GONAL F 300 I.E./0.5ml 22 Mikr./0.5ml FerPen
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 169,36 € |
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Indikation
Erwachsene Frauen
- Anovulation (einschließlich polyzystisches Ovarialsyndrom) bei Frauen, die auf eine Behandlung mit Clomifencitrat nicht angesprochen haben
- Stimulation einer multifollikulären Entwicklung bei Frauen, die sich einer Superovulation zur Vorbereitung auf eine Technik der assistierten Reproduktion, wie In-vitro-Fertilisation (IVF), Intratubarem Gametentransfer oder Intratubarem Zygotentransfer unterziehen
- zusammen mit luteinisierendem Hormon (LH) zur Stimulation der Follikelreifung bei Frauen, die einen schweren LH- und FSH-Mangel aufweisen
Erwachsene Männer
- zusammen mit humanem Choriongonadotropin (hCG) zur Stimulation der Spermatogenese bei Männern, die an angeborenem oder erworbenem hypogonadotropem Hypogonadismus leiden
Dosierung
Basiseinheit: ein Fertigpen zur Mehrfachdosierung enthält 300 I.E. (entspricht 22 Mikrogramm) in 0,5 ml
- allgemeine Hinweise
- Vergleich zu urinärem FSH
- Dosisempfehlungen für Follitropin alfa entsprechen den für urinäres FSH gebräuchlichen Dosierungen
- klinische Untersuchungen von Follitropin alfa zeigen, dass sich die tägliche Dosis, Anwendungsschemata und Therapieüberwachung nicht von den für urinäres FSH üblichen Methoden unterscheiden
- es wird angeraten, sich an die nachfolgend aufgeführten, empfohlenen Anfangsdosen zu halten
- klinische Vergleichsstudien haben gezeigt, dass die Patienten mit Follitropin alfa im Vergleich zu urinärem FSH durchschnittlich eine niedrigere Gesamtdosis und eine kürzere Behandlungsdauer benötigen
- niedrigere Gesamtdosis von Follitropin alfa im Vergleich zu urinärem FSH ist gerechtfertigt und führt zur Optimierung der Follikel-Entwicklung
- Minimierung des Risikos einer unerwünschten ovariellen Hyperstimulation
- für äquivalente Dosen der Darreichungsformen zur einmaligen Anwendung und zur Mehrfachanwendung dieses Arzneimittels wurde Bioäquivalenz nachgewiesen
- Frauen mit Anovulation (einschließlich polyzystisches Ovarialsyndrom)
- Therapiebeginn: innerhalb der ersten 7 Zyklustage (bei Frauen mit Menstruation)
- initial: 75 - 150 I.E. FSH s.c. 1mal / Tag
- Dosisanpassung
- entsprechend individueller Reaktion
- beurteilt durch Bestimmung der Follikelgröße im Ultraschall und durch Messungen des Östrogenspiegels
- falls Dosissteigerung erforderlich für adäquate, nicht exzessive Stimulation des Follikelwachstums:
- in 7- oder vorzugsweise 14-tägigen Intervallen um 37,5 I.E. oder 75 I.E. FSH
- tägliche Maximaldosis: 225 I.E. FSH s.c.
- kein Behandlungserfolg nach 4-wöchiger Behandlung
- Stimulation in diesem Zyklus abbrechen
- weitere Untersuchungen durchführen
- anschließend neuen Zyklus mit höherer Dosierung beginnen
- nach erfolgreicher Stimulation
- einmalige Injektion von 250 µg rekombinantem Choriongonadotropin alfa (r-hCG) oder 5000 - 10000 I.E. hCG, 24 - 48 Stunden nach letzter Gabe von Follitropin alfa
- der Patientin wird empfohlen, am Tag der hCG-Injektion und am darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr zu haben
- alternativ kann eine intrauterine Insemination durchgeführt werden
- bei überschießender Stimulation
- Behandlung beenden
- keine hCG verabreichen
- Wiederaufnahme der Behandlung im nächsten Zyklus mit niedrigerer FSH-Dosierung
- Stimulationstherapie zur Erreichung einer mehrfachen Follikelreifung bei Frauen vor In-vitro-Fertilisation oder anderen Methoden der assistierten Reproduktion
- Therapiebeginn: i. d. R. am 2. oder 3. Zyklustag
- initial: 150 - 225 I.E. Follitropin alfa s.c. 1mal / Tag
- individuelle Dosisanpassung entsprechend ovarieller Reaktion
- tägliche Maximaldosis: 450 I.E. Follitropin alfa s.c.
- Behandlungsdauer
- bis zur ausreichenden Follikelentwicklung
- beurteilt durch Monitoring der Serum-Östrogenspiegel und / oder Sonographie
- i.d.R. ungefähr am 10. Behandlungstag ausreichende Follikelentwicklung erzielt (Spanne: 5 - 20 Tage)
- zur Induktion der Follikelendreifung
- einmalige Injektion von 250 µg r-hCG oder 5.000 - 10.000 I.E. hCG, 24 - 48 Stunden nach letzter Injektion Follitropin alfa
- Unterdrückung des endogenen LH-Peaks und zur Kontrolle der tonischen LH-Werte
- Downregulation mit GnRH (Gonadotropin freisetzendes Hormon)-Agonist oder -Antagonist
- Therapiebeginn mit Follitropin alpha: i. d. R. 2 Wochen nach Beginn der GnRH-Agonist-Gabe
- Behandlung mit beiden Präparaten fortsetzen, bis eine ausreichende Follikelentwicklung erzielt ist
- initial: 150 - 225 I.E. Follitropin alfa s.c. 1mal / Tag für 7 Tage
- anschließend Dosis an ovarielle Reaktion anpassen
- Therapiebeginn mit Follitropin alpha: i. d. R. 2 Wochen nach Beginn der GnRH-Agonist-Gabe
- Erfolgschancen
- Erfahrungen mit IVF zeigen, dass i. A. die Erfolgschancen der Behandlung während der ersten 4 Behandlungsversuche stabil bleiben und danach allmählich abnehmen
- Downregulation mit GnRH (Gonadotropin freisetzendes Hormon)-Agonist oder -Antagonist
- Frauen mit schwerem LH- und FSH-Mangel
- Kombination von Follitropin alfa mit luteinisierendem Hormon (LH)
- Therapieziel: Unterstützung der Follikelentwicklung mit anschließender endgültiger Reifung nach Gabe von humanem Choriongonadotropin (hCG)
- Therapiebeginn: jederzeit bei Patientin mit Amenorrhoe und niedriger endogener Östrogensekretion
- Anwendung muss über einen bestimmten Zeitraum täglich zusammen mit Lutropin alfa erfolgen
- initial: 75 I.E. Lutropin alfa 1mal / Tag und 75 - 150 I.E. FSH 1mal / Tag
- Dosisanpassung
- entsprechend individueller Reaktion
- beurteilt durch Bestimmung der Follikelgröße im Ultraschall und durch Messungen des Östrogenspiegels
- wenn Dosissteigerung von FSH erforderlich
- vorzugsweise in Intervallen von 7 - 14 Tagen und in Schritten von 37,5 - 75 I.E. Follitropin alfa
- Behandlungsdauer: max. 5 Wochen / Zyklus
- nach erfolgreicher Stimulation
- einmalige Injektion von 250 µg r-hCG oder 5.000 - 10.000 I.E. hCG, 24 - 48 Stunden nach letzter Injektion von Follitropin alfa und Lutropin alfa
- der Patientin wird empfohlen, am Tag der Injektion von hCG und am darauffolgenden Tag Geschlechtsverkehr zu haben
- alternativ kann eine intrauterine Insemination oder abhängig von der ärztlichen Einschätzung des Falles ein anderes medizinisch assistiertes Reproduktionsverfahren durchgeführt werden
- eine Unterstützung der Lutealphase kann in Betracht gezogen werden, da nach der Ovulation ein Mangel an luteotropen Substanzen (LH / hCG) zu einer frühen Corpus Luteum-Insuffizienz führen kann
- bei überschießender Stimulation
- Behandlung beenden
- keine hCG verabreichen
- Wiederaufnahme der Behandlung im nächsten Zyklus mit niedrigerer FSH-Dosierung
- Männer mit hypogonadotropem Hypogonadismus
- 150 I.E. Follitropin alfa s.c. 3mal / Woche, zusammen mit hCG
- Behandlungsdauer
- mind. 4 Monate
- wenn der Patient nach dieser Zeit keine erwünschte Reaktion zeigt, kann die Kombinationstherapie fortgesetzt werden
- klinische Erfahrungen zeigen, dass eine Behandlung von >/= 18 Monaten erforderlich sein kann, um die Spermatogenese zu induzieren
- Vergleich zu urinärem FSH
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- kein relevanter Nutzen
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- Einschränkung der Leber- oder Nierenfunktion
- Sicherheit, Wirksamkeit und Pharmakokinetik nicht erwiesen
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Nutzen
Kontraindikationen
Follitropin alfa - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Follitropin alfa oder FSH
- Tumoren des Hypothalamus oder der Hypophyse
- Vergrößerung der Ovarien oder Ovarialzysten, sofern sie nicht
- durch ein polyzystisches Ovarialsyndrom bedingt sind
- unbekannter Ursache sind
- gynäkologische Blutungen unbekannter Ursache
- Ovarial-, Uterus- oder Mammakarzinom
- wenn abzusehen ist, dass das Therapieziel nicht erreicht werden kann, wie z.B. bei
- primärer Ovarialinsuffizienz
- Missbildungen der Sexualorgane, die eine Schwangerschaft unmöglich machen
- fibrösen Tumoren der Gebärmutter, die eine Schwangerschaft unmöglich machen
- primärer testikulärer Insuffizienz
Nebenwirkungen
Follitropin alfa - invasiv
Behandlung von Frauen
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- leichte bis schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen und Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Thromboembolien
- sowohl in Zusammenhang mit als auch unabhängig von einem ovariellen Hyperstimulationssyndrom (OHSS)
- Thromboembolien
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Exazerbation oder Verstärkung von Asthma
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bauchschmerzen
- aufgeblähter Bauch
- abdominale Beschwerden
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ovarialzysten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- leichtes oder mittelschweres OHSS, einschließlich der damit verbundenen Symptomatik
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- schweres OHSS, einschließlich der damit verbundenen Symptomatik
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Komplikationen in Zusammenhang mit einem schweren OHSS
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle, z.B.
- Schmerzen
- Rötung
- Bluterguss
- Schwellung
- Reizung
- Reaktionen an der Injektionsstelle, z.B.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Behandlung von Männern
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- leichte bis schwerwiegende Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich anaphylaktischer Reaktionen und Schock
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Exazerbation oder Verstärkung von Asthma
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Akne
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gynäkomastie
- Varikozele
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle, z.B.
- Schmerzen
- Rötung
- Bluterguss
- Schwellung
- Reizung
- Reaktionen an der Injektionsstelle, z.B.
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gewichtszunahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- zur subkutanen Anwendung
- Injektion erfolgt jeden Tag zur gleichen Zeit
- 1. Injektion muss unter direkter ärztlicher Aufsicht erfolgen
- Selbst-Anwendung nur bei motivierten und ausreichend geschulten Patienten, die die Möglichkeit haben, fachkundigen Rat einzuholen
- Fertigpen mit Mehrfachdosis-Patrone für mehrere Injektionen
- Patienten sollten
- klare Anweisungen erhalten, um einen Fehlgebrauch zu vermeiden
- mit der korrekten Anzahl Pens für das geplante Behandlungsschema versorgt werden
- Patienten sollten
- Hinweise zur Anwendung mit dem Fertigpen: siehe Fachinformation
Stillzeithinweise
Follitropin alfa - invasiv
- während der Stillzeit nicht indiziert
Schwangerschaftshinweise
Follitropin alfa - invasiv
- keine Indikation für die Anwendung während einer Schwangerschaft
- Daten über eine begrenzte Anzahl von exponierten Schwangeren (< 300 Schwangerschaftsausgänge)
- deuten nicht auf ein Fehlbildungsrisiko oder fetale / neonatale Toxizität von Follitropin alfa hin
- keine ausreichenden Daten über exponierte Schwangere, um eine teratogene Wirkung auszuschließen
- tierexperimentelle Studien
- keine teratogene Wirkung beobachtet
- Fertilität
- Follitropin alfa ist zur Anwendung bei Infertilität indiziert
Warnhinweise
Follitropin alfa - invasiv
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern
- Bezeichnung des Arzneimittels und Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels müssen eindeutig dokumentiert werden
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern
- allgemeine Empfehlungen
- Follitropin alfa ist eine stark wirkende gonadotrope Substanz
- kann leichte bis schwere Nebenwirkungen verursachen
- darf nur von Ärzten angewendet werden, die mit Fertilitätsproblemen und deren Behandlung umfassend vertraut sind
- kann leichte bis schwere Nebenwirkungen verursachen
- Gonadotropintherapie erfordert einen gewissen zeitlichen Aufwand von Ärzten und medizinischem Fachpersonal sowie die Verfügbarkeit geeigneter medizinischer Einrichtungen zum Zyklus-Monitoring
- sicherer und wirksamer Einsatz von Follitropin alfa erfordert Überwachung der ovariellen Reaktion der Frauen mittels Ultraschall
- vorzugsweise in Kombination mit regelmäßigen Messungen der Estradiolwerte im Serum
- ovarielle Reaktion verschiedener Patientinnen auf die FSH-Gabe kann zu einem gewissen Grad variieren
- manche zeigen unzureichende ovarielle Reaktion auf FSH, andere eine übersteigerte Reaktion
- bei Männern wie Frauen jeweils geringste wirksame Dosis zur Erreichung des Behandlungsziels verwenden
- sicherer und wirksamer Einsatz von Follitropin alfa erfordert Überwachung der ovariellen Reaktion der Frauen mittels Ultraschall
- Follitropin alfa ist eine stark wirkende gonadotrope Substanz
- Porphyrie
- engmaschige Überwachung von Patienten, die an Porphyrie leiden oder bei denen Porphyriefälle in der Familie bekannt sind
- Verschlechterung oder erstes Auftreten einer Porphyrie
- kann ein Beenden der Behandlung erforderlich machen
- Behandlung von Frauen
- allgemein
- vor Behandlungsbeginn Infertilitätsursachen des Paares genau abklären und mögliche Kontraindikationen für eine Schwangerschaft feststellen
- insbesondere Patientinnen bezüglich folgender Erkrankungen untersuchen und entsprechend behandeln
- Hypothyreose
- Nebennierenrindeninsuffizienz
- Hyperprolactinämie
- Vergrößerung der Ovarien oder eine Überstimulation können auftreten
- unabhängig davon, ob Stimulation des Follikelwachstums als Behandlung der anovulatorischen Infertilität oder als assistierte Reproduktion durchgeführt wird
- durch Anwendung der empfohlenen Follitropin-alfa-Dosis und des Behandlungsschemas sowie durch sorgfältige Überwachung der Therapie wird die Häufigkeit solcher Vorkommnisse minimiert
- zur exakten Interpretation der Parameter der Follikelentwicklung und Follikelreifung sollte der Arzt Erfahrung in der Interpretation der relevanten Untersuchungsergebnisse besitzen
- in klinischen Studien belegt
- wenn Follitropin alfa zusammen mit Lutropin alfa angewendet wird
- Sensitivität der Ovarien auf Follitropin alfa wird erhöht
- wenn eine Erhöhung der FSH-Dosis angezeigt ist
- Anpassung der Dosis sollte vorzugsweise in 7- bis 14-tägigen Intervallen und in Schritten von 37,5 - 75 I.E. erfolgen
- wenn Follitropin alfa zusammen mit Lutropin alfa angewendet wird
- kein direkter Vergleich von Follitropin alfa / LH mit humanem Menopausengonadotropin (hMG) durchgeführt
- Vergleich mit historischen Daten zeigt, dass die mit Follitropin alfa / LH erreichte Ovulationsrate vergleichbar der unter hMG erreichten Ovulationsrate ist
- ovarielles Hyperstimulationssyndrom (OHSS)
- gewisse Vergrößerung der Ovarien ist bei einer kontrollierten ovariellen Stimulation zu erwarten
- tritt bei Frauen mit polyzystischem Ovarialsyndrom häufiger auf
- bildet sich für gewöhnlich ohne Behandlung wieder zurück
- im Gegensatz zu einer unkomplizierten Vergrößerung der Ovarien ist ein OHSS ein Zustand, der sich in zunehmendem Schweregrad manifestieren kann
- OHSS umfasst
- deutliche Vergrößerung der Ovarien
- hohe Sexualsteroidkonzentrationen im Serum
- erhöhte vaskuläre Permeabilität
- welche zu einer Flüssigkeitsansammlung in folgenden Körperhöhlen führen kann
- peritoneal
- pleural
- selten auch perikardial
- welche zu einer Flüssigkeitsansammlung in folgenden Körperhöhlen führen kann
- folgende Symptomatik kann in schweren Fällen eines OHSS beobachtet werden
- Unterleibsschmerzen
- aufgeblähter Bauch
- gravierende Vergrößerung der Ovarien
- Gewichtszunahme
- Dyspnoe
- Oligurie
- gastrointestinale Symptome, einschl.
- Übelkeit
- Erbrechen
- Durchfall
- bei klnischer Untersuchung können auch folgende Symptome festgestellt werden
- Hypovolämie
- Hämokonzentration
- Störungen im Elektrolythaushalt
- Aszites
- Hämoperitoneum
- Pleuraergüsse
- Hydrothorax
- akute Atemnot
- sehr selten können bei einem schweren OHSS Komplikationen auftreten wie
- Ovarialtorsion
- thromboembolische Ereignisse, z.B.
- Lungenembolie
- ischämischer Schlaganfall
- Herzinfarkt
- unabhängige Risikofaktoren für die Entwicklung eines OHSS
- junges Alter
- fettfreie Körpermasse
- polyzystisches Ovarialsyndrom
- höhere Dosen exogener Gonadotropine
- frühere OHSS-Episoden
- hohe absolute oder rasch ansteigende Estradiolspiegel im Serum, z.B.
- > 900 pg / ml oder > 3.300 pmol / l bei anovulatorischen Patientinnen
- > 3.000 pg / ml oder > 11.000 pmol / l bei assistierter Reproduktion)
- hohe Anzahl sich entwickelnder Ovarialfollikel, z.B.
- > 3 Follikel mit einem Durchmesser von >= 14 mm bei anovulatorischen Patientinnen
- >= 20 Follikel mit einem Durchmesser von >= 12 mm bei assistierter Reproduktion
- hohe Anzahl gewonnener Eizellen in Zyklen mit assistierter Reproduktion (ART)
- durch Einhaltung der empfohlenen Follitropin-alfa-Dosis und des empfohlenen Behandlungsschemas kann das Risiko einer ovariellen Überstimulation minimiert werden
- zur frühzeitigen Identifizierung von Risikofaktoren Überwachung der Stimulationszyklen mittels Ultraschall sowie Bestimmungen des Estradiolspiegels empfohlen
- Hinweise vorliegend
- hCG spielt eine Schlüsselrolle bei der Auslösung eines OHSS
- wenn eine Schwangerschaft eintritt
- Syndrom kann schwerwiegender und langwieriger verlaufen
- bei Anzeichen einer ovariellen Überstimulation, z.B.
- Estradiolspiegel im Serum von > 5.500 pg / ml oder > 20.200 pmol / l und / oder insgesamt >= 40 Follikel
- empfehlenswert
- kein hCG zu geben
- Patientin anzuweisen, für mind. 4 Tage keinen Geschlechtsverkehr zu haben oder geeignete Verhütungsmethoden (Barrieremethoden) anzuwenden
- empfehlenswert
- Estradiolspiegel im Serum von > 5.500 pg / ml oder > 20.200 pmol / l und / oder insgesamt >= 40 Follikel
- OHSS kann sich rasch (innerhalb von 24 Stunden oder innerhalb einiger Tage) entwickeln und zu einem schwerwiegenden medizinischen Ereignis werden
- tritt meistens nach Beendigung der Hormonbehandlung auf und ist etwa 7 - 10 Tage nach der Behandlung am stärksten ausgeprägt
- Patientinnen sollten über einen Zeitraum von mind. 2 Wochen nach der hCG-Gabe unter Beobachtung bleiben
- bei der assistierten Reproduktion kann durch Absaugen sämtlicher Follikel vor der Ovulation die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten einer Überstimulation verringert werden
- leichtes oder mittelschweres OHSS
- klingt normalerweise spontan ab
- schweres OHSS
- laufende Gonadotropinbehandlung ggf. abbrechen
- Patientin hospitalisieren
- mit einer geeigneten Therapie gegen OHSS beginnen
- gewisse Vergrößerung der Ovarien ist bei einer kontrollierten ovariellen Stimulation zu erwarten
- Mehrlingsschwangerschaften
- bei Patientinnen, die sich einer Ovulationsinduktion unterziehen
- Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft im Vergleich zur natürlichen Konzeption erhöht
- meistens Zwillinge
- Wahrscheinlichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft im Vergleich zur natürlichen Konzeption erhöht
- Mehrlingsschwangerschaften, insbesondere die höherer Ordnung
- erhöhtes Risiko für maternale und perinatale Komplikationen
- um das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft zu minimieren
- sorgfältige Überwachung der ovariellen Reaktion empfohlen
- Patientinnen, die sich einer assistierten Reproduktion unterziehen
- Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft steht hauptsächlich mit der Anzahl der übertragenen Embryonen, ihrer Qualität und dem Alter der Patientin im Zusammenhang
- Patientinnen müssen vor Behandlungsbeginn über das potenzielle Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft informiert werden
- bei Patientinnen, die sich einer Ovulationsinduktion unterziehen
- Fehlgeburten
- Häufigkeit von Fehlgeburten oder Schwangerschaftsabbrüchen bei Patientinnen, die sich einer Stimulationsbehandlung oder einer Technik der assistierten Reproduktion unterziehen, höher als nach einer natürlichen Empfängnis
- ektope Schwangerschaften
- Frauen mit Eileitererkrankungen in der Anamnese
- Risiko einer ektopen Schwangerschaft, unabhängig davon, ob Schwangerschaft durch spontane Konzeption oder durch Fertilitätsbehandlungen eingetreten ist
- Häufigkeit einer ektopen Schwangerschaft nach Anwendung einer Technik der assistierten Reproduktion höher als in der Allgemeinbevölkerung
- Frauen mit Eileitererkrankungen in der Anamnese
- Neoplasmen der Fortpflanzungsorgane
- Frauen, die sich mehrfachen Behandlungszyklen zur Ovulationsinduktion unterzogen haben
- Berichte über gutartige wie auch bösartige Neoplasmen der Ovarien und anderer Fortpflanzungsorgane
- bisher konnte noch nicht geklärt werden, ob eine Behandlung mit Gonadotropinen Einfluss auf das Risiko unfruchtbarer Frauen für diese Tumoren hat
- Frauen, die sich mehrfachen Behandlungszyklen zur Ovulationsinduktion unterzogen haben
- kongenitale Missbildungen
- Häufigkeit kongenitaler Missbildungen nach Anwendung von Techniken der assistierten Reproduktion könnte etwas höher liegen als nach spontaner Empfängnis
- Annahme, dass dies auf unterschiedliche Vorbelastung der Eltern (z.B. Alter der Mutter, Eigenschaften der Spermien) und Mehrlingsschwangerschaften zurückzuführen ist
- Häufigkeit kongenitaler Missbildungen nach Anwendung von Techniken der assistierten Reproduktion könnte etwas höher liegen als nach spontaner Empfängnis
- thromboembolische Ereignisse
- Frauen mit kürzlich aufgetretenen oder bestehenden thromboembolischen Erkrankungen oder Frauen mit allgemeinen Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, wie eine eigene oder familiäre Anamnese
- Gonadotropinbehandlung kann das Risiko einer Verschlechterung bzw. das Auftreten solcher Ereignisse weiter erhöhen
- genaue Nutzen-Risiko-Abwägung bei diesen Patientinnen
- Schwangerschaft bzw. OHSS
- an sich erhöhtes Risiko für thromboembolische Ereignisse
- Frauen mit kürzlich aufgetretenen oder bestehenden thromboembolischen Erkrankungen oder Frauen mit allgemeinen Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse, wie eine eigene oder familiäre Anamnese
- allgemein
- Behandlung von Männern
- erhöhte endogene FSH-Spiegel deuten auf primäre testikuläre Insuffizienz hin
- solche Patienten sprechen auf eine Therapie mit Follitropin alfa / hCG nicht an
- wenn abzusehen ist, dass das Therapieziel nicht erreicht werden kann
- Follitropin alfa sollte nicht angewendet werden
- zur Beurteilung des Ansprechens
- empfohlen, 4 - 6 Monate nach Behandlungsbeginn Spermauntersuchung durchzuführen
- erhöhte endogene FSH-Spiegel deuten auf primäre testikuläre Insuffizienz hin