GYNOFLOR
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 12 ST | 24,17 € |
| N3 | 24 ST | 40,34 € |
| – | 6 ST | 17,87 € |
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Indikation
- Atrophische Vaginitis bei postmenopausalen Frauen
- Anschlussbehandlung nach antiinfektiver Therapie von Vaginalinfektionen (von z. B. bakterieller Vaginose, Trichomoniasis, Candidose), wenn nach Infektsanierung Symptome (z. B. Fluor) persistieren
Dosierung
- Atrophische Vaginitis bei postmenopausalen Frauen; Anschlussbehandlung nach antiinfektiver Therapie von Vaginalinfektionen, wenn nach Infektsanierung Symptome persistieren
- Atrophische Vaginitis
- sowohl für den Beginn als auch für die Fortführung einer Behandlung postmenopausaler Symptome ist die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Therapiedauer anzuwenden
- 1 Vaginaltablette (Lactobacillus-acidophilus-Kulturlyophilisat 50 mg (mit mind.108 lebensfähigen oder vermehrungsfähigen Keimen), Estriol 0,03 mg) abends
- Anwendungsdauer: 12 Tage
- anschließend Erhaltungstherapie empfohlen: 1 Vaginaltablette 2mal / Woche
- Anschlussbehandlung nach anti-infektiver Therapie
- 1 Vaginaltablette abends
- Anwendungsdauer: 6 - 12 Tage
- Vergessene Anwendung
- bei täglicher Anwendung
- wenn vergessene Anwendung erst am nächsten Tag festgestellt wird, diese nicht mehr nachholen
- mit dem Dosierschema wie gewohnt fortfahren
- wenn vergessene Anwendung erst am nächsten Tag festgestellt wird, diese nicht mehr nachholen
- bei Anwendung 2mal / Woche
- wenn vergessen wird, das Arzneimittel zur einmal gewählten Zeit anzuwenden, dies so bald wie möglich nachholen
- bei täglicher Anwendung
- Atrophische Vaginitis
Dosisanpassung
- Vaginitis mit starker Entzündung und eitrigen Infiltraten
- Anwendung kontraindiziert
- akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankungen, solange sich die relevanten Leberenzymwerte nicht normalisiert haben
- Anwendung kontraindiziert
- Mädchen vor der Geschlechtsreife
- Anwendung kontraindiziert
Kontraindikationen
Estriol - urogenital
- Überempfindlichkeit gegenüber Estriol
- Überempfindlichkeit gegenüber Lactobacillus-acidophilus-Kulturlyophilisat (produktspezifische Kontraindikation möglich, siehe jeweilige Herstellerinformation)
- bestehender oder früherer Brustkrebs bzw. ein entsprechender Verdacht
- estrogenabhängiger maligner Tumor bzw. ein entsprechender Verdacht (v.a. Endometriumkarzinom)
- Endometriose oder diesbezüglicher Verdacht
- unbehandelte Endometriumhyperplasie
- nicht abgeklärte Blutungen im Genitalbereich
- frühere idiopathische oder bestehende venöse thromboembolische Erkrankungen (v. a. tiefe Venenthrombose, Lungenembolie)
- bekannte thrombophile Erkrankungen (z. B. Protein-C-, Protein-S- oder Antithrombin- Mangel)
- bestehende oder erst kurze Zeit zurückliegende arterielle thromboembolische Erkrankungen (v. a. Angina pectoris, Myokardinfarkt)
- akute Lebererkrankung oder zurückliegende Lebererkrankungen, solange sich die relevanten Leberenzymwerte nicht normalisiert haben
- Porphyrie
- Vaginitis mit starker Entzündung und eitrigen Infiltraten
- Mädchen vor der Geschlechtsreife
Nebenwirkungen
Estriol - urogenital
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- brennendes Gefühl im Vulvovaginalbereich (besonders zu Beginn der Behandlung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vaginaler Ausfluss
- vulvovaginaler Pruritus
- vaginale Blutung
- vaginale Rötung
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- vulvovaginaler Ausschlag
- Hypermenorrhoe
- vulvovaginale Beschwerden
- vaginale Lazerationen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bauchschmerzen
- Übelkeit
- Magenschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Durchfall
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- lokale allergische Reaktion mit Rötung und Pruritus
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schmerzen an der Applikationsstelle
- Ausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Vaginitis
- Zystitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Kopfschmerzen
- Tremor
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harninkontinenz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Abnormale Haarstruktur
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- mit systemischer Hormonersatztherapie assoziierte Klasseneffekte
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ovarialkarzinom
- venöse Thromboembolien
- ischamischer Schlagangfall
- Risiken waren mit systemischer Hormonersatztherapie assoziiert und gelten in geringerem Maß auch für östrogenhaltige Arzneimittel zur vaginalen Applikation, bei denen die systemische Östrogenexposition im normalen postmenopausalen Bereich bleibt
- ohne Häufigkeitsangabe
- sehr seltene Nebenwirkungen bei höher dosierter systemischer Estrogen / Gestagen-Therapie
- estrogenabhängige gutartige und bösartige Tumore, z. B. Endometriumkrebs und Brustkrebs
- Myokardinfarkt
- Erkrankung der Gallenblase
- Haut- und Unterhauterkrankungen
- Chloasma
- Erythema multiforme
- Erythema nodosum,
- vaskuläre Purpura
- wahrscheinliche Demenz.
Anwendungshinweise
- Vaginaltablette abends möglichst tief in die Scheide einführen
- bei trockener Scheide
- Vaginaltablette vor dem Einführen mit Wasser anfeuchten, um die Auflösung zu unterstützen
- tritt während einer Behandlung eine Menstruation ein
- Anwendung solange unterbrechen und danach wieder aufnehmen
Stillzeithinweise
Estriol - urogenital
- Anwendung in der Stillzeit möglich
- Estriol geht in die Muttermilch über
- geringe Menge und niedrige vaginale Resorptionsquote von Estriol
Schwangerschaftshinweise
Estriol - urogenital
- das Arzneimittel kann während der Schwangerschaft nach sorgfältiger ärztlicher Nutzen- Risiko-Abwägung angewendet werden
- nur begrenzte Erfahrungen aus Studien zur Anwendung des Arzneimittels in der Schwangerschaft vorliegend
- liefern keine Hinweise auf negative Auswirkungen auf die Schwangerschaft oder die Gesundheit des Föten / Neugeborenen
- langjährige Pharmakovigilanzdaten zeigen kein erhöhtes Risiko
- da Estriol in vaginaler Darreichungsform sehr niedrig dosiert vorliegt und nur in geringem Umfang resorbiert wird
- unerwünschte Wirkungen auf den Föten oder das Neugeborene bei einer Verwendung des Arzneimittels während der Schwangerschaft wenig wahrscheinlich
- tierexperimentelle Untersuchungen
- nach oraler Gabe von Estriol unerwünschte Effekte auf den Föten
- sind allerdings nur bedingt auf den Menschen übertragbar
- während der Schwangerschaft kommt es bereits durch die plazentare Produktion endogen zu einem stark erhöhten Estriolspiegel
Warnhinweise
Estriol - urogenital
- lokale Estrogentherapie
- nur zur Behandlung solcher postmenopausaler Beschwerden begonnen werden, welche die Lebensqualität beeinträchtigen
- Nutzen und Risiken mindestens jährlich sorgfältig gegeneinander abwiegen
- Therpie nur so lange fortführen, wie der Nutzen die Risiken überwiegt
- keine Kombination mit Estrogen-haltigen Arzneimitteln zur systemischen postmenopausalen Hormontherapie
- keine Studien zur Sicherheit und den Risiken von Estrogen- Konzentrationen vorliegend, die bei der kombinierten Behandlung erreicht werden
- Medizinische Untersuchungen/Nachuntersuchungen
- vor Beginn bzw. Wiederaufnahme der Behandlung ist eine vollständige Eigen- und Familienanamnese der Patientin zu erheben
- Patientin vor Beginn der Behandlung und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung sorgfältig körperlich und gynäkologisch untersuchen
- Häufigkeit und Art richtet sich nach individuellen Risikosituation der Patientin
- Aufklärung der Patientin welche Veränderungen, z. B. unerwartete genitale Blutungen oder Veränderungen der Brüste, sie dem Arzt mitteilen muss
- Untersuchungen einschließlich bildgebender Verfahren wie Mammographie sind entsprechend der gegenwärtig üblichen Vorsorgepraxis und den klinischen Notwendigkeiten der einzelnen Patientin durchzuführen
- Menstruation
- Therapieunterbrechung bei Menstruationseintritt
- Therapiefortsetzung nach Menstruationsende
- versehentlicher orale Applikation
- keine negativen Wirkungen zu erwarten
- besondere ärztliche Überwachung bei der Erhaltungstherapie
- Patientinnen sollten engmaschig überwacht werden, wenn eine der folgenden Situationen bzw. Erkrankungen vorliegt oder früher vorlag bzw. sich während einer Schwangerschaft oder einer zurückliegenden Hormonbehandlung verschlechtert hat
- gilt auch für den Fall, dass eine der nachfolgend genannten Situationen oder Erkrankungen im Laufe der aktuellen Behandlung auftritt bzw. sich verschlechtert
- Risikofaktoren für estrogenabhängige Tumore, z. B. Auftreten von Mammakarzinom bei Verwandten 1. Grades
- Endometriumhyperplasie in der Vorgeschichte
- Leiomyom (Uterusmyom) oder Endometriose
- Risikofaktoren für Thromboembolien oder Thromboembolien in der Vorgeschichte
- Migräne oder schwere Kopfschmerzen
- systemischer Lupus erythematodes
- Lebererkrankungen (z. B. Leberadenom)
- Diabetes mellitus mit oder ohne Beteiligung der Gefäße
- Cholelithiasis
- Hypertonie
- Epilepsie
- Asthma
- Otosklerose
- fibrozystische Mastopathie
- Gründe für einen sofortigen Abbruch der Erhaltungstherapie
- Therapie ist bei Vorliegen einer Kontraindikation sowie in den folgenden Situationen abzubrechen
- Ikterus oder Verschlechterung der Leberfunktion
- signifikante Erhöhung des Blutdrucks
- Einsetzen migräneartiger Kopfschmerzen
- Therapie ist bei Vorliegen einer Kontraindikation sowie in den folgenden Situationen abzubrechen
- Endometriumhyperplasie
- Risiko für Endometriumhyperplasie und -karzinom ist unter oraler Estrogenmonotherapie in Abhängigkeit der Therapiedauer und der Estrogendosis erhöht
- erhöhtes Risiko für vaginale Estriolmonotherapie für Endometriumhyperplasie oder Uteruskarzinom nicht belegt
- langfristige Behandlung erforderlich
- regelmäßige Untersuchungen mit besonderem Augenmerk auf Symptome, die auf eine Endometriumhyperplasie oder eine maligne Erkrankung des Endometriums hindeuten, empfohlen
- Auftreten von Durchbruch- oder Schmierblutung während der Behandlung, anhaltend nach Beendigung der Behandlung
- Ursachen abklären
- zum Ausschluss einer malignen Entartung kann eine Endometriumbiopsie erforderlich sein
- ungehinderte Estrogenstimulation kann zu einer prämalignen Transformation residualer Endometrioseherde führen
- Arzneimittel bei Frauen mit Vorsicht anwenden, bei denen auf Grund einer Endometriose eine Hysterektomie vorgenommen wurde und eine residuale Endometriose vorliegt
- Risiko für Endometriumhyperplasie und -karzinom ist unter oraler Estrogenmonotherapie in Abhängigkeit der Therapiedauer und der Estrogendosis erhöht
- Brust-, Uterus- und Ovarialkarzinom
- systemische Estrogenbehandlung kann das Risiko von bestimmten Karzinomen, insbesondere Uterus-, Ovarial- und Brustkarzinom erhöhen
- Estriol / Lactobacillus-acidophilus-Kulturlyophilisat Vaginaltabletten werden lokal angewandt und enthalten eine niedrige Estrioldosis
- nicht zu erwarten, dass das Risiko für Karzinome durch deren Anwendung steigt
- Venöse thromboembolische Erkrankungen, Schlaganfall und koronare Herzkrankheit
- Hormonersatztherapie mit systemischer Wirkung wird mit einem erhöhten Risiko für venöse Thromboembolien (VTE), Schlaganfall und koronarer Herzkrankheit verbunden
- Estriol / Lactobacillus-acidophilus-Kulturlyophilisat Vaginaltabletten, die eine niedrige Estrioldosis enthalten und lokal angewandt werden
- sollten das Risiko für eine VTE, einen Schlaganfall oder koronare Herzkrankheit nicht erhöhen
- allgemein anerkannten Risikofaktoren für VTE
- persönliche oder familiäre VTE in der Vorgeschichte
- erhebliches Übergewicht (BMI > 30 kg/m2)
- Lupus erythematodes (SLE)
- gibt keinen Konsens zur möglichen Rolle von varikösen Venen bei VTE
- engmaschige Überwachung wird bei diesen Patientinnen empfohlen
- Sonstige Erkrankungszustände
- Estrogene mit systemischen Wirkungen können eine Flüssigkeitsretention bewirken oder zu einem Anstieg der Triglyzeride im Plasma führen
- Patientinnen mit Herzkrankheiten, renalen Funktionsstörungen oder vorbestehender Hypertriglyzeridämie sollten während der ersten Behandlungswochen sorgfältig beobachtet werden
- Estriol / Lactobacillus-acidophilus-Kulturlyophilisat Vaginaltabletten enthalten eine niedrige Estrioldosis zur lokalen Behandlung
- keine systemischen Wirkungen zu erwarten
- Patientinnen, die unter einer schweren Niereninsuffizienz leiden
- sorgfältig überwachen werden, da dadurch der Estriol-Blutspiegel erhöht sein kann
- Estrogene mit systemischen Wirkungen können eine Flüssigkeitsretention bewirken oder zu einem Anstieg der Triglyzeride im Plasma führen