GENTAMICIN POS

URSAPHARM Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Gentamicin →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 5 ML 14,02 €

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Fachinformationen

Indikation

  • Infektionen des vorderen Augenabschnittes durch Gentamicin-empfindliche Erreger, wie bakterielle Entzündungen
    • der Bindehaut (Konjunktivitis)
    • der Hornhaut (Keratitis; Keratokonjunktivitis)
    • der Lidränder (Blepharitis)
    • der Augenliddrüsen (Gerstenkorn; Hordeolum)

Dosierung

Basiseinheit: 1 ml Lösung enthält Gentamicinsulfat 5,0 mg (entspr. 3 mg Gentamicin)

  • Infektionen des vorderen Augenabschnittes durch Gentamicin-empfindliche Erreger
    • 0,3%ige gentamicinhaltige Augentropfen 4 - 6mal / Tag in den Bindehautsack
      • in schweren Fällen stündlich applizieren
    • kombinierte Anwendung von Augentropfen und Augensalbe
      • 3%ige gentamicinhaltige Augentropfen 4 - 6mal / Tag in den Bindehautsack
        • in schweren Fällen stündlich applizieren
      • 1 cm langen Salbenstrang (0,1 mg Gentamicinsulfat und 0,006 mg Dexamethason) abends vor dem Schlafengehen
    • Behandlungsdauer
      • Wirksamkeit in Abständen kontrollieren und abhängig von schwere der Erkrankung über Fortsetzung oder Änderung der Therapie entscheiden
      • i.d.R. Behandlungsdauer 2 Wochen nicht überschreiten

Dosisanpassung

  • Kinder
    • keine Erfahrungen

Kontraindikationen

Gentamicin - okulär
  • Überempfindlichkeit gegen Gentamicin

Nebenwirkungen

Gentamicin - okulär
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Überempfindlichkeitsreaktionen wie
        • kontaktallergische Reaktionen
        • Schwellung
        • Rötung
        • Juckreiz
  • Augenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • leichtes Brennen (kurzzeitig am behandelten Auge)
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Mydriasis (des behandelten Auges)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Augenirritationen wie z. B.
        • Fremdkörpergefühl
        • Rötung
        • Wundheilungsstörungen (insbesondere nach Corneaverletzungen)

zusätzlich bei halbfesten Zubereitungen

  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schleiersehen (nach Anwendung des Arzneimittels kommt es infolge der Rückstände auf der Hornhaut vorübergehend dazu)

Anwendungshinweise

  • zur Anwendung am Auge
  • Kontakt des Tropfers mit Auge oder Gesichtshaut vermeiden

Stillzeithinweise

Gentamicin - okulär
  • Gentamicin kann während der Stillzeit angewendet werden
  • bei lokaler Anwendung am Auge ist mit einer geringen systemischen Verfügbarkeit zu rechnen
  • Gentamicin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über
  • bei Anwendung am Auge ist aufgrund geringer Resorption nicht mit unerwünschten Wirkungen auf das ungeborene Kind oder den gestillten Säugling zu rechnen

Schwangerschaftshinweise

Gentamicin - okulär
  • Gentamicin sollte nicht im 1. Trimenon und nur bei vitaler Indikation oder bei Gefahr des Verlusts des Augenlichts im weiteren Verlauf angewendet werden
  • keine ausreichenden Erfahrungen während der Schwangerschaft
  • bei Anwendung am Auge ist aufgrund der geringen Resorption nicht mit unerwünschten Wirkungen auf das ungeborene Kind oder den gestillten Säugling zu rechnen
  • Frauen im gebärfähigen Alter
    • sollten während der Behandlung mit dem Arzneimittel eine wirksame Methode der Kontrazeption anwenden, da das potentielle Risiko für den Menschen während der Schwangerschaft nicht bekannt ist
  • tierexperimentelle Studien haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • Daten zum möglichen Einfluss von Gentamicin auf die Fertilität des Menschen liegen nicht vor

Warnhinweise

Gentamicin - okulär
  • die allgemein anerkannten Richtlinien für den angemessenen Gebrauch von antibakteriellen Wirkstoffen sind bei der Anwendung des Arzneimittels zu berücksichtigen
  • die halbfeste Zubereitung ist nicht zur Anwenung am Ohr bestimmt
  • Kinder und Jugendliche
    • es gibt keine Hinweise darauf, dass sich das Sicherheitsprofil des Arzneimittels bei Kindern und Jugendlichen von dem bei Erwachsenen unterscheidet