Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 39,73 € |
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Indikation
- Therapeutische Indikation
- Behandlung schwerer hypoglykämischer Reaktionen, die bei Insulintherapie von Kindern und Erwachsenen mit Diabetes mellitus auftreten können
- diagnostische Indikation
- Motilitätshemmung bei Untersuchungen des Gastrointestinaltraktes bei Erwachsenen
Dosierung
Basiseinheit: Eine Durchstechflasche enthält 1 mg Glucagon als Hydrochlorid entsprechend 1 mg (1 I.E.) Glucagon / ml nach Rekonstitution.
- Therapeutische Indikation (Schwere Hypoglykämien)
- Erwachsene und Kinder > 25 kg KG oder > 6 - 8 Jahre
- 1,0 mg Glucagonhydrochlorid s.c. oder i.m.
- Kinder < 25 kg KG (< 6 - 8 Jahre)
- 0,5 mg Glucagonhydrochlorid s.c. oder i.m.
- Patient hat innerhalb von 10 Min. auf die Behandlung angesprochen
- oral Kohlenhydrate verabreichen, um die Leberglykogenreserven wiederherzustellen und einen Rückfall in die Hypoglykämie vorzubeugen
- falls Patient nicht innerhalb von 10 Min. auf die Injektion anspricht
- Glucose i.v. verabreichen
- Erwachsene und Kinder > 25 kg KG oder > 6 - 8 Jahre
- Diagnostische Indikation (Hemmung der gastrointestinalen Motilität)
- muss durch medizinisches Personal verabreicht werden
- Erwachsene
- i.v. Injektion
- übliche diagnostische Dosis zur Relaxation von Magen, Bulbus duodeni, Duodenum und Dünndarm
- 0,2 - 0,5 mg Glucagonhydrochlorid
- übliche diagnostische Dosis zur Colonrelaxation
- 0,5 - 0,75 mg Glucagonhydrochlorid
- Wirkungseintritt nach einer i. v. Injektion von 0,2 - 0,5 mg innerhalb 1 Min.
- Wirkungsdauer, je nach untersuchtem Organ: 5 - 20 Min.
- übliche diagnostische Dosis zur Relaxation von Magen, Bulbus duodeni, Duodenum und Dünndarm
- i.m. Injektion
- übliche diagnostische Dosis zur Relaxation von Magen, Bulbus duodeni, Duodenum und Dünndarm
- 1 mg Glucagonhydrochlorid
- übliche diagnostische Dosis zur Colonrelaxation
- 1 - 2 mg Glucagonhydrochlorid
- Wirkungseintritt: nach 5 - 15 Min.
- Wirkungsdauer, je nach untersuchtem Organ: 10 - 40 Min.
- übliche diagnostische Dosis zur Relaxation von Magen, Bulbus duodeni, Duodenum und Dünndarm
- nach Beendigung des diagnostischen Verfahrens sollten Kohlenhydrate oral verabreicht werden, falls dies mit dem angewandten diagnostischen Verfahren vereinbar ist
- i.v. Injektion
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
Kontraindikationen
Glucagon - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Glucagon
- Phäochromozytom
Nebenwirkungen
Glucagon - invasiv
Therapeutische Indikation
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- anaphylaktische Reaktion / Schock
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechen
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abdominalschmerz
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen an der Injektionsstelle
- Ödem an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- blauer Fleck an der Injektionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Diagnostische Indikation
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- anaphylaktische Reaktion / Schock
- Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypoglykämie (nach einem diagnostischen Verfahren kann diese bei Patienten, die vor dem diagnostischen Eingriff nüchtern waren, stärker ausgeprägt sein)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- hypoglykämisches Koma
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Tachykardie (kardiovaskuläre Nebenwirkungen wurden nur berichtet, wenn Glucagon als Zusatzmedikation bei endoskopischen oder radiologischen Verfahren angewendet wurde)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hypotonie (kardiovaskuläre Nebenwirkungen wurden nur berichtet, wenn Glucagon als Zusatzmedikation bei endoskopischen oder radiologischen Verfahren angewendet wurde)
- Hypertonie (kardiovaskuläre Nebenwirkungen wurden nur berichtet, wenn Glucagon als Zusatzmedikation bei endoskopischen oder radiologischen Verfahren angewendet wurde)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltraktes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erbrechen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bauchschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- subkutane, intramuskuläre oder intravenöse Anwendung (Injektion)
- darf nicht als i.v. Infusion verabreicht werden
- Therapeutische Indikation (Schwere Hypoglykämien)
- s.c. oder i.m. Injektion
- Patient spricht normalerweise innerhalb von 10 Min. auf die Injektion an
- bei Ansprechen auf die Behandlung werden oral Kohlenhydrate verabreicht, um die Leberglykogenreserven wiederherzustellen und einem Rückfall in die Hypoglykämie vorzubeugen
- bei fehlendem Ansprechen innerhalb von 10 Min. muss i.v. Glucose verabreicht werden
- Diagnostische Indikation (Hemmung der gastrointestinalen Motilität)
- Verabreichung durch medizinisches Personal
- Wirkung tritt innerhalb 1 Minute nach einer i.v. Injektion von 0,2 - 0,5 mg ein und hält zwischen 5 und 20 Min. an
- Wirkung nach einer i.m. Injektion von 1 - 2 mg tritt nach 5 - 15 Min. ein und hält etwa 10 - 40 Min. an
- nach Beendigung des diagnostischen Verfahrens sollten orale Kohlenhydrate gegeben werden, falls dies mit dem angewandten diagnostischen Verfahren vereinbar ist
Rekonstitution
- gebrauchsfertige Injektionslösung durch Auflösen des Pulvers im Lösungsmittel herstellen
- Wasser für Injektionszwecke (1,1 ml) in die Durchstechflasche injizieren, die das komprimierte Glucagon enthält
- Durchstechflasche vorsichtig schwenken, bis Glucagon vollständig aufgelöst und die Lösung klar ist
- Lösung wieder in die Spritze aufziehen
- Spritze mit einer dünneren Injektionsnadel und einer feineren Maßeinteilung kann für die Anwendung bei diagnostischen Verfahren geeigneter sein
- rekonstituierte Lösung erscheint klar und farblos und enthält 1,0 mg (1 I.E.) Glucagon / ml zur s.c., i.m. oder i.v. Injektion
Haltbarkeit nach Rekonstitution
- rekonstituierte Lösung muss sofort nach der Zubereitung verwendet werden
Stillzeithinweise
Glucagon - invasiv
- Glucagon kann während der Stillzeit angewendet werden
- da Glucagon im Gastrointestinaltrakt abgebaut wird und nicht in seiner intakten Form absorbiert werden kann, kommt es nicht zu einer metabolischen Wirkung beim Kind
- Glucagon wird sehr schnell aus dem Blutkreislauf eliminiert - hauptsächlich durch die Leber (t½ = 3 - 6 Minuten)
- daher ist anzunehmen, dass die in der Muttermilch enthaltene Menge bei stillenden Müttern im Anschluss an die Behandlung von schweren Hypoglykämien sehr gering ist
Schwangerschaftshinweise
Glucagon - invasiv
- Glucagon kann während der Schwangerschaft angewendet werden
- bei der Anwendung von Glucagon während der Schwangerschaft bei Patientinnen mit Diabetes wurden keine schädlichen Auswirkungen auf den Verlauf der Schwangerschaft oder die Gesundheit des Ungeborenen und Neugeborenen bekannt
- Glucagon passiert nicht die humane Plazentaschranke
- Fertilität
- tierexperimentelle Reproduktionsstudien
- wurden nicht durchgeführt
- Studien an Ratten haben gezeigt, dass Glucagon die Fertilität nicht beeinträchtigt
- tierexperimentelle Reproduktionsstudien
Warnhinweise
Glucagon - invasiv
- Phäochromozytom
- Glucagon stimuliert die Freisetzung von Catecholaminen
- bei bestehendem Phäochromozytom kann Glucagon die Freisetzung großer Mengen von Catecholaminen aus dem Tumor verursachen, was zu einer akuten hypertensiven Reaktion führt
- Glucagon ist bei Patienten mit Phäochromozytom kontraindiziert
- therapeutische Indikation
- orale Kohlenhydrate müssen nach Ansprechen des Patienten auf die Behandlung zur Wiederherstellung der Leberglykogenreserven geben werden, um einem Rückfall in die Hypoglykämie vorzubeugen
- Glucagon ist nicht wirksam bei Patienten, deren Leberglykogen verbraucht ist
- deswegen hat Glucagon keine oder nur eine geringe Wirkung, wenn der Patient über einen längeren Zeitraum nüchtern war oder bei Nebenniereninsuffizienz sowie chronischer oder alkoholinduzierter Hypoglykämie
- Glucagon hat im Gegensatz zu Adrenalin keine Wirkung auf die Muskelphosphorylase und kann daher nicht zur Mobilisierung von Kohlenhydraten aus den sehr viel größeren Glykogenspeichern der Skelettmuskulatur beitragen
- diagnostische Indikation
- Personen, denen Glucagon im Zusammenhang mit diagnostischen Verfahren verabreicht wurde, können Unwohlsein verspüren, insbesondere, wenn sie nüchtern gewesen sind
- in diesen Fällen wurde über Übelkeit, Hypoglykämie und Schwankungen des Blutdrucks berichtet
- nach Beendigung eines diagnostischen Verfahrens sollten nüchternen Patienten orale Kohlenhydrate gegeben werden, falls dies mit dem angewandten diagnostischen Verfahren vereinbar ist
- muss der Patient nach der Untersuchung weiterhin nüchtern bleiben oder bei schwerer Hypoglykämie kann die intravenöse Gabe von Glucose erforderlich sein
- Glucagon wirkt antagonistisch zu Insulin
- bei der Anwendung bei Patienten mit Insulinom ist Vorsicht geboten
- die Gabe von Glucagon
- kann bei Patienten mit Insulinom zu einem anfänglichen Anstieg des Blutzuckerspiegels führen
- kann jedoch direkt oder indirekt (durch einen anfänglichen Anstieg des Blutzuckerspiegels) eine übermäßige Insulinfreisetzung aus einem Insulinom stimulieren und zu Hypoglykämie führen
- einem Patienten, bei dem nach einer Glucagon-Dosis Symptome einer Hypoglykämie auftreten
- ist peroral oder intravenös Glucose zu verabreichen
- die Gabe von Glucagon
- bei Patienten mit Glucagonom ist ebenfalls Vorsicht geboten
- bei der Anwendung bei Patienten mit Insulinom ist Vorsicht geboten
- Glucagon als Zusatzmedikation zu endoskopischen oder radiologischen Zwecken bei Patienten mit Diabetes oder älteren Patienten mit bekannten Herzkrankheiten darf nur mit Vorsicht gegeben werden
- Personen, denen Glucagon im Zusammenhang mit diagnostischen Verfahren verabreicht wurde, können Unwohlsein verspüren, insbesondere, wenn sie nüchtern gewesen sind
- Erholungszeit
- es gilt zu beachten, dass in der zulassungsrelevanten Studie etwa 15 % der Patienten nach 20 Minuten oder mehr eine Erholung des Glucosespiegels erreichten