H&S Sennesblätter N

H&S Tee - Gesellschaft mbH & Co. Wirkstoff: Sennesblätter →

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Fachinformationen

Indikation

  • zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung (Obstipation)

Dosierung

  • zur kurzfristigen Anwendung bei Verstopfung (Obstipation)
    • Erwachsene und Kinder >/= 10 Jahre
      • i. d. R. 1 Teeaufguss 2mal / Tag
        • je Aufguss 1 Filterbeutel / 1 Glas o. Tasse (ca. 150 ml)
      • ggf. geringere Dosierung ausreichend
        • richtige Dosis: geringste Dosis, die erforderlich ist, um einen weich geformten Stuhl zu erhalten
        • ggf. 1 Tasse Teeaufguss / Tag bereits ausreichend
      • Wirkeintritt
        • normalerweise nach 8 - 12 Stunden
      • Behandlungsdauer
        • ohne ärztlichen Rat max. 1 - 2 Wochen
      • Unterdosierung oder vergessene Anwendung
        • Dosierung nicht nachholen, sondern Anwendung wie vorgesehen fortführen
      • Überdosierung
        • mögliche Symptome
          • schmerzhafte Darmkrämpfe und schwere Durchfälle mit Wasser- und Salzverlusten
          • starke Magen-Darm-Beschwerden
        • ggf. sind Gegenmaßnahmen erforderlich
          • z. B. Zuführung von Flüssigkeit und Salzen
      • Auftreten von Nebenwirkungen
        • krampfartige Magen-Darm-Beschwerden
          • Dosisreduktion erforderlich

Kontraindikationen

  • Darmverschluss
  • akut-entzündliche Erkrankungen des Darmes, z. B. Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Blinddarmentzündung
  • Bauchschmerzen unbekannter Ursache
  • schwerer Flüssigkeitsmangel im Körper mit Wasser- und Salzverlusten
  • Schwangerschaft und Stillzeit (unzureichende toxikologische Untersuchungen)
  • Kinder < 10 Jahre

Nebenwirkungen

  • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
    • krampfartige Magen-Darm-Beschwerden
  • ohne Häufigkeitsangabe
    • bei chronischem Gebrauch oder Missbrauch
      • Dehydratation und Elektrolytverlust, insb. Kaliumverlust
        • Hypokaliämie kann zu Störungen der Herzfunktion und zu Muskelschwäche führen, insb. bei gleichzeitiger Einnahme von Herzglykosiden, Saluretika und Cortison bzw. cortisonähnlichen Substanzen
      • Proteinurie
      • Hämaturie
      • Pseudomelanosis coli (Pigmenteinlagerungen in die Darmschleimhaut)
        • Einlagerung ist harmlos und normalerweise reversibel nach Absetzen

Anwendungshinweise

  • Filterbeutel zum Trinken nach Bereitung eines Teeaufgusses
  • Zubereitung des Teeaufgusses
    • 1 Filterbeutel für 1 Glas / Tasse (ca. 150 ml)
    • mit kochendem Wasser übergießen und bedeckt etwa 10 Min. ziehen lassen
    • Filterbeutel herausnehmen und schwach ausdrücken
  • Teeaufguss möglichst abends vor dem Schlafengehen trinken

Stillzeithinweise

  • Anwendung in der Stillzeit kontraindiziert (unzureichende toxikologische Untersuchungen)

Schwangerschaftshinweise

  • Anwendung in der Schwangerschaft kontraindiziert (unzureichende toxikologische Untersuchungen)

Warnhinweise

  • Verfärbung des Harns
    • durch Abbauprodukte kann es zu einer intensiven Gelbfärbung oder rot-braunen Verfärbung des Harns kommen
      • ist vorübergehend und harmlos
  • Einnahmedauer stimulierender Abführmittel über kurzdauernde Anwendung hinaus
    • Verstärkung der Darmträgheit möglich
  • Abführtee nur einsetzen, wenn die Verstopfung durch eine Ernährungsumstellung oder durch Quellstoffpräparate nicht zu beheben ist
  • inkontinente Erwachsene
    • nach dem Trinken des Abführtees sollte ein längerer Hautkontakt mit dem Kot durch Wechseln der Vorlage vermieden werden
  • versehentliche oder beabsichtigte Überdosierung
    • kann zu schmerzhaften Darmkrämpfen und schweren Durchfällen mit Wasser- und Salzverlusten sowie eventuell starken Magen-Darm-Beschwerden führen
    • Arzt umgehend benachrichtigen, der über Gegenmaßnahmen (z. B. Zuführung von Flüssigkeit und Salzen) entscheidet
  • Kaliummangel
    • möglich bei andauerndem Gebrauch oder Missbrauch
    • Verstärkung der Wirkung von Herzglykoside durch Hypokaliämie
    • Beeinflussung der Wirkung von Antiarrhythmika
    • Kaliumverluste können verstärkt werden
      • durch gleichzeitige Anwendung von Saluretika, Cortison, cortisonähnlichen Substanzen (Nebennierenrindensteroide), Süßholzwurzelverstärkt werden
    • Angaben gelten auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel