IMBRUVICA 420 mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 28 ST | 5767,01 € |
| N1 | 30 ST | 6174,83 € |
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Indikation
Erwachsene
- als Einzelsubstanz
- zur Behandlung von Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem MCL
- zur Behandlung von Patienten mit Morbus Waldenström (MW), die mind. eine vorangehende Therapie erhalten haben
- zur Erstlinien-Therapie bei Patienten, die für eine Chemo-Immuntherapie nicht geeignet sind
- in Kombination
- mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednisolon (Ibrutinib + R-CHOP) im Wechsel mit R-DHAP (oder R-DHAOx) ohne Ibrutinib, gefolgt von Ibrutinib als Monotherapie
- zur Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandeltem Mantelzell-Lymphom (mantle cell lymphoma, MCL), die für eine autologe Stammzelltransplantation (ASZT) geeignet sein könnten
- mit Rituximab
- zur Behandlung von Patienten mit Morbus Waldenström (MW)
- mit Rituximab, Cyclophosphamid, Doxorubicin, Vincristin und Prednisolon (Ibrutinib + R-CHOP) im Wechsel mit R-DHAP (oder R-DHAOx) ohne Ibrutinib, gefolgt von Ibrutinib als Monotherapie
- als Einzelsubstanz oder in Kombination
- mit Rituximab oder Obinutuzumab oder Venetoclax
- zur Behandlung von Patienten mit nicht vorbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (chronic lymphocytic leukaemia, CLL)
- mit Bendamustin und Rituximab (BR)
- zur Behandlung von Patienten mit CLL, die mind. eine vorangehende Therapie erhalten haben
- mit Rituximab oder Obinutuzumab oder Venetoclax
Dosierung
- Mantelzell-Lymphom (mantle cell lymphoma, MCL); chronische lymphatische Leukämie (CLL) und Morbus Waldenström (MW)
- Hinweis: Einleitung und Überwachung der Behandlung nur durch einen Arzt mit Erfahrung in der Anwendung onkologischer Arzneimittel
- Erwachsene
- MCL
- Patienten mit nicht vorbehandeltem MCL
- 560 mg Ibrutinib 1mal / Tag
- Tabelle 1: Ibrutinib-Dosierungsplan bei nicht vorbehandeltem MCL
- Teil 1
- insgesamt: 6 Zyklen, jeder Zyklus umfasst 21 Tage
- Zyklus 1, 3 und 5
- Ibrutinib in Kombination mit R-CHOP: an den Tagen 1 - 19
- bezüglich Angaben zur Dosierung jedes Arzneimittels ist die jeweilige Fachinformation zu beachten
- Zyclus 2, 4 und 6
- R-DHAP: ohne Ibrutinib
- austauschbar mit R-DHAOx (Rituximab, Dexamethason, Cytarabin, Oxaliplatin)
- bezüglich Angaben zur Dosierung jedes Arzneimittels ist die jeweilige Fachinformation zu beachten
- Teil 2
- Behandlung soll nach Erholung der peripheren Blutwerte beginnen
- Rituximab kann in Übereinstimmung mit den nationalen Behandlungsleitlinien zusätzlich gegeben werden
- Ibrutinib täglich für 24 Monate
- Teil 1
- Patienten mit rezidiviertem oder refraktärem MCL
- 560 mg Ibrutinib 1mal / Tag als Einzelsubstanz
- Behandlungsdauer: bis zur Krankheitsprogression oder bis zur Unverträglichkeit fortgesetzen
- Patienten mit nicht vorbehandeltem MCL
- CLL und MW
- als Einzelsubstanz oder in Kombination
- 420 mg Ibrutinib 1mal / Tag
- als Einzelsubstanz oder in Kombination
- in Kombination mit Venetoclax zur Behandlung der CLL
- als Einzelsubstanz 1mal / Tag für 3 Zyklen (1 Zyklus entspricht 28 Tage)
- gefolgt von 12 Zyklen Ibrutinib plus Venetoclax
- Venetoclax: s. Fachinformation
- Ibrutinib in Kombination mit einer Anti-CD20-Therapie
- Ibrutinib vor der Anti-CD20-Therapie anwenden, wenn beides am gleichen Tag gegeben wird
- MCL
- vergessene Einnahme
- falls eine Dosis nicht zur vorgesehenen Zeit eingenommen wurde, kann dies so bald wie möglich am selben Tag nachgeholt werden
- am nächsten Tag mit dem üblichen Einnahmeschema fortfahren
- am folgenden Tag keine zusätzlichen Dosen einnehmen, um die versäumte Dosis nachzuholen
- Behandlungsdauer als Einzelsubstanz oder in Kombination mit einer Anti-CD20-Therapie
- Fortsetzung bis zur Krankheitsprogression oder bis zur Unverträglichkeit
Dosisanpassung
- CYP3A4-Inhibitoren
- mäßige und starke CYP3A4-Inhibitoren erhöhen die Ibrutinib-Exposition
- gleichzeitige Anwendung mit mäßigen CYP3A4-Inhibitoren
- Dosisreduktion auf 280 mg Ibrutinib 1mal / Tag
- gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren
- Dosisreduktion auf 140 mg Ibrutinib 1mal / Tag oder Anwendung bis zu 7 Tage unterbrechen
- Nebenwirkungen oder Komorbiditäten
- Behandlung sofort unterbrechen bei Auftreten oder Verschlechterung von
- Herzinsuffizienz vom Grad 2
- Herzrhythmusstörungen vom Grad 3
- nichthämatologischen Toxizitäten von Grad >/= 3
- Neutropenie von Grad >/= 3 mit Infektion oder Fieber
- hämatologischen Toxizitäten von Grad 4
- Wiederaufnahme der Behandlung mit der empfohlenen Dosis
- sobald die Symptome der Toxizität auf Grad 1 oder auf den Ausgangswert zurückgegangen sind (Abklingen)
- Behandlung sofort unterbrechen bei Auftreten oder Verschlechterung von
- empfohlene Dosisanpassungen
- für nicht-kardiale Ereignisse
- nichthämatologische Toxizitäten Grad 3 oder 4; Neutropenie mit Infektion oder Fieber Grad 3 oder 4; Hämatologische Toxizitäten Grad 4
- bei Wiederaufnahme der Behandlung ist die gleiche oder eine niedrigere Dosis auf der Grundlage einer Nutzen-Risiko-Bewertung empfohlen
- bei Wiederauftreten der Toxizität ist die Tagesdosis um 140 mg zu reduzieren
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- nach Abklingen bei MCL
- Wiederaufnahme mit 560 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei CLL / MW
- Wiederaufnahme mit 420 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei MCL
- Auftreten der Toxizität zum 2. Mal
- nach Abklingen bei MCL
- Wiederaufnahme mit 420 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei CLL / MW
- Wiederaufnahme mit 280 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei MCL
- Auftreten der Toxizität zum 3. Mal
- nach Abklingen bei MCL
- Wiederaufnahme mit 280 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei CLL / MW
- Wiederaufnahme mit 140 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei MCL
- Auftreten der Toxizität zum 4. Mal
- bei MCL oder MW / CLL
- Ibrutinib absetzen
- bei MCL oder MW / CLL
- für Ereignisse von Herzinsuffizienz oder Herzrhythmusstörungen
- Herzinsuffizienz Grad 2
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- nach Abklingen bei MCL
- Wiederaufnahme mit 420 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei CLL / MW
- Wiederaufnahme mit 280 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei MCL
- Auftreten der Toxizität zum 2. Mal
- nach Abklingen bei MCL
- Wiederaufnahme mit 280 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei CLL / MW
- Wiederaufnahme mit 140 mg Ibrutinib / Tag
- nach Abklingen bei MCL
- Auftreten der Toxizität zum 3. Mal
- bei MCL oder MW / CLL
- Ibrutinib absetzen
- bei MCL oder MW / CLL
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- Herzrhythmusstörungen Grad 3
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- nach Abklingen bei MCL
- Wiederaufnahme mit 420 mg Ibrutinib / Tag
- vor Wiederaufnahme der Behandlung ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis zu bewerten
- nach Abklingen bei CLL / MW
- Wiederaufnahme mit 280 mg Ibrutinib / Tag
- vor Wiederaufnahme der Behandlung ist das Nutzen-Risiko-Verhältnis zu bewerten
- nach Abklingen bei MCL
- Auftreten der Toxizität zum 2. Mal
- bei MCL oder MW / CLL
- Ibrutinib absetzen
- bei MCL oder MW / CLL
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- Herzinsuffizienz Grad 3 oder 4; Herzrhythmusstörungen Grad 4
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- bei MCL oder MW / CLL
- Ibrutinib absetzen
- bei MCL oder MW / CLL
- Auftreten der Toxizität zum 1. Mal
- Herzinsuffizienz Grad 2
- für nicht-kardiale Ereignisse
- ältere Patienten (>/= 65 Jahre)
- keine Dosisanpassung notwendig
- Nierenfunktionsstörung
- keine spezifischen klinischen Studien durchgeführt
- leicht - mäßig (Kreatininclearance > 30 ml / Min.)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- auf Flüssigkeitszufuhr achten
- Serumkreatininspiegel regelmäßig überprüfen
- Patienten mit leichter oder mäßiger Nierenfunktionsstörung wurden in klinischen Studien mit Ibrutinib behandelt
- schwer (Kreatininclearance < 30 ml / Min.) und bei Dialysepatienten
- nur anwenden, wenn der Nutzen der Behandlung das Risiko überwiegt
- Patienten engmaschig auf Anzeichen von Toxizität überwachen
- keine Daten vorhanden
- Dialysepatienten: keine Daten
- Leberfunktionsstörung
- Ibrutinib wird in der Leber metabolisiert
- Daten einer Studie zeigten einen Anstieg der Ibrutinib-Exposition
- leicht (Child-Pugh-Klasse A)
- empfohlene Dosis: 280 mg Ibrutinib 1mal / Tag
- mäßig (Child-Pugh-Klasse B)
- empfohlene Dosis: 140 mg Ibrutinib 1mal / Tag
- Patienten auf Anzeichen einer Toxizität überwachen und bei Bedarf Anweisungen zur Dosismodifikation beachten
- schwer (Child-Pugh-Klasse C)
- Anwendung nicht empfohlen
- schwere Herzerkrankungen
- Patienten mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen
- wurden aus den klinischen Studien ausgeschlossen
- Patienten mit schweren kardiovaskulären Erkrankungen
- Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- keine Daten vorliegend
- vorliegende Daten bei Patienten mit reifem B-Zell Non-Hodgkin-Lymphom: s. Fachinformation
Kontraindikationen
Ibrutinib - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Ibrutinib
- gleichzeitige Anwendung von Präparaten, die Johanniskraut enthalten
- Schwangerschaft
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Ibrutinib - peroral
Nebenwirkungen, die bei Patienten mit B-Zell-Malignomen in klinischen Studien oder während der Anwendung nach Markteinführung berichtet wurden
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pneumonie
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Infektion der oberen Atemwege
- Hautinfektion
- Pneumonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Sepsis
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Harnwegsinfektion
- Sinusitis
- Sepsis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kryptokokken-Infektionen
- Pneumocystis-Infektionen
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Aspergillus-Infektionen
- Hepatitis-B-Reaktivierung (Lower level term, LLT für die Auswahl verwendet)
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- nicht-melanozytärer Hautkrebs
- Basalzellkarzinom
- Plattenepithelzellkarzinom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- Lymphozytose
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- febrile Neutropenie
- Leukozytose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Leukostasesyndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- interstitielle Lungenerkrankung
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- interstitielle Lungenerkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperurikämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tumorlysesyndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schwindel
- Kopfschmerz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- periphere Neuropathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- zerebrovaskulärer Vorfall
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- transitorische ischämische Attacke
- ischämischer Schlaganfall
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- zerebrovaskulärer Vorfall
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Verschwommensehen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Augenblutung
- in manchen Fällen mit Sehverlust verbunden
- Augenblutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzinsuffizienz
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Vorhofflimmern
- Herzinsuffizienz
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- ventrikuläre Tachyarrhythmie
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Herzstillstand
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- ventrikuläre Tachyarrhythmie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutung
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Bluterguss
- Hypertonie
- Blutung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Epistaxis
- Petechien
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- subdurales Hämatom
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- subdurales Hämatom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Diarrhö
- Erbrechen
- Stomatitis
- Übelkeit
- Obstipation
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Leberversagen
- einschließlich Ereignisse mit tödlichem Ausgang
- Leberversagen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem
- Urtikaria
- Onychoklasie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- Pannikulitis
- neutrophile Dermatosen
- pyogenes Granulom
- kutane Vaskulitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stevens-Johnson-Syndrom
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Arthralgie
- Muskelspasmen
- muskuloskelettale Schmerzen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- aute Nierenschädigung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber
- peripheres Ödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kreatinin im Blut erhöht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Nebenwirkungen, die im Ibrutinib-Arm der TRIANGLE-Studie berichtet wurden
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Pneumonie
- Hautinfektion
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Infektion der oberen Atemwege
- Sepsis
- Harnwegsinfektion
- Sinusitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Aspergillus-Infektionen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nicht-melanomatöser Hautkrebs
- Basalzellkarzinom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Thrombozytopenie
- Neutropenie
- febrile Neutropenie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leukozytose
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Immunsystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- interstitielle Lungenerkrankung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperurikämie
- Tumorlysesyndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- periphere Neuropathie
- Kopfschmerz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- transitorische ischämische Attacke
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Augenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verschwommensehen
- Augenblutung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Vorhofflimmern
- Herzinsuffizienz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Blutung
- Hypertonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Bluterguss
- Epistaxis
- Petechien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Übelkeit
- Diarrhö
- Erbrechen
- Stomatitis
- Obstipation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspepsie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Ausschlag
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erythem
- Onychoklasie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Urtikaria
- Angioödem
- kutane Vaskulitis
- Pannikulitis
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- muskuloskelettale Schmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelspasmen
- Arthralgie
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- akute Nierenschädigung
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- peripheres Ödem
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Untersuchungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kreatinin im Blut erhöht
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- 1mal / Tag mit einem Glas Wasser etwa zur gleichen Zeit einnehmen
- Tabletten im Ganzen mit Wasser schlucken, nicht zerkleinern oder zerkauen
- nicht zusammen mit Grapefruitsaft oder Bitterorangensaft einnehmen
Stillzeithinweise
Ibrutinib - peroral
- Stillen soll während der Behandlung unterbrochen werden
- nicht bekannt, ob Ibrutinib oder seine Metabolite in die Muttermilch übergehen
- Risiko für gestillte Kinder kann nicht ausgeschlossen werden
Schwangerschaftshinweise
Ibrutinib - peroral
- Ibrutinib darf während der Schwangerschaft nicht angewendet werden
- bisher keine Erfahrungen mit der Anwendung von Ibrutinib bei Schwangeren
- tierexperimentelle Studien
- haben Reproduktionstoxizität gezeigt
- Frauen im gebärfähigen Alter / Kontrazeption bei Frauen
- basierend auf Beobachtungen bei Tieren kann Ibrutinib zur Schädigung des Fötus führen, wennes bei schwangeren Frauen angewendet wird
- Frauen müssen während der Einnahme und bis zu 3 Monate nach Behandlungsende eine Schwangerschaft vermeiden
- daher müssen Frauen im gebärfähigen Alter während der Einnahme von Ibrutinib und bis 3 Monate nach Beenden der Behandlung äußerst zuverlässige Verhütungsmethoden anwenden
- Fertilität
- keine Auswirkungen auf die Fertilität oder die Reproduktionsfähigkeit männlicher oder weiblicher Ratten beobachtet, die eine maximale Dosis von bis zu 100 mg / kg KG pro Tag (humane Äquivalenzdosis [Human Equivalent Dose, HED] 16 mg / kg KG pro Tag) erhielten
- keine Erfahrungen zu Auswirkungen von Ibrutinib auf die Fertilität beim Menschen
Warnhinweise
Ibrutinib - peroral
- blutungsassoziierte Ereignisse
- Berichte über folgende Blutungsereignisse sowohl mit als auch ohne Thrombozytopenie bei mit Ibrutinib behandelten Patienten
- weniger schwere Blutungsereignisse, wie z.B.
- Hämatome
- Nasenbluten
- Petechien
- schwere Blutungsereignisse, manche mit tödlichem Ausgang, einschl.
- gastrointestinale Blutungen
- intrakranielle Hämorrhagie
- Hämaturie
- weniger schwere Blutungsereignisse, wie z.B.
- Warfarin oder andere Vitamin-K-Antagonisten
- sollen nicht gleichzeitig mit Ibrutinib eingenommen werden
- gleichzeitige Anwendung von Antikoagulanzien oder Arzneimitteln, die die Thrombozytenfunktion hemmen (Thrombozytenaggregationshemmer), mit Ibrutinib erhöht das Risiko für schwere Blutungen
- unter Therapie mit Antikoagulanzien wurde ein höheres Risiko für schwere Blutungen beobachtet als mit Thrombozytenaggregationshemmern
- Risiken und Vorteile einer Therapie mit Antikoagulanzien oder Thrombozytenaggregationshemmern sind bei einer gleichzeitigen Anwendung mit Ibrutinib abzuwägen
- auf Anzeichen und Symptome für Blutungen achten
- Nahrungsergänzungsmittel wie Fischöl und Vitamin-E-Präparate sollen vermieden werden
- chirurgischer Eingriff
- Behandlung mit Ibrutinib soll vor und nach einem chirurgischen Eingriff je nach Art des Eingriffs und Höhe des Blutungsrisikos für mind. 3 - 7 Tage unterbrochen werden
- Mechanismus für die blutungsassoziierten Ereignisse ist nicht vollständig geklärt
- Patienten mit kongenitalen Blutungsstörungen wurden nicht untersucht
- Berichte über folgende Blutungsereignisse sowohl mit als auch ohne Thrombozytopenie bei mit Ibrutinib behandelten Patienten
- Leukostase
- Berichte über Fälle von Leukostase
- hohe Anzahl zirkulierender Lymphozyten (> 400.000 / µl)
- kann zu einem erhöhten Risiko führen
- in diesem Fall vorübergehende Unterbrechung der Behandlung in Erwägung ziehen
- Patienten sollen engmaschig überwacht werden
- bei Bedarf unterstützende Maßnahmen wie Hydratation und / oder Leukopherese einleiten
- Milzruptur
- Berichte über Fälle von Milzruptur nach Absetzen der Behandlung mit Ibrutinib
- wenn Behandlung mit Ibrutinib unterbrochen oder abgesetzt wird
- Krankheitsstatus und Milzgröße sollen sorgfältig überwacht werden, z. B.
- klinische Untersuchung
- Ultraschall
- Krankheitsstatus und Milzgröße sollen sorgfältig überwacht werden, z. B.
- Patienten, die Schmerzen im linken Oberbauch oder in der linken Schulterspitze entwickeln
- sollen untersucht werden
- Diagnose einer Milzruptur soll in Betracht gezogen werden
- Infektionen
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten wurden Infektionen beobachtet, einschl.
- Sepsis
- neutropenische Sepsis
- bakterielle, virale oder mykotische Infektionen
- einige dieser Infektionen mit stationärer Behandlung und Todesfällen in Verbindung gebracht
- die meisten Patienten mit einer letal verlaufenden Infektion hatten zudem eine Neutropenie
- Patienten sollen auf folgende Anzeichen überwacht werden und bei Bedarf soll geeignete antiinfektiöse Therapie eingeleitet werden
- Fieber
- anomale Leberfunktionstests
- Neutropenie
- Infektionen
- Patienten mit erhöhtem Risiko für opportunistische Infektionen
- Prophylaxe gemäß Behandlungsstandard in Betracht ziehen
- invasive mykotische Infektionen
- nach der Anwendung von Ibrutinib wurden Fälle invasiver mykotischer Infektionen beobachtet, darunter Fälle von
- Aspergillose
- Kryptokokkose
- Infektionen mit Pneumocystis jiroveci
- einige der Fälle waren mit tödlichem Ausgang assoziiert
- nach der Anwendung von Ibrutinib wurden Fälle invasiver mykotischer Infektionen beobachtet, darunter Fälle von
- progressive multifokale Leukoenzephalopathie (PML)
- bei Patienten mit vorangehender oder gleichzeitiger immunsuppressiver Therapie
- Fälle einer PML einschließlich Todesfälle nach der Anwendung von Ibrutinib berichtet
- bei folgenden Patienten ist bei der Differentialdiagnose PML in Betracht ziehen
- mit neu aufgetretenen oder sich verschlechternden neurologischen, kognitiven oder verhaltensbezogenen Anzeichen oder Symptomen
- besteht Verdacht auf eine PML
- geeignete diagnostische Untersuchungen sollen durchgeführt werden
- Behandlung soll unterbrochen werden, bis eine PML ausgeschlossen wurde
- wenn Zweifel bestehen
- Überweisung an einen Neurologen und geeignete diagnostische Verfahren für den Nachweis einer PML sollen in Erwägung gezogen werden, einschl.
- MRT-Untersuchung, vorzugsweise mit Kontrastmittel
- Liquortests auf DNA des JC-Virus
- wiederholte neurologische Untersuchungen
- Überweisung an einen Neurologen und geeignete diagnostische Verfahren für den Nachweis einer PML sollen in Erwägung gezogen werden, einschl.
- bei Patienten mit vorangehender oder gleichzeitiger immunsuppressiver Therapie
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten wurden Infektionen beobachtet, einschl.
- hepatische Ereignisse
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten sind folgende Fälle aufgetreten
- Hepatotoxizität
- Hepatitis-B Reaktivierung
- Fälle von Hepatitis E, die chronisch sein können
- Leberversagen, einschließlich tödlicher Ereignisse
- Leberfunktion und der Virushepatitis-Status sollen vor Beginn der Behandlung mit Ibrutinib beurteilt werden
- Patienten sollen während der Behandlung regelmäßig auf Veränderungen der Leberfunktionsparameter überwacht werden
- wie klinisch indiziert, sollen Viruslast und serologische Tests auf infektiöse Hepatitis gemäß den lokalen medizinischen Richtlinien durchgeführt werden
- bei Patienten, bei denen hepatische Ereignisse diagnostiziert wurden, ist in Erwägung zu ziehen, einen Experten für Lebererkrankungen zur Behandlung hinzuzuziehen
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten sind folgende Fälle aufgetreten
- Zytopenien
- Berichte über behandlungsbedingte Zytopenien vom Grad 3 oder 4
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- Anämie
- großes Blutbild monatlich kontrollieren
- Berichte über behandlungsbedingte Zytopenien vom Grad 3 oder 4
- interstitielle Lungenerkrankung (Insterstitial Lung Disease, ILD)
- Berichte über Fälle von ILD unter Anwendung von Ibrutinib
- Patienten auf für ILD indikative pulmonale Symptome hin überwachen
- wenn sich Symptome entwickeln
- Anwendung ist zu unterbrechen
- ILD ist entsprechend zu behandeln
- wenn Symptome bestehen bleiben
- Risiken und Nutzen der Behandlung mit Ibrutininb sind abzuwägen
- Anweisungen zur Dosismodifikation sind zu beachten
- Herzrhythmusstörungen und Herzinsuffizienz
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten sind tödliche und schwere Herzrhythmusstörungen sowie Herzinsuffizienz aufgetreten
- folgende Patienten können ein höheres Risiko von Ereignissen einschließlich plötzlicher tödlicher kardialer Ereignisse haben
- Patienten im fortgeschrittenen Alter
- Patienten mit einem Score von >= 2 der Eastern Cooperative Oncology Group (ECOG) oder kardialen Begleiterkrankungen
- Berichte über Vorhofflimmern, Vorhofflattern, ventrikuläre Tachyarrhythmien und Herzinsuffizienz
- insbesondere bei Patienten mit akuten Infektionen oder kardialen Risikofaktoren
- Hypertonie
- Diabetes mellitus
- vorbestehende Herzrhythmusstörungen
- insbesondere bei Patienten mit akuten Infektionen oder kardialen Risikofaktoren
- vor Beginn der Behandlung mit Ibrutinib
- angemessene klinische Anamnese kardialer Vorerkrankungen und Beurteilung der Herzfunktion sollten durchgeführt werden
- während der Behandlung
- Patienten sollten sorgfältig auf Anzeichen einer klinischen Verschlechterung der Herzfunktion überwacht und klinisch betreut werden
- für Patienten, bei denen kardiovaskuläre Bedenken bestehen, sollten weitere Untersuchungen (z. B. EKG, Echokardiogramm) in Betracht gezogen werden
- bei Patienten mit relevanten Risikofaktoren für kardiale Ereignisse ist vor Beginn der Behandlung eine sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung vorzunehmen
- alternative Behandlung sollte in Betracht gezogen werden
- Tachyarrhytmie
- Patienten, bei denen sich Anzeichen und / oder Symptome einer ventrikulären Tachyarrhythmie entwickeln
- Ibrutinib vorübergehend absetzen
- vor einer eventuellen Wiederaufnahme der Therapie eine gründliche klinische Nutzen-Risiko-Beurteilung durchführen
- Patienten, bei denen sich Anzeichen und / oder Symptome einer ventrikulären Tachyarrhythmie entwickeln
- Vorhofflimmern
- Patienten mit vorbestehendem Vorhofflimmern, die eine Therapie mit Antikoagulanzien benötigen
- alternative Behandlungsoptionen zu Ibrutinib erwägen
- Patienten, die während der Therapie Vorhofflimmern entwickeln
- sorgfältige Überprüfung des Risikos für eine thromboembolische Erkrankung vornehmen
- bei Patienten mit hohem Risiko und bei denen keine Alternativen zu Ibrutinib geeignet sind
- engmaschig kontrollierte Behandlung mit Antikoagulanzien in Betracht ziehen
- Patienten mit vorbestehendem Vorhofflimmern, die eine Therapie mit Antikoagulanzien benötigen
- Herzinsuffizienz
- Patienten sollen während der Behandlung mit Ibrutinib auf Anzeichen und Symptome von Herzinsuffizienz überwacht werden
- in einigen dieser Fälle ging die Herzinsuffizienz nach dem Absetzen oder der Dosisreduktion von Ibrutinib vollständig zurück oder verbesserte sich
- Patienten sollen während der Behandlung mit Ibrutinib auf Anzeichen und Symptome von Herzinsuffizienz überwacht werden
- cerebrovaskuläre Vorfälle
- Berichte über Fälle von cerebrovaskulären Vorfällen, transienten ischämischen Attacken und ischämischen Schlaganfällen einschließlich Todesfällen wurden bei mit Ibrutinib behandelten Patienten mit und ohne gleichzeitiges Vorhofflimmern und / oder Bluthochdruck
- bei den Fällen mit berichteter Latenz lagen zwischen der Einleitung der Behandlung mit Ibrutinib und dem Auftreten zentraler ischämischer Gefäßerkrankungen in den meisten Fällen mehrere Monate (über 1 Monat in 78 % und über 6 Monate in 44 % der Fälle)
- was die Notwendigkeit einer regelmäßigen Überwachung der Patienten betont
- Tumorlysesyndrom
- Berichte über Tumorlysesyndrome unter der Therapie mit Ibrutinib
- Risikopatienten für ein Tumorlysesyndrom sind diejenigen Patienten, die vor der Behandlung eine hohe Tumorbelastung hatten
- Patienten engmaschig überwachen und angemessene Vorsichtsmaßnahmen einleiten
- nicht-melanozytärer Hautkrebs
- häufigere Berichte über Fälle von nicht-melanozytärem Hautkrebs unter Ibrutinib, als bei Patienten, die in gepoolten komparativen randomisierten Phase-III-Studien mit einem Komparator behandelt wurden
- Patienten sind auf Anzeichen von nicht-melanozytärem Hautkrebs zu überwachen
- häufigere Berichte über Fälle von nicht-melanozytärem Hautkrebs unter Ibrutinib, als bei Patienten, die in gepoolten komparativen randomisierten Phase-III-Studien mit einem Komparator behandelt wurden
- Hypertonie
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten Fälle von Hypertonie aufgetreten
- Blutdruck soll bei mit Ibrutinib behandelten Patienten regelmäßig kontrolliert werden
- während der Behandlung soll bei Bedarf eine antihypertensive Therapie initiiert werden oder
- bereits bestehende antihypertensive Therapie soll angepasst werden
- bei mit Ibrutinib behandelten Patienten Fälle von Hypertonie aufgetreten
- hämophagozytische Lymphohistiozytose (HLH)
- Berichte über Fälle von HLH, einschließlich tödlicher Fälle
- HLH ist eine lebensbedrohliche pathologische Aktivierung des Immunsystems
- durch klinische Anzeichen und Symptome einer systemischen Hyperinflammation gekennzeichnet, einschl.
- Fieber
- Hepatosplenomegalie
- Hypertriglyceridämie
- hohe Serum-Ferritinwerte
- Zytopenien
- durch klinische Anzeichen und Symptome einer systemischen Hyperinflammation gekennzeichnet, einschl.
- Patienten sollen über Symptome einer HLH informiert werden
- Patienten, die frühe Manifestationen einer pathologischen Aktivierung des Immunsystems entwickeln
- sollen sofort untersucht und die Diagnose einer HLH soll in Betracht gezogen werden
- Arzneimittelwechselwirkungen
- gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren und starken oder mäßigen CYP3A4-Induktoren möglichst vermeiden
- soll nur in Erwägung gezogen werden, wenn der potenzielle Nutzen das potenzielle Risiko deutlich überwiegt
- gleichzeitige Anwendung von starken oder mäßigen CYP3A4-Inhibitoren und Ibrutinib kann zu einer gesteigerten Ibrutinib-Exposition und somit zu einem höheren Risiko für Toxizitäten führen
- falls ein CYP3A4-Inhibitor angewendet werden muss, sollen die Patienten engmaschig auf Anzeichen einer Toxizität von Ibrutinib überwacht werden
- umgekehrt kann gleichzeitige Anwendung von CYP3A4-Induktoren zu einer verminderten Ibrutinib-Exposition und somit zu einem Risiko für mangelnde Wirksamkeit führen
- falls ein CYP3A4-Induktor angewendet werden muss, sollen Patienten engmaschig auf Anzeichen einer mangelnden Wirksamkeit von Ibrutinib überwacht werden
- gleichzeitige Anwendung mit starken CYP3A4-Inhibitoren und starken oder mäßigen CYP3A4-Induktoren möglichst vermeiden
- Frauen in gebärfähigem Alter
- Frauen in gebärfähigem Alter müssen während der Behandlung eine äußerst zuverlässige Verhütungsmethode anwenden