GARDASIL 9 Inj.-Sus.i.e.Fertigspritze
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10 ST | 1880,85 € |
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Indikation
- aktive Immunisierung ab einem Alter von 9 Jahren gegen folgende HPV-Erkrankungen
- Vorstufen maligner Läsionen und Karzinome, die die Zervix, Vulva, Vagina und den Anus betreffen und die durch die Impfstoff-HPV-Typen verursacht werden
- Genitalwarzen (Condylomata acuminata), die durch spezifische HPV-Typen verursacht werden
- Hinweis
- Anwendung entsprechend den offiziellen Impfempfehlungen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Dosis (0,5 ml) enthält ca. 30 µg Humanes Papillomvirus-Typ 6, 40 µg Humanes Papillomvirus-Typ 11, 60 µg Humanes Papillomvirus-Typ 16, 40 µg Humanes Papillomvirus-Typ 18, 20 µg Humanes Papillomvirus-Typ 31, 20 µg Humanes Papillomvirus-Typ 33, 20 µg Humanes Papillomvirus-Typ 45, 20 µg Humanes Papillomvirus-Typ 52, 20 µg Humanes Papillomvirus-Typ 58
- aktive Immunisierung gegen HPV-Erkrankungen
- Personen von 9 - < 15 Jahre zum Zeitpunkt der 1. Injektion
- 2-Dosen-Impfschema (0, 6 - 12 Monate)
- 2. Dosis zwischen 5 und 13 Monaten nach der 1. Dosis verabreichen
- falls 2. Impfdosis < 5 Monate nach der 1. Dosis verabreicht wird
- immer 3. Dosis verabreichen
- 3-Dosen-Impfschema (0, 2, 6 Monate)
- 2. Dosis frühestens 1 Monat nach der 1. Dosis verabreichen
- 3. Dosis frühestens 3 Monate nach der 2. Dosis
- alle 3 Dosen sollten innerhalb eines Jahres verabreicht werden
- 2-Dosen-Impfschema (0, 6 - 12 Monate)
- Personen >/= 15 Jahre zum Zeitpunkt der 1. Injektion
- 3-Dosen-Impfschema (0, 2, 6 Monate)
- 2. Dosis frühestens 1 Monat nach der 1. Dosis verabreichen
- 3. Dosis frühestens 3 Monate nach der 2. Dosis
- alle 3 Dosen sollten innerhalb eines Jahres verabreicht werden
- 3-Dosen-Impfschema (0, 2, 6 Monate)
- ob Auffrischimpfung erforderlich ist, ist derzeit noch nicht bekannt
- Personen, die bereits eine Dosis des Impfstoffes erhalten haben, wird empfohlen, das Impfschema auch mit diesem Impfstoff abzuschließen
- Personen, die bereits mit einem tetravalenten (4v)-HPV-Typ 6-, -11-, -16- und -18-Impfstoff geimpft wurden, können mit 3 Dosen geimpft werden
- Kinder und Jugendliche < 9 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen; keine Daten
- Personen von 9 - < 15 Jahre zum Zeitpunkt der 1. Injektion
Kontraindikationen
Humaner Papillomvirus-Impfstoff (Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 ) - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe (humane Papillomvirus-Proteine)
- Überempfindlichkeit nach früherer Verabreichung des Impfstoffes oder nach Verabreichung von anderen Impfstoffen mit humanen Papillomvirus-Proteinen
Nebenwirkungen
Humaner Papillomvirus-Impfstoff (Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 ) - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Cellulitis an der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- idiopathische thrombozytopenische Purpura
- Lymphadenopathie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktische / anaphylaktoide Reaktionen, Bronchospasmus und Urtikaria
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute disseminierte Enzephalomyelitis
- Guillain-Barre-Syndrom
- Synkope (z.T. begleitet von tonisch-klonischen Bewegungen)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arthralgie
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schmerz an der Injektionsstelle
- Schwellung an der Injektionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Abgeschlagenheit
- Pruritus an der Injektionsstelle
- Einblutungen an der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Asthenie
- Schüttelfrost
- Krankheitsgefühl
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- intramuskulär verabreichen
- vorzugsweise in den Deltoideusbereich des Oberarms oder in den oberen anterolateralen Bereich des Oberschenkels
- nicht intravasal, subkutan und intradermal verabreichen
- nicht mit anderen Impfstoffen und Lösungen in derselben Spritze mischen
- Hinweise zur Handhabung des Impfstoffs vor der Anwendung: s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Humaner Papillomvirus-Impfstoff (Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 ) - invasiv
- Impfstoff kann während der Stillzeit angewendet werden
- während der Impfphase der klinischen Studien insgesamt 92 stillende Frauen vertreten
- Immunogenität des Impfstoffs bei stillenden Frauen mit der Immunogenität des Impfstoffs bei nicht stillenden Frauen vergleichbar
- Nebenwirkungsprofil bei stillenden Frauen mit dem Profil sämtlicher Frauen, die an Studien zur Unbedenklichkeit teilgenommen haben, vergleichbar
- bei Säuglingen, die während der Impfperiode gestillt wurden, wurden keine schwerwiegenden Nebenwirkungen im Zusammenhang mit der Impfung beschrieben
Schwangerschaftshinweise
Humaner Papillomvirus-Impfstoff (Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 ) - invasiv
- Impfung sollte erst nach Ende der Schwangerschaft durchgeführt werden
- vorliegende Daten werden als nicht ausreichend betrachtet, um die Anwendung während der Schwangerschaft zu empfehlen
- Erfahrungen an schwangeren Frauen
- weitreichende Erfahrungen (mehr als 1.000 Schwangerschaftsausgänge) deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder eine fetale/neonatale Toxizität hin
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf eine Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- keine Daten zur Auswirkung auf die Fertilität aus Studien am Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien zeigen keine schädlichen Auswirkungen
Warnhinweise
Humaner Papillomvirus-Impfstoff (Typen 6, 11, 16, 18, 31, 33, 45, 52, 58 ) - invasiv
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- Impfentscheidung sollte nach Abwägung einer möglichen früheren HPV-Exposition und des daraus abzuleitenden möglichen Nutzens getroffen werden
- für den Fall seltener anaphylaktischer Reaktionen nach Impfung sollten geeignete Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten unmittelbar zur Verfügung stehen
- Synkopen (Ohnmacht), manchmal verbunden mit Stürzen, können besonders bei Jugendlichen nach oder vor einer Impfung als psychogene Reaktion auf den Einstich mit der Injektionsnadel auftreten
- diese können während der Erholungsphase von neurologischen Symptomen wie vorübergehender Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonischen Bewegungen der Gliedmaßen begleitet sein
- Patienten sollten nach der Impfung für ungefähr 15 Minuten beobachtet werden
- im Vorfeld: Maßnahmen ergreifen, um Verletzungen durch Ohnmacht zu verhindern
- Verschiebung der Impfung:
- wenn die zu impfende Person an einer akuten, schweren, fieberhaften Erkrankung leidet
- keine Kontraindikation: leichte Infektion oder eine leichte Temperaturerhöhung
- Impfschutz:
- besteht u.U. nicht für alle geimpften Personen
- besteht nur für Erkrankungen, die durch die HPV-Typen verursacht werden, gegen die der Impfstoff gerichtet ist
- geeignete Maßnahmen zum Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten sollten beibehalten werden
- Impfstoff nur zur prophylaktischen Anwendung
- kein Effekt auf aktive HPV-Infektionen oder bereits bestehende klinische Erkrankungen
- therapeutische Wirkung wurde nicht nachgewiesen - daher ist der Impfstoff nicht gedacht für:
- Therapie von Zervix-, Vulva-, Vaginal- und Analkarzinomen
- Therapie von hochgradigen Dysplasien der Zervix, Vulva, Vagina und Analbereich
- Therapie von Genitalwarzen
- die Verhinderung der Progression bereits bestehender anderer HPV-assoziierter Läsionen
- Impfstoff schützt nicht vor Läsionen, die durch HPV-Typen verursacht werden, gegen die der Impfstoff gerichtet ist, wenn die zu impfende Person zum Zeitpunkt der Impfung bereits mit diesem HPV-Typ infiziert ist
- Impfung ist kein Ersatz für Routineuntersuchungen zur Zervixkarzinom-Früherkennung
- Routineuntersuchungen zur Zervixkarzinom-Früherkennung sollte entsprechend den lokalen Empfehlungen unverändert durchgeführt werden
- 100% Wirksamkeit des Impfstoffes nicht garantiert
- Impfstoff schützt nicht vor jedem HPV-Typ oder zum Zeitpunkt der Impfung bei bereits bestehende HPV-Infektionen
- Routineuntersuchungen zur Zervixkarzinom-Früherkennung sollte entsprechend den lokalen Empfehlungen unverändert durchgeführt werden
- Personen mit eingeschränkter Immunantwort
- keine Daten zur Anwendung vorliegend
- untersucht wurden die Sicherheit und Immunogenität eines 4v-HPV-Impfstoffs bei Personen im Alter von 7 bis 12 Jahren, die nachweislich mit dem Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) infiziert waren
- Personen mit eingeschränkter Immunantwort (durch Einnahme stark wirksamer Immunsuppressiva, genetische Defekte, HIV-Infektion oder andere Ursachen) entwickeln möglicherweise keine Immunantwort auf den Impfstoff
- Personen mit Thrombozytopenie oder anderen Blutgerinnungsstörungen
- Impfstoff sollte nur mit Vorsicht verabreicht werden
- nach i.m. Gabe kann eine Blutung auftreten
- laufende Langzeit-Follow-up-Studien ermitteln derzeit die Dauer der Schutzwirkung
- Austauschbarkeit mit bivalenten oder tetravalenten HPV-Impfstoffen
- keine Daten zur Sicherheit, Immunogenität oder Wirksamkeit, die eine Austauschbarkeit stützen