HAVRIX 1440 IMPFDOSIS

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Monovalente Hepatitis-A-Impfstoffe →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1 ST 67,63 €
N2 10 ST 574,44 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche (> 16 Jahre)

  • zur aktiven Immunisierung gegen eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus (HAV)
  • Hinweis
    • Anwendung dieses Impfstoffes soll gemäß offiziellen Empfehlungen erfolgen

Dosierung

Basiseinheit: 1 Dosis (1 ml) enthält: 1440 ELISA-Einheiten Hepatitis-A-Virus (inaktiviert); hergestellt in humanen, diploiden (MRC-5) Zellen; adsorbiert an hydratisiertes Aluminiumhydroxid

  • zur aktiven Immunisierung gegen eine Infektion mit dem Hepatitis A-Virus (HAV)
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 16 Jahre)
      • Grundimmunisierung
        • 1 Impfdosis (je 1 ml)
        • für eine optimale Antikörperantwort: mind. 2, vorzugsweise 4 Wochen vor einer zu erwartenden Hepatitis A-Virusexposition verabreichen
      • Auffrischimpfung
        • nach der Grundimmunisierung empfohlen, um den langfristigen Schutz zu gewährleisten
        • 1 Impfdosis (je 1 ml), 6 - 12 Monate nach der Grundimmunisierung verabreichen
          • Verabreichung bis zu 5 Jahre nach der Grundimmunisierung möglich
      • Austauschbarkeit
        • Arzneimittel kann mit anderen inaktivierten Hepatitis A-Impfstoffen ausgetauscht werden

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • nur begrenzte Daten vorhanden

Kontraindikationen

Hepatitis A, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegenüber dem Impfstoff
  • Überempfindlichkeit nach einer früheren Verabreichung des Impfstoffes
  • akute, schwere, mit Fieber einhergehende Erkrankung
    • bei Vorliegen eines schweren fieberhaften Infektes sollte die Impfung verschoben werden
    • ein banaler Infekt stellt jedoch keine Kontraindikation für eine Impfung dar

Nebenwirkungen

Hepatitis A, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv

Hepatitis-A-Virus, Stamm CR 326F (inaktiviert), 50 (Erwachsene) bzw. 25 (Kinder) Einheiten, adsorbiert an amorphes Aluminiumhydroxyphosphat-Sulfat

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pharyngitis
      • Infektion der oberen Atemwege
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Bronchitis
      • infektiöse Gastroenteritis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lymphadenopathie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Thrombozytopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • multiple Allergien (Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten)
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Anorexie
      • verminderter Appetit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Dehydratation
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schlaflosigkeit
      • Unruhe
      • Reizbarkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Apathie
      • Insomnie
      • Agitiertheit
      • Nervosität
      • Ängstlichkeit
      • Schreien (Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten)
      • Schlafstörung
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
      • Parästhesie
      • Somnolenz
      • Weinen
      • Lethargie
      • Hypersomnie
      • schlechter Schlaf
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Somnolenz
      • Migräne
      • Tremor
      • Ataxie
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Guillain-Barré-Syndrom
  • Augenerkrankung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • juckende Augen
      • Photophobie
      • verstärkter Tränenfluss
      • Krustenbildung am Lidrand
  • Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Ohrenschmerz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Vertigo
  • Gefäßerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hitzewallungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Gesichtsröte
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustrraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Atemwegsobstruktion
      • verstopfte Nase
      • Rhinorrhö
      • Husten
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pharynxödem
      • Erkrankung der Nasennebenhöhlen
      • Niesen
      • Asthma
      • allergische Rhinitis
      • oropharyngealer Schmerz
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhö
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Übelkeit
      • Gastroenteritis
      • Flatulenz
      • Erbrechen
      • Bauchschmerz
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Mundtrockenheit
      • Mundgeschwür
      • Flatulenz
      • geblähtes Abdomen
      • Schmerz im Oberbauch
      • Stuhlverfärbung
      • häufiger Stuhlgang
      • Magenbeschwerden
      • Obstipation
      • Aufstoßen
      • kindliches Erbrechen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pruritus
      • Urtikaria
      • Erythem
      • Ausschlag
      • Windeldermatitis (Kinder im Alter von 12 bis 23 Monaten)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Nachtschweiß
      • Schwitzen
      • Hautveränderungen
      • kalter Schweiß
      • Ekzem
      • generalisiertes Erythem
      • papulöser Ausschlag
      • Bläschen
      • generalisierter Ausschlag
      • Hitzepickel
      • Hyperhidrose
      • Hauterwärmung
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Armschmerz (im injizierten Arm)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myalgie
      • Steifheit
      • Schulterschmerz
      • Schmerz des Bewegungsapparates
      • Rückenschmerz
      • Arthralgie
      • Beinschmerz
      • Nackenschmerz
      • Muskelschwäche
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Muskelkrämpfe
      • Ellbogenschmerz
      • Hüftschmerz
      • Kieferschmerz
      • Spasmen
      • Synovitis
      • Steifheit
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Menstruationsbeschwerden
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Druckempfindlichkeit an der Injektionsstelle
      • Schmerz (an der Injektionsstelle)
      • Wärmegefühl
      • Schwellung
      • Erythem (an der Injektionsstelle)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie/Müdigkeit
      • Fieber (>/= 38,3 °C oral)
      • Ekchymose an der Injektionsstelle
      • Schmerz/ Schmerzhaftigkeit
      • Reizbarkeit
      • Wärmeentwicklung an der Injektionsstelle
      • Hämatom / Bluterguss an der Injektionsstelle
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pruritus an der Injektionsstelle
      • Steifheit/ Spannungsgefühl
      • Schüttelfrost
      • Bauchschmerz
      • Krankheitsgefühl
      • Verhärtungen /Knotenbildung an der Injektionsstelle
      • Taubheitsgefühl an der Injektionsstelle
      • Kältegefühl
      • grippeähnliche Erkrankung
      • Unwohlsein
      • Ausschlag (an der Injektionsstelle)
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Brennen an der Injektionsstelle
      • Muskelzucken
      • Bauchblähung
      • Brustschmerz
      • Flankenschmerz
      • Reizbarkeit
      • Schmerz
      • Schmerz im Brustraum
      • Blutung an der Injektionsstelle
      • Pruritus an der Injektionsstelle
      • Unbehagen
      • Müdigkeit
      • Gangstörung
      • Verfärbung der Injektionsstelle
      • Papelbildung an der Injektionsstelle
      • Urtikaria an der Injektionsstelle
      • Hitzegefühl
      • Schorf
      • Stechen an der Injektionsstelle

Hepatitis-A- Impfstoff (inaktiviert), 1440 (Erwachsene) bzw. 720 (Kinder) ELISA-Einheiten, adsorbiert an hydratisiertes Aluminiumhydroxid

  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Infektion der oberen Atemwege
      • Schnupfen
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anaphylaxie
      • allergische Reaktionen einschließlich anaphylaktoider Reaktionen
      • Reaktionen ähnlich der Serumkrankheit
  • Erkrankungend es Blutes und des Lymphstytems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Idiopathische thrombozytopenische Purpura
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Appetitlosigkeit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Reizbarkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Kopfschmerzen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schläfrigkeit
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Schwindel
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Hypästhesie
      • Parästhesie
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Krampfanfälle
      • entzündliche Erkrankungen des zentralen und peripheren Nervensystems einschließlich aufsteigender Lähmungen bis hin zur Atemlähmung (Guillain-Barré-Syndrom)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Gastrointestinale Beschwerden (z.B. Diarrhoe, Übelkeit und Erbrechen)
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Erhöhung der Leberenzymwerte
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pruritus
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Angioödem
      • Urtikaria
      • Erythema exsudativum multiforme
  • Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Hypotonie
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Myalgie
      • Steifheit der Skelettmuskulatur
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Arthralgie
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Vaskulitis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schmerzen und Rötung an der Injektionsstelle
      • Müdigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwellung an der Injektionsstelle
      • Unwohlsein, Fieber (>= 37,5 °C)
      • Reaktionen an der Injektionsstelle (z.B. Schwellung od. Verhärtung)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Grippeähnliche Erkrankung
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Schüttelfrost

Hepatitis A-Virus, Stamm GBM (inaktiviert), 160 Einheiten, adsorbiert an hydratisiertes Aluminiumhydroxid

  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Kopfschmerzen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • vasovagale Synkope als Reaktion auf die Injektion
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
      • verminderter Appetit
      • Diarrhö
      • Abdominalschmerz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Urtikaria
      • (nicht) Pruritus-assoziierte Ausschläge
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Myalgie
      • Arthralgie
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsabgabe
      • Vaskulitis
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Asthenie
      • leichte Schmerzen an der Injektionsstelle
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • leichtes Fieber
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Erythem an der Injektionsstelle
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Knötchen an der Injektionsstelle
  • Untersuchungen
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Transaminasenerhöhung (leicht und reversibel)

Anwendungshinweise

  • zur intramuskulären (i.m.) Injektion
  • Jugendliche und Erwachsene: intramuskulär in die Deltoidmuskel-Region injizieren
  • unabhängig von der Verabreichungsstelle: mind. 2 Minuten nach der Injektion festen Druck (ohne Reiben) auf die Injektionsstelle ausüben
  • nicht in die Gesäßmuskulatur (Glutealregion) verabreichen
  • darf unter keinen Umständen intravasal verabreicht werden
  • nicht subkutan oder intradermal verabreichen

Stillzeithinweise

Hepatitis A, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Anwendung sollte nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses erfolgen, wenn die Impfung einduetig erforderlich ist (obwohl kein Risiko zu erwarten ist)
  • nicht bekannt, ob Impfstoff in die Muttermilch übertritt
  • ebenso gibt es keine Untersuchungen über die Auswirkungen auf Säuglinge, deren Mütter mit Arzneimittel während der Stillzeit geimpft wurden

Schwangerschaftshinweise

Hepatitis A, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • sollte während der Schwangerschaft nur nach sorgfältiger Abwägung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses verabreicht werden, wenn Impfung eindeutig erforderlich ist bzw, wenn ein hohes Hepatitis-A-Virus-Expositionsrisiko besteht
    • mögliche Nutzen einer Impfung sollte höher sein als eine mögliche schädigende Wirkung auf den Fetus
  • nicht bekannt, ob das Arzneimittel bei einer Verabreichung in der Schwangerschaft einen schädigenden Einfluss auf den Fetus haben kann
  • keine ausreichenden Daten zur Anwendung bei schwangeren Frauen
  • potentielles Risiko für den Menschen unbekannt
  • tierexperimentelle Studien:
    • keine ausreichenden tierexperimentellen Studien in Bezug auf eine Schwangerschaft, die Entwicklung des Embryos/Fetus, den Geburtsvorgang oder die postnatale Entwicklung vorliegend
  • Fertilität
    • keine geeigneten tierexperimentellen Studien zur Reproduktionstoxizität verfügbar
    • Einfluss auf Fötalentwicklung nicht untersucht
      • wie bei allen inaktivierten Impfstoffen jedoch keine Schädigung des Fötus zu erwarten

Warnhinweise

Hepatitis A, inaktiviert, ganzes Virus - invasiv
  • Anwendung
    • entsprechend den offiziellen (STIKO-) Empfehlungen
    • darf nur von Ärzten oder medizinischem Fachpersonal verabreicht werden, die in der Verabreichung von Impfstoffen geschult sind
  • anaphylaktische Reaktion
    • anaphylaktische Reaktion in seltenen Fällen nach Verabreichung des Impfstoffes möglich
    • geeignete Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten müssen unverzüglich verfügbar sein
    • wenn nach einer früheren Verabreichung des Arzneimittels Symptome auftraten, die eine Überempfindlichkeit vermuten lassen, darf das Arzneimittel nicht mehr gegeben werden (kontraindiziert)
  • Verabreichung
    • darf nicht intravasal verabreicht werden
    • Patienten mit Thrombozytopenie/Blutgerinnungsstörungen
      • der Impfstoff kann auch subkutan (s.c.) verabreicht werden (z. B. bei Personen, die an Blutgerinnungsstörungen leiden und bei denen möglicherweise eine erhöhte Blutungsneigung besteht)
      • Serokonversion nach der ersten subkutanen Gabe erfolgt jedoch langsamer im Vergleich zu vorhandenen Daten nach intramuskulärer Gabe
  • Antikörperbestimmung vor Impfung bei Verdacht auf Immunität
    • Personen, die vermutlich bereits eine Hepatitis-A-Infektion durchgemacht haben, da sie in Gebieten mit hohem endemischen Vorkommen von Hepatitis A aufgewachsen sind und/oder bei denen anamnestisch eine Gelbsucht (Ikterus) bekannt ist, sollte vor der Impfung eine qualitative Bestimmung der Hepatitis-A-Antikörper in Erwägung gezogen werden
      • in diesem Fall ist eine Impfung u.U. nicht notwendig
      • anderenfalls ist eine Seropositivität gegen Hepatitis A keine Gegenanzeige; wird sowohl von seropositiven als auch von seronegativen Patienten gut vertragen
  • Impfschutz
    • eine Impfung verleiht keinen sofortigen Schutz vor Hepatitis A
    • Hepatitis-A-Antikörper können in der Regel erst 2 bis 4 Wochen nachgewiesen werden
    • wie bei anderen Impfstoffen auch bilden möglicherweise nicht alle geimpften Personen schützende Antikörper aus
  • Erkrankungen der Leber
    • Anwendung des Arzneimittel schützt nicht vor Erkrankungen der Leber, die durch andere Erreger als das Hepatitis-A-Virus (wie z. B. Hepatitis B, C oder E oder sonstige Erreger) hervorgerufen werden
    • da keine Studien bei Patienten mit einer Lebererkrankung durchgeführt wurden, ist bei der Anwendung des Impfstoffs bei dieser Patientengruppe Vorsicht geboten
    • eine HIV-Infektion stellt keine Kontraindikation für die Impfung dar
  • bestehende Hepatitis-A-Infektion
    • aufgrund der langen Inkubationszeit der Hepatitis A (zwischen 20 und 50 Tagen) ist es möglich, dass zum Zeitpunkt der Impfung bereits eine nicht erkannte Hepatitis- A-Infektion vorliegt, aber noch nicht klinisch manifestiert ist
      • Verhinderung einer Hepatitis A durch den Impfstoff in diesem Fall z.T. je nach Impfstamm ungeklärt bzw. nicht möglich (jeweilige Herstellerinformation beachten!)
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem
    • Anwendung des Arzneimittels bei diesen Patienten ist noch nicht untersucht worden
    • bei Hämodialysepatienten und Personen mit geschwächtem Immunsystem wird nach der Grundimmunisierung möglicherweise keine ausreichende Immunantwort erzielt, so dass in diesen Fällen die Verabreichung weiterer Impfdosen erforderlich sein kann
    • bei Personen, die sich in einer Behandlung mit Immunsuppressiva befinden oder bei denen ein Immundefekt besteht, könnte die Immunreaktion auf das Arzneimittel eingeschränkt sein
      • in solchen Fällen wird empfohlen, die Antikörperbildung zu messen, um den Schutz sicherzustellen
      • zudem ist die Impfung nach Möglichkeit erst nach Beendigung einer suppressiven Behandlung zu verabreichen
      • dennoch wird eine Impfung bei Personen mit einer chronischen Immunschwäche empfohlen, auch wenn die Antikörperbildung gegebenenfalls nur eingeschränkt ausfällt
  • Synkope (Ohnmacht)
    • besonders bei Jugendlichen kann es als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion nach oder sogar vor einer Impfung zu einer Synkope (Ohnmacht) kommen
      • diese kann während der Erholungsphase von verschiedenen neurologischen Symptomen wie vorübergehende Sehstörung, Parästhesie und tonisch-klonische Bewegungen der Gliedmaßen begleitet sein
    • im Vorfeld sollten geeignete Maßnahmen ergriffen werden, um durch Ohnmachtsanfälle bedingte Verletzungen zu verhindern