel wie verordnet täglich anzuwenden, auch wenn sie keine Symptome haben
- Bedarfsinhalationen nur bei Auftreten von Asthmasymptomen, nicht für die regelmäßige prophylaktische Anwendung, z.B. vor körperlicher Anstrengung vorgesehen
- für eine solche Anwendung sollte ein separater schnellwirksamer Bronchodilatator in Betracht gezogen werden
- systemische Wirkungen können bei jedem inhalativ anzuwendenden Glucocorticoid auftreten, insbesondere wenn hohe Dosen über längere Zeiträume gegeben werden
- sind unter der Inhalationsbehandlung viel unwahrscheinlicher als bei oralen Corticosteroiden
- mögliche systemische Wirkungen sind:
- Cushing-Syndrom
- cushingoide Erscheinungen
- Nebennierenrindensuppression
- Wachstumsverzögerungen bei Kindern und Jugendlichen
- verringerte Knochenmineraldichte
- Katarakt
- Glaukom
- seltener eine Reihe von Auswirkungen auf die Psyche oder das Verhalten, einschließlich psychomotorischer Hyperaktivität, Schlafstörungen, Angstzustände, Depression oder Aggressivität (vor allem bei Kindern)
- deshalb wichtig, dass der Patient regelmäßig untersucht und das inhalative Cortikosteroid auf die niedrigste Dosierung eingestellt wird, mit der eine wirksame Kontrolle des Asthmas aufrechterhalten werden kann
- Nebennierenrindensuppression
- Behandlung mit hohen Dosen inhalativer Corticosteroide über längere Zeit kann zu einer Nebennierenrindensuppression bis zur akuten adrenalen Krise führen
- Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren, die höhere Dosen von Beclometasondipropionat einehmen/inhalieren als empfohlen, sind dem Risiko besonders ausgesetzt
- Situationen, die möglicherweise eine akute Nebennierenrindeninsuffizienz / akute adrenale Krise auslösen können, sind z.B.
- Traumata
- Operationen
- Infektionen
- eine rasche Dosisreduzierung
- Symptome sind in der Regel unspezifisch, wie z.B.
- Appetitlosigkeit
- Bauchschmerzen
- Gewichtsverlust
- Müdigkeit
- Kopfschmerzen
- Übelkeit
- Erbrechen
- Hypotonie
- Bewusstseinseinschränkungen
- Hypoglykämie
- Krampfanfälle
- zusätzliche Gabe von systemischen Corticosteroiden sollte während Stresssituationen oder im Rahmen einer geplanten Operation in Erwägung gezogen werden
- Umstellung auf das Beclometason/Formoterol-Präparat nur mit Vorsicht, insbesondere wenn es einen Anhaltspunkt dafür gibt, dass die Nebennierenrindenfunktion durch eine frühere systemische Corticosteroidtherapie eingeschränkt ist
- bei Patienten, die von oralen Corticosteroiden auf eine Inhalationstherapie umgestellt werden
- Risiko einer eingeschränkten Funktion der Nebennierenrinde kann über einen längeren Zeitraum bestehen bleiben
- Patienten, die in der Vorgeschichte eine hochdosierte Corticosteroidgabe als Notfallmedikation benötigt haben oder eine längere Behandlung mit hohen Dosen inhalativer Corticosteroide hatten
- ebenfalls Risiko einer eingeschränkten Funktion der Nebennierenrinde
- eine mögliche eingeschränkte Funktion der Nebennierenrinde
- sollte v.a. während Stresssituationen wie bei Notfällen oder bei einer anstehenden Operation bedacht und eine angemessene Behandlung mit Corticosteroiden in Erwägung gezogen werden
- erhöhtes Risiko einer Nebennierenrindenfunktionsstörung kann die Hinzuziehung eines Spezialisten vor geplanten operativen Eingriffen erfordern
- Behandlung mit hohen Dosen inhalativer Corticosteroide über längere Zeit kann zu einer Nebennierenrindensuppression bis zur akuten adrenalen Krise führen
- Pneumonie bei COPD-Patienten
- eine Zunahme der Inzidenz von Pneumonien, einschließlich Pneumonien, die eine Krankenhauseinweisung erfordern, wurde bei COPD-Patienten beobachtet, die inhalative Corticosteroide erhalten
- gibt Hinweise, dass ein erhöhtes Risiko für Pneumonien mit einer erhöhten Steroid-Dosierung einhergeht
- dies konnte jedoch nicht eindeutig in allen Studien gezeigt werden
- kein eindeutiger klinischer Nachweis für Unterschiede im Ausmaß des Pneumonierisikos innerhalb der Klasse der inhalativen Corticosteroide
- gibt Hinweise, dass ein erhöhtes Risiko für Pneumonien mit einer erhöhten Steroid-Dosierung einhergeht
- Ärzte sollten bei COPD-Patienten auf eine mögliche Entwicklung einer Pneumonie achten, da sich die klinischen Merkmale einerm solchen Entzündung mit den Symptomen von COPD-Exazerbationen überschneiden
- Risikofaktoren für eine Pneumonie bei COPD-Patienten umfassen
- derzeitiges Rauchen
- höheres Alter
- niedrigen Body Mass Index (BMI)
- schwere COPD-Ausprägungen
- eine Zunahme der Inzidenz von Pneumonien, einschließlich Pneumonien, die eine Krankenhauseinweisung erfordern, wurde bei COPD-Patienten beobachtet, die inhalative Corticosteroide erhalten
- Risiko einer Candida-Infektion der Mund- und Rachenschleimhaut oder Dysphonie
- um das Risiko zu vermindern, sollte der Patient darauf hingewiesen werden, nach jeder Inhalation den Mund mit Wasser auszuspülen, mit Wasser zu gurgeln oder die Zähne zu putzen
- Sehstörungen
- können bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden auftreten
- wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden; diese umfassen u.a.
- Katarakt
- Glaukom
- seltene Erkrankungen, wie z.B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC), die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden