IKERVIS 1 mg/ml Augentropfen Emuls.Einzeldosispip.
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30X0.3 ML | 132,27 € |
| – | 90X0.3 ML | 376,11 € |
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Indikation
- Behandlung schwerer Keratitis bei Erwachsenen mit trockenen Augen
- wenn trotz Behandlung mit Tränenersatzmitteln keine Besserung eingetreten ist
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Emulsion enthält 1 mg Ciclosporin
- schwere Keratitis
- Behandlung muss von einem Augenarzt oder von einem in der Augenheilkunde qualifizierten Arzt eingeleitet werden
- Erwachsene
- 1 Tropfen in das betroffene Auge bzw. in die betroffenen Augen 1mal / Tag, vor dem Schlafengehen
- Ansprechen auf die Behandlung mind. alle 6 Monate überprüfen
- vergessene Dosis
- Behandlung am nächsten Tag planmäßig fortsetzen
- Patienten darauf hinweisen, dass nicht > 1 Tropfen in das betroffene Auge bzw. in die betroffenen Augen eingeträufelt werden darf
- ältere Patienten
- keine klin. Studien
- Dosisanpassung nicht erforderlich
- Patienten mit Nieren- oder Leberinsuffizienz
- keine Studien; jedoch keine besonderen Vorkehrungen erforderlich
- Kinder und Jugendliche
- kein relevanter Nutzen für Kinder und Jugendliche < 18 Jahren für das Anwendungsgebiet
Kontraindikationen
Ciclosporin - okulär
- Überempfindlichkeit gegen Ciclosporin
- okulare oder periokulare Malignitäten oder prämaligne Krankheitsbilder
- akute/aktive oder vermutete okulare oder periokulare Infektion
Nebenwirkungen
Ciclosporin - okulär
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- bakterielle Keratitis
- Herpes zoster am Auge
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Infektionsrisiko (generalisierte und lokale Infektionen)
- Verschlechterung bestehender Infektionen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem des Augenlids
- verstärkte Produktion von Tränenflüssigkeit
- okulare Hyperämie
- verschwommenes Sehen
- Augenlidödem
- konjunktivale Hyperämie
- Augenreizung
- Augenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bindehautödem
- Tränenbildungsstörung
- Augensekret
- Pruritus am Auge
- Bindehautreizung
- Konjunktivitis
- Fremdkörpergefühl in den Augen
- Ablagerungen am Auge
- Keratitis (punktförmig)
- Blepharitis
- Hornhautdekompensation
- Chalazion
- Hornhautinfiltrate
- Hornhautnarbe
- Pruritus am Augenlid
- Iridocyclitis
- Photophobie
- okulare und periokulare Infektionen
- Sehschärfe vermindert
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Fälle von Hornhautverkalkung (mit der Verwendung von phosphathaltigen Augentropfen bei einigen Patienten mit stark geschädigter Hornhaut)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schmerzen an der Verabreichungsstelle (Brennen)
- in der Regel treten sie unmittelbar nach der Anwendung auf, sind aber von kurzer Dauer (Sekunden bis wenige Minuten) und verschwinden, ohne dass weitere Maßnahmen erforderlich sind
- Schmerzen an der Verabreichungsstelle (Brennen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reizung / Reaktionen an der Verabreichungsstelle
- Erythem an der Verabreichungsstelle
- Tränenbildung / Tränenfluss an der Verabreichungsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Beschwerden an der Verabreichungsstelle
- Pruritus an der Verabreichungsstelle
- Fremdkörpergefühl an der Verabreichungsstelle
- Trockenheit an der Verabreichungsstelle
- Kopfschmerzen
- Reizung des Rachens
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- zur Anwendung am Auge
- 1mal / Tag vor dem Schlafengehen in das betroffene Auge bzw. in die betroffenen Augen einträufeln
- Vorsichtsmaßnahmen bei der Anwendung
- Patienten darauf hinweisen, sich vor der Anwendung ihre Hände zu waschen
- vor der Anwendung Einzeldosisbehältnis vorsichtig schütteln
- nur zur einmaligen Anwendung; Einzeldosisbehältnis reicht zur Behandlung beider Augen
- nicht verwendete Emulsion unmittelbar entsorgen
- Patienten darauf hinweisen, nach dem Einträufeln einen nasolakrimalen Verschluss anzuwenden, und die Augenlider für 2 Minuten zu schließen (zur Reduktion der systemischen Absorption)
- wenn mehr als ein topisches Augenarzneimittel angewendet wird
- zwischen der Anwendung der Arzneimittel Abstand von mind. 15 Minuten lassen
- dieses Arzneimittel als letztes anwenden
- keine Anwendung bei akuter oder vermuteter okularer oder periokularer Infektion
Stillzeithinweise
Ciclosporin - okulär
- Entscheidung muss darüber getroffen werden, ob das Stillen zu unterbrechen ist oder ob auf die Behandlung verzichtet werden soll bzw. die Behandlung zu unterbrechen ist
- dabei soll sowohl der Nutzen des Stillens für das Kind als auch der Nutzen der Therapie für die Frau berücksichtigt werden
- die entwicklungsfördernden und gesundheitlichen Vorteile des Stillens sollten zusammen mit dem klinischen Nutzen der Ciclosporin-Behandlung für die Mutter und möglichen unerwünschten Wirkungen von Ciclosporin auf das gestillte Kind berücksichtigt werden
- nach oraler Verabreichung wird Ciclosporin in die Muttermilch ausgeschieden
- nur ungenügende Informationen über die Effekte von Ciclosporin auf Neugeborene / Kinder
- bei therapeutischen Dosen von Ciclosporin in Augentropfen: unwahrscheinlich, dass in der Muttermilch ausreichende Mengen vorliegen würden
- daher sind schädliche Wirkungen bei gestillten Säuglingen angesichts der geringen potenziellen Exposition nicht zu erwarten, können aber nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Ciclosporin - okulär
- Anwendung während der Schwangerschaft nicht empfohlen, es sei denn, der potentielle Nutzen für die Mutter überwiegt das potentielle Risiko für den Fötus
- keine Erfahrungen mit der Anwendung bei Schwangeren vorliegend
- es gibt keine ausreichenden und gut kontrollierten Studien über die Anwendung bei schwangeren Frauen
- tierexperimentelle Studien haben nach systemischer Anwendung von Ciclosporin Reproduktionstoxizität gezeigt
- Expositionen lagen jedoch deutlich über der max. humantherapeutischen Exposition
- Relevanz für die klinische Anwendung von Ciclosporin-Augentropfen wird als gering bewertet
- Frauen im gebärfähigen Alter/Verhütung bei Frauen
- Anwendung bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht wirksam verhüten, nicht empfohlen
- Fertilität
- keine Erfahrungen zu den Wirkungen auf die Fertilität beim Menschen
- es wird angenommen, dass Ciclosporin keine Auswirkungen auf die Fertilität hat, weil die systemische Exposition gegenüber Ciclosporin vernachlässigbar ist
- bei Tieren, die intravenöses oder orales Ciclosporin bis zu hohen Dosen erhielten, keine Beeinträchtigung der Fertilität berichtet
Warnhinweise
Ciclosporin - okulär
- Behandlung muss von einem Augenarzt oder von einem in der Augenheilkunde qualifizierten Arzt eingeleitet werden
- Überwachung
- bei der topischen okularen Ciclosporin-Therapie werden regelmäßige Untersuchungen des Auges empfohlen, z. B. innerhalb von 3 Monaten nach Beginn der Behandlung und danach etwa alle 6 Monate
- Augenherpes
- wurde nicht in Patienten, die Augenherpes in ihrer Vorgeschichte hatten, untersucht und sollte deshalb bei diesen Patienten mit Vorsicht angewendet werden
- Kontaktlinsen
- produktspezifische Hinweise sind zu beachten s. jeweilige Herstellerinformation
- Patienten mit schwerer Keratitis sorgfältig überwachen
- Begleittherapie
- Glaukom
- nur begrenzte Erfahrungen bei Patienten mit Glaukom oder okulärer Hypertonie vorliegend
- gleichzeitige Behandlung von Ciclosporin mit anderen Mitteln, v.a. Betablockern, die bekanntermaßen die Tränensekretion verringern, nur mit Vorsicht bzw. ist eine regelmäßige klinische Überwachung geboten
- gleichzeitige Anwendung von Augentropfen, die Corticosteroide enthalten, kann die Wirkungen auf das Immunsystem verstärken
- bei der gleichzeitigen Anwendung von Corticosteroiden ist daher Vorsicht geboten
- Glaukom
- Infektionen
- bestehende oder vermutete okulare oder periokulare Infektionen sollten vor Beginn der Behandlung beseitigt werden
- wenn eine Infektion während der Behandlung auftritt, sollte das Arzneimittel vorübergehend nicht angewendet werden, bis die Infektion abgeklungen ist
- Wirkungen auf das Immunsystem
- Arzneimittel (zur Anwendung am Auge), die einen Einfluss auf das Immunsystem haben, einschließlich Ciclosporin, können die Abwehr gegen Infektionen und Malignitäten beeinträchtigen
- daher wird eine regelmäßige Untersuchung des Auges (der Augen), z.B. alle 6 Monate, empfohlen, wenn Ciclosporin über Jahre angewendet wird
- bei Anzeichen einer Augeninfektion soll der Patient einen Arzt aufsuchen