Glib-ratiopharm S 3.5 mg Tabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 12,30 € |
| N2 | 120 ST | 14,08 € |
| N3 | 180 ST | 15,24 € |
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Indikation
- nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus bei Erwachsenen (NIDDM, Typ 2), wenn andere Maßnahmen wie konsequente Einhaltung der Diabetes-Diät, Gewichtsreduktion bei Übergewicht, ausreichende körperliche Betätigung nicht zu einer befriedigenden Einstellung des Blutglucosespiegels geführt haben
- Hinweis
- Anwendung als Monotherapie oder in Kombination mit Metformin
Dosierung
- nicht-insulinabhängiger Diabetes mellitus bei Erwachsenen (NIDDM, Typ 2)
- Dosierung richtet sich nach Ergebnis der Stoffwechseluntersuchung (Blut- und Harnzucker)
- Ersteinstellung
- einschleichend dosieren beginnend mit möglichst niedriger Dosierung
- Initialdosis: 0,5 - 1 Tablette (1,75 - 3,5 mg Glibenclamid) / Tag
- bei unzureichender Stoffwechsellage schrittweise Dosiserhöhungen im Abstand von einigen Tagen bis ca. 1 Woche auf therapeutisch erforderliche Tagesdosis
- max. Tagesdosis: 3 Tabletten (10,5 mg Glibenclamid)
- Umstellung von anderen Arzneimitteln zur Senkung des Blutzuckers
- vorsichtige Umstellung
- Initialdosis: 0,5 - 1 Tablette (1,75 - 3,5 mg Glibenclamid) / Tag
- Kombination mit anderen blutzuckersenkenden Arzneimitteln
- Glitazone (Rosiglitazon, Pioglitazon)
- zusätzliche Gabe bei Metformin-Unverträglichkeit kann angezeigt sein
- nicht-insulinfreisetzende orale Antidiabetika (Guarmehl oder Acarbose)
- Kombinationstherapie möglich
- Insulin
- bei beginnendem Sekundärversagen Kombinationsbehandlung möglich
- bei vollständigem Versagen der körpereigene Insulinausschüttung ist Insulinmonotherapie angezeigt
- Glitazone (Rosiglitazon, Pioglitazon)
- Dosiskorrektur bei Änderungen des Körpergewichts oder des Lebensstils des Patienten
- Behandlungsdauer
- richtet sich nach Verlauf der Erkrankung
- vergessene Tabletteneinnahme niemals durch erhöhte Tabletteneinnahme ausgleichen
Dosisanpassung
- ältere Patienten, geschwächte oder unterernährte Patienten sowie bei gestörter Nieren- oder Leberfunktion
- Reduktion der Initial- und Erhaltungsdosis (Hypoglykämiegefahr)
Kontraindikationen
Glibenclamid - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Glibenclamid
- Überempfindlichkeit gegenüber anderen Sulfonylharnstoffen, Sulfonamiden, Sulfonamid-Diuretika und Probenecid
- Kreuzreaktionen möglich
- folgende Fälle des Diabetes mellitus, in denen Insulin erforderlich ist
- insulinabhängiger Diabetes mellitus Typ 1
- bei komplettem Sekundärversagen der Glibenclamid-Therapie bei Diabetes mellitus Typ 2
- bei azidotischer Stoffwechsellage
- bei Präcoma oder Coma diabeticum
- Pankreasresektion
- schwere Leberfunktionsstörung
- schwere Einschränkung der Nierenfunktion
- gleichzeitige Behandlung mit Bosentan
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Glibenclamid - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Thrombozytopenie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- folgende Blutbildveränderungen nach Absetzen im Allgemeinen reversibel, können sehr selten aber auch lebensbedrohlich sein
- Leukozytopenie
- Erythrozytopenie
- Granulozytopenie bis hin zu Agranulozytose
- Panzytopenie
- hämolytische Anämie
- folgende Blutbildveränderungen nach Absetzen im Allgemeinen reversibel, können sehr selten aber auch lebensbedrohlich sein
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Kreuzallergie zu Sulfonamiden, Sulfonamidderivaten und Probenecid
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- Hypoglykämie
- kann bei Glibenclamid protrahiert verlaufen und zu schwerer Hypoglykämie mit lebensbedrohlichem Koma führen
- siehe Therapiehinweise
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyponatriämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Seh- und Akkomodationsstörungen durch die Änderung des Blutzuckerspiegels
- insbesondere zu Beginn der Behandlung
- vorübergehende Seh- und Akkomodationsstörungen durch die Änderung des Blutzuckerspiegels
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- folgende Beschwerden sind oft vorübergehend (erfordern im Allgemeinen kein Absetzen der Medikation)
- Übelkeit
- Magendruck
- Völlegefühl
- Erbrechen
- Bauchschmerzen
- Durchfall
- Aufstoßen
- metallischer Geschmack
- folgende Beschwerden sind oft vorübergehend (erfordern im Allgemeinen kein Absetzen der Medikation)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- vorübergehende Erhöhung von
- SGOT
- SGPT
- alkalischer Phosphatase
- arzneimittelinduzierte Hepatitis
- nach Absetzen von Glibenclamid rückbildungsfähig, kann aber auch zum lebensbedrohlichen Leberversagen führen
- intrahepatische Cholestase, evtl. verursacht durch eine allergisch-hyperergische Reaktion des Lebergewebes
- nach Absetzen von Glibenclamid rückbildungsfähig, kann aber auch zum lebensbedrohlichen Leberversagen führen
- vorübergehende Erhöhung von
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- folgende Beschwerden sind vorübergehende Überempfindlichkeitsreaktionen, können sich jedoch sehr selten zu lebensbedrohlichen Situationen mit Atemnot und Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln
- Pruritus
- Urtikaria
- Erythema nodosum
- morbilliforme oder makulopapulöse Exantheme
- erhöhte Photosensibilität
- Purpura
- folgende Beschwerden sind vorübergehende Überempfindlichkeitsreaktionen, können sich jedoch sehr selten zu lebensbedrohlichen Situationen mit Atemnot und Blutdruckabfall bis hin zum lebensbedrohlichen Schock entwickeln
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- lebensbedrohliche allergische Vaskulitis
- generalisierte Überempfindlichkeitsreaktionen mit
- Hautausschlag
- Arthralgie
- Fieber
- Proteinurie
- Ikterus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- schwach diuretische Wirkung
- vorübergehende Proteinurie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Disulfiram-ähnliche Reaktion
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Einstellung des Patienten nur durch Arzt und zusammen mit Diäteinstellung
- Einnahme der Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (vorzugsweise 1 Glas Wasser) vor der Mahlzeit
- Tagesdosis > 2 Tabletten: Aufteilung der Tagesdosis im Verhältnis 2 : 1 auf 1 Morgen- und Abendgabe
- Einnahme zum jeweils gleichen Zeitpunkt wichtig
- Stoffwechselkontrollen in empfohlenen regelmäßigen Abständen
- regelmäßige Blut- und Harnzuckerkontrollen
- zusätzliche Kontrollen von HbA1c und/ oder Fruktosamin sowie weiteren Parametern (z.B. Blutfettwerten) empfohlen
Stillzeithinweise
Glibenclamid - peroral
- da nicht bekannt ist, ob Glibenclamid in die Muttermilch übergeht, darf Glibenclamid während der Stillzeit nicht eingenommen werden
- stillende Patientinnen sollten zur Diabeteseinstellung mit Insulin behandelt werden oder abstillen
Schwangerschaftshinweise
Glibenclamid - peroral
- Glibenclamid darf in der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- da orale Antidiabetika den Blutzucker nicht so zuverlässig regulieren wie Insulin, sind sie für die Behandlung eines Diabetes in der Schwangerschaft grundsätzlich ungeeignet
- in der Schwangerschaft ist die Diabeteseinstellung mit Insulin die Therapie der Wahl
- nach Möglichkeit sollten orale Antidiabetika schon vor einer geplanten Schwangerschaft abgesetzt und durch Insulin ersetzt werden
Warnhinweise
Glibenclamid - peroral
- Patient anweisen
- bei Auftreten anderer Erkrankungen während der Therapie unverzüglich den behandelnden Arzt zu Rate zu ziehen
- bei Arztwechsel (z.B. im Rahmen eines Krankenhausaufenthalts, nach einem Unfall, bei Erkrankung im Urlaub) den behandelnden Arzt auf die bestehende Zuckerkrankheit hinzuweisen
- Hypoglykämie
- Hypoglykämie ist die häufigste unerwünschte Wirkung einer Therapie mit Glibenclamid
- kann bei Glibenclamid protrahiert verlaufen und zu schwerer Hypoglykämie mit lebensbedrohlichem Koma führen
- Patient sollte auf das Hypoglykämierisiko bei der Behandlung mit blutglukosesenkenden Arzneimitteln hingewiesen werden
- Umstände, die ein hohes Risiko für das Auftreten einer Unterzuckerung darstellen sind
- längere Nahrungskarenz
- unzureichende Kohlenhydratzufuhr
- ungewohnte physische Belastung
- Diarrhoe oder Erbrechen
- Patienten mit deutlichen Zeichen einer Zerebralsklerose und nicht kooperative Patienten sind generell stärker hypoglykämiegefährdet
- Warnsymptome der Hypoglykämie können verschleiert werden durch
- zentral wirkende Arzneimittel
- sympatholytische Begleittherapie wie Betarezeptorenblocker
- autonome Neuropathien
- sehr schleichendem Verlauf
- trotz anfänglich erfolgreicher Behandlung der Hypoglykämie, kann diese wiederkehren
- Patienten sind daher unter ärztlicher Beobachtung zu behalten
- schwere Hypoglykämien oder protrahierte Episoden, die nur kurzfristig durch übliche Mengen Zucker unter Kontrolle gebracht werden können, bedürfen einer sofortigen Behandlung
- Hypoglykämie ist definiert als ein Blutzuckerabfall unter etwa 50 mg / dl
- folgende Warnsymptome können den Patienten oder seine Umwelt auf einen zu starken Blutzuckerabfall aufmerksam machen
- plötzliches Schwitzen
- Herzklopfen
- Zittern
- Hungergefühl
- Unruhe
- Kribbeln im Mundbereich
- Blässe
- Kopfschmerzen
- Schläfrigkeit
- Schlafstörungen
- Ängstlichkeit
- Unsicherheit der Bewegungen
- vorübergehende neurologische Ausfallerscheinungen, z.B.
- Sprech- und Sehstörungen
- Lähmungserscheinungen
- Empfindungsstörungen
- klinisches Bild einer Hypoglykämie kann dem eines Schlaganfalls gleichen
- bei fortschreitender Hypoglykämie kann der Patient die Selbstkontrolle verlieren und bewusstlos werden
- er hat dann meist eine feuchte, kühle Haut und neigt zu Krämpfen
- leichte Hypoglykämie kann der Diabetiker durch Aufnahme von Zucker oder stark zuckerhaltiger Nahrung oder Getränken beheben
- deshalb sollte er immer 20 Gramm Traubenzucker bei sich haben
- kann die Hypoglykämie nicht sofort behoben werden, muss sofort ein Arzt gerufen werden
- Hypoglykämie ist die häufigste unerwünschte Wirkung einer Therapie mit Glibenclamid
- Hyperglykämie
- Blutzucker kann ansteigen
- bei Nichteinhaltung des Behandlungsplans
- noch nicht ausreichender blutzuckersenkender Wirkung von Glibenclamid
- in besonderen Stresssituationen
- Symptome der Hyperglykämie können sein
- starkes Durstgefühl
- Mundtrockenheit
- häufiges Wasserlassen
- juckende und / oder trockene Haut
- Pilzerkrankungen oder Infektionen der Haut
- verminderte Leistungsfähigkeit
- in außergewöhnlichen Stresssituationen (z.B. bei Verletzungen, Operationen, fieberhaften Infekten) kann es zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage mit der Folge einer Hyperglykämie kommen
- eine vorübergehende Insulinbehandlung kann erforderlich sein
- Blutzucker kann ansteigen
- Laxantien
- chronischer Missbrauch von Abführmitteln kann zu einer Verschlechterung der Stoffwechsellage führen
- Alkohol
- Alkohol kann bei akuter und chronischer Zufuhr die blutglukosesenkende Wirkung von Glibenclamid in unvorhersehbarer Weise verstärken oder abschwächen
- eingeschränkte Leber- und Nierenfunktion und endokrine Störungen
- besondere Vorsicht bei Patienten mit
- eingeschränkter Leber- oder Nierenfunktion
- einer Unterfunktion der Schilddrüse, der Hypophyse, der Nebennierenrinde
- besondere Vorsicht bei Patienten mit
- Glukose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel)
- bei Patienten mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) kann durch Behandlung mit Sulfonylharnstoffen eine hämolytische Anämie verursacht werden
- Glibenclamid sollte bei Patienten mit G6PD-Mangel nur vorsichtig angewendet
- Umstellung der Medikation auf Alternativen zu Sulfonylharnstoffen erwägen
- bei Patienten mit Glucose-6-Phosphatdehydrogenase-Mangel (G6PD-Mangel) kann durch Behandlung mit Sulfonylharnstoffen eine hämolytische Anämie verursacht werden
- ältere Patienten
- bei Patienten unter Behandlung mit Sulfonylharnstoffen wurde ein Alter ab 65 Jahren als Risikofaktor für eine Hypoglykämie identifiziert
- es kann schwierig sein, eine Hypoglykämie bei älteren Menschen zu erkennen
- Initial- und Erhaltungsdosen von Glibenclamid müssen vorsichtig eingestellt werden, um das Risiko einer Hypoglykämie zu reduzieren
- bei Patienten im höheren Lebensalter besteht die Gefahr einer prolongierten Hypoglykämie
- deshalb müssen die Patienten dieser Altersgruppe
- besonders sorgfältig auf das Arzneimittel eingestellt
- während der initialen Phase der Behandlung engmaschig überwacht werden
- gegebenenfalls ist in dieser Altersgruppe zunächst ein Sulfonylharnstoff mit einer geringeren Wirkungsdauer vorzuziehen
- deshalb müssen die Patienten dieser Altersgruppe
- Hautreaktionen
- beim Auftreten von Hautreaktionen sollte umgehend der Arzt verständigt werden