Ibuprofen proff 5 % Gel

Dr. Theiss Naturwaren GmbH Wirkstoff: Ibuprofen →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 50 G 9,79 €
N2 100 G 15,29 €

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Fachinformationen

Indikation

Erwachsene und Jugendliche (>/= 14 Jahre)

  • alleinige oder unterstützende äußerliche Behandlung bei
    • Schwellungen bzw. Entzündung der gelenknahen Weichteile, z.B.
      • Schleimbeutel
      • Sehnen
      • Sehnenscheiden
      • Bänder
      • Gelenkkapsel
    • Sport- und Unfallverletzungen wie
      • Prellungen
      • Verstauchungen
      • Zerrungen

Dosierung

Basiseinheit: 1 g Gel enthält 50 mg Ibuprofen.

  • alleinige oder unterstützende äußerliche Behandlung bei Schwellungen bzw. Entzündung der gelenknahen Weichteile sowie Sport- und Unfallverletzungen
    • Erwachsene und Jugendliche (>/= 14 Jahre)
      • je nach Größe der zu behandelnden schmerzhaften Stelle: 4 - 10 cm langer Gelstrang (2 - 5 g Gel entspr. 100 - 250 mg Ibuprofen) 3mal / Tag
      • max. Tagesdosis: 15 g Gel (750 mg Ibuprofen)
    • Behandlungsdauer
      • entscheidet behandelnder Arzt
      • i.d.R. 2 - 3 Wochen ausreichend (therapeutischer Nutzen einer Anwendung über diesen Zeitraum hinaus nicht belegt)
      • bei Beschwerden, die länger als 3 Tage anhalten: Arzt aufsuchen
    • Kinder und Jugendliche (< 14 Jahre)
      • Anwendung nicht empfohlen (keine ausreichenden Untersuchungen)

Kontraindikationen

Ibuprofen - extern
  • Überempfindlichkeit gegen Ibuprofen oder andere nichtsteroidale Antiphlogistika (z.B. Acetylsalicylsäure)
  • Überempfindlichkeitsreaktionen (z.B. Asthma, Bronchospasmus, Rhinitis, Angioödem oder Urtikaria) nach der Einnahme von Ibuprofen, Acetylsalicylsäure oder anderen nicht-steroidalen Antiphlogistika/Antirheumatika in der Vergangenheit
  • Anwendung auf
    • offenen Verletzungen
    • verletzter oder beschädigter Haut
    • Entzündungen oder Infektionen der Haut
    • Ekzemen
    • Schleimhäuten
    • Augen
    • Lippen
  • Anwendung unter luftdichten Verbänden (bestimmte Darreichungsformen)
  • drittes Schwangerschaftstrimenon

Nebenwirkungen

Ibuprofen - extern
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Überempfindlichkeitsreaktionen bzw. lokale allergische Reaktionen (Kontaktdermatitis)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei Behandlung mit oral angewendetem Ibuprofen Überempfindlichkeitsreaktionen beobachtet; u.a.
        • nicht-spezifische allergische Reaktionen und Anaphylaxis
        • Auswirkungen auf die Atemwege wie Asthma, Verschlechterung von Asthma, Bronchospasmus, Dyspnoe
        • Hautreaktionen, einschließlich unterschiedlicher Arten von Ausschlägen, Urtikaria, Purpura, Angioödem und seltener exfoliativer und bullöser Dermatosen (einschließlich toxischer epidermaler Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom und Erythema multiforme), Pruritus
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • Bronchospasmen
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abdominalschmerzen
      • Dyspepsie
  • Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • lokale Hautreaktionen wie z.B.
        • Hautrötungen
        • Pruritus
        • Brennen
        • Hautausschlag
        • Pustel- oder Quaddelbildung
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • schwere Hautreaktionen, einschließlich
        • Erythema multiforme
        • exfoliative Dermatitis
        • Stevens-Johnson-Syndrom
        • toxische epidermale Nekrolyse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Arzneimittelexanthem mit Eosinophile und systemischen Symptomen (DRESS)
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
      • Lichtempfindlichkeitsreaktion
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nierenfunktionsstörungen
        • können nach Anwendung von topischem Ibuprofen auftreten, insbesondere bei Patienten mit bestehender renaler Dysfunktion)
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bei großflächiger Anwendung über einen langen Zeitraum
        • Auftreten von Nebenwirkungen wie unter systemischer Anwendung
      • Reaktionen an der Anwendungsstelle

Anwendungshinweise

  • Gel zum Einreiben in die Haut
  • Nicht einnehmen!
  • Gel auf die Haut auftragen und leicht in die Haut einreiben
  • verstärktes Eindringen des Wirkstoffes durch die Haut durch Anwendung der Iontophorese möglich
    • Gel unter der Kathode (Minuspol) auftragen
    • Stromstärke: 0,1 - 0,5 mA / 5 cm2 Elektrodenoberfläche
    • Anwendung bis ca. 10 Min.

Stillzeithinweise

Ibuprofen - extern
  • Ibuprofen und seine Abbauprodukte gehen in nur geringen Mengen in die Muttermilch über
  • bei kurzfristiger Anwendung
    • Unterbrechung des Stillens in der Regel nicht erforderlich, da nachteilige Folgen für den Säugling bisher nicht bekannt geworden sind
    • präparatespezifische Höchstmengen für die Stillzeit beachten
  • bei längerer Anwendung
    • frühzeitiges Abstillen sollte erwogen werden
  • nicht im Brustbereich anwenden, um eine Aufnahme durch den Säugling zu vermeiden

Schwangerschaftshinweise

Ibuprofen - extern
  • kontraindiziert im 3. Trimenon
  • keine ausreichenden klinischen Daten über die Sicherheit einer Anwendung topischer Formen von Ibuprofen in der Schwangerschaft
  • auch wenn die systemische Exposition im Vergleich zur oralen Anwendung niedriger ist, ist nicht bekannt, ob die nach topischer Anwendung erreichte systemische Exposition gegenüber Ibuprofen für einen Embryo/Fötus schädlich sein kann
  • 1. und 2. Trimenon
    • Anwendung sollte nicht erfolgen, es sei denn, dies ist unbedingt erforderlich
    • im Falle einer Awendung sollte die Dosis so niedrig und die Behandlungsdauer so kurz wie möglich gehalten werden
    • Daten aus epidemiologischen Studien weisen auf ein erhöhtes Risiko für Fehlgeburten sowie kardiale Missbildungen und Gastroschisis nach der Anwendung eines Prostaglandinsynthese-Hemmers in der Frühschwangerschaft hin
      • es wird angenommen, dass das Risiko mit der Dosis und der Dauer der Behandlung steigt
  • 3. Trimenon
    • Anwendung kontraindiziert
    • mögliche Auswirkung auf den Fetus bei systemischen Anwendung von Prostaglandinsynsthesehemmern wie Ibuprofen
      • kardiovaskuläre und kardiopulmonale Toxizität
        • vorzeitiger Verschluss des Ductus arteriosus Botalli
        • pulmonale Hypertonie
      • renale Toxizität
        • Nierenfunktionsstörung, die zu Nierenversagen mit Oligohydramnion fortschreiten kann
    • am Ende der Schwangerschaft mögliche Auswirkung auf die Mutter und das Neugeborene
      • Wehen können verzögert einsetzen
      • längere Blutungszeiten bei Mutter und Kind
  • die systemische Konzentration von Ibuprofen ist im Vergleich mit oralen Darreichungsformen nach einer topischen Anwendung geringer
    • es ist nicht bekannt, ob die nach topischer Anwendung erreichte systemische Exposition gegenüber Ibuprofen für einen Embryo/Fötes schädlich sein kann
    • dennoch kann die Hemmung der Prostaglandinsynthese die Schwangerschaft und/oder die embryo-fetale Entwicklung negativ beeinflussen
  • tierexperimentelle Studien
    • nachgewiesen, dass die Gabe eines Prostaglandinsynthese-Hemmers zu erhöhtem prä- und post-implantärem Verlust sowie zu embryo-fetaler Letalität führt
    • erhöhte Inzidenzen verschiedener Missbildungen, einschließlich kardiovaskulärer Missbildungen, bei Tieren berichtet, die während der Phase der Organogenese einen Prostaglandinsynthese-Hemmer erhielten
  • Fertilität
    • keine Untersuchungen zur Beeinflussung der Fertilität vorliegend
    • vor der Anwendung dieses Arzneimittels ist der Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen

Warnhinweise

Ibuprofen - extern
  • Anwendung nur unter bestimmten Vorsichtsmaßnahmen und direkter ärztlicher Kontrolle bei folgenden Patienten, da diese bei Anwendung von Ibuprofen durch Asthmaanfälle (sog. Analgetika-Intoleranz/Analgetika-Asthma), örtliche Haut- und Schleimhautschwellung (sog. Quincke-Ödem) oder Urtikaria eher gefährdet sind als andere Patienten:
    • Patienten, die an folgenden Erkrankungen leiden
      • Asthma
      • Heuschnupfen
      • Nasenschleimhautschwellungen (sog. Nasenpolypen)
      • chronisch obstruktiven Atemwegserkrankungen
      • chronischen Atemwegsinfektionen (besonders gekoppelt mit heuschnupfenartigen Erscheinungen)
    • Patienten mit Überempfindlichkeit gegen Schmerz- und Rheumamittel aller Art
    • Patienten, die auch gegen andere Stoffe überempfindlich (allergisch) reagieren, wie z.B. mit Hautreaktionen, Juckreiz oder Nesselfieber
  • schwere Hautreaktionen
    • schwere Hautreaktionen im Zusammenhang mit der Anwendung von Ibuprofen berichtet, die lebensbedrohlich oder tödlich sein können, einschließlich
      • exfoliative Dermatitis
      • Erythema multiforme
      • Stevens-Johnson-Syndrom (SJS)
      • toxische epidermale Nekrolyse (TEN)
      • Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
      • akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
    • die meisten dieser Reaktionen traten innerhalb des ersten Monats auf
    • wenn Anzeichen und Symptome auftreten, die auf diese Reaktionen hinweisen
      • Behandlung unverzüglich absetzen und eine angemessene alternative Behandlung in Betracht ziehen
  • obwohl die systemische Verfügbarkeit von topisch angewendetem Ibuprofen signifikant geringer ist als bei oral angewendeten Darreichungsformen, können in seltenen Fällen (systemische) Nebenwirkungen auftreten; deshalb:
    • vor Verwendung sollte ärztlicher Rat eingeholt werden bei
      • Nierenfunktionsstörungen
      • Herzfunktionsstörungen
      • Leberfunktionsstörungen
      • mit bestehenden oder in der Vergangenheit aufgetretenen peptischen Ulcera
      • Darmentzündungen
      • hämorrhagischer Diathese
    • Anwendung mit Vorsicht bei älteren Patienten
      • da die Wahrscheinlichkeit für das Auftreten von Nebenwirkungen größer ist
  • bei Beschwerden, die länger als 3 Tage (halbfeste Darreichungsform) bis 5 Tage (Pflaster) anhalten oder sich verschlechtern, sollte ein Arzt aufgesucht werden
  • weitere Hinweise zur Anwendung eines ibuprofenhaltigen Pflasters
    • Behandlung unverzüglich abbrechen, falls nach Anwendung ein Hautausschlag auftreten sollte
    • Nebenwirkungen
      • können durch eine kürzere Behandlungsdauer verringert werden
    • Lichtempfindlichkeit
      • Patienten sollen darauf hingewiesen werden, die behandelte Stelle während der Anwendung sowie einen Tag lang nach dem Entfernen des Pflasters nicht dem direkten Sonnenlicht oder künstlicher UV-Strahlung (z.B. im Solarium) auszusetzen, um das Risiko einer Lichtempfindlichkeitsreaktion zu vermindern
    • Nebenwirkungen
      • können durch eine kürzere Behandlungsdauer verringert werden
    • Behandlung unverzüglich abbrechen, falls nach Anwendung ein Hautausschlag auftreten sollte
  • Kinder und Jugendliche
    • abweichende Angaben beachten (siehe Produktinformation)
    • Kinder und Jugendliche (< 14 Jahre)
      • Anwendung nicht empfohlen, da keine ausreichenden Untersuchungen vorliegen
      • es sollte darauf geachtet werden, dass Kinder mit ihren Händen nicht mit den mit dem Arzneimittel behandelten Hautpartien in Kontakt gelangen
    • Kinder und Jugendliche (< 16 Jahre)
      • Sicherheit und Wirksamkeit der transdermalen Darreichungsform (Pflaster) bisher noch nicht belegt