Granisetron-ratiopharm 1mg Filmtabletten

ratiopharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Granisetron →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 5 ST 51,37 €
N3 10 ST 85,48 €

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Fachinformationen

Indikation

  • bei Erwachsenen in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie
    • zur Vorbeugung und Behandlung von akuter Übelkeit und Erbrechen
    • zur Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen

Dosierung

  • bei Erwachsenen in Verbindung mit Chemo- und Strahlentherapie zur Vorbeugung und Behandlung von akuter Übelkeit und Erbrechen oder zur Vorbeugung von verzögerter Übelkeit und Erbrechen
    • 1 mg Granisetron 2mal / Tag oder 2 mg Granisetron 1mal / Tag
    • Behandlungsbeginn: innerhalb von 1 Stunde vor Beginn der Therapie
    • Behandlungdauer: bis zu 1 Woche nach Strahlen- oder Chemotherapie
    • Hinweis: Dexamethason wurde gleichzeitig in Dosierungen von bis zu 20 mg 1mal / Tag oral verabreicht
    • Kinder und Jugendliche:
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht untersucht und keine Daten vorliegend

Dosisanpassung

  • ältere Patienten und Patienten mit Nierenfunktionsstörungen
    • keine besonderen Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
  • Leberfunktionsstörungen
    • bisher keine Hinweise auf eine erhöhte Inzidenz von Nebenwirkungen
    • mit Vorsicht anwenden, auf Grundlage der Kinetik von Granisetron
    • jedoch keine Dosisanpassung erforderlich

Kontraindikationen

Granisetron - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Granisetron

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Granisetron - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B.
        • Anaphylaxie
        • Urtikaria
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Insomnia
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • extrapyramidale Reaktionen
      • Serotonin-Syndrom, einschl.
        • veränderter Geisteszustand
        • autonome Instabilität
        • neuromuskuläre Anomalien
  • Herzerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • QT-Verlängerung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • EKG-Veränderungen (einschl. QT-Verlängerung)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Verstopfung
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhoe
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhte Werte der Lebertransaminasen
        • trat bei Patienten, die mit einem vergleichbaren Arzneimittel therapiert wurden, mit ähnlicher Häufigkeit auf
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag

Anwendungshinweise

  • Tabletten ganz und mit Wasser einnehmen

Stillzeithinweise

Granisetron - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte davon abgeraten werden, während einer Behandlung mit Granisetron zu stillen
  • es ist nicht bekannt, ob Granisetron oder seine Metaboliten in die Muttermilch übergehen

Schwangerschaftshinweise

Granisetron - peroral
  • als Vorsichtsmaßnahme sollte die Anwendung von Granisetron während der Schwangerschaft vermieden werden
    • nur begrenzte Daten zur Anwendung von Granisetron bei Schwangeren vorliegend
  • tierexperimentelle Studien
    • ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte schädliche Wirkungen auf die Reproduktionstoxizität
  • Fertilität
    • Granisetron hatte keine schädlichen Wirkungen auf die Reproduktivität oder die Fruchtbarkeit bei Ratten

Warnhinweise

Granisetron - peroral
  • Einfluss auf MagenMagen-Darm-Trakt
    • Patienten mit Anzeichen einer subakuten Darmobstruktion nach Verabreichung überwachen
      • Granisetron kann Motilität des unteren MagenMagen-Darm-Traktes vermindern
  • EKG-Veränderungen
    • Berichte über Fälle von EKG-Veränderungen (wie bei anderen 5-HT3-Antagonisten), einschl. QT-Verlängerung
      • könnte klinische Auswirkungen haben bei Patienten mit
        • vorbestehenden Arrhythmien
        • Erregungsleitungsstörungen
    • Vorsicht geboten bei Patienten mit
      • kardialen Begleiterkrankungen
      • kardiotoxischer Chemotherapie und / oder
      • gleichzeitigen Elektrolytverschiebungen
  • Kreuzallergien
    • Berichte über Kreuzallergien zwischen 5-HT3-Antagonisten, z.B.
      • Dolasetron
      • Ondansetron
  • Serotonin-Syndrom
    • Berichte über Fälle eines Serotonin-Syndroms bei der Anwendung von 5-HT3-Antagonisten
      • entweder alleine
      • aber meist in Kombination mit anderen serotonergen Substanzen, einschl.
        • Selektiver Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer [SSRIs]
        • SerotoninSerotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahme-Hemmer [SNRIs]
    • empfohlen, Patienten angemessen auf Symptome des Serotonin-Syndroms hin zu beobachten
  • Kinder und Jugendliche
    • klinische Evidenz nicht ausreichend, um die Anwendung bei Kindern zu empfehlen