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Fachinformationen

Indikation

  • entzündliche, allergische, pruriginöse Hauterkrankungen geringer Ausprägung, die auf eine äußerliche Behandlung mit schwach wirksamen Kortikoiden ansprechen

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Creme enthält 2,5 mg Hydrocortison

  • entzündliche, allergische, pruriginöse Hauterkrankungen geringer Ausprägung, die auf eine äußerliche Behandlung mit schwach wirksamen Kortikoiden ansprechen
    • zu Behandlungsbeginn 2 - 3mal / Tag
    • mit Besserung des Krankheitsbildes: Applikation 1mal / Tag oder alle 2 - 3 Tage meist ausreichend
    • Behandlungsdauer:
      • abhängig von Art, Schwere und Verlauf der Erkrankung
      • längerfristige (> 4 Wochen) oder großflächige (> 20 % der Körperoberfläche) Anwendung vermeiden
      • andauernde Behandlung von > 10 % der KOF über > 1 Woche ebenfalls vermeiden
      • Anwendung auch nach Abklingen des Krankheitsbildes noch einige Tage fortsetzen um ein Wiederaufflammen zu vermeiden
      • Behandlung ausschleichend beenden

Dosisanpassung

  • Säuglinge und Kleinkinder unter 6 Jahre
    • Anwendung nur nach ausdrücklicher ärztlicher Anweisung und nicht > 3 Wochen

Kontraindikationen

Hydrocortison - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Hydrocortison
  • spezifische Hauterscheinungen (Lues/Syphilis, Hauttuberkulose)
  • Vakzinationsreaktionen / Hautreaktionen nach Impfungen
  • Virusinfektionen (z.B. Varizellen, Herpes simplex, Herpes zoster)
  • Rosacea (Gesichtsrötung mit eventuell entzündlichen oder eitrigen Pickeln)
  • periorale (rosacea-artige) Dermatitis (entzündliche Hauterscheinungen um den Mund mit Rötung und Knötchenbildung)
  • Akne vulgaris
  • Steroidakne
  • gleichzeitige Hautinfektion durch Bakterien (bakterielle Hautinfektionen)
  • gleichzeitige Hautinfektion durch Pilze (Mykosen)
  • Erkrankungen, die mit einer Störung der hypophysär-hypothalamischen Regulation (z.B. Cushing-Syndrom) einhergehen
  • 1. Trimenon der Schwangerschaft
  • Anwendung
    • auf offenen Wunde
    • auf Schleimhäuten
    • am Auge / Augenlid
    • im Gesicht (nur mit besonderer Vorsicht angewenden, um Hautveränderungen zu vermeiden)
    • unter Okklusivbedingungen (unter Pflastern, Windeln etc.)
    • in Hautfalten
    • großflächig (1/10 - 1/5 (= 10 - 20 %) der Körperoberfläche bei Erwachsenen) (Detailangaben siehe jeweilige Herstellerinformation) und/oder
    • lang andauernde Anwendung ( > 14 Tage) (Abweichungen möglich; Detailangaben siehe jeweilige Herstellerinformation)
    • bei Säuglingen und Kinder < 6 Jahren (Abweichungen möglich; Detailangaben siehe jeweilige Herstellerinformation)

Nebenwirkungen

Hydrocortison - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeit
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautreizung (bei Überemfindlichkeit gegen Hydrocortison) / Austrocknungserscheinungen in Form von
        • Brennen
        • Rötung
        • Juckreiz
        • Austrocknung
        • Schuppung
        • Spannungsgefühl
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • allergische Hautreaktionen (Überempfindlichkeitserscheinungen), insb. bei empfindlichen Patienten
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • allergisches Kontaktekzem/-dermatitis
      • bei allen Corticosteroiden
        • bei lang andauernder Anwendung (länger als 4 Wochen): lokale Hautveränderungen wie
          • Hautatrophien (Hautverdünnungen)
          • Hypertrichosis (vermehrte Behaarung)
          • Änderungen der Hautpigmentierung
          • Teleangiektasien (bleibende Erweiterung kleiner Hautgefäße)
          • Striae (Hautstreifen durch Schädigung der elastischen Fasern)
          • Steroidakne (Pustelbildung)
          • periorale Dermatitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • lokale Hautveränderungen (vor allem bei längerdauernder Anwendung (über 2 - 4 Wochen) oder großflächiger Anwendung (mehr als 20 % der Körperoberfläche) und besonders unter luftdicht abschließenden Verbänden) umfassend z.B.:
        • rosaceaartige (periorale) Dermatitis
        • Begünstigung von Sekundärinfektionen
        • Miliaria
        • Mazeration der Haut
        • Hypopigmentierung
        • Follikulitis
        • Hauttrockenheit
        • Juckreiz
        • Brennen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Verzögerung der Wundheilung

Hinweise

  • bei längerfristiger und großflächiger Anwendung unter Okklusivverbänden sind wegen möglicher Aufnahme des Wirkstoffsin den Blutkreislauf eventuell auftretende systemische Steroidwirkungen zu beachten
    • denkbar sind auch Allgemeinwirkungen infolge von Resorption des Wirkstoffes wie
      • Verminderung der Nebennierenrindenfunktion
      • Symptome des Cushing-Syndroms
      • Drucksteigerung im Auge
    • Risiko systemischer Nebenwirkungen insb. bei Kindern beachten
  • bei Auftreten allergischer Hautreaktionen muss die Therapie abgebrochen werden

Anwendungshinweise

  • Creme nach sorgfältiger Reinigung der Haut dünn auf die erkrankten Hautpartien auftragen und leicht einreiben

Stillzeithinweise

Hydrocortison - extern
  • bei ärztlicher Verordnung:
    • sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung durch den Arzt
    • Abstillen bei
      • zwingender Indikation
      • großflächiger Anwendung
      • bei langfristiger Anwendung
      • höheren Dosen
  • in der Selbstmedikation:
    • es muss eine Entscheidung darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll
      • dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
  • Kontakt des Säuglings mit behandelten Hautpartien meiden
    • dementsprechend: während der Stillzeit nicht im Bereich der Brust anwenden
      • um unerwünschte perorale Aufnahme durch den Säugling zu vermeiden
  • Neugeborene, deren Mütter in der Schwangerschaft oder Stillzeit langfristig und/oder großflächig, mit Corticoiden behandelt wurden, sollten verstärkt auf mögliche unerwünschte Folgeerscheinungen hin beobachtet werden
  • Glucocorticoide einschl. Hydrocortison:
    • Übergang in die Muttermilch
    • Schädigung des Säuglings bisher nicht bekannt geworden

Schwangerschaftshinweise

Hydrocortison - extern
  • 1.Trimenon
    • Anwendung kontraindiziert
  • im 2. und 3. Trimenon
    • Anwendung nur nach strenger und sorgfältiger Indikationsstellung (Abschätzung des Nutzen-Risiko-Verhältnisses)
    • Anwendung sollte nur nach Absprache mit dem behandelnden Arzt erfolgen
    • insbesondere eine großflächige oder langfristige Anwendung sind während der Schwangerschaft zu vermeiden
      • bei Langzeitanwendung sind intrauterine Wachstumsstörungen nicht auszuschließen
      • Neugeborene, deren Mütter in der Schwangerschaft langfristig und/oder großflächig, mit Corticoiden behandelt wurden, verstärkt auf unerwünschte Folgeerscheinungen beobachten
        • bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde
          • kann eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen
    • Anwendung daher nur kleinflächig und kurzfristig
      • sollte auf nicht mehr als 10 % der Körperoberfläche angewendet werden
      • großflächige und langfristige (> 4 Wochen) Anwendung vermeiden (s.oben)
      • okklusive Verbände kontraindiziert
  • Hydrocortison:
    • keine hinreichenden Daten für die Verwendung bei Schwangeren vorliegend
    • in-vitro-Untersuchungen zeigten, dass Hydrocortison im Gegensatz zu synthetischen Glucocorticoiden, insbesondere fluorierten Glucocorticoiden, in der Plazenta durch die 11 ß-HSD2-Oxidase inaktiviert wird
      • eine Reaktivierung durch die 11 ß-HSD2-Reduktase konnte anders als bei den fluorierten Glucocorticoiden für Hydrocortison nicht nachgewiesen werden
        • daher stellt die Anwendung von Hydrocortison während der Schwangerschaft ein geringes Risiko für den Foeten dar
  • Glucocorticoide
    • auch bei menschlichen Feten wird ein erhöhtes Risiko für orale Spaltbildungen bei der systemischen Anwendung von Glucocorticoiden während des 1. Trimenons diskutiert
    • für den Menschen liegen bisher keine Hinweise auf eine teratogene Wirkung vor, jedoch sind bei einer Langzeitbehandlung mit Glucocorticoiden während der Schwangerschaft intrauterine Wachstumsretardierung des Kindes nicht auszuschließen
    • bei einer Behandlung zum Ende der Schwangerschaft besteht für den Fetus die Gefahr einer Atrophie der Nebennierenrinde
      • kann eine ausschleichende Substitutionsbehandlung des Neugeborenen erforderlich machen
  • tierexperimentelle Studien
    • Hydrocortison
      • zeigte nach systemischer Gabe in tierexperimentellen Studien:
        • Reproduktionstoxizität
        • embryotoxische und teratogene Wirkungen z.B.
          • Gaumenspalten
          • Skelettanomalien
          • intrauterine Wachstumsstörungen
          • Embryoletalität
    • Glucocorticoide
      • tierexperimentelle Studien haben gezeigt, dass die Gabe von Glucocorticoiden in subteratogenen Dosen während der Schwangerschaft zu einem erhöhten Risiko beiträgt für eine
        • intrauterine Wachstumsverzögerung
        • Herz-Kreislauf-Erkrankungen und / oder
        • Stoffwechselkrankheiten im Erwachsenenalter
        • zu einer bleibenden Veränderung der/ des
          • Glucocorticoidrezeptordichte
          • Neurotransmitterumsatzes
          • Verhaltens

Warnhinweise

Hydrocortison - extern
  • bei einer gleichzeitigen Hautinfektion durch Bakterien oder bei Mykosen (durch Pilze) muss diese gesondert behandelt werden
  • Sehstörungen
    • Sehstörungen können bei der systemischen und topischen Anwendung von Corticosteroiden auftreten
    • wenn ein Patient mit Symptomen wie verschwommenem Sehen oder anderen Sehstörungen vorstellig wird, sollte eine Überweisung des Patienten an einen Augenarzt zur Bewertung möglicher Ursachen in Erwägung gezogen werden
      • diese umfassen unter anderem
        • Katarakt
        • Glaukom
        • seltene Erkrankungen, wie z. B. zentrale seröse Chorioretinopathie (CSC)
          • die nach der Anwendung systemischer oder topischer Corticosteroide gemeldet wurden
  • Kinder
    • bei Säuglingen und Kindern bis zum vollendeten 6. Lebensjahr
      • Eignung des jeweiligen Präpartes zur Anwendung bei diesen Patienten gem. jeweiliger Herstellerinformation berücksichtigen
    • bei Kindern >/= 6 Jahren
      • sollte die äußerliche Therapie mit Zurückhaltung und zudem nur kleinflächig (weniger als 10 % der Körperoberfläche) erfolgen
      • Beschränkung der empfohlenen Behandlungsdauer beachten
    • besondere Vorsicht ist bei Kindern erforderlich, infolge abgeschwächter Barriereleistung der Hornschicht bzw. einer größeren Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht
    • Möglichkeit unerwünschter Nebenwirkungen ganz besonders beachten
    • keine Anwendung unter Okklusivbedingungen (z. B. Luftabschluss durch Windeln)
  • besondere Vorsicht ist erforderlich bei der Anwendung :
    • auf intertriginösen Arealen
    • im Umfeld von Hautulzera
    • im Genital- und Analbereich
    • im Gesicht (relative Kontraindikation: nur mit besonderer Vorsicht angewenden, um Hautveränderungen zu vermeiden)
    • auf stark vorgeschädigter Haut
      • da in diesen Fällen systemische Corticoidwirkungen und -nebenwirkungen auftreten können
    • bei älteren Menschen (Altershaut)
      • infolge abgeschwächter Barriereleistung der Hornschicht
      • bzw. einer größeren Körperoberfläche im Verhältnis zum Körpergewicht
    • bei Kindern (s.oben)
  • Hydrocortison darf nicht angewendet werden:
    • auf offenen Wunde
    • auf Schleimhäuten
    • am Auge / Augenlid
    • im Gesicht (nur mit besonderer Vorsicht angewenden, um Hautveränderungen zu vermeiden)
    • unter Okklusivbedingungen (unter Pflastern, Windeln etc.)
    • in Hautfalten
    • großflächig (1/10 - 1/5 (= 10 - 20 %) der Körperoberfläche bei Erwachsenen) und/oder lang andauernd (zu vermeiden)
  • großflächige / langandauernde Anwendung
    • großflächige Anwendung des Arzneimittels sollte vermieden werden (wegen möglicher systemischer Wirkungen)
      • bei versehentlicher großflächiger Anwendung überschüßige Arzneimittelmenge mit einem Tuch wieder entfernen
    • längerfristige Anwendung sollte ebenfalls vermieden werden bzw. sollte nur nach Rücksprache mit dem Arzt erfolgen
      • maximal Anwendungsdauer: 2 - 4 Wochen
        • je nach Dosierstärke und Patientenkollektiv; für genauere Angaben siehe jeweilige Herstellerinformation
  • Rücksprache mit einem Arzt bei:
    • Anhalten der Beschwerden
    • Verschlimmerung
    • deutlichen Austrocknungserscheinungen (z. B. Schuppung, Spannen, Juckreiz)