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Fachinformationen

Indikation

  • rezidivierende unspezifische bakterielle Scheidenentzündung und Trichomoniasis
  • Hinweis:
    • dieses Arzneimittel wird zur Grundimmunisierung verwendet
    • Auffrischung (Boosterung) der Immunbehandlung: 6 - 12 Monate nach der Grundimmunisierung
      • für die Auffrischung steht ein anderes Arzneimittel zur Verfügung

Dosierung

Basiseinheit: 1 Ampulle (0,5 ml Suspension) enthält mind. 7 x 109 inaktivierte Keime von 8 spezifizierten Lactobacillus-Stämmen zu gleichen Anteilen (Lactobacillus rhamnosus [3], Lactobacillus vaginalis [3], Lactobacillus fermentum [1], Lactobacillus salivarius [1])

  • rezidivierende unspezifische bakterielle Scheidenentzündung und Trichomoniasis
    • Grundimmunisierung
      • 3 Dosen von jeweils 0,5 ml (= 3 x 1 Ampulle) in Abständen von je 2 Wochen
      • Schutz für ca. 1 Jahr wird erreicht
    • Auffrischung
      • nach 6 - 12 Monaten: 1 Einzeldosis von 0,5 ml
        • lt. klinischer Studie i.d.R. mind. 2 Jahre ausreichender Impfschutz
      • weitere Auffrischungen nach Bedarf verabreichen
    • Hinweise:
      • Wirkung, d.h. die Antikörperbildung, tritt erst nach 2 Wochen ein
      • daher diese Behandlung mit einer herkömmlichen Therapie der akuten Infektionen kombinieren oder im Anschluss daran durchführen
      • eine schützende Immunantwort, die sich klinisch in einer Verbesserung der Symptomatik oder durch Beschwerdefreiheit für einen bestimmten Zeitraum äußert, wird möglicherweise nicht bei jedem Geimpften aufgebaut
    • Kinder und Jugendliche < 15 Jahre
      • strenge Indikationsstellung (keine Daten über die Anwendung in dieser Altersgruppe)

Kontraindikationen

  • akute fieberhafte Krankheiten
  • aktive Tuberkulose
  • schwere Störungen der Blutbildung
  • dekompensierte Herz- und Nierenerkrankungen
  • Erkrankungen des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen und immunproliferative Erkrankungen)
  • Überempfindlichkeit gegen die enthaltenen Antigene und / oder sonstige Bestandteile
  • nicht angezeigt bei Geschlechtskrankheiten

Nebenwirkungen

  • lokale Impfreaktionen an der Injektionsstelle
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen, Spannungsgefühl oder Schmerzen ausgehend von der Injektionsstelle
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verhärtungen an der Einstichstelle, Impfgranulome
  • systemische Impfreaktionen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • generalisierte allergische Reaktionen, evtl. gepaart mit Symptomen der Impfreaktion bzw. schweren Impfreaktionen
    • sehr selten: kleiner 1/10.000
      • Herz-Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps, Atembeschwerden (Dyspnoe), Hustenanfälle, Gelenkschmerzen, Magen-Darmbeschwerden (z. B. Diarrhoe), allergische Reaktionen (Exanthem, Juckreiz bis hin zu anaphylaktischen Reaktionen)
      • verstärkte Ausbildung bereits bestehender allergischer Prozesse (Hausstaub, Gräser etc.) bzw. Begünstigung autoimmunologische Prozesse sowohl bei geringfügigen als auch bei generalisierten Prozessen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verstärkung vorhandener Infekte und entzündlicher Reaktionen (auch regional)
      • Einzelfälle von Harnwegsinfektionen, Nierenkoliken, PBC (primärer biliärer Zirrhose)
      • Einzelfälle von neurologischen Symptomen (z. B. Parästhesien, Taubheits- oder Lähmungsgefühl, Sehstörung)
      • erhöhte Laborwerte beim CRP

Anwendungshinweise

  • Arzneimittel wird tief intramuskulär (i.m.) und langsam injiziert, vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms
  • Ampulle vor Gebrauch schütteln
  • nach dem Öffnen der Ampulle das Präparat sofort verwenden
  • Suspension in die Spritze aufziehen
  • zur Injektion eine zweite, äußerlich trockene Kanüle verwenden, um lokale Läsionen zu verhindern
  • Hinweis:
    • Trübung der Flüssigkeit ist normal, da der Wirkstoff nicht gelöst, sondern fein verteilt (suspendiert) vorliegt

Stillzeithinweise

  • keine Erfahrungen, strenge Indikationsstellung in der Stillzeit

Schwangerschaftshinweise

  • keine Erfahrungen, strenge Indikationsstellung in der Schwangerschaft

Warnhinweise

  • wie bei allen injizierbaren Impfstoffen können anaphylaktische Reaktionen nicht ausgeschlossen werden
    • medizinische Beaufsichtigung und Voraussetzungen für entsprechende Sofortmaßnahmen gewährleisten
  • infolge einer Injektion ist bekanntermaßen das Auftreten von nicht-sterilen entzündlichen Prozessen bis hin zu Abszedierungen, Läsionen eines Nervenanteils oder eines arteriellen oder venösen Gefäßes möglich