FRUBIASE CALCIUM T

STADA Consumer Health Deutschland GmbH Wirkstoff: Calcium/Milchsäure →

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Fachinformationen

Indikation

  • Vorbeugung eines Calciummangels bei erhöhtem Bedarf (z. B. Wachstumsalter, Schwangerschaft und Stillzeit)
  • unterstützende Behandlung der Osteoporose

Dosierung

Basiseinheit: 1 Trinkampulle (10 ml) enthält 350 mg Calciumlaktat-Pentahydrat und 500 mg Calciumglukonat, dies entspricht 90,2 mg Calciumionen

  • Vorbeugung eines Calciummangels bei erhöhtem Bedarf, unterstützende Behandlung der Osteoporose
    • Erwachsene
      • 2 Trinkampullen 3mal / Tag (entspricht 540 mg Calcium)
    • Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
      • Anwendung nicht vorgesehen
    • Behandlungsdauer:
      • individuell zu entscheiden
      • Langzeitanwendung empfehlenswert
    • schwere Nierenfunktionsstörung
      • Anwendung kontraindiziert

Kontraindikationen

Calcium (verschiedene Salze in Kombination) - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • schwere Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz)
  • Erkrankungen und / oder Zustände, die zu folgenden Nebenwirkungen führen
    • erhöhter Blutcalciumspiegel (Hypercalciämie)
    • erhöhte Calciumausscheidung im Urin (Hypercalciurie)
  • Überfunktion der Nebenschilddrüse (primärer Hyperparathyreoidismus)
  • Vitamin-D-Überdosierung
  • Kalk entziehende Tumoren (diffuses Plasmozytom, Knochenmetastasen)
  • Calcium-Nierensteine (Nephrolithiasis) oder Ablagerungen von Calciumsalzen im Nierengewebe (Nephrocalcinose)
  • Knochenschwund infolge Bewegungseinschränkung (Immobilisationsosteoporose)
  • längere Immobilisation mit begleitender Hypercalciurie oder Hypercalciämie

Therapiehinweise

Einnahme vor dem Essen.

Nebenwirkungen

Calcium (verschiedene Salze in Kombination) - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Überempfindlichkeit, wie z. B.
        • Exanthem
        • Juckreiz
        • Urtikaria
        • Schwellungen der Haut oder der Schleimhäute
        • Schwindel
        • Blutdruckabfall
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Einzelfälle mit systemischen allergischen Reaktionen
        • anaphylaktische Reaktion
        • Gesichtsödem
        • angioneurotisches Ödem
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypercalciämie
      • Hypercalciurie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Blähungen
      • Verstopfung
      • Diarrhö
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • Abdominalschmerzen

Anwendungshinweise

  • Trinkampulleninhalt unverdünnt und möglichst nüchtern bzw. vor den Mahlzeiten einnehmen
  • vor Gebrauch gut schütteln
  • bei besonders magenempfindlichen und zu Durchfall neigenden Patienten: Einnahme nach dem Essen

Stillzeithinweise

Calcium (verschiedene Salze in Kombination) - peroral
  • Stillende sollten Calcium nur einnehmen, wenn ein Mangel diagnostiziert wurde, der mit der Ernährung nicht behoben werden kann
  • Berichte über schädliche Wirkungen von oral zugeführtem Calcium während Stillzeit nicht bekannt
  • Calcium geht in signifikanten Mengen in die Muttermilch über
  • bei Stillenden ist eine ausreichende Calciumaufnahme mit der Nahrung erforderlich
    • empfohlene tägliche Gesamtaufnahme von Calcium mit der Ernährung während der Stillzeit beträgt ungefähr 1.000 mg
    • tägliche Aufnahme von 1.500 mg Calcium sollte nicht überschritten werden
    • hierbei sind alle Quellen zu berücksichtigen, z. B.
      • Nahrung
      • Wasser

Schwangerschaftshinweise

Calcium (verschiedene Salze in Kombination) - peroral
  • Schwangere sollten Calcium nur einnehmen, wenn ein Mangel diagnostiziert wurde, der mit der Ernährung nicht behoben werden kann
  • Berichte über schädliche Wirkungen von oral zugeführtem Calcium während Schwangerschaft nicht bekannt
  • bei Schwangeren ist eine ausreichende Calciumaufnahme mit der Nahrung erforderlich
    • empfohlene tägliche Gesamtaufnahme von Calcium mit der Ernährung während der Schwangerschaft beträgt ungefähr 1.000 mg
    • tägliche Aufnahme von 1.500 mg Calcium sollte nicht überschritten werden
    • hierbei sind alle Quellen zu berücksichtigen, z. B.
      • Nahrung
      • Wasser
  • Calcium passiert die Plazentaschranke und erreicht im fetalen Blut höhere Konzentrationen als im Blut der Mutter
    • Überdosierung ist daher in der Schwangerschaft zu vermeiden
      • kann sich schädigend auf den Fetus auswirken
  • Fertilität
    • keine Daten vorliegend

Warnhinweise

Calcium (verschiedene Salze in Kombination) - peroral
  • Ausscheidung von Calcium im Urin
    • durch die Einnahme von Calcium erhöht sich die Ausscheidung von Calcium im Urin
      • in den ersten Monaten nach Einnahmebeginn wird dadurch auch die Neigung zur Ausfällung von Calciumsalzen und unter Umständen zur Bildung von Steinen in Niere und Harnblase gesteigert
        • kann durch reichliche Zufuhr von Flüssigkeit vermieden werden
  • bei Patienten mit Harnsteinen in der Krankengeschichte
    • Kontrolle der Calciumausscheidung im Urin erforderlich
      • ggf. sollte die Calciumdosis reduziert oder die Behandlung abgebrochen werden
      • erhöhte Flüssigkeitsaufnahme wird bei Patienten empfohlen, die zur Bildung von Steinen im Harntrakt neigen
  • bei Patienten mit calciumhaltigen Nierensteinen in der Familie
    • sollte eine absorptive Hypercalciurie ausgeschlossen werden
  • bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion und Hypophosphatämie
    • sollten Calciumsalze unter ärztlicher Überwachung der Serum- und Urinspiegel von Calcium und Phosphat eingenommen werden
  • Risiko einer Hypercalciämie
    • während der Therapie und speziell bei begleitender Therapie mit Vitamin D, Thiaziddiuretika und / oder calciumhaltigen Arzneimitteln oder Einnahme von Nahrungs(ergänzungs)mitteln (wie etwa Milch) besteht das Risiko einer Hypercalciämie mit nachfolgender Nierenfunktionseinschränkung
      • Risiko besteht auch bei Schwangeren sowie bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
      • bei diesen Patienten sollten die Serumcalciumspiegel kontrolliert und die Nierenfunktion überwacht werden
  • Dauerbehandlung
    • Einnahme von Calcium über längere Zeit kann einen erhöhten Calciumblutspiegel (Hypercalciämie) und eine erhöhte Calciumausscheidung im Urin (Hypercalciurie) zur Folge haben
      • deshalb sollten bei einer Dauerbehandlung, bei der Einnahme hoher Dosen und bei Patienten, die zur Bildung von Kalksteinen neigen, der Calciumspiegel des Blutes und die Ausscheidung von Calcium durch den Urin regelmäßig überwacht werden
  • Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom)
    • die orale Calciumzufuhr kann im Zusammenhang mit einer Alkalose zur Symptomatik der Hypercalcämie führen (Milch-Alkali-Syndrom)
    • tritt in der Regel nur nach einer Überdosierung auf
    • bei Gabe hoher Dosen sollte der Calciumspiegel im Serum und Urin kontrolliert werden
    • ist bei Absetzen des Arzneimittels und gezielter Behandlung (Kochsalzdiurese, Pamidronsäure) gewöhnlich reversibel
    • Calcium- und Alkaliaufnahme aus anderen Quellen (Nahrungsmittel, angereicherte Lebensmittel oder andere Arzneimittel)
      • sollten beachtet werden, wenn Calcium verschrieben wird
        • wenn hohe Dosen an Calcium zusammen mit alkalischen Agentien (wie Carbonaten) gegeben werden
          • kann dies zu einem Milch-Alkali-Syndrom (Burnett-Syndrom) mit Hypercalciämie, metabolischer Alkalose, Nierenversagen und Weichteilverkalkung führen
  • Anwendung bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre
    • mögliche Indikationseinschränkungen siehe jeweilige Herstellerinformation
    • für Kinder unzugänglich aufbewahren
  • verschiedene Salzverbindungen
    • Hinweise und Vorsichtsmaßnahmen zu den verschiedenen Calcium-Salzen siehe jeweilige Herstellerinformation