Gent Ophtal Augensalbe

Dr. Winzer Pharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Gentamicin →

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Fachinformationen

Indikation

  • Infektionen des vorderen Augenabschnittes durch Gentamicin-empfindliche Erreger, wie bakterielle Entzündungen der
    • Bindehaut (Konjunktivitis)
    • Hornhaut (Keratitis; Keratokonjunktivitis)
    • Lidränder (Blepharitis)
    • Augenliddrüsen (Gerstenkorn; Hordeolum)

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Augensalbe enthält 5 mg Gentamicinsulfat (3 mg Gentamicin).

  • Infektionen des vorderen Augenabschnittes durch Gentamicin-empfindliche Erreger, wie bakterielle Konjunktivitis, Keratitis, Keratokonjunktivitis, Blepharitis, Gerstenkorn oder Hordeolum
    • 0,5 - 1 cm Salbenstrang (60 - 180 µg Gentamicin) 2 - 3mal / Tag in den Bindehautsack des erkrankten Auges
    • Behandlungsdauer
      • regelmäßige Kontrolle der Wirksamkeit, abhängig von Schwere der Erkrankung, und Entscheidung über Fortsetzung oder Änderung der Behandlung
      • Abklingen der Infektion normalerweise nach 5 - 7 Tagen
      • Behandlung dann für 2 - 3 Tage fortsetzen
      • max. Behandlungsdauer: 2 Wochen

Kontraindikationen

Gentamicin - okulär
  • Überempfindlichkeit gegen Gentamicin

Nebenwirkungen

Gentamicin - okulär
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie
        • kontaktallergische Reaktionen
        • Schwellung
        • Rötung
        • Juckreiz
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • leichtes Brennen (kurzzeitig am behandelten Auge)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Mydriasis (des behandelten Auges)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Augenirritationen wie z. B.
        • Fremdkörpergefühl
        • Rötung
        • Wundheilungsstörungen (insbesondere nach Corneaverletzungen)

zusätzlich bei halbfesten Zubereitungen

  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schleiersehen (nach Anwendung des Arzneimittels kommt es infolge der Rückstände auf der Hornhaut vorübergehend dazu)

Anwendungshinweise

  • zur Anwendung am Auge
  • nach Abziehen des Unterlids in den Bindehautsack einbringen
  • während der Behandlung dürfen keine Kontaktlinsen getragen werden
  • wenn andere topische Augenarzneimittel zur gleichen Zeit angewendet werden, sollte zwischen den Applikationen ein zeitlicher Abstand von etwa 15 Minuten eingehalten werden
  • Augensalben sollten stets als Letztes angewendet werden

Stillzeithinweise

Gentamicin - okulär
  • Gentamicin kann während der Stillzeit angewendet werden
  • bei lokaler Anwendung am Auge ist mit einer geringen systemischen Verfügbarkeit zu rechnen
  • Gentamicin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
  • bei Anwendung am Auge ist aufgrund geringer Resorption nicht mit unerwünschten Wirkungen auf das ungeborene Kind oder den gestillten Säugling zu rechnen

Schwangerschaftshinweise

Gentamicin - okulär
  • Gentamicin sollte nicht im 1. Trimenon und nur bei vitaler Indikation oder bei Gefahr des Verlusts des Augenlichts im weiteren Verlauf angewendet werden
  • keine ausreichenden Erfahrungen während der Schwangerschaft
  • bei Anwendung am Auge ist aufgrund der geringen Resorption nicht mit unerwünschten Wirkungen auf das ungeborene Kind oder den gestillten Säugling zu rechnen
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollten während der Behandlung mit dem Arzneimittel eine wirksame Methode der Kontrazeption anwenden, da das potentielle Risiko für den Menschen während der Schwangerschaft nicht bekannt ist
  • tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • Daten zum möglichen Einfluss von Gentamicin auf die Fertilität des Menschen liegen nicht vor

Warnhinweise

Gentamicin - okulär
  • die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung des Arzneimittels zu berücksichtigen
  • die halbfeste Zubereitung ist nicht zur Anwenung am Ohr bestimmt
  • Kinder und Jugendliche
    • es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Sicherheitsprofil des Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen von dem bei Erwachsenen unterscheidet