H2Blocker ratiopharm 200mg/2ml Injektionslösung
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 10X2 ML | 22,56 € |
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Indikation
- Behandlung von Erkrankungen im oberen Magen-Darm-Bereich, bei denen eine Verringerung der Magensäuresekretion angezeigt ist, wie
- Prophylaxe und Therapie stressbedingter Schleimhautläsionen im oberen MagenMagen-Darm-Trakt unter strenger Nutzen-Risiko-Abwägung, wenn schwere Komplikationen dieser Schleimhautläsionen zu erwarten sind
- Prophylaxe des Säureaspirationssyndroms (Mendelson-Syndrom)
- bei Patienten mit einer anamnestisch gesicherten Prädisposition zu Histaminbedingten Allergien und Intoleranzen als Prämedikation in Kombination mit H1-Rezeptor-Antagonisten zur Vermeidung von durch Histaminfreisetzung ausgelösten klin. Reaktionen
Dosierung
Basiseinheit: 1 Ampulle mit 2 ml Injektionslösung enthält 200 mg Cimetidin (als Cimetidinhydrochlorid).
- Prophylaxe und Therapie stressbedingter Schleimhautläsionen
- 5 - 10 Ampullen (1000 - 2000 mg Cimetidin) / Tag
- Behandlungsdauer
- sobald Umstände es erlauben, für die weitere Dauer der Intensivpflege auf eine orale Darreichungsform umstellen
- Prophylaxe des Säureaspirationssyndroms
- bei Notfalloperationen
- 5 mg Cimetidin / kg KG bzw. 200 - 400 mg Cimetidin (1 - max. 2 Ampullen) nach Möglichkeit 1 Stunde vor Narkoseeinleitung
- bei Elektiveingriffen
- 2 Ampullen (400 mg Cimetidin) am Abend vor Eingriff plus 1 - 2 Ampullen (200 - 400 mg Cimetidin) 1 - 2 Stunden vor Narkoseeinleitung
- Behandlungsdauer
- Injektionen, ggf. in Abhängigkeit von Operationsdauer, 1mal / 4 - 6 Stunden wiederholen
- 1malige Anwendung meist ausreichend
- bei Notfalloperationen
- Prämedikation zur Vermeidung anaphylaktoider Reaktionen
- in Kombination mit einem H1-Rezeptorantagonisten durchzuführende Prämedikation vor Narkosen und vor parenteraler Gabe von Röntgenkontrastmitteln oder Plasmasubstituten
- 5 mg Cimetidin / kg KG (1 - 2 Ampullen) plus 0,1 mg Dimetindenmaleat / kg KG ca. 10 Min. vor Narkose-, Injektions- oder Infusionsbeginn
- Behandlungsdauer
- 1malige Anwendung meist ausreichend
- in Kombination mit einem H1-Rezeptorantagonisten durchzuführende Prämedikation vor Narkosen und vor parenteraler Gabe von Röntgenkontrastmitteln oder Plasmasubstituten
- Prophylaxe des Säureaspirationssyndroms sowie der anaphylaktoiden Reaktion vor Operationen
- Verabreichung kurz vor Narkoseeinleitung
- bei Notfalloperationen
- 1 Ampulle (200 mg Cimetidin) nach Möglichkeit 1 Stunde vor Narkoseeinleitung
- 5 mg Cimetidin / kg KG (1 - 2 Ampullen) plus 0,1 mg Dimetindenmaleat / kg KG kurz vor Narkoseeinleitung
- bei Elektiveingriffen
- 2 Ampullen (400 mg Cimetidin) am Abend vor Eingriff plus 1 Ampulle (200 mg Cimetidin) am Morgen 1 - 2 Stunden vor Narkoseeinleitung
- 5 mg Cimetidin / kg KG (1 - 2 Ampullen) plus 0,1 mg Dimetindenmaleat / kg KG kurz vor Narkoseeinleitung
- bei Notfalloperationen
- Verabreichung kurz vor Narkoseeinleitung
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter
- Anwendung nur nach strengster Indikationsstellung und zur Kurzzeitbehandlung
- 15 - 30 mg Cimetidin / kg KG / Tag
- max. Tagesdosis: 1600 mg Cimetidin, verteilt auf 4 Einzeldosen
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Prophylaxe und Therapie stressbedingter Schleimhautläsionen
- Kreatinin-Clearance: 0 - 15 ml / Min.: 1 Ampulle (200 mg Cimetidin) 2 - 3mal / Tag
- Kreatinin-Clearance: 15 - 30 ml / Min.: 1 Ampulle (200 mg Cimetidin) 3 - 4mal / Tag
- Kreatinin-Clearance: 30 - 50 ml / Min.: 1 Ampulle (200 mg Cimetidin) 4 - 6mal / Tag
- Prophylaxe des Säureaspirationssyndroms; als Prämedikation zur Vermeidung anaphylaktoider Reaktionen
- aufgrund meist 1maliger Anwendung keine Dosisanpassung erforderlich
- Dialyse-Patienten
- Verabreichung stets am Ende der Dialyse-Behandlung (Wirkstoff wird während der Hämodialyse eliminiert)
- Prophylaxe und Therapie stressbedingter Schleimhautläsionen
Kontraindikationen
Cimetidin - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Cimetidin
Nebenwirkungen
Cimetidin - invasiv
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Agranulozytose
- Thrombozytopenie
- Panzytopenie
- aplastische Anämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Leukopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen, z.B. angioneurotische Ödeme, Fieber
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Endokrine Erkrankung
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehender Anstieg des Prolaktinspiegels (nach rascher Bolusinjektion)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- reversible Depressionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber. und/oder Nierenfunktion
- Verwirrtheits- und Unruhezustände
- Schlafstörungen
- Halluzinationen, die nach Absetzen des Medikaments im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden abklangen
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber. und/oder Nierenfunktion
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- reversible Polyneuropathien
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion:
- Kopfschmerzen (die nach Absetzen des Medikaments im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden abklangen)
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion:
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehend Schwindel
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Augenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion:
- Doppeltsehen (das nach Absetzen des Medikaments im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden abklang)
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion:
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bradykardie, Tachykardie und Überleitungsstörungen, nach schneller i. v. Applikation
- bei kardial vorgeschädigten Patienten
- Herzrhythmusstörungen (bis zur Asystolie)
- Blutdruckabfall
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pankreatitis (nach Absetzen reversibel)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erbrechen
- Übelkeit
- Bauchschmerzen
- vorübergehend Durchfälle
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erhöhung der Serum-Transaminasen
- meist gering
- normalisieren sich in der Regel unter fortgesetzter Cimetidin-Behandlung
- intrahepatische Cholestase
- Hepatitis (nach Absetzen reversibel)
- Erhöhung der Serum-Transaminasen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hautausschlag, manchmal schwerer Natur
- geringfügig vermehrter Haarausfall
- im Allgemeinen nicht notwendig, deshalb die Behandlung abzubrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehend Pruritus
- vorübergehend Ödeme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion:
- Myoklonien (die nach Absetzen des Medikaments im Allgemeinen innerhalb von 24 Stunden abklangen)
- überwiegend bei älteren oder schwerkranken Patienten mit eingeschränkter Leber- und/oder Nierenfunktion:
- ohne Häufigkeitsangabe
- vorübergehende Gelenk- und Muskelschmerzen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- interstitielle Nephritis (nach Absetzen reversibel)
- Erhöhung der Plasma-KreatininWerte (meist gering; normalisieren sich in der Regel unter fortgesetzter Cimetidin-Behandlung)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- reversible Gynäkomastie v.a. nach längerdauernder, hochdosierter Therapie
- reversible Störungen im Sexualverhalten, z.B. Potenzstörungen
- kausaler Zusammenhang zwischen der Cimetidin-Anwendung und diesen Störungen ließ sich bisher nicht nachweisen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Ansteigen des Magensaft-pH > ca. 3,5 führt bei beatmeten Patienten in der Intensivmedizin nach 3 - 7 Tagen in der Mehrzahl der Fälle zu einer Besiedlung des Mageninhalts mit meist gramnegativen Keimen
- liegen Untersuchungen vor, die eine Besiedlung des tracheobronchialen Systems aus dem Magen als möglich erscheinen lassen
- beschrieben, dass die Anzahl an nosokomialen Pneumonien bei beatmeten Intensivpatienten größer war, wenn zur Stressulkusprophylaxe der pH-Wert des Mageninhalts medikamentös angehoben war
- Ansteigen des Magensaft-pH > ca. 3,5 führt bei beatmeten Patienten in der Intensivmedizin nach 3 - 7 Tagen in der Mehrzahl der Fälle zu einer Besiedlung des Mageninhalts mit meist gramnegativen Keimen
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Verabreichung der Injektionslösung entweder als langsame i.v.-Injektion über mind. 2 Min. oder als i.v.-Dauerinfusion nach Verdünnung, je nach Anwendungsgebiet
- Prophylaxe und Therapie stressbedingter Schleimhautläsionen
- Verabreichung der Tagesdosis als kont. Infusion oder in regelmäßigen Abständen als langsame Injektion
- max. Infusionsrate bei Verabreichung als Dauerinfusion über 24 Stunden: 75 - 80 mg Cimetidin / Stunde
- Prophylaxe des Säureaspirationssyndroms
- Verabreichung als langsame i.v.-Injektion
- Prämedikation zur Vermeidung anaphylaktoider Reaktionen/ Prophylaxe des Säureaspirationssyndroms sowie der anaphylaktoiden Reaktion vor Operationen
- Cimetidin: Verabreichung als langsame i.v.-Injektion über mind. 2 Min.
- Dimetindenmaleat: Verabreichung als i.v.-Injektion über 30 Sekunden
Zubereitung
- Verabreichung als i.v.-Injektion nach Verdünnung mit ca. 10 ml 0,9 %iger NaCl-Lösung empfohlen
- zur Infusion kann die Injektionslösung mit den meisten gebräuchlichen Infusionslösungen gemischt werden; Lösung muss vor und während der Anwendung klar sein
Aufbewahrungsempfehlungen und Aufbrauchfristen
- nach Anbruch der Ampulle: Rest verwerfen
- nach Verdünnung mit 0,9 %iger NaCl-Lösung
- chem. und physikal. Stabilität für 7 Tage bei 25 °C nachgewiesen
- aus mikrobiologischer Sicht gebrauchsfertige Zubereitung sofort verwenden
- wenn die gebrauchsfertige Zubereitung nicht sofort verwendet wird, ist Anwender für Dauer und Bedingungen der Aufbewahrung verantwortlich
- sofern Herstellung der gebrauchsfertigen Zubereitung nicht unter kontrollierten und validierten aseptischen Bedingungen erfolgt, max. 24 Stunden bei 2 - 8 °C aufbewahren
Inkompatibilitäten
- darf nicht mit stark alkalischen Lösungen (>= pH 8) wie z.B. Tris-Puffer gemischt werden, da die weniger lösliche Cimetidin-Base ausfallen kann
- inkompatibel bei Zumischung von folgenden Arzneistoffen
- Aminophyllin
- Amphotericin B
- Dipyridamol
- Pentobarbital
- Polymyxin B
- Penicilline (z.B. Ampicillin und Penicillin G)
- Cephalosporine (z.B. Cefamandol, Cephalotin und Cephazolin)
Stillzeithinweise
Cimetidin - invasiv
- Cimetidin wird in der Muttermilch angereichert
- bei Einnahme multipler Dosen von 200 und 400 mg Milch/Plasmakonzentrationsverhältnisse von 4,6 und 7,4 gemessen
- Auswirkungen auf den Säugling (Säuregehalt im Magen, Hemmung des Fremdstoffmetabolismus, ZNS-Effekte) nicht auszuschließen
- während der Behandlung mit Cimetidin sollte nicht gestillt werden, da unerwünschte Wirkungen auf den Magen, die Leber und das ZNS des gestillten Kindes nicht auszuschließen sind
Schwangerschaftshinweise
Cimetidin - invasiv
- Cimetidin darf nur nach strenger Indikation angewendet werden
- Cimetidin passiert die Plazenta und erreicht im fetalen Plasma 85 % der mütterlichen Plasmakonzentration
- bisherige Erfahrungen beim Menschen haben keine nachteiligen Folgen für während der Schwangerschaft exponierte Kinder ergeben
- tierexperimentelle Studien
- Cimetidin zeigte keine teratogenen Effekte, jedoch in einigen Studien über Störung der sexuellen Ausreifung männlicher Nachkommen berichtet
Warnhinweise
Cimetidin - invasiv
- bei geringfügigen Magen-Darm-Beschwerden, z.B. nervösem Magen, ist Cimetidin nicht angezeigt
- Kinder und Jugendliche im Wachstumsalter
- Cimetidin nur bei strengster Indikationsstellung angewenden
- Cimetidin muss langsam injiziert werden
- darf bei einer Einzelgabe keinesfalls als intravenöse Bolusinjektion verabreicht werden
- nach schneller intravenöser Injektion von Cimetidin können Herzrhythmusstörungen (bis zur Asystolie) sowie Blutdruckabfall auftreten
- Malabsorption von Vitamin B12
- wie bei allen säurehemmenden Arzneimitteln besteht auch bei Cimetidin die Möglichkeit, dass es durch eine Hypo- oder Achlorhydrie zur Malabsorption von Vitamin B12 (Cyanocobalamin) kommen kann
- sollte in der Langzeittherapie von Patienten bedacht werden, die besonderen Risikofaktoren für eine Vitamin B 12-Malabsorption unterliegen oder reduzierte Vitamin B12-Reserven haben, oder wenn entsprechende klinische Symptome beobachtet werden
- Schwangerschaft
- Cimetidin nur bei strengster Indikationsstellung angewenden
- Stillzeit
- Stillen sollte während der Behandlung vermieden werden, da sich Cimetidin in der Muttermilch anreichert und unerwünschte Wirkungen beim Säugling nicht auszuschließen sind
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- Dosisreduktion