Hydromorphon Aristo 2.6 mg/ml Lösung zum Einnehmen
Aristo Pharma GmbH
Wirkstoff: Hydromorphon →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ML | 56,03 € |
| N3 | 100 ML | 219,91 € |
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Indikation
- zur Linderung starker Schmerzen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 2,6 mg Hydromorphonhydrochlorid (entsprechend 2,32 mg Hydromorphon)
- Linderung starker Schmerzen
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
- Dosierung abhängig von Stärke der Schmerzen und vorangegangenem Analgetikabedarf des Patienten
- Wirksamkeit von 2,6 mg/ml Hydromorphonhydrochlorid entspricht der von 20 mg/ml oral gegebenem Morphinsulfat
- 0,5 ml (1,3 mg Hydromorphonhydrochlorid) oder 1,0 ml (2,6 mg Hydromorphonhydrochlorid) alle 4 Stunden
- höhere Hydromorphon-Dosierungen bei zunehmenden Schmerzen erforderlich
- Anwendung von 2,6 mg/ml Lösung alleine oder in Kombination mit retardiert freisetzenden Hydromorphon-haltigen Arzneimitteln, um gewünschte Schmerzlinderung zu erzielen
- Umstellung von Patienten von parenteraler Anwendung zu einer oralen Einnahme von Hydromorphon
- sollte sich nach der individuell unterschiedlichen Empfindlichkeit der Patienten richten
- orale Anfangsdosis darf nicht zu hoch eingeschätzt werden
- Erwachsene und Jugendliche >/= 12 Jahre
Dosisanpassung
- ältere Patienten
- wie bei Erwachsenen, schrittweise Steigerung der Dosis, bis angemessene Analgesie erreicht wird
- evtl. niedrigere Dosen ausreichend zur Schmerzlinderung
- Kinder < 12 Jahre
- nicht empfohlen
- Patienten mit Nieren- und/oder Leberfunktionsstörungen
- evtl. geringere Dosis erforderlich
- entsprechend der Wirkung vorsichtige Dosiseinstellung
Kontraindikationen
Hydromorphon - intraoral
- Überempfindlichkeit gegen Hydromorphon
- schwere Atemdepression mit Hypoxie und/oder Hyperkapnie
- schwere chronisch obstruktive Atemwegserkrankung
- schweres Bronchialasthma
- paralytischer Ileus
- akutes Abdomen
- Koma
- gleichzeitige Gabe von Monoaminoxidasehemmern oder wenn diese innerhalb der letzten 14 Tage abgesetzt wurden
Nebenwirkungen
Hydromorphon - intraoral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- Überempfindlichkeit (einschließlich Schwellungen im Bereich des Oropharynx)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitabnahme
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstzustände
- Verwirrtheit
- Schlaflosigkeit
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Agitiertheit
- Depression
- Euphorie
- Halluzinationen
- Albträume
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Aggression
- ohne Häufigkeitsangabe
- Abhängigkeit
- Dysphorie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tremor
- Myoklonus
- Parästhesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Sedierung
- Lethargie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle
- Dyskinesie
- Hyperalgesie
- zentrales Schlafapnoe-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörung
- ohne Häufigkeitsangabe
- Miosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bradykardie
- Palpitationen
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzegefühl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Atemdepression
- Bronchospasmus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bauchschmerzen
- Mundtrockenheit
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie
- Diarrhoe
- Geschmacksstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- paralytischer Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung von Pankreasenzymen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Pruritus
- Schwitzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Urtikaria
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstärkter Harndrang
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Harnverhalten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Libido
- Erektionsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Entzugserscheinungen
- Symptome wie gesteigerter Erregbarkeit, Angstzuständen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinalen Symptomen
- Ermüdung
- Unwohlsein
- periphere Ödeme
- Entzugserscheinungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Toleranz
- Arzneimittelentzugssyndrom beim Neugeborenen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Zum Einnehmen
Stillzeithinweise
Hydromorphon - intraoral
- Hydromorphon wird während der Stillzeit nicht empfohlen
- Hydromorphon sollte von stillenden Müttern nicht eingenommen werden, wenn die Einnahme erforderlich ist, sollte abgestillt werden
- es liegen keine Daten zur Anwendung von Hydromorphon während der Stillzeit vor
Schwangerschaftshinweise
Hydromorphon - intraoral
- Hydromorphon wird während der Schwangerschaft nicht empfohlen
- Hydromorphon sollte während der Schwangerschaft und während der Geburt wegen verminderter Uteruskontraktilität und der Gefahr einer Atemdepression beim Neugeborenen nicht eingenommen werden
- eine chronische Einnahme von Hydromorphon während der Schwangerschaft kann zu einem Entzugssyndrom beim Neugeborenen führen
- es sind keine klinischen Daten zur Anwendung während der Schwangerschaft verfügbar
- tierexperimentelle Studien
- zeigten keine teratogenen Wirkungen bei Dosen, die zu einer Wirkstoffexposition führen, die über der beim Menschen erwarteten Exposition liegt
- Fertilität
- bei oraler Gabe von 5 mg/kg/Tag haben Tierstudien keine Auswirkungen auf die Fertilität und Reproduktionsfähigkeit gezeigt
- perinatale Toxizität war bei Ratten, die mit 2 und 5 mg/kg/Tag behandelt wurden, zu beobachten
Warnhinweise
Hydromorphon - intraoral
- eine Atemdepression ist das Hauptrisiko einer Opioidüberdosierung. Vorsicht bei der Anwendung ist geboten bei
- schwer beeinträchtigter Atemfunktion
- Schlaf-Apnoe
- gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln (siehe unten)
- Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen (siehe unten)
- chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung
- eingeschränkter Atemreserve
- psychischer Abhängigkeit (Arzneimittelsucht), Missbrauchsprofil und Vorgeschichte von Drogen- und/oder Alkoholmissbrauch (siehe unten)
- Älteren, geschwächten Patienten
- Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck
- Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs (wegen des Risikos eines erhöhten Hirndrucks durch Opioide)
- Hypotonie bei Hypovolämie
- Pankreatitis
- Hypothyreose
- toxischer Psychose
- Prostatahypertrophie
- Gallenwegserkrankung
- Gallen- oder Nierenkolik
- Nebennierenrindeninsuffizienz (z. B. Morbus Addison)
- schwerer Beeinträchtigung der Nierenfunktion
- schwerer Beeinträchtigung der Leberfunktion
- Alkohlismus
- Delirium tremens
- Krampfleiden
- bestehende Obstipation
- Obstruktiven oder entzündlichen Darmerkrankungen
- Hinweis
- bei Patienten, bei denen Vorsicht geboten ist, kann eine niedrigere Dosierung ratsam sein
- schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxamie, verursachen
- die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schlafapnoe einher
- bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe
- sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln
- die gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln kann zu tiefer Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken ist die gleichzeitige Verordnung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verordnung von Hydromorphon zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird sollte
- die niedrigste wirksame Dosis angewendet werden
- Behandlungsdauer so kurz wie möglich sein
- die Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang wird dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- bei wiederholter Anwendung von Opioiden können sich Toleranz, eine physische und psychische Abhängigkeit sowie eine Opioidgebrauchsstörung entwickeln
- psychische Abhängigkeit (Sucht), Missbrauch und Substanzgebrauchsstörungen in der Vorgeschichte
- Missbrauch oder absichtliche Fehlanwendung von Hydromorphon kann Überdosierung und/oder den Tod zur Folge haben
- das Risiko für die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung ist erhöht bei
- Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung in der persönlichen oder familiären (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte
- Rauchern
- Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) in der Anamnese
- die Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z. B. zu frühes Nachfragen nach Folgerezepten)
- hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- das Risiko für die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung ist erhöht bei
- Missbrauch oder absichtliche Fehlanwendung von Hydromorphon kann Überdosierung und/oder den Tod zur Folge haben
- Toleranz, physische Anhängigkeit und Entzug
- bei längerfristiger Anwendung kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen
- es kann eine Kreuztoleranz zu anderen Opioiden bestehen
- die chronische Anwendung kann zu physischer Abhängigkeit führen, und bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten
- wenn die Therapie nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden
- eine missbräuchliche parenterale Anwendung von oralen Darreichungsformen kann zu schwerwiegenden, potenziell letalen unerwünschten Ereignissen führen
- paralytischer Ileus
- Hydromorphon darf nicht angewendet werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein paralytischer Ileus auftritt
- sollte ein paralytischer Ileus vermutet werden oder während der Behandlung auftreten, so muss die Behandlung mit Hydromorphon sofort abgebrochen werden
- Operationen
- Hydromorphon sollte präoperativ und in den ersten 24 Stunden nach einer Operation nur vorsichtig angewendet werden
- danach sollte es insbesondere nach abdominalen Eingriffen mit Vorsicht angewendet werden
- zusätzliche Schmerztherapie
- Patienten, die einer zusätzlichen Schmerztherapie (z. B. Operation, Plexusblockage) unterzogen werden, sollten vier Stunden vor dem Eingriff kein Hydromorphon mehr erhalten
- falls eine Weiterbehandlung mit Hydromorphon indiziert ist, sollte die Dosierung postoperativ den neuen Erfordernissen entsprechend eingestellt werden
- es ist zu beachten, dass Patienten nach erfolgter Einstellung auf wirksame Dosen eines bestimmten Opioids nicht ohne ärztliche Beurteilung und sorgfältige bedarfsorientierte Neueinstellung auf ein anderes Opioid umgestellt werden sollten
- andernfalls ist eine kontinuierliche, analgetische Wirkung nicht gewährleistet
- Beeinflussung Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder Gonaden-Achsen
- Opioide wie Hydromorphon können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder Gonaden-Achsen beeinflussen
- zu den möglichen Veränderungen zählen
- Anstieg des Prolaktin im Serum
- Abnahme von Cortisol und Testosteron im Plasma
- auf Grundlage dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren
- Obstipation
- bei der Behandlung von Patienten mit vorbestehender Obstipation ist Vorsicht geboten
- eventuell sollte eine angemessene abführende Behandlung in Betracht gezogen werden
- Hyperalgesie, die nicht auf eine weitere Dosiserhöhung von Hydromorphon anspricht, kann insbesondere bei hoher Dosierung auftreten
- eine Dosisreduktion oder Wechsel zu einem anderen Opioid kann erforderlich sein
- Dopinghinweis
- die Anwendung des Arzneimittels kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen