GYNATREN
Strathmann GmbH & Co.KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Lactobacillus fermentum/Lactobacillus rhamnosus/Lactobacillus salivarius/Lactobacillus vaginalis →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 3 ST | 98,83 € |
| NotApplicable | 3 ST | – |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- rezidivierende unspezifische bakterielle Scheidenentzündung und Trichomoniasis
- Hinweis:
- dieses Arzneimittel wird zur Grundimmunisierung verwendet
- Auffrischung (Boosterung) der Immunbehandlung: 6 - 12 Monate nach der Grundimmunisierung
- für die Auffrischung steht ein anderes Arzneimittel zur Verfügung
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle (0,5 ml Suspension) enthält mind. 7 x 109 inaktivierte Keime von 8 spezifizierten Lactobacillus-Stämmen zu gleichen Anteilen (Lactobacillus rhamnosus [3], Lactobacillus vaginalis [3], Lactobacillus fermentum [1], Lactobacillus salivarius [1])
- rezidivierende unspezifische bakterielle Scheidenentzündung und Trichomoniasis
- Grundimmunisierung
- 3 Dosen von jeweils 0,5 ml (= 3 x 1 Ampulle) in Abständen von je 2 Wochen
- Schutz für ca. 1 Jahr wird erreicht
- Auffrischung
- nach 6 - 12 Monaten: 1 Einzeldosis von 0,5 ml
- lt. klinischer Studie i.d.R. mind. 2 Jahre ausreichender Impfschutz
- weitere Auffrischungen nach Bedarf verabreichen
- nach 6 - 12 Monaten: 1 Einzeldosis von 0,5 ml
- Hinweise:
- Wirkung, d.h. die Antikörperbildung, tritt erst nach 2 Wochen ein
- daher diese Behandlung mit einer herkömmlichen Therapie der akuten Infektionen kombinieren oder im Anschluss daran durchführen
- eine schützende Immunantwort, die sich klinisch in einer Verbesserung der Symptomatik oder durch Beschwerdefreiheit für einen bestimmten Zeitraum äußert, wird möglicherweise nicht bei jedem Geimpften aufgebaut
- Kinder und Jugendliche < 15 Jahre
- strenge Indikationsstellung (keine Daten über die Anwendung in dieser Altersgruppe)
- Grundimmunisierung
Kontraindikationen
- akute fieberhafte Krankheiten
- aktive Tuberkulose
- schwere Störungen der Blutbildung
- dekompensierte Herz- und Nierenerkrankungen
- Erkrankungen des Immunsystems (Autoimmunerkrankungen und immunproliferative Erkrankungen)
- Überempfindlichkeit gegen die enthaltenen Antigene und / oder sonstige Bestandteile
- nicht angezeigt bei Geschlechtskrankheiten
Nebenwirkungen
- lokale Impfreaktionen an der Injektionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- lokale Reaktionen wie Rötungen, Schwellungen, Spannungsgefühl oder Schmerzen ausgehend von der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verhärtungen an der Einstichstelle, Impfgranulome
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- systemische Impfreaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- generalisierte allergische Reaktionen, evtl. gepaart mit Symptomen der Impfreaktion bzw. schweren Impfreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10.000
- Herz-Kreislaufbeschwerden bis hin zum Kreislaufkollaps, Atembeschwerden (Dyspnoe), Hustenanfälle, Gelenkschmerzen, Magen-Darmbeschwerden (z. B. Diarrhoe), allergische Reaktionen (Exanthem, Juckreiz bis hin zu anaphylaktischen Reaktionen)
- verstärkte Ausbildung bereits bestehender allergischer Prozesse (Hausstaub, Gräser etc.) bzw. Begünstigung autoimmunologische Prozesse sowohl bei geringfügigen als auch bei generalisierten Prozessen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Verstärkung vorhandener Infekte und entzündlicher Reaktionen (auch regional)
- Einzelfälle von Harnwegsinfektionen, Nierenkoliken, PBC (primärer biliärer Zirrhose)
- Einzelfälle von neurologischen Symptomen (z. B. Parästhesien, Taubheits- oder Lähmungsgefühl, Sehstörung)
- erhöhte Laborwerte beim CRP
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Arzneimittel wird tief intramuskulär (i.m.) und langsam injiziert, vorzugsweise in den Deltamuskel des Oberarms
- Ampulle vor Gebrauch schütteln
- nach dem Öffnen der Ampulle das Präparat sofort verwenden
- Suspension in die Spritze aufziehen
- zur Injektion eine zweite, äußerlich trockene Kanüle verwenden, um lokale Läsionen zu verhindern
- Hinweis:
- Trübung der Flüssigkeit ist normal, da der Wirkstoff nicht gelöst, sondern fein verteilt (suspendiert) vorliegt
Stillzeithinweise
- keine Erfahrungen, strenge Indikationsstellung in der Stillzeit
Schwangerschaftshinweise
- keine Erfahrungen, strenge Indikationsstellung in der Schwangerschaft
Warnhinweise
- wie bei allen injizierbaren Impfstoffen können anaphylaktische Reaktionen nicht ausgeschlossen werden
- medizinische Beaufsichtigung und Voraussetzungen für entsprechende Sofortmaßnahmen gewährleisten
- infolge einer Injektion ist bekanntermaßen das Auftreten von nicht-sterilen entzündlichen Prozessen bis hin zu Abszedierungen, Läsionen eines Nervenanteils oder eines arteriellen oder venösen Gefäßes möglich