Granisetron Kabi 3mg/3ml
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 5X3 ML | 100,65 € |
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Indikation
- Prophylaxe oder Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, hervorgerufen durch eine Chemotherapie oder Strahlentherapie, bei Erwachsenen und Kindern ab 2 Jahren
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Konzentrat zur Herstellung einer Injektionslösung oder Infusionslösung enthält 1,12 mg Granisetronhydrochlorid entsprechend 1 mg Granisetron
- Prophylaxe oder Behandlung von Übelkeit und Erbrechen, hervorgerufen durch eine Chemotherapie oder Strahlentherapie
- Erwachsene:
- Prophylaxe:
- 1 mg oder 3 mg als Einzeldosis
- in den meisten Fällen Einmalgabe / 24 Stunden ausreichend
- Beginn:
- < 30 Min. vor Zytostatikagabe
- Anwendung sollte vor Beginn der zytostatischen Therapie abgeschlossen sein
- max. Tagesdosis: 9 mg / 24 Stunden
- Therapie:
- 1 mg oder 3 mg als Einzeldosis
- weitere Dosen im Abstand von mind. 10 Min.
- max. Tagesdosis: 9 mg / 24 Stunden
- Kombination mit Corticosteroiden
- Wirksamkeitserhöhung durch zustätzliche Gabe von
- 8 - 20 mg Dexamethason
- alternativ 250 mg Methylprednisolon
- Wirksamkeitserhöhung durch zustätzliche Gabe von
- Prophylaxe:
- Kinder ab 2 Jahre:
- Prophylaxe
- 20 - 40 µg / kg KG (max. 3 mg) als Einzeldosis i. v. / 5 Min.
- Infusion sollte vor Beginn der Zytostatikatherapie abgeschlossen sein
- Behandlung:
- 20 - 40 µg / kg KG (max. 3mg) als Einzeldosis i. v. / 5 Min.
- bei Bedarf, weitere Dosis von 40 µg / kg (max. 3 mg) als Einzeldosis oder in zwei Teilgaben / 24 Stunden möglich
- Abstand zur ersten Infusion: mind. 10 Min.
- Prophylaxe
- Erwachsene:
Dosisanpassung
- Kinder < 2 Jahre: kontraindiziert aufgrund unzureichender Daten
- ältere Patienten: keine Dosisanpassung erforderlich
- Niereninsuffizienz: keine Dosisanpassung erforderlich
- Leberinsuffizienz:
- keine Dosisanpassung erforderlich
- vorsichtige Anwendung
Kontraindikationen
Granisetron - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Granisetron
Nebenwirkungen
Granisetron - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
- Anaphylaxie
- Urtikaria
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Insomnia
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- extrapyramidale Reaktionen
- Serotonin-Syndrom, einschl.
- veränderter Geisteszustand
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Anomalien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- EKG-Veränderungen, einschl.
- QT-Verlängerung
- EKG-Veränderungen, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Verstopfung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhö
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhte Werte der Lebertransaminasen
- trat bei Patienten, die mit einem vergleichbaren Arzneimittel therapiert wurden, mit ähnlicher Häufigkeit auf
- erhöhte Werte der Lebertransaminasen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- ausschließlich zur intravenösen Anwendung
- Erwachsene:
- intravenöse Bolusinjektion / 30 Sekunden
- intravenöse Infusion / 5 Min.
- Kinder: intravenöse Infusion / 5 Min.
Hinweise zur Handhabung
- Zubereitung:
- Erwachsene:
- Bolusinjektion:
- Verdünnung der 1 ml Ampullen auf 5 ml möglich
- Infusion:
- Verdünnung mit 20 - 50 ml einer kompatiblen Infusionslösung:
- Natriumchloridlösung 0,9% (w/v)
- Glucoselösung 5% (w/v)
- Ringer-Lactat-Lösung
- keine anderen Lösungen zum Verdünnen verwenden
- Verdünnung mit 20 - 50 ml einer kompatiblen Infusionslösung:
- Bolusinjektion:
- Kinder > 2 Jahre:
- Infusion
- Entnahme des entsprechenden Volumens aus der Ampulle
- Verdünnung mit geeigneter Infusionslösung (s. Erwachsene)
- Gesamtvolumen: 10 - 30 ml
- Infusion
- Erwachsene:
- allgemein:
- nur zur einmaligen Anwendung
- nur klare Lösungen ohne sichtbare Partikel verwenden
- nicht mit anderen Arzneimitteln in der gleichen Infusionsflasche mischen
- nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial entsprechend den nationalen Anforderungen entsorgen
Kompatibilität:
- Mischungen aus Granisetronhydrochlorid und Dexamethasondihydrogenphosphat-Dinatrium in 0,9%iger Natriumchlorid- oder 5%iger Glucose-Infusionslösung:
- Konzentration 10 - 60 µg / ml Granisetron und 80 - 480 µg / ml Dexamethasonphosphat: 24 Stunden
Stillzeithinweise
Granisetron - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme sollte davon abgeraten werden, während einer Behandlung mit Granisetron zu stillen
- nicht bekannt, ob Granisetron oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Granisetron - invasiv
- als Vorsichtsmaßnahme sollte die Anwendung von Granisetron während der Schwangerschaft vermieden werden
- nur begrenzte Daten zur Anwendung von Granisetron bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf die Reproduktionstoxizität
- Fertilität
- Granisetron hatte keine schädlichen Wirkungen auf die Reproduktivität oder die Fruchtbarkeit bei Ratten
Warnhinweise
Granisetron - invasiv
- Einfluss auf MagenMagen-Darm-Trakt
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion nach Verabreichung überwachen
- Granisetron kann Darmmotilität vermindern
- Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion nach Verabreichung überwachen
- EKG-Veränderungen
- Berichte über Fälle von EKG-Veränderungen (wie bei anderen 5-HT3-Antagonisten), einschl. QT-Verlängerung
- könnte klinische Auswirkungen haben bei Patienten mit
- vorbestehenden Arrhythmien
- Erregungsleitungsstörungen
- könnte klinische Auswirkungen haben bei Patienten mit
- Vorsicht geboten bei Patienten mit
- kardialen Begleiterkrankungen
- kardiotoxischer Chemotherapie und / oder
- gleichzeitigen Elektrolytverschiebungen
- Berichte über Fälle von EKG-Veränderungen (wie bei anderen 5-HT3-Antagonisten), einschl. QT-Verlängerung
- Kreuzallergien
- Berichte über Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonisten, z.B.
- Dolasetron
- Ondansetron
- Berichte über Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonisten, z.B.
- Serotonin-Syndrom
- Berichte über Fälle eines Serotonin-Syndroms bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonisten
- entweder alleine
- aber meist in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen, einschl.
- Selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer [SSRIs]
- SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer [SNRIs]
- empfohlen, Patienten angemessen auf Symptome des Serotonin-Syndroms hin zu beobachten
- Berichte über Fälle eines Serotonin-Syndroms bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonisten