Haemate P 1000 I.E.
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| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 1268,05 € |
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Indikation
- Von Willebrand Syndrom (VWS)
- Prophylaxe und Therapie von Blutungen oder Blutungen während Operationen, wenn die Behandlung mit Desmopressin (DDAVP) alleine nicht wirksam oder kontraindiziert ist
- Hämophilie A (kongenitaler FVIII-Mangel)
- Prophylaxe und Therapie von Blutungen bei Hämophilia A (kongenitaler FVIII-Mangel)
- Arzneimittel kann in der Behandlung des erworbenen Faktor-VIII-Mangels und zur Behandlung von Patienten mit Antikörpern gegen Faktor VIII eingesetzt werden
Dosierung
Basiseinheit: 1 Injektionsflasche enthält nominal 2400 I.E. humanen von Willebrand Faktor (VWF) und 1000 I.E. humanen Blutgerinnungsfaktor VIII (FVIII), hergestellt aus menschl. Plasma. Nach Rekonstitution mit 15 ml Wasser für Injektionszwecke enthält die Lösung 66,6 I.E./ml FVIII und 160 I.E./ml VWF. Die spezifische FVIII-Aktivität beträgt etwa 2 - 6 I.E. FVIII/mg Protein (bestimmt mittels chromogenem Test gem. Europ. Arzneibuch). Die spezifische VWF-Aktivität beträgt etwa 5 - 17 I.E. VWF:RCo/mg Protein (bestimmt entsprechend der Ristocetin-Kofaktor-Aktivität (VWF:RCo)).
- Prophylaxe und Therapie von Blutungen oder Blutungen während Operationen bei Von Willebrand Syndrom (VWS), wenn die Behandlung mit Desmopressin (DDAVP) alleine nicht wirksam oder kontraindiziert ist
- Dosierung entsprechend
- klinischem Zustand des Patienten
- Art und Ausmaß der Blutung
- Dosierung in I.E. auf Basis des Mengenverhältnisses des VWF:RCo berechnen
- i.A. Anhebung des Plasmaspiegel des VWF:RCo um 0,02 I.E. / ml (2%) durch 1 I.E. / kg VWF:Rco
- VWF : RCo Spiegel: angestrebter Wert > 0,6 I.E./ ml (60%)
- FVIII : C Spiegel: angestrebter Wert > 0,4 I.E./ml (40%)
- empfohlene Dosis zur Erhaltung einer Blutstillung: i.A. 40 - 80 I.E. / kg KG von Willebrand Faktor (VWF : RCo) und 20 - 40 I.E. FVIII : C / kg KG, alle 12 - 24 Stunden
- ggf. erforderliche Initialdosis, besonders bei Typ 3 von Willebrand Syndrom: 80 I.E. / kg KG von Willebrand Faktor
- zur Vermeidung eines unkontrollierten Anstiegs von FVIII : C nach einer 24 - 48 stündigen Behandlung: ggf. Dosierungreduktion und/oder Dosierungintervallverlängerung
- Vorbeugung von Blutungen im Fall von Operationen oder schweren Verletzungen
- Verabreichung 1 - 2 Stunden vor der Operation
- Behandlungsdauer entsprechend
- klinischem Zustand des Patienten
- Art und Ausmaß der Blutung
- VWF : RCo Spiegel und FVIII : C Spiegel
- Kinder und Jugendliche
- Dosierung entsprechend KG und Richtlinien für Erwachsene
- Häufigkeit der Anwendung entsprechend klinischer Wirksamkeit
- Dosierung entsprechend
- Prophylaxe und Therapie von Blutungen bei Hämophilie A (kongenitaler FVIII-Mangel)
- Therapieüberwachung
- zur Festlegung der benötigten Dosis und Infusionshäufigkeiten werden geeignete Bestimmungen der Faktor-VIII-Spiegel im Verlauf der Behandlung empfohlen
- variables Ansprechen der jeweiligen Patienten auf Faktor VIII (unterschiedliche Halbwertszeiten und Recoveries)
- unter- oder übergewichtige Patienten
- evtl. Anpassung der Dosierung auf Basis des Körpergewichts
- v.a. bei größeren chirurgischen Eingriffen ist eine genaue gerinnungsanalytische Überwachung (Faktor-VIII-Aktivität im Plasma) der Substitutionstherapie unerlässlich
- Überwachung der Patienten bzgl. einer Entwicklung von Inhibitoren gegen Faktor VIII
- es ist unbedingt darauf zu achten, die Dosierung in I.E. auf Basis des Mengenverhältnisses des FVIII:C zu berechnen
- Dosierung entsprechend
- Schweregrad des Faktor-VIII-Mangels
- Ort und Ausmaß der Blutung
- klinischen Zustand des Patienten
- klinischer Wirksamkeit im Einzelfall
- Bedarfsbehandlung
- 1 I.E. Faktor-VIII-Aktivität entspricht dem Faktor-VIII-Gehalt von 1 ml normalem Humanplasma
- Berechnung der benötigten Dosis an Faktor VIII basierend auf empirischem Ergebnis: Anhebung der Faktor-VIII-Aktivität im Plasma um ca. 2% der normalen Aktivität (2 I.E. / dl) durch 1 I.E. Faktor VIII / kg KG
- Berechnung der benötigten Dosis nach folgender Formel: erforderliche Einheiten = KG (kg) x gewünschter Faktor-VIII-Anstieg (% oder I.E. / dl) x 0,5
- Häufigkeit der Anwendung entsprechend klinischer Wirksamkeit im Einzelfall
- Dosierungsempfehlung
- Blutungen
- beginnende Hämarthrosen, Muskelblutungen oder Blutungen in der Mundhöhle
- Benötigter Faktor-VIII-Spiegel (% oder I.E./dl): 20 - 40
- Häufigkeit der Dosen (Stunden)/Dauer der Behandlung (Tage): Wiederholung / 12 - 24 Stunden. Mind. 1 Tag, bis Beendigung des Blutungsereignisses (durch Schmerz angezeigt) oder bis Abschluss der Wundheilung
- ausgedehntere Hämarthrosen, Muskelblutungen oder Hämatome
- Benötigter Faktor-VIII-Spiegel (% oder I.E./dl): 30 - 60
- Häufigkeit der Dosen (Stunden)/Dauer der Behandlung (Tage): Wiederholung / 12 - 24 Stunden für 3 - 4 Tage oder länger, bis zur Beseitigung des Schmerzzustandes und der akuten Bewegungseinschränkung
- lebensbedrohliche Blutungen
- Benötigter Faktor-VIII-Spiegel (% oder I.E./dl): 60 - 100
- Häufigkeit der Dosen (Stunden)/Dauer der Behandlung (Tage): Wiederholung / 8 - 24 Stunden bis zur Aufhebung des lebensbedrohlichen Zustandes
- beginnende Hämarthrosen, Muskelblutungen oder Blutungen in der Mundhöhle
- chirurgische Eingriffe
- kleinere Eingriffe einschl. Zahnextraktion
- Benötigter Faktor-VIII-Spiegel (% oder I.E./dl): 30 - 60
- Häufigkeit der Dosen (Stunden)/Dauer der Behandlung (Tage): Alle 24 Stunden, mind. 1 Tag, bis Abschluss der Wundheilung
- größere Eingriffe
- Benötigter Faktor-VIII-Spiegel (% oder I.E./dl): 80 - 100 (prä- und postoperativ)
- Häufigkeit der Dosen (Stunden)/Dauer der Behandlung (Tage): Wiederholung / 8 - 24 Stunden bis zum adäquaten Abschluss der Wundheilung, dann Behandlung für mind. weitere 7 Tage zur Erhaltung einer Faktor-VIII-Aktivität bei 30 bis 60% (I.E./dl)
- kleinere Eingriffe einschl. Zahnextraktion
- Blutungen
- 1 I.E. Faktor-VIII-Aktivität entspricht dem Faktor-VIII-Gehalt von 1 ml normalem Humanplasma
- Langzeitprophylaxe von Blutungen bei schwerer Hämophilie A
- i.A. 20 - 40 I.E. Faktor VIII / kg KG, alle 2 - 3 Tage
- besonders bei jungen Patienten: ggf. kürzere Dosierungsintervalle oder höhere Dosen erforderlich
- i.A. 20 - 40 I.E. Faktor VIII / kg KG, alle 2 - 3 Tage
- Behandlungsdauer entsprechend
- Schweregrad des Faktor-VIII-Mangels
- Ort und Ausmaß der Blutung
- klinischen Zustand des Patienten
- Kinder und Jugendliche
- keine Daten aus klinischen Studien
- Therapieüberwachung
Kontraindikationen
Blutgerinnungsfaktor VIII (FVIII) plus von Willebrand Faktor (VWF)
- Überempfindlichkeit gegen von-Willebrand-Faktor oder Blutgerinnungsfaktor VIII
Nebenwirkungen
Blutgerinnungsfaktor VIII (FVIII) plus von Willebrand Faktor (VWF)
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Überempfindlichkeit oder allergische Reaktionen (die auch Angioödem, Brennen und Stechen an der Injektionsstelle, Schüttelfrost, Hitzewallungen, generalisierte Urtikaria, Kopfschmerzen, Juckreiz, Hypotonie, Lethargie, Übelkeit, Unruhe, Tachykardie, Engegefühl in der Brust, Kribbeln, Erbrechen, Rückenschmerzen, Brustschmerzen und Stenoseatmung einschließen können) bis hin zu schwerer Anaphylaxie (einschließlich Schock)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- generalisierte Urtikaria
- Nesselsucht
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Faktor-VIII-Inhibition (PUPs = zuvor unbehandelte Patienten)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Faktor-VIII-Inhibition (PTPs = vorbehandelte Patienten)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- VWF-Inhibitoren
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypervolämie
- Hämolyse
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schläfrigkeit
- Schwindel (Vertigo)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Störungen des Geschmacksempfindens
- Lethargie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Parästhesie (prickelndes Gefühl)
- Benommenheit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ruhelosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Lidödeme
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Beschleunigter Herzschlag (Tachykardie)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzrasen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Thromboembolisches Ereignis (Thrombosen, Thromboembolien)
- Rötung
- Blutdruckabfall
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blässe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Giemen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Atembeschwerden
- Husten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hautausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- generalisierte Urtikaria
- Quaddeln
- ohne Häufigkeitsangabe
- Juckreiz
- Erythem
- Hyperhidrose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskel- und Gelenksteife
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myalgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Fieber
- Erythem, Hautausschlag oder Schmerzen an der Infusionsstelle
- periphere Ödeme
- Schüttelfrost
- ohne Häufigkeitsangabe
- Brennen und Stechen an der Infusionsstelle
- Teilnahmslosigkeit
- Schmerzen in der Brust
- Engegefühl in der Brust
- Ödeme (inklusive Gesicht)
- vermindertes therapeutisches Ansprechen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen Veränderungen der Leberfunktionswerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Veränderungen der Leberfunktionswerte
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hinweis zu Kindern und Jugendlichen
- erwartet, dass die Häufigkeit, Art und Schwere der Nebenwirkungen bei Kindern denen bei Erwachsenen entspricht
Anwendungshinweise
- Lösung zur i.v. Verabreichung
- Therapie soll unter der Aufsicht eines in der Hämophilie-Behandlung erfahrenen Arztes erfolgen
- Produkt wie in der Gebrauchs- oder Fachinformation beschrieben lösen
- Anwärmen des gelösten Produktes auf Raum- oder Körpertemperatur
- Injektion langsam intravenös mit einer dem Patienten angenehmen Geschwindigkeit
- unverzügliche Applikation des Produktes nach Überführen in die Spritze
- Gabe kann als Infusion erfolgen, falls eine größere Menge des Faktors substituiert werden soll
- dazu gelöstes Produkt in ein zugelassenes Infusionssystem überführen
- Injektions- oder Infusionsgeschwindigkeit: nicht mehr als 4 ml / Minute
- Beobachtung des Patienten auf jegliche Sofortreaktion
- wenn eine Reaktion erfolgt, die mit der Anwendung des Arzneimittels in Zusammenhang gebracht werden könnte, soll - in Abhängigkeit vom klinischen Zustand des Patienten - die Infusionsgeschwindigkeit gesenkt bzw. die Verabreichung abgebrochen werden
Stillzeithinweise
Blutgerinnungsfaktor VIII (FVIII) plus von Willebrand Faktor (VWF)
- Patientinnen mit von Willebrand Syndrom
- sollte in der Stillzeit nur bei klarer Indikationsstellung, unter Berücksichtigung des erhöhten Blutungsrisikos bei diesen Patienten angewendet werden
- keine Erfahrungen in der Behandlung von Frauen in der Stillzeit
- Patientinnen mit Hämophilie A
- in der Stillzeit nur bei klarer Indikationsstellung anwenden
- keine Erfahrungen über die Anwendung von FVIII während Stillzeit vorliegend (aufgrund des seltenen Vorkommens der Hämophilie A bei Frauen)
Schwangerschaftshinweise
Blutgerinnungsfaktor VIII (FVIII) plus von Willebrand Faktor (VWF)
- Patientinnen mit von Willebrand Syndrom
- sollte in der Schwangerschaft nur bei klarer Indikationsstellung, unter Berücksichtigung des erhöhten Blutungsrisikos bei diesen Patienten angewendet werden
- keine Erfahrungen in der Behandlung von Frauen in der Schwangerschaft
- beim von Willebrand Syndrom sind Frauen wegen der autosomalen Vererbung und aufgrund ihrer zusätzlichen Blutungsrisiken wie Menstruation, Schwangerschaft, Wehen, Geburt sowie gynäkologischer Beschwerden mehr als Männer betroffen
- aufgrund der allgemeinen Erfahrungen kann die VWF Substitution zur Vorbeugung oder Therapie von akuten Blutungen empfohlen werden
- Patientinnen mit Hämophilie A
- nur bei klarer Indikationsstellung anwenden
- keine Erfahrungen über die Anwendung von FVIII während der Schwangerschaft vorliegend (aufgrund des seltenen Vorkommens der Hämophilie A bei Frauen)
- Fertilität
- keine Daten zur Fertilität vorliegend
Warnhinweise
Blutgerinnungsfaktor VIII (FVIII) plus von Willebrand Faktor (VWF)
- Überempfindlichkeit
- allergische Überempfindlichkeitsreaktionen möglich
- falls Symptome einer Überempfindlichkeit auftreten, sollte den Patienten geraten werden, die Anwendung des Arzneimittels sofort zu unterbrechen und ihren Arzt aufzusuchen
- Patienten sollen über Frühzeichen von Überempfindlichkeitsreaktionen informiert werden, wie z.B.
- quaddelartiger Hautausschlag
- generalisierte Nesselsucht
- Engegefühl in der Brust
- pfeifendes Atemgeräusch
- Hypotonie
- Anaphylaxie
- bei einem Schock aktuelle medizinische Richtlinien zur Schockbehandlung beachten
- Therapieüberwachung
- zur Festlegung der benötigten Dosis und Infusionshäufigkeiten werden geeignete Bestimmungen der Faktor VIII Spiegel im Verlauf der Behandlung empfohlen
- einzelne Patienten können in ihrem Ansprechen auf Faktor VIII variieren, was sich an unterschiedlichen Halbwertszeiten und Recoveries zeigt
- Dosierung auf Basis des Körpergewichts muss bei unter- oder übergewichtigen Patienten eventuell angepasst werden
- vor allem bei größeren chirurgischen Eingriffen ist eine genaue gerinnungsanalytische Überwachung (Faktor-VIII-Aktivität im Plasma) der Substitutionstherapie unerlässlich
- Virussicherheit von aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellten Arzneimitteln
- Standardmethoden zur Vermeidung von Infektionskrankheiten, die im Rahmen der Anwendung von aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellten Arzneimitteln auftreten können, umfassen die Auswahl der Spender, die Prüfung jeder einzelnen Spende und jedes Plasmapools auf spezifische Marker für Infektionen sowie die Einbeziehung effektiver Herstellungsschritte zur Inaktivierung/ Eliminierung von Viren
- trotz dieser Maßnahmen kann die Möglichkeit der Übertragung von Erregern bei der Anwendung von aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellten Arzneimitteln nicht vollständig ausgeschlossen werden
- gilt auch für bisher unbekannte oder neu auftretende Viren und andere Pathogene
- die getroffenen Maßnahmen werden als wirksam angesehen für umhüllte Viren, wie z.B. das humane Immundefizienzvirus (HIV), das Hepatitis B-Virus (HBV) und das Hepatitis-C Virus (HCV), und für das nicht umhüllte Hepatitis A-Virus (HAV)
- für andere, nicht-umhüllte Viren, wie z.B. Parvovirus B19, können die getroffenen Maßnahmen von eingeschränktem Wert sein
- Parvovirus B19 Infektionen können schwerwiegende Folgen für schwangere Frauen (fetale Infektion) und für Personen mit Immunmangelkrankheiten oder gesteigerter Erythropoese (z. B. hämolytische Anämie) haben
- Hepatitis A und Hepatitis B Impfung
- für Patienten, die regelmäßig humane FVIII/ VWF-Präparate erhalten, grundsätzlich ImpfungImpfung gegen Hepatitis A und Hepatitis B empfohlen
- Dokumentation der Anwendung
- nachdrücklich empfohlen, bei jeder Verabreichung an Patienten den Namen und die Chargennummer des Arzneimittels zu dokumentieren, um eine Verbindung zwischen dem Patienten und der Arzneimittelcharge herstellen zu können
- Standardmethoden zur Vermeidung von Infektionskrankheiten, die im Rahmen der Anwendung von aus menschlichem Blut oder Plasma hergestellten Arzneimitteln auftreten können, umfassen die Auswahl der Spender, die Prüfung jeder einzelnen Spende und jedes Plasmapools auf spezifische Marker für Infektionen sowie die Einbeziehung effektiver Herstellungsschritte zur Inaktivierung/ Eliminierung von Viren
- Von Willebrand Syndrom
- Risiko thrombotischer Ereignisse inklusive Lungenembolien, insbesondere bei Patienten mit bekannten klinischen oder laborparametrischen Risikofaktoren (z. B. operative Eingriffe ohne Thromboseprophylaxe, mangelnde frühzeitige Mobilisierung, Übergewicht, Überdosierung, Krebs)
- Risikopatienten müssen auf Frühzeichen einer Thrombose beobachtet werden
- Prophylaxe gegen venöse Thromboembolien sollte entsprechend den aktuellen Empfehlungen eingeleitet werden
- bei Anwendung eines FVIII-haltigen VWF-Produktes sollte sich der behandelnde Arzt bewusst sein, dass eine kontinuierliche Behandlung einen übermäßigen Anstieg von FVIII:C verursachen kann
- bei Patienten, die FVIII-haltige VWF-Produkte erhalten, sollten die FVIII:C-Plasmaspiegel überwacht werden, um länger anhaltende, übermäßig hohe FVIII:C-Plasmaspiegel, die das Risiko von thrombotischen Ereignissen erhöhen, zu vermeiden
- antithrombotische Maßnahmen erwägen
- bei Patienten, bei denen in der Vergangenheit bereits venöse Thromboembolien aufgetreten sind, wurde ein endogener hoher Faktor-VIII-Spiegel mit einem erhöhten Risiko für spätere thrombotische Ereignisse in Verbindung gebracht
- neutralisierende Antikörper (Inhibitoren)
- Patienten mit VWS, besonders Typ 3 Patienten, können neutralisierende Antikörper (Inhibitoren) gegen den VWF entwickeln
- falls die erwarteten VWF:RCo-Aktivitätsspiegel im Plasma nicht erreicht werden, oder falls die Blutung nicht mit einer geeigneten Dosis kontrolliert werden kann, sollte ein geeigneter Test durchgeführt werden, um das Vorliegen von VWF-Inhibitoren festzustellen
- bei Patienten mit hohen Inhibitorspiegeln ist nicht nur die Möglichkeit eines Therapieversagens gegeben, sondern es können auch anaphylaktoide Reaktionen auftreten und andere therapeutische Maßnahmen sollten in Betracht gezogen werden
- Behandlung solcher Patienten sollte unter der Leitung von Ärzten durchgeführt werden, die mit der Behandlung von Patienten mit Gerinnungsstörungen vertraut sind
- Patienten, bei denen es zu einer anaphylaktischen Reaktion kommt
- Patienten, bei denen es zu einer anaphylaktischen Reaktion kommt, sollten auf Inhibitoren gegen den von-Willebrand-Faktor untersucht werden (neutralisierende Antikörper können auch eine Anaphylaxie auslösen)
- Risiko thrombotischer Ereignisse inklusive Lungenembolien, insbesondere bei Patienten mit bekannten klinischen oder laborparametrischen Risikofaktoren (z. B. operative Eingriffe ohne Thromboseprophylaxe, mangelnde frühzeitige Mobilisierung, Übergewicht, Überdosierung, Krebs)
- Hämophilie A
- Inhibitoren
- Bildung neutralisierender Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte Komplikation bei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A
- diese Inhibitoren sind stets gegen die prokoagulatorische Aktivität von Faktor VIII gerichtete IgG-Immunoglobuline, die in Bethesda-Einheiten (B.E.) pro ml Plasma mittels eines modifizierten Assays quantifiziert werden
- das Risiko, Inibitoren zu entwickeln, korreliert mit dem Schweregrad der Erkrankung sowie der Expositiongegenüber dem Faktor VIII
- dieses Risiko ist innerhalb der ersten 50 Expositionstage am größten, bleibt aber während des gesamten Lebens weiterhin bestehen, obwohl es nur gelegentlich auftritt
- die klinische Relevanz der Inhibitorentwicklung ist abhängig vom Titer des Inhibitors, wobei niedrigtitrige Inhibitoren ein geringeres Risiko eines ungenügenden klinischen Ansprechens aufweisen als solche mit hohem Titer
- ganz allgemein sollten alle Patienten, die mit Blutgerinnungsfaktor VIII behandelt wurden, sorgfältig mittels klinischer Befunde und mit geeigneten Labortests hinsichtlich der Entwicklung von Inhibitoren überwacht werden
- wenn der erwartete Faktor-VIII-Spiegel nicht erreicht wird oder die Blutung nicht durch die Verabreichung einer geeigneten Dosis gestillt werden kann, sollte der Patient auf Faktor-VIII-Hemmkörper hin untersucht werden
- bei Patienten mit hohen Inhibitorspiegeln kann die Faktor-VIII-Therapie unwirksam sein und es müssen andere Therapiemöglichkeiten in Betracht gezogen werden
- die Behandlung solcher Patienten sollte durch Ärzte erfolgen, die Erfahrung mit Hämophilie und mit Inhibitoren gegen Faktor VIII haben
- Bildung neutralisierender Antikörper (Inhibitoren) gegen Faktor VIII ist eine bekannte Komplikation bei der Behandlung von Patienten mit Hämophilie A
- Inhibitoren
- Kardiovaskuläre Ereignisse
- bei Patienten mit bestehenden kardiovaskulären Risikofaktoren kann eine Substitutionsthearapie mit FVIII das kardiovaskuläre Risiko erhöhen
- Katheter-assoziierte Komplikationen
- wenn ein zentralvenöser Katheter (ZVK) erforderlich ist, sollte an das Risiko von Katheter-assoziierten Komplikationen einschließlich lokaler Infektionen, Bakteriämie und Katheter-assoziierten Thrombosen gedacht werden
- zuvor unbehandelte Patienten
- Sicherheit und Wirksamkeit bei zuvor unbehandelten Patienten bisher noch nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- Kinder und Jugendliche
- aufgeführte Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen gelten für Erwachsene, Kinder und Jugendliche
- Angaben in der jeweiligen Fachinformation beachten, ggf. Anwendung mit besonderer Vorsicht