IMIGRAN 100mg Filmtabletten

GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Sumatriptan →

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N2 6 ST 53,07 €

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Fachinformationen

Indikation

  • akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura

Dosierung

  • akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura
    • Hinweise
      • nicht prophylaktisch anwenden
      • Monotherapeutikum: nicht gleichzeitig mit Ergotamin oder einem Ergotaminderivat (einschließlich Methysergid) verabreichen
      • empfohlene Dosierungen sollen nicht überschritten werden
      • Einnahme so früh wie möglich nach Auftreten eines Migränekopfschmerzes
        • bei Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt während des Migräneanfalls: Arzneimittel gleichermaßen wirksam
    • 50 mg Sumatriptan als Einzeldosis
    • ggf. bei einigen Patienten: 100 mg Sumatriptan erforderlich
    • Patienten, die auf die 1. Dosis nicht ansprechen: für dieselbe Attacke keine 2. Dosis anwenden
      • Attacke kann jedoch mit Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder nicht-steroidalen antientzündlichen Arzneimitteln weiter behandelt werden
      • Sumatriptan kann bei nachfolgenden Attacken wieder angewendet werden
    • bei Ansprechen auf die 1. Dosis: falls die Symptome wieder auftreten, kann eine 2. Dosis innerhalb der folgenden 24 Stunden eingenommen werden, jedoch vorausgesetzt, dass ein Mindestabstand von 2 Stunden zwischen den Einnahmen eingehalten wird
    • tägliche Maximaldosis: 300 mg Sumatriptan / 24 Stunden

Dosisanpassung

  • ältere Patienten (> 65 Jahre)
    • begrenzte Erfahrungen
    • hinsichtlich der Pharmakokinetik im Vergleich zu einer jüngeren Population keine wesentlichen Unterschiede feststellbar
    • Anwendung dennoch bis zur Verfügbarkeit weiterer klinischer Daten nicht empfohlen
  • Kinder und Jugendliche
    • < 10 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
    • 10 - 17 Jahre
      • Sicherheit und Wirksamkeit in klinischen Studien nicht erwiesen
      • Anwendung nicht empfohlen

Kontraindikationen

Sumatriptan - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Sumatriptan
  • Patienten mit
    • Herzinfarkt in der Vorgeschichte
    • ischämischer Herzkrankheit
    • koronaren Vasospasmen (Prinzmetal-Angina)
    • peripheren vaskuläre Erkrankungen
    • Symptomen oder Anzeichen einer ischämischen Herzkrankheit
    • Schlaganfall (CVA) in der Vorgeschichte
    • vorübergehenden ischämischen Attacken (TIA) in der Vorgeschichte
    • schweren Leberfunktionsstörungen
    • mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck und leichtem unkontrollierten Bluthochdruck
  • gleichzeitige Anwendung mit
    • Ergotamin- oder Ergotaminderivat-haltigen Arzneimitteln (einschließlich Methysergid)
    • einem anderen Triptan / 5-HT1-Rezeptor-Agonisten
    • Monoaminooxidasehemmer (2 Wochen Wartezeit nach Abbruch der Therapie mit einem MAO-Hemmer)

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Sumatriptan - peroral
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, wie
        • Hautausschlag
        • Urtikaria
        • anaphylaktische Reaktionen
  • Erkrankungen der Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Schläfrigkeit
      • Sensibilitätsstörungen, einschließlich
        • Parästhesie
        • Hypästhesie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Krampfanfälle (sowohl bei Patienten mit und ohne Risikofaktoren oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte)
      • Tremor
      • Dystonie
      • Nystagmus
      • Skotom
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Sehstörungen, wie
        • Augenflimmern
        • Doppeltsehen
        • Visusminderung
      • Sehverlust, einschließlich
        • Berichte über bleibenden Sehverlust
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Bradykardie
      • Tachykardie
      • Herzklopfen
      • Arrhythmie
      • ischämische EKG-Veränderungen (vorübergehend)
      • koronare Vasospasmen
      • Angina pectoris
      • Herzinfarkt
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Blutdruckanstieg (vorübergehend, kurz nach der Anwendung)
      • Hitzewallungen
      • Gesichtsrötung (Flushing)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Blutdruckabfall
      • Raynaud-Syndrom
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyspnoe
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • ischämische Kolitis
      • Diarrhoe
      • Dysphagie
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schweregefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
      • Myalgie
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Nackensteifigkeit
      • Arthralgie
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Brustschmerz
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schmerzen (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
      • Hitzegefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
      • Kältegefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
      • Druckgefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
      • Engegefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
      • Schwächegefühl (überwiegend gering bis mittelgradig ausgeprägt, vorübergehend)
      • Müdigkeit (überwiegend gering bis mittelgradig ausgeprägt, vorübergehend)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schmerzen, durch Trauma ausgelöst
      • Schmerzen, durch Entzündung ausgelöst
  • Untersuchungen
    • sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
      • geringfügige Veränderungen der Leberwerte
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angst
      • Unruhe
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • übermäßiges Schwitzen

Hinweis

  • einige der berichteten Nebenwirkungen können mit Symptomen einer Migräne zusammenhängen

Anwendungshinweise

  • Tabletten zum Einnehmen
  • Einnahme unzerkaut mit Wasser
  • Einnahme so früh wie möglich nach Auftreten des Migränekopfschmerzes
    • bei Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt während des Migräneanfalls: Arzneimittel gleichermaßen wirksam

Stillzeithinweise

Sumatriptan - peroral
  • die Exposition des Säuglings kann minimiert werden, indem das Stillen für mindestens 12 Stunden nach der Anwendung vermieden wird
    • in diesem Zeitraum abgepumpte Milch verwerfen
  • Sumatriptan geht in die Muttermilch über, wobei die durchschnittliche relative Säuglingsdosis nach Verabreichung einer Einzeldosis von Sumatriptan < 4 % beträgt
  • es gibt Berichte über Brustschmerz und/oder Brustwarzenschmerz nach der Anwendung von Sumatriptan bei stillenden Frauen (siehe Abschnitt "Nebenwirkungen")
    • die Schmerzen waren in der Regel vorübergehend und verschwanden innerhalb von 3 bis 12 Stunden

Schwangerschaftshinweise

Sumatriptan - peroral
  • Anwendung bei Schwangeren nur, wenn zu erwartender Nutzen für die Mutter mögliches Risiko für das Kind überwiegt
  • 1. Trimenon
    • nach Markteinführung Daten zur Anwendung von über 1000 Frauen vorliegend
      • Daten nicht ausreichend, um gesicherte Schlussfolgerungen zu ziehen
      • Befunde weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko angeborener Fehlbildungen hin
  • 2. und 3. Trimenon
    • begrenzte Erfahrungen mit Anwendung im 2. und 3. Trimenon
  • tierexperimentelle Studien
    • kein Hinweis auf direkte teratogene oder schädigende Wirkungen auf die peri- und postnatale Entwicklung
    • embryofötale Lebensfähigkeit beim Kaninchen möglicherweise beeinträchtigt

Warnhinweise

Sumatriptan - peroral
  • Therapiebeginn nur bei eindeutiger Diagnose einer Migräne
  • keine Anwendung bei
    • hemiplegischer Migräne
    • Basilar-Migräne
    • ophthalmoplegischer Migräne
  • vor Therapiebeginn Ausschluß von
    • schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen (z.B. Apoplex, TIA)
      • bei Patienten ohne gesicherte Diagnose zur Anwendung von Sumatriptan
      • bei Patienten mit atypischen Symptomen
  • Schmerzen und Engegefühl im Brustkorb, teilweise in den Hals ausstrahlend
    • nach Behandlung mit Sumatriptan beobachtet
    • vorübergehend, Schmerzen können intensiv sein
    • wenn es sich bei diesen Symptomen um mögliche Anzeichen einer ischämischen Herzerkrankung handelt
      • keine weiteren Dosen Sumatriptan verabreichen
      • Durchführung einer angemessen Untersuchung
  • Untersuchung auf bestehende Gefäßerkrankungen der Koronararterien vor Therapiebeginn bei
    • Patienten mit Risikofaktoren für eine ischämische Herzerkrankung einschließlich
      • starken Rauchern
      • Patienten, die sich einer Nikotinsubstitutionstherapie unterziehen
    • besonders beachtet werden sollten dabei
      • Frauen in / nach der Menopause
      • Männer > 40 Jahre
    • möglicherweise wird trotz eingehender Untersuchung nicht jeder Patient mit Herzerkrankung erkannt
    • in sehr seltenen Fällen sind schwerwiegende Wirkungen am Herzen aufgetreten, ohne dass kardiovaskuläre Erkrankung vorlag
  • Bluthochdruck
    • bei leichtem kontrolliertem Bluthochdruck Sumatriptan mit Vorsicht anwenden
      • vorübergehende Anstiege des Blutdruckes und des peripheren Gefäßwiderstandes wurden bei geringem Teil der Patienten beobachtet
  • Serotonin-Syndrom
    • in seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet bei denen ein Serotonin-Syndrom auftrat bei gleichzeitiger Einnahme von
      • selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmern (SSRI) und
      • Sumatriptan
    • Symptome umfassten
      • Bewusstseinsveränderungen
      • autonome Instabilität
      • neuromuskuläre Störungen
    • von Serotonin-Syndrom wurde auch nach gleichzeitger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmern (SNRIs) berichtet
    • wenn gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI / SNRI notwendig ist
      • sollte der Patient angemessen überwacht werden
  • Sumatriptan mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit Erkrankungen, die Resorption, Metabolismus oder Exkretion des Arzneimittels beeinflussen können wie z.B. bei
    • eingeschränkter Leberfunktion (leichte bis mittelschwere Einschränkung (Stadium A oder B nach der Child-Pugh-Klassifikation))
    • eingeschränkter Nierenfunktion
  • Krampfanfälle
    • über Krampfanfälle in Verbindung mit Anwendung von Sumatriptan wurde berichtet
    • nur mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit
      • Krampfanfällen in der Vorgeschichte
      • Risikofaktoren, die die Krampfschwelle absenken
  • Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamide
    • Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden können unter Umständen Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, vom Hautausschlag bis zum anaphylaktischen Schock, entwickeln
      • bei Anwendung von Sumatriptan bei diesen Patienten ist Vorsicht geboten
      • Hinweise auf eine Kreuzsensibilisierung sind begrenzt
  • gemeinsame Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten
    • es können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten
  • Medikamenten-induzierter Kopfschmerz
    • übermäßiger Gebrauch von Arzneimitteln zur Behandlung von Kopfschmerzen kann diese verschlimmern
    • falls dies eintritt oder vermutet wird
      • ärztlichen Rat einholen
      • Behandlung abbrechen
    • Diagnose eines Medikamenten-induzierten Kopfschmerzes sollte bei Patienten mit häufigen oder täglichen Kopfschmerzen trotz (oder aufgrund) regelmäßiger Anwendung von Kopfschmerzmitteln vermutet werden