Galafold 123 mg Hartkapseln
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 14 ST | 19704,41 € |
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Indikation
- Dauerbehandlung von Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahre mit gesicherter Morbus Fabry-Diagnose (alpha-Galaktosidase A-Mangel), die eine auf die Behandlung ansprechende Mutation aufweisen
- Hinweis:
- nicht für gleichzeitige Anwendung mit Enzymersatztherapie (EET) vorgesehen
Dosierung
- Dauerbehandlung von Erwachsenen und Jugendlichen >/= 12 Jahre mit gesicherter Morbus Fabry-Diagnose (alpha-Galaktosidase A-Mangel) indiziert, die eine auf die Behandlung ansprechende Mutation aufweisen
- Behandlung sollte von Fachärzten initiiert und überwacht werden, die Erfahrung mit der Diagnose und Behandlung von Morbus Fabry haben
- nicht für die gleichzeitige Anwendung mit Enzymersatztherapie (EET) vorgesehen
- Jugendliche im Alter von >/= 12 bis < 18 Jahren und mit einem Gewicht von >/= 45 kg
- 1 Kapsel (entsprechend 123 mg Migalastat) 1mal / 2 Tage, jeweils zur gleichen Uhrzeit
- vergessene Dosis
- nicht an 2 aufeinanderfolgenden Tagen einnehmen
- seit der normalen Einnahmezeit </= 12 Stunden vergangen
- Dosis nachholen
- seit der normalen Einnahmezeit > 12 Stunden vergangen
- Einnahme am nächsten geplanten Dosierungstag zur entsprechenden Uhrzeit gem. Dosierungsschema (Einnahme jeden 2. Tag) fortsetzen
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 12 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten
- ältere Patienten
- keine auf dem Alter basierenden Dosisanpassungen erforderlich
- Niereninsuffizienz
- geschätzte GFR < 30 ml / min / 1,73 m2: Anwendung nicht empfohlen
- Leberfunktionsstörung
- keine Dosisanpassung erforderlich
Kontraindikationen
Migalastat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Migalastat
Therapiehinweise
Einnahme zwischen den Mahlzeiten.
Nebenwirkungen
Migalastat - peroral
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Depression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Parästhesie
- Benommenheit
- Hypästhesie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindelgefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzklopfen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- Nasenbluten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- Verstopfung
- Mundtrockenheit
- Stuhldrang
- Dyspepsie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Juckreiz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelspasmen
- Myalgie
- Schiefhals
- Schmerzen in einer Extremität
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Proteinurie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Müdigkeit
- Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Kreatinkinasekonzentration im Blut
- Gewichtszunahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme jeden 2. Tag zur gleichen Uhrzeit (um optimalen Nutzen sicherzustellen)
- mind. 2 Stunden vor und 2 Stunden nach der Einnahme der Kapsel keine Nahrungsmittel und kein Koffein zu sich nehmen
- entspricht einem Nüchternsein von mind. 4 Stunden
- in diesem Zeitraum kann der Patient Wasser (klar, aromatisiert, gesüßt), Fruchtsäfte ohne Fruchtfleisch und koffeinfreie kohlensäurehaltige Getränke zu sich nehmen
- Kapseln im Ganzen schlucken
- nicht zerteilen, zerkleinern oder zerkauen
Stillzeithinweise
Migalastat - peroral
- Entscheidung darüber treffen, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob die Behandlung zu unterbrechen ist
- dabei Nutzen des Stillens für das Kind in Relation zum Nutzen der Therapie für die Mutter berücksichtigen
- nicht bekannt, ob Migalastat in die menschliche Muttermilch ausgeschieden wird
- Migalastat wurde jedoch in die Milch von Ratten ausgeschieden
- Risiko einer Migalastat-Exposition für das gestillte Kind kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Migalastat - peroral
- Anwendung während der Schwangerschaft nicht empfohlen
- begrenztes Datenmaterial über die Anwendung bei bei schwangeren Frauen
- tierexperimentelle Studien
- bei Kaninchen nur bei maternal toxischen Dosierungen Entwicklungstoxizität beobachtet
- Frauen im gebärfähigen Alter/Empfängnisverhütung bei Männern und Frauen
- Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, nicht empfohlen
- Fertilität
- Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen nicht untersucht
- tierexperimentelle Studien
- unter allen beurteilten Dosierungen wurde bei männlichen Ratten eine vorübergehende, jedoch vollständig reversible Infertilität mit Migalastat assoziiert
- vollständige Reversibilität wurde 4 Wochen nach dem Absetzen beobachtet
- präklinisch nach der Behandlung mit anderen Iminozuckern ähnliche Ergebnisse festgestellt
- Migalastat beeinflusste nicht die Fertilität weiblicher Ratten
Warnhinweise
Migalastat - peroral
- nicht zur Anwendung bei Patienten mit nicht auf die Behandlung ansprechenden Mutationen indiziert
- Untersuchungen
- empfohlene regelmäßige Untersuchungen (alle 6 Monate) bei Patienten, die eine Behandlung mit Migalastat begonnen haben oder darauf umgestellt wurden
- Nierenfunktion
- echokardiographische Parameter
- biochemische Marker
- im Falle einer deutlichen klinischen Verschlechterung
- sollten weitere klinische Untersuchungen oder ein Beenden der Behandlung mit Migalastat in Erwägung gezogen werden
- empfohlene regelmäßige Untersuchungen (alle 6 Monate) bei Patienten, die eine Behandlung mit Migalastat begonnen haben oder darauf umgestellt wurden
- Proteinurie
- kein Rückgang der Proteinurie bei mit Migalastat behandelten Patienten beobachtet
- schwere Niereninsuffizienz (definiert als geschätzte GFR < 30 ml/min/1,73 m2)
- Anwendung nicht empfohlen
- Enzymersatztherapie
- Migalastat nicht für die gleichzeitige Anwendung mit Enzymersatztherapie vorgesehen
- begrenztes Datenmaterial deutet darauf hin, dass die gemeinsame Anwendung einer Einzeldosis Migalastat und einer Infusion einer Standard-Enzymersatztherapie zu einer bis um das 5-fache erhöhten Exposition gegenüber Agalsidase führt
- Studie zeigte außerdem, dass sich Agalsidase nicht auf die Pharmakokinetik von Migalastat auswirkt
- Migalastat nicht für die gleichzeitige Anwendung mit Enzymersatztherapie vorgesehen
- Kinder und Jugendliche
- Arzneimittel ist in Abhängigkeit vom Wirkstoffgehalt u.U. nicht geeignet bei Kindern (>= 12 Jahren) mit einem Gewicht < 45 kg