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Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5 ML | 22,97 € |
| N2 | 3X5 ML | 41,82 € |
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Indikation
- Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit primärem Weitwinkelglaukom, okulärer Hypertension oder Kapselhäutchenglaukom, wenn die Behandlung mit einem Betarezeptorenblocker oder Pilocarpin alleine nicht ausreichend und eine Kombinationstherapie erforderlich ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Augentropfen enthält 6,84 mg Timololmaleat (entsprechend 5 mg Timolol) und 20 mg Pilocarpinhydrochlorid
- Behandlung des erhöhten Augeninnendrucks bei Patienten mit primärem Weitwinkelglaukom, okulärer Hypertension oder Kapselhäutchenglaukom
- Einleitung der Behandlung durch einen Augenarzt
- 1 Tropfen 2mal / Tag in den Bindehautsack jedes betroffenen Auges
- Dosierung > 1 Tropfen 2mal / Tag: keine weitere Senkung des Augeninnendrucks
- Behandlungsdauer
- es können einige Wochen vergehen, bis sich die drucksenkende Wirkung stabilisiert
- nach 2 - 4 Wochen: Bestimmung des Augeninnendrucks zur Beurteilung der Wirksamkeit durchführen
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- keine Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit
- Anwendung nicht empfohlen
- Anwendung Timolol bei primär kongenitalem Glaukom und primär juvenilem Glaukom (begrenzte Daten)
- Übergangstherapie bis hin zu geeigneten chirurgischen Maßnahmen
- Überbrückungstherapie im Falle eines fehlgeschlagenen chirurgischen Eingriffs, um weitere Therapiemöglichkeiten abzuwägen
- strenge Nutzen/Risiko-Abwägung durchführen mit ausführlicher Anamnese und Untersuchung, wenn Therapie mit Timolol bei Kindern und Jugendlichen erwogen
- keine genaue Dosisempfehlung aufgrund limitierter Daten
- Anwendung der niedrigst möglichen verfügbaren Dosiskonzentration 1mal / Tag
- falls der Augendruck nicht ausreichend kontrolliert werden kann, evtl. vorsichtige Erhöhung auf max. 2 Tropfen / Tag je betroffenem Auge
- falls eine 2 x tägliche Verabreichung notwendig, Intervall von 12 h einhalten
- Patienten, insbesondere Neugeborene, nach der 1. Dosis für 1 - 2 h in medizinischen Räumlichkeiten streng überwacht werde
- bis zur Durchführung geeigneter chirurgischer Maßnahmen auf okuläre und systemische Nebenwirkungen achten
- 0,1 %ige Wirkstoffkonzentration kann bereits ausreichend sein
Kontraindikationen
Pilocarpin hydrochlorid, Timolol hydrogenmaleat - okulär
- Überempfindlichkeit gegenüber Timolol und / oder Pilocarpin
- allergische Rhinitis
- anteriore Uveitis
- Abrasio corneae
- Hornhautdystrophien
- einige Formen des Sekundärglaukoms / Pupillarblockglaukoms
- Augenerkrankungen, bei denen eine Miosis vermieden werden muss
- AV-Block zweiten und dritten Grades, der nicht durch einen Herzschrittmacher kontrolliert wird
- manifestierte Herzinsuffizienz
- kardiogener Schock
- Sinusbradykardie
- Sick-Sinus-Syndrom
- sinuatrialer Block
- schwere chronisch-obstruktive Lungenerkrankung
- reaktive Atemwegserkrankung, einschließlich
- bestehendem oder anamnestisch bekanntem Bronchialasthma
- bronchiale Hyperreagibilität
Nebenwirkungen
Pilocarpin hydrochlorid, Timolol hydrogenmaleat - okulär
Pilocarpin
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- vorübergehendes Stechen
- Brennen
- Verschwommensehen
- Tränenfluss
- Ziliarmuskelspasmus
- Kongestion konjunktivaler Gefäße
- Augenschmerz
- Juckreiz
- Reizung
- temporale und supraorbitale Kopfschmerzen
- verringerte Sehschärfe bei schwacher Beleuchtung (verursacht durch Miosis, insbesondere bei Kataraktpatienten)
- induzierte Myopie oder Akkommodationsstörung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Netzhautablösung
- Glaskörperhämorrhagie
- Irisrigidität
- Iriszysten
- Vasodilatation der Irisgefäße
- Lidkontraktionen
- Abflachung der Vorderkammer
- reversible Linsentrübung (bei Langzeitanwendung von Pilocarpin)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Blutdruckabfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erbrechen
- erhöhter Speichelfluss
- Durchfall
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwitzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
Timolol
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Depression
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Halluzinationen
- Angstzustände
- Albträume
- Asthenie
- Schwindel
- Verwirrung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hornhautanästhesie
- Keratitis punctata superficialis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- trockenes Auge
- Blepharokonjunktivitis
- Sehstörungen
- Diplopie
- Ptosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- kongestive Herzinsuffizienz
- Herzrhythmusstörungen
- Hypotonie
- verminderte periphere und zerebrale Durchblutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bronchospasmen (speziell bei Patienten mit Asthma und Herzinsuffizienz)
- verstopfte Nase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Pilocarpin und / oder Timolol
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Überempfindlichkeitsreaktionen, wie
- Exanthem
- Urtikaria
- Haarausfall
- Überempfindlichkeitsreaktionen, wie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Resistenzentwicklung gegen Pilocarpin und Timolol am erkrankten Auge bei langfristiger Anwendung
- ohne Häufigkeitsangabe
Zusätzliche Nebenwirkungen, die mit am Auge angewendeten Betarezeptorenblockern beobachtet wurden und möglicherweise auch mit der Kombination Timolol plus Pilocarpin auftreten können (ohne Häufigkeitsangaben)
- Erkrankungen des Immunsystems
- systemische allergische Reaktionen, einschließlich
- Angioödem
- Pruritus
- anaphylaktische Reaktionen
- systemische allergische Reaktionen, einschließlich
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- Hypoglykämie
- Psychiatrische Erkrankungen
- Schlaflosigkeit
- Gedächtnisverlust
- Halluzination
- Erkrankungen des Nervensystems
- Synkope
- Schlaganfall
- zerebrale Ischämie
- Verstärkung der Anzeichen und Symptome einer Myasthenia gravis
- Parästhesie
- Augenerkrankungen
- Zeichen und Symptome einer okulären Reizung (z. B. Jucken, Tränenfluss, Rötung)
- Keratitis
- verschwommenes Sehen
- Choroidea-Ablösung nach chirurgischem Filtrationsverfahren
- Hornhauterosion
- Herzerkrankungen
- Thoraxschmerzen
- Herzklopfen
- Ödem
- atrioventrikulärer Block
- Herzstillstand
- Herzinsuffizienz
- Gefäßerkrankungen
- Raynaud-Syndrom
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- Husten
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- Dysgeusie
- Übelkeit
- Dyspepsie
- Durchfall
- trockener Mund
- Bauchschmerzen
- Erbrechen
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- Psoriasis-artiger Ausschlag oder Verschlimmerung einer Psoriasis
- Sklelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- Myalgie
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sexuelle Funktionsstörung
- verringerte Libido
Anwendungshinweise
- zum Eintropfen in den Bindehautsack des/der betroffenen Augen
- Erwachsene
- Behandlung sollte durch einen Augenarzt oder einen Facharzt für Augenheilkunde eingeleitet werden
- andere Mittel, die zur Glaukomtherapie eingesetzt werden, sollten bei Beginn einer Behandlung abgesetzt werden
- die systemische Resorption wird durch Schließen der Augenlider für 2 Minuten oder durch nasolakrimale Okklusion verringert
- dies kann eine Verringerung der systemischen Nebenwirkungen und eine Steigerung der lokalen Wirkung zur Folge haben
- Kinder und Jugendliche
- um mögliche Nebenwirkungen zu vermeiden, sollte nur 1 Tropfen pro Dosierungszeitpunkt verabreicht werden
- die systemische Resorption topisch angewandter Betarezeptorenblocker kann durch nasolakrimale Okklusion und das Schließen der Augenlider so lange wie möglich (z. B. für 3 - 5 Minuten) nach Anwendung der Augentropfen reduziert werden
- Kontaktlinsen sollten vor Eintropfen herausgenommen und erst nach 15 Minuten wieder eingesetzt werden
Stillzeithinweise
Pilocarpin hydrochlorid, Timolol hydrogenmaleat - okulär
- Betarezeptorenblocker gehen in die Muttermilch über
- bei der therapeutischen Dosis ist es jedoch nicht wahrscheinlich, dass eine Menge in der Muttermilch vorhanden ist, die ausreichen würde, klinische Symptome einer Beta-Blockade beim dem Säugling auszulösen
- systemische Resorption wird verringert durch Schließen der Augenlider für 2 Minuten oder durch nasolakrimale Okklusion
- kann zu einer Verringerung der systemischen Nebenwirkungen und zu einer Steigerung der lokalen Wirkung führen
Schwangerschaftshinweise
Pilocarpin hydrochlorid, Timolol hydrogenmaleat - okulär
- diese Wirkstoffkombination sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- außer es ist unbedingt notwendig
- wenn diese Wirkstoffkombination bis zur Geburt angewendet wird, sollte das Neugeborene während der ersten Lebenstage sorgfältig beobachtet werden
- bisher keine ausreichenden / aussagekräftigen Daten zur Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- Timolol und Pilocarpin können nach okulärer Anwendung teilweise systemisch resorbiert werden
- systemische Resorption wird verringert durch Schließen der Augenlider für 2 Minuten oder durch nasolakrimale Okklusion
- kann zu einer Verringerung der systemischen Nebenwirkungen und zu einer Steigerung der lokalen Wirkung führen
- systemische Resorption wird verringert durch Schließen der Augenlider für 2 Minuten oder durch nasolakrimale Okklusion
- tierexperimentelle Studien
- Timolol penetriert die Plazenta
- epidemiologische Studien
- haben gezeigt, dass die orale Anwendung von Betarezeptorenblockern nicht zu Missbildungen führt, aber das Risiko einer intrauterinen Wachstumshemmung besteht
- außerdem wurden Anzeichen und Symptome einer Beta-Blockade (z. B. Bradykardie, Hypotonie, Atemnot und Hypoglykämie) bei den Neugeborenen beobachtet, wenn Betarezeptorenblocker bis zur Geburt angewendet wurden
Warnhinweise
Pilocarpin hydrochlorid, Timolol hydrogenmaleat - okulär
- Patienten mit Ulkus oder Stenose im Gastrointestinal- oder Harntrakt, oder cerebrovaskulärer Insuffizienz
- Anwendung mit Vorsicht
- falls nach Behandlungsbeginn Anzeichen oder Symptome sichtbar werden, die auf eine verringerte Hirndurchblutung hinweisen
- Alternativbehandlung in Betracht ziehen
- Patienten mit unbehandeltem Phäochromocytom und metabolischer Azidose
- Anwendung nur mit großer Vorsicht
- Herzerkrankungen
- bei Patienten mit Herzkreislauf-Erkrankungen (z. B. koronare Herzkrankheit, Prinzmetal-Angina und Herzinsuffizienz) und Hypotonie sollte Behandlung mit Betarezeptorenblockern kritisch beurteilt und die Behandlung mit anderen Wirkstoffen in Betracht gezogen werden
- Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen sollten auf Zeichen einer Verschlechterung dieser Erkrankungen und Nebenwirkungen hin genau beobachtet werden
- aufgrund ihrer negativen Wirkung auf die Überleitungszeit sollten Betarezeptorenblocker nur mit Vorsicht bei Patienten mit AV-Block ersten Grades angewendet werden
- Gefäßerkrankungen
- Patienten mit schweren peripheren Durchblutungsstörungen (d. h. schweren Formen der Raynaud-Erkrankung oder des Raynaud-Syndroms) sollten mit Vorsicht behandelt werden
- Erkrankungen der Atemwege
- bei Patienten mit Asthma wurden nach Anwendung von manchen Betarezeptorenblockern am Auge respiratorische Reaktionen, darunter Todesfälle infolge von Bronchospasmen beobachtet
- diese Wirkstoffkombination sollte bei Patienten mit leichter / mittelschwerer chronisch obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) mit Vorsicht angewendet werden und nur, wenn der mögliche Nutzen gegenüber dem möglichen Risiko überwiegt
- Hypoglykämie / Diabetes
- Betarezeptorenblocker sollten bei Patienten, die zu spontaner Hypoglykämie neigen oder bei Patienten mit labilem Diabetes mit Vorsicht angewendet werden
- da sie die Anzeichen und Symptome einer akuten Hypoglykämie verschleiern können
- Betarezeptorenblocker sollten bei Patienten, die zu spontaner Hypoglykämie neigen oder bei Patienten mit labilem Diabetes mit Vorsicht angewendet werden
- Schilddrüsenpatienten
- Betarezeptorenblocker können auch die Anzeichen einer Hyperthyreose verdecken
- Hornhauterkrankungen
- Anwendung von Betarezeptorenblockern am Auge kann zur Trockenheit der Augen führen
- Patienten mit Hornhauterkrankungen sollten mit Vorsicht behandelt werden
- Komedikation mit anderen Betarezeptorenblockern
- Augeninnendruck-senkende Wirkung oder die bekannten Wirkungen einer systemischen Beta-Adrenorezeptoren-Blockade können verstärkt werden, wenn dieses Arzneimittel bei Patienten angewendet wird, die bereits einen systemischen Betarezeptorenblocker erhalten
- Reaktionen dieser Patienten sollten genau beobachtet werden
- Anwendung von zwei topischen Betarezeptorenblockern wird nicht empfohlen
- Augeninnendruck-senkende Wirkung oder die bekannten Wirkungen einer systemischen Beta-Adrenorezeptoren-Blockade können verstärkt werden, wenn dieses Arzneimittel bei Patienten angewendet wird, die bereits einen systemischen Betarezeptorenblocker erhalten
- Choroidea Ablösung
- Ablösung der Choroidea wurde bei Anwendung von wässriger Supprimierungstherapie (z. B. Timolol, Acetazolamid) nach Filtrationsverfahren beobachtet
- vor Beginn der Therapie
- sorgfältige Untersuchung des Augenhintergrundes durchführen, um bereits existierende Netzhauterkrankungen oder das Risiko einer Netzhautablösung auszuschließen
- bei Patienten mit anamnestisch bekannter Netzhautablösung oder bei jüngeren Patienten mit Myopie
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- Patienten mit Muskelschwäche
- über eine Verstärkung der mit bestimmten myasthenischen Symptomen (z. B. Diplopie, Ptosis und allgemeine Schwäche) einhergehenden Muskelerschlaffung durch Betarezeptorenblocker wurde selten berichtet
- wie bei der Anwendung anderer Glaukommittel kann es zu einem verringerten Ansprechen nach einer längeren (über Jahre währenden) Behandlung kommen
- systemische Resorption
- ebenso wie andere topisch angewendete Ophthalmika wird auch die Kombination aus Timolol plus Pilocarpin systemisch resorbiert
- aufgrund des betaadrenergen Bestandteils Timolol, können die gleichen kardiovaskulären, pulmonalen und anderen Nebenwirkungen auftreten wie nach der systemischen Anwendung
- die Häufigkeit des Auftretens von systemischen Nebenwirkungen ist nach der topischen Anwendung am Auge geringer als nach der systemischen Anwendung
- wird verringert durch Schließen der Augenlider für 2 Minuten oder durch nasolakrimale Okklusion
- kann zu einer Verringerung der systemischen Nebenwirkungen und zu einer Steigerung der lokalen Wirkung führen
- Risiko anaphylaktischer Reaktionen
- während der Behandlung mit Betarezeptorenblockern können Patienten mit einer anamnestischen Atopie oder einer anamnestischen schweren anaphylaktischen Reaktion auf eine Vielfalt von Allergenen anfälliger für eine erneute Exposition gegenüber diesen Allergenen sein
- gewöhnliche Adrenalin-Dosis zur Behandlung der anaphylaktischen Reaktionen kann unwirksam sein
- während der Behandlung mit Betarezeptorenblockern können Patienten mit einer anamnestischen Atopie oder einer anamnestischen schweren anaphylaktischen Reaktion auf eine Vielfalt von Allergenen anfälliger für eine erneute Exposition gegenüber diesen Allergenen sein
- operative Anästhesie
- am Auge angewendete Betarezeptorenblocker können einen systemischen beta-agonistischen Effekt (z. B. von Adrenalin) blockieren
- Anästhesist sollte informiert werden, wenn der Patient dieses Arzneimittel erhält
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit wurde noch nicht ausreichend in kontrollierten Studien untersucht
- Timolol
- sollte generell vorsichtig bei Kindern und Jugendlichen mit Glaukom angewendet werden
- Eltern sollten über mögliche Nebenwirkungen aufgeklärt werden, sodass die Behandlung sofort abgebrochen werden kann
- mögliche Anzeichen, auf die geachtet werden soll, sind z. B. Husten und Giemen
- aufgrund der Möglichkeit einer Apnoe und Cheyne-Stokes-Atmung sollte das Arzneimittel bei Neugeborenen, Kleinkindern und jüngeren Kindern mit größter Vorsicht angewendet werden
- tragbarer Apnoe-Monitor kann bei Neugeborenen unter Timolol-Therapie hilfreich sein