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Fachinformationen

Indikation

  • einfache Erkältungskrankheiten
    • symptomatische Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden wie
      • Kopf- und Gliederschmerzen
      • Schnupfen
      • und Reizhusten
    • gleichzeitiges Fieber oder erhöhte Körpertemperatur
  • Hinweis
    • durch fixe Kombination der Wirkstoffe kann bei Beschwerden, die überwiegend eines der genannten Symptome betreffen, keine individuelle Dosisanpassung vorgenommen werden
    • in solchen Situationen Arzneimittel in anderer Zusammensetzung vorziehen

Dosierung

  • symptomatische Behandlung von gemeinsam auftretenden Beschwerden im Rahmen einer einfachen Erkältungskrankheit mit oder ohne Fieber
    • 1 Beutel (entsprechend 400 mg Paracetamol plus 300 mg Ascorbinsäure plus 50 mg Coffein plus 5 mg Chlorphenaminmaleat) 3mal / Tag
    • Anwendungsdauer
      • nicht ohne Befragen des Arztes über längere Zeit oder in höheren Dosen einnehmen

Dosisanpassung

  • Leber- und/oder Niereninsuffizienz, Gilbert-Syndrom
    • Dosisreduktion bzw. Dosisintervall verlängern
    • schwere Niereninsuffizienz: Anwendung kontraindiziert
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Anwendung kontraindiziert

Kontraindikationen

Ascorbinsäure, Chlorphenamin hydrogenmaleat, Coffein etc. - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen
    • Paracetamol
    • Ascorbinsäure
    • Coffein
    • Chlorphenamin
  • Schwere Nierenfunktionsstörungen
  • Kinder < 12 Jahre
  • Schwangerschaft
  • Stillzeit

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Ascorbinsäure, Chlorphenamin hydrogenmaleat, Coffein etc. - peroral
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Veränderungen im Blutbild, wie
        • Leukopenie
        • Neutropenie
        • Agranulozytose
        • Thrombozytopenie
        • thrombozytopenische Purpura
        • Panzytopenie
        • aplastische Anämie
        • leichte Methämoglobinbildung (bei hoher Dosierung)
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Überempfindlichkeitsreaktionen (Paracetamol), wie
        • Quincke-Ödem
        • Atemnot
        • Schweißausbruch
        • Übelkeit
        • Blutdruckabfall bis hin zum Kreislaufversagen
        • anaphylaktischer Schock
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bullöse Hautreaktionen, wie
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • toxisch epidermale Nekrolyse / Lyell-Syndrom
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Appetitsteigerung
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Psychotische Reaktionen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Innere Unruhe
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Dyskinesien
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sedierung
      • Benommenheit
  • Augenerkrankungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Glaukomauslösung (Engwinkelglaukom)
      • Sehstörungen
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arrhythmien, wie z.B. Tachykardie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Respiratorische Überempfindlichkeitsreaktionen
      • bei vorbelasteten Personen
        • Bronchospasmus (Analgetika-Asthma, durch Paracetamol ausgelöst)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Mundtrockenheit
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Gastrointestinale Beschwerden
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Anstieg der Lebertransaminasen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Leberschäden (nach längerer Einnahme höherer Dosen oder bei Überdosierung)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Allergische Hautreaktionen (erythematös oder urtikariell), unter Umständen begleitet von Temperaturanstieg (Arzneimittelfieber) und Schleimhautläsionen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hautreaktionen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Miktionsbeschwerden
      • Nierenschäden (nach längerer Einnahme höherer Dosen)
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Paracetamol
        • Harnsäurebestimmung mittels Phosphorwolframsäure kann beeinflusst werden
        • Blutzuckerbestimmung mittels Glukose-Oxidase-Peroxidase kann beeinflusst werden
      • Ascorbinsäure (nach Gabe von Grammdosen)
        • Anstieg der Ascorbinsäurekonzentration im Harn und dadurch mögliche Störung der Messungverschiedener klinisch-chemischer Parameter, wie
          • Glukose
          • Harnsäure
          • Kreatinin
          • anorganisches Phosphat
        • falsch negative Ergebnisse bei versuchtem Nachweis von okkultem Blut im Stuhl möglich
        • chemische Nachweismethoden, die auf Farbreaktionen beruhen, können beeinträchtigt werden
      • Chlorphenaminmaleat
        • Reaktion von kutanen Allergietests kann abgeschwächt werden

Anwendungshinweise

  • Granulat zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen
    • Inhalt eines Beutels in ein Glas Trinkwasser geben (Granulat löst sich in ca. 1 Min., ohne umzurühren) und direkt im Anschluss vollständig austrinken

Stillzeithinweise

Ascorbinsäure, Chlorphenamin hydrogenmaleat, Coffein etc. - peroral
  • Anwendung während der Stillzeit kontraindiziert
  • nicht bekannt, ob Chlorphenaminmaleat in die Muttermilch ausgeschieden wird

Schwangerschaftshinweise

Ascorbinsäure, Chlorphenamin hydrogenmaleat, Coffein etc. - peroral
  • Anwendung während der Schwangerschaft kontraindiziert
  • epidemiologische Studien
    • Hinweise auf ein erhöhtes Risiko durch Chlorphenamin für ZNS- bzw. kraniale Anomalien und Tumore im Kindesalter
    • Studie vorliegend, die über ein erhöhtes Risiko für retrolentale Fibroplasien bei Frühgeborenen nach Antihistamin-Exposition in den letzten zwei Wochen vor der Geburt berichtet
  • Fertilität
    • keine Daten zur Fertilität vorliegend

Warnhinweise

Ascorbinsäure, Chlorphenamin hydrogenmaleat, Coffein etc. - peroral
  • Allgemein
    • durch die fixe Kombination der Wirkstoffe kann bei Beschwerden, die überwiegend eines der genannten Symptome betreffen, keine individuelle Dosisanpassung vorgenommen werden
      • In solchen Situationen sind Arzneimittel in anderer Zusammensetzung vorzuziehen
    • Paracetamol-haltige Arzneimittel sollen ohne ärztlichen oder zahnärztlichen Rat nur wenige Tage und nicht in erhöhterDosis angewendet werden
  • Anwendung nur mit besonderer Vorsicht bzw. nach Rücksprache mit dem Arzt bei
    • Nierenfunktionsstörungen
    • Leberfunktionsstörungen
    • Gilbert-Syndrom (Meulengracht-Krankheit)
    • Oxalat-Urolithiasis
    • Eisen-Speichererkrankungen
      • Thalassämie
      • Hämochromatose
      • sideroblastische Anämie
    • chronischem Alkoholmissbrauch
    • Pyloroduodenaler Obstruktion und Blasenhalsobstruktion
    • Engwinkelglaukom
    • Ulcus ventriculi oder duodeni
    • Hyperthyreose
    • Arrhythmien (Gefahr der Verstärkung von Tachykardien und Extrasystolen)
    • Angststörungen (Gefahr der Verstärkung)
  • Arzt konsultieren bei
    • hohem Fieber
    • Anzeichen einer Sekundärinfektion
    • Verschlechterung der Symptome
    • weiteren Komplikationen
  • Arzneimittelinduzierte Kopfschmerzen
    • Bei längerem hoch dosierten, nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch von Analgetikahaltigen Arzneimitteln können Kopfschmerzen auftreten, die nicht durch erhöhte Dosen des Arzneimittels behandelt werden dürfen
  • Paracetamol
    • Überschreitung der empfohlenen Dosis kann wie bei allen Paracetamol-haltigen Arzneimitteln zu schweren Leberschäden führen
      • In diesem Fall ist eine umgehende Behandlung erforderlich
    • Risiko einer Überdosierung vermeiden, indem sichergestellt wird, dass auch bei Einnahme weiterer Paracetamol-haltiger Arzneimittel die Tageshöchstdosis von Paracetamol (ab 43 kg Körpergewicht: 4.000mg Paracetamol) nicht überschritten wird
  • Ascorbinsäure
    • Bei der Einnahme hoher Dosen von Ascorbinsäure (4 g täglich) wurden bei Patienten mit erythrozytärem Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase-Mangel in Einzelfällen z.T. schwere Hämolysen beobachtet
      • Überschreitung der angegebenen Dosisempfehlung ist daher zu vermeiden
    • Bei Disposition zur Nierensteinbildung
      • Gefahr der Bildung von Calciumoxalatsteinen bei Einnahme hoher Dosen von Ascorbinsäure