Hydromorphon Kalceks 2 mg/ml Inj.-/Inf.Lösung
Grindeks Kalceks Deutschland GmbH
Wirkstoff: Hydromorphon →
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 5X1 ML | 25,68 € |
| N2 | 10X1 ML | 40,08 € |
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Indikation
Erwachsene und Jugendliche (>/= 12 Jahre)
- Behandlung von starken Schmerzen
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml enthält 2 mg Hydromorphonhydrochlorid (entsprechend 1,77 mg Hydromorphon)
- starke Schmerzen
- Dosierung der Stärke der Schmerzen und dem individuellen Ansprechen des Patienten anpassen
- Dosis bis zur optimalen analgetischen Wirkung titrieren
- grundsätzlich: ausreichend hohe Dosis geben, im Einzelfall kleinste analgetisch wirksame Dosis anstreben
- Hydromorphon nicht länger als unbedingt notwendig anwenden
- wenn eine Langzeitbehandlung erforderlich ist: durch eine sorgfältige und regelmäßige Überwachung kontrollieren, ob und in welchem Umfang eine Weiterbehandlung notwendig ist
- wenn ein Patient keine weitere Behandlung mehr benötigt: Tagesdosis allmählich reduzieren, um das Auftreten von Entzugssymptomen zu vermeiden
- Erwachsene und Jugendliche (> 12 Jahre)
- subkutane (s.c.) Anwendung
- Bolus: 1 - 2 mg s.c. alle 3 - 4 Stunden
- Infusion: 0,15 - 0,45 mg / Stunde - 0,004 mg / kg KG / Stunde
- intravenöse (i.v.) Anwendung
- Bolus: 1 - 1.5 mg i.v. alle 3 - 4 Stunden langsam über mind. 2 - 3 Min. injiziert
- Infusion: 0,15 - 0,45 mg / Stunde - 0,004 mg / kg KG /Stunde
- PCA = patientenkontrollierte Analgesie (s.c. und i.v.)
- 0,2 mg Bolus bei einem Sperrintervall von 5 - 10 Min.
- subkutane (s.c.) Anwendung
- Kinder (< 12 Jahre)
- nicht empfohlen
- Umstellung von Patienten von oraler Einnahme auf parenterale Anwendung von Hydromorphon
- Dosis gemäß folgendem Verhältnis berechnen: 3 mg Hydromorphon oral entsprechen 1 mg Hydromorphon, i.v. angewendet (es handelt sich um einen Richtwert zur Dosiseinstellung)
- unterschiedliches Ansprechen der Patienten erfordert eine sorgfältige und individuelle Dosistitration bei jedem einzelnen Patienten
- Wechsel von anderen Opioiden zu Hydromorphon
- Studien zeigen: Hydromorphon, sowohl i.v. als auch s.c. (auf Milligramm-Basis) ist 5 - 10mal stärker wirksam als parenteral angewendetes Morphin
- Behandlung mit einer Hydromorphon-Dosis beginnen, die ungefähr 1/10 der entsprechenden parenteralen Morphin-Dosis entspricht
- Dosis unter Berücksichtigung der Patientensicherheit individuell bis zum Erreichen einer optimalen Schmerzlinderung titrieren
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche (< 12 Jahre)
- nicht empfohlen
- keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit vorhanden
- ältere Patienten (> 75 Jahre)
- ggf. geringere Dosis erforderlich, um eine ausreichende Analgesie zu erzielen
- Patienten mit eingeschränkter Nieren- oder Leberfunktion
- ggf. ist zur adäquaten Schmerzlinderung eine geringere Dosis als bei anderen Patientengruppen erforderlich
- Dosiseinstellung bis zur klinischen Wirksamkeit sollte vorsichtig erfolgen
Kontraindikationen
Hydromorphon - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Hydromorphon
- bedeutende Atemdepression mit Hypoxie oder Hyperkapnie
- schwere chronisch obstruktive Atemwegserkrankung
- schweres Bronchialasthma
- Cor pulmonale
- Koma
- akutes Abdomen
- paralytischer Ileus
- gleichzeitige Gabe von Monoaminoxidasehemmern oder wenn diese innerhalb der letzten 14 Tage abgesetzt wurden
Nebenwirkungen
Hydromorphon - invasiv
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Überempfindlichkeitsreaktionen (einschließlich Schwellung im Bereich des Oropharynx)
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Appetitabnahme / Appetitlosigkeit
- Anorexie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Angstzustände
- Verwirrtheit
- Schlaflosigkeit
- Halluzinationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Agitiertheit
- Depression
- Dysphorie
- euphorische Stimmung / Euphorie
- Albträume
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Abhängigkeit
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Aggression
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Somnolenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tremor
- Myoklonus
- Parästhesie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Krampfanfälle
- Sedierung
- Lethargie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Hyperalgesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Dyskinesie
- zentrales Schlafapnoe-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sehstörungen (wie Verschwommensehen)
- Miosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Bradykardie
- Palpitationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hitzegefühl / Hitzewallungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Atemdepression
- Bronchospasmus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Obstipation
- Übelkeit
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit
- Bauchschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspepsie
- Diarrhoe
- Geschmacksstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- paralytischer Ileus
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung leberspezifischer Enzyme
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erhöhung von Pankreasenzymen
- Gallenkolik
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pruritus
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwitzen
- Hautausschlag
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Rötung des Gesichts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstärkter Harndrang
- Harnverhalt
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderte Libido
- Erektionsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Asthenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Ermüdung
- Unwohlsein
- periphere Ödeme
- Entzugserscheinungen / Arzneimittelentzugssyndrom
- Entzugserscheinungen können auftreten und sich in Symptomen wie gesteigerter Erregbarkeit, Angstzuständen, Nervosität, Schlaflosigkeit, Hyperkinesie, Tremor und gastrointestinalen Symptomen äußern
- Arzneimitteltoleranz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Verhärtungen an der Injektionsstelle (insbesondere nach wiederholter s.c. Gabe)
- Reizung der Injektionsstelle
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arzneimittelentzugssyndrom beim Neugeborenen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- i.v. Injektion oder Infusion und s.c. Injektion oder Infusion
- nur zur einmaligen Anwendung vorgesehen
- Arzneimittel immer vor der Anwendung visuell kontrollieren
- nur klare Lösungen ohne Partikel verwenden
- weitere Hinweise s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Hydromorphon - invasiv
- Hydromorphon sollte während der Stillzeit nicht angewendet werden
- wenn die Anwendung erforderlich ist, sollte abgestillt werden
- Hydromorphon wird in geringen Mengen in die Muttermilch ausgeschieden
- keine Daten zur Anwendung während der Stillzeit verfügbar
Schwangerschaftshinweise
Hydromorphon - invasiv
- Hydromorphon sollte während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- Anwendung von Hydromorphon während der Schwangerschaft und während der Geburt / Wehen (wegen verminderter Uteruskontraktilität und der Gefahr einer Atemdepression beim Neugeborenen) nicht empfohlen
- längerfristige Anwendung während der Schwangerschaft kann zu Entzugserscheinungen beim Neugeborenen führen
- Opioide passieren die Plazenta
- keine ausreichenden klinischen Daten über exponierte Schwangere vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- wiesen nach Dosierungen, die zu einer höheren Exposition führten als beim Menschen zu erwarten ist, keine teratogenen Wirkungen auf
- perinatale Toxizität bei Ratten, die mit 2 und 5 mg / kg KG / Tag behandelt wurden, beobachtet
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- potenzielles Risiko für den Menschen ist nicht bekannt
- Fertilität
- keine ausreichenden Daten der Wirkung von Hydromorphon in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität beim Menschen vorliegend
- tierexperimentelle Studien an Ratten
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen von Hydromorphon bei männlichen oder weiblichen Tieren in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
Warnhinweise
Hydromorphon - invasiv
- Vorsicht bei der Anwendung von Hydromorphon geboten (niedrigere Dosierung kann ratsam sein) bei
- älteren, gebrechlichen und geschwächten Patienten
- schwer beeinträchtigter Atemfunktion
- Schlaf-Apnoe
- gleichzeitiger Anwendung von anderen zentraldämpfend wirkenden Arzneimitteln
- Opioid-Toleranz, physischer Abhängigkeit oder Entzugserscheinungen (siehe unten)
- chronisch obstruktiver Atemwegserkrankung
- verminderter Atemreserve
- Kopfverletzungen, Hirnverletzungen (intrakranielle Läsionen) oder erhöhtem Hirndruck, Bewusstseinsstörungen unklaren Ursprungs
- Hypotonie bei Hypovolämie
- Pankreatitis
- Hypothyreose
- toxischer Psychose
- Prostatahypertrophie
- Erkrankungen der Gallenwege
- Gallen-, Harnleiter- oder Nierenkolik
- Nebennierenrindeninsuffizienz (z.B. Morbus Addison)
- schwerer Beeinträchtigung der Nieren- oder Leberfunktion
- Alkoholismus
- Delirium tremens
- Krampfleiden
- Obstipation
- obstruktive oder entzündliche Darmerkrankungen
- Kinder < 12 Jahren
- Atemdepression
- Atemdepression ist bedeutsamste Gefährdung einer Opioidüberdosierung
- schlafbezogene Atemstörungen
- Opioide können schlafbezogene Atemstörungen, einschließlich zentraler Schlafapnoe und schlafbezogener Hypoxämie, verursachen
- die Anwendung von Opioiden geht mit einer dosisabhängigen Erhöhung des Risikos für eine zentrale Schafapnoe einher (siehe Kategorie Nebenwirkungen)
- bei Patienten mit zentraler Schlafapnoe sollte eine Verringerung der Opioidgesamtdosis in Betracht gezogen werden
- Risiken einer gleichzeitigen Anwendung von sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln
- gleichzeitige Anwendung von Hydromorphon und sedierenden Arzneimitteln wie Benzodiazepinen oder vergleichbaren Arzneimitteln kann zu Sedierung, Atemdepression, Koma und Tod führen
- aufgrund dieser Risiken gleichzeitige Verschreibung mit diesen sedierenden Arzneimitteln nur bei den Patienten angebracht, für die es keine alternativen Behandlungsmöglichkeiten gibt
- wenn dennoch eine gleichzeitige Verschreibung von Hydromorphon zusammen mit Sedativa für notwendig erachtet wird
- sollte die niedrigste wirksame Dosis verwendet werden und die Behandlungsdauer sollte so kurz wie möglich sein
- Patienten sollten engmaschig auf Anzeichen und Symptome von Atemdepression und Sedierung überwacht werden
- in diesem Zusammenhang dringend empfohlen, Patienten und ihre Bezugspersonen über diese Symptome zu informieren
- Toleranz und Opioidgebrauchsstörung (Missbrauch und Abhängigkeit)
- bei wiederholter Anwendung von Opioiden können sich Toleranz, eine physische und psychische Abhängigkeit sowie eine Opioidgebrauchsstörung entwickeln
- Missbrauch oder absichtliche Fehlanwendung von Hydromorphon kann Überdosierung und/oder Tod zur Folge haben
- das Risiko für die Entwicklung einer Opioidgebrauchsstörung ist erhöht bei
- Patienten mit Substanzgebrauchsstörungen (einschließlich Alkoholgebrauchsstörung) in der persönlichen oder familiären (Eltern oder Geschwister) Vorgeschichte
- Rauchern
- Patienten mit anderen psychischen Erkrankungen (z. B. Major Depression, Angststörungen und Persönlichkeitsstörungen) in der Anamnese
- die Patienten müssen auf Anzeichen eines Suchtverhaltens (drug-seeking behaviour) überwacht werden (z. B. zu frühes Nachfragen nach Folgerezepten)
- hierzu gehört auch die Überprüfung der gleichzeitigen Anwendung von Opioiden und psychoaktiven Arzneimitteln (wie Benzodiazepinen)
- bei Patienten mit Anzeichen und Symptomen einer Opioidgebrauchsstörung sollte die Konsultation eines Suchtspezialisten in Betracht gezogen werden
- Opioid-Toleranz, physische Abhängigkeit
- bei längerfristiger Anwendung von Hydromorphon kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen
- Kreuztoleranz zu anderen Opioiden kann bestehen
- chronische Anwendung kann zu physischer Abhängigkeit führen
- bei längerfristiger Anwendung von Hydromorphon kann es zur Entwicklung einer Toleranz mit der Notwendigkeit höherer Dosen zum Erzielen des erwünschten analgetischen Effektes kommen
- Entzugserscheinungen
- bei abrupter Beendigung der Therapie kann ein Entzugssyndrom auftreten
- wenn die Therapie mit Hydromorphon nicht mehr länger erforderlich ist, kann es ratsam sein, die Tagesdosis allmählich zu reduzieren, um das Auftreten der Symptome eines Entzugssyndroms zu vermeiden
- paralytischer Ileus
- Hydromorphon sollte nicht eingesetzt werden, wenn die Möglichkeit besteht, dass ein paralytischer Ileus auftritt
- sollte ein paralytischer Ileus vermutet werden oder während der Behandlung auftreten, muss die Behandlung mit Hydromorphon sofort abgebrochen werden
- Operationen
- Hydromorphon ist prä- und intraoperativ sowie in den ersten 24 Stunden postoperativ insbesondere wegen des gegenüber Nichtoperierten in der postoperativen Phase höheren Risikos eines Ileus nur mit Vorsicht anzuwenden
- Patienten, die einer anderen zusätzlichen Schmerztherapie (z.B. Operation, Plexusblockade) unterzogen werden
- sollten 4 Stunden vor dem Eingriff kein Hydromorphon mehr erhalten
- falls eine Weiterbehandlung mit Hydromorphon indiziert ist, sollte die Dosierung nach dem Eingriff den neuen Erfordernissen entsprechend eingestellt werden
- Umstellung auf ein anderes Opioid
- beachten, dass Patienten nach erfolgter Einstellung (Titration) auf wirksame Dosen eines bestimmten Opioids nicht ohne ärztliche Beurteilung und sorgfältige bedarfsorientierte Neueinstellung auf ein anderes Opioid umgestellt werden sollten
- andernfalls ist kontinuierliche, analgetische Wirkung nicht gewährleistet
- initiale Opioidthrapie
- Arzneimittel ggf. nicht für initiale Opioid-Therapie geeignet (Herstellerangaben beachten)
- Wirkstärken mit 10 mg bzw. 100 mg Hydromorphon dürfen als Einzeldosis nur bei Patienten angewendet werden, bei denen im Rahmen einer langfristigen Schmerzbehandlung mit niedriger dosierten Hydromorphon-Präparaten oder anderen vergleichbar starken Schmerzmitteln keine ausreichende Schmerzfreiheit mehr erreicht werden kann
- rür das Befüllen des Reservoirs einer Schmerzpumpe können auch 10 mg oder 100 mg als Einzeldosis genutzt werden, da hier die Dosissteuerung über die Pumpeneinstellung erfolgt
- Nebennierenrindeninsuffizienz
- bei bestehender Nebennierenrindeninsuffizienz sollte die Plasmacortisolkonzentration kontrolliert und ggf. Corticoide zugeführt werden
- Einfluss auf Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder -Gonaden-Achsen
- Opioide wie Hydromorphon können die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren- oder -Gonaden-Achsen beeinflussen
- zu den möglichen Veränderungen zählen ein Anstieg von Prolaktin im Serum und eine Abnahme von Cortisol und Testosteron im Plasma
- auf Grundlage dieser Hormonveränderungen können sich klinische Symptome manifestieren
- Hyperalgesie
- bei einer Hyperalgesie, die insbesondere bei hoher Dosierung auftreten kann, wird eine weitere Dosiserhöhung zu keiner weiteren Schmerzreduktion führen
- Dosisreduktion oder der Wechsel zu einem anderen Opioid kann dann erforderlich werden
- Doping
- Hydromorphon kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen