IMIGRAN 50mg Filmtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 6 ST | 49,73 € |
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Indikation
- akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura
Dosierung
- akute Behandlung von Migräneanfällen mit und ohne Aura
- Hinweise
- nicht prophylaktisch anwenden
- Monotherapeutikum: nicht gleichzeitig mit Ergotamin oder einem Ergotaminderivat (einschließlich Methysergid) verabreichen
- empfohlene Dosierungen sollen nicht überschritten werden
- Einnahme so früh wie möglich nach Auftreten eines Migränekopfschmerzes
- bei Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt während des Migräneanfalls: Arzneimittel gleichermaßen wirksam
- 50 mg Sumatriptan als Einzeldosis
- ggf. bei einigen Patienten: 100 mg Sumatriptan erforderlich
- Patienten, die auf die 1. Dosis nicht ansprechen: für dieselbe Attacke keine 2. Dosis anwenden
- Attacke kann jedoch mit Paracetamol, Acetylsalicylsäure oder nicht-steroidalen antientzündlichen Arzneimitteln weiter behandelt werden
- Sumatriptan kann bei nachfolgenden Attacken wieder angewendet werden
- bei Ansprechen auf die 1. Dosis: falls die Symptome wieder auftreten, kann eine 2. Dosis innerhalb der folgenden 24 Stunden eingenommen werden, jedoch vorausgesetzt, dass ein Mindestabstand von 2 Stunden zwischen den Einnahmen eingehalten wird
- tägliche Maximaldosis: 300 mg Sumatriptan / 24 Stunden
- Hinweise
Dosisanpassung
- ältere Patienten (> 65 Jahre)
- begrenzte Erfahrungen
- hinsichtlich der Pharmakokinetik im Vergleich zu einer jüngeren Population keine wesentlichen Unterschiede feststellbar
- Anwendung dennoch bis zur Verfügbarkeit weiterer klinischer Daten nicht empfohlen
- Kinder und Jugendliche
- < 10 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
- 10 - 17 Jahre
- Sicherheit und Wirksamkeit in klinischen Studien nicht erwiesen
- Anwendung nicht empfohlen
- < 10 Jahre
Kontraindikationen
Sumatriptan - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Sumatriptan
- Patienten mit
- Herzinfarkt in der Vorgeschichte
- ischämischer Herzkrankheit
- koronaren Vasospasmen (Prinzmetal-Angina)
- peripheren vaskuläre Erkrankungen
- Symptomen oder Anzeichen einer ischämischen Herzkrankheit
- Schlaganfall (CVA) in der Vorgeschichte
- vorübergehenden ischämischen Attacken (TIA) in der Vorgeschichte
- schweren Leberfunktionsstörungen
- mittelschwerem bis schwerem Bluthochdruck und leichtem unkontrollierten Bluthochdruck
- gleichzeitige Anwendung mit
- Ergotamin- oder Ergotaminderivat-haltigen Arzneimitteln (einschließlich Methysergid)
- einem anderen Triptan / 5-HT1-Rezeptor-Agonisten
- Monoaminooxidasehemmer (2 Wochen Wartezeit nach Abbruch der Therapie mit einem MAO-Hemmer)
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Sumatriptan - peroral
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, wie
- Hautausschlag
- Urtikaria
- anaphylaktische Reaktionen
- Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Sensibilitätsstörungen, einschließlich
- Parästhesie
- Hypästhesie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle (sowohl bei Patienten mit und ohne Risikofaktoren oder Krampfanfällen in der Vorgeschichte)
- Tremor
- Dystonie
- Nystagmus
- Skotom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Sehstörungen, wie
- Augenflimmern
- Doppeltsehen
- Visusminderung
- Sehverlust, einschließlich
- Berichte über bleibenden Sehverlust
- Sehstörungen, wie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bradykardie
- Tachykardie
- Herzklopfen
- Arrhythmie
- ischämische EKG-Veränderungen (vorübergehend)
- koronare Vasospasmen
- Angina pectoris
- Herzinfarkt
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Blutdruckanstieg (vorübergehend, kurz nach der Anwendung)
- Hitzewallungen
- Gesichtsrötung (Flushing)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Blutdruckabfall
- Raynaud-Syndrom
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und des Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Dyspnoe
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Übelkeit
- Erbrechen
- ohne Häufigkeitsangabe
- ischämische Kolitis
- Diarrhoe
- Dysphagie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schweregefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
- Myalgie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Nackensteifigkeit
- Arthralgie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Brustschmerz
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
- Hitzegefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
- Kältegefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
- Druckgefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
- Engegefühl (gewöhnlich vorübergehend, manchmal intensiv, kann verschiedene Körperteile betreffen, einschließlich Brust- und Halsbereich)
- Schwächegefühl (überwiegend gering bis mittelgradig ausgeprägt, vorübergehend)
- Müdigkeit (überwiegend gering bis mittelgradig ausgeprägt, vorübergehend)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schmerzen, durch Trauma ausgelöst
- Schmerzen, durch Entzündung ausgelöst
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- geringfügige Veränderungen der Leberwerte
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angst
- Unruhe
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- übermäßiges Schwitzen
- ohne Häufigkeitsangabe
Hinweis
- einige der berichteten Nebenwirkungen können mit Symptomen einer Migräne zusammenhängen
Anwendungshinweise
- Tabletten zum Einnehmen
- Einnahme unzerkaut mit Wasser
- Einnahme so früh wie möglich nach Auftreten des Migränekopfschmerzes
- bei Anwendung zu einem späteren Zeitpunkt während des Migräneanfalls: Arzneimittel gleichermaßen wirksam
Stillzeithinweise
Sumatriptan - peroral
- die Exposition des Säuglings kann minimiert werden, indem das Stillen für mindestens 12 Stunden nach der Anwendung vermieden wird
- in diesem Zeitraum abgepumpte Milch verwerfen
- Sumatriptan geht in die Muttermilch über, wobei die durchschnittliche relative Säuglingsdosis nach Verabreichung einer Einzeldosis von Sumatriptan < 4 % beträgt
- es gibt Berichte über Brustschmerz und/oder Brustwarzenschmerz nach der Anwendung von Sumatriptan bei stillenden Frauen (siehe Abschnitt "Nebenwirkungen")
- die Schmerzen waren in der Regel vorübergehend und verschwanden innerhalb von 3 bis 12 Stunden
Schwangerschaftshinweise
Sumatriptan - peroral
- Anwendung bei Schwangeren nur, wenn zu erwartender Nutzen für die Mutter mögliches Risiko für das Kind überwiegt
- 1. Trimenon
- nach Markteinführung Daten zur Anwendung von über 1000 Frauen vorliegend
- Daten nicht ausreichend, um gesicherte Schlussfolgerungen zu ziehen
- Befunde weisen nicht auf ein erhöhtes Risiko angeborener Fehlbildungen hin
- nach Markteinführung Daten zur Anwendung von über 1000 Frauen vorliegend
- 2. und 3. Trimenon
- begrenzte Erfahrungen mit Anwendung im 2. und 3. Trimenon
- tierexperimentelle Studien
- kein Hinweis auf direkte teratogene oder schädigende Wirkungen auf die peri- und postnatale Entwicklung
- embryofötale Lebensfähigkeit beim Kaninchen möglicherweise beeinträchtigt
Warnhinweise
Sumatriptan - peroral
- Therapiebeginn nur bei eindeutiger Diagnose einer Migräne
- keine Anwendung bei
- hemiplegischer Migräne
- Basilar-Migräne
- ophthalmoplegischer Migräne
- vor Therapiebeginn Ausschluß von
- schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen (z.B. Apoplex, TIA)
- bei Patienten ohne gesicherte Diagnose zur Anwendung von Sumatriptan
- bei Patienten mit atypischen Symptomen
- schwerwiegenden neurologischen Erkrankungen (z.B. Apoplex, TIA)
- Schmerzen und Engegefühl im Brustkorb, teilweise in den Hals ausstrahlend
- nach Behandlung mit Sumatriptan beobachtet
- vorübergehend, Schmerzen können intensiv sein
- wenn es sich bei diesen Symptomen um mögliche Anzeichen einer ischämischen Herzerkrankung handelt
- keine weiteren Dosen Sumatriptan verabreichen
- Durchführung einer angemessen Untersuchung
- Untersuchung auf bestehende Gefäßerkrankungen der Koronararterien vor Therapiebeginn bei
- Patienten mit Risikofaktoren für eine ischämische Herzerkrankung einschließlich
- starken Rauchern
- Patienten, die sich einer Nikotinsubstitutionstherapie unterziehen
- besonders beachtet werden sollten dabei
- Frauen in / nach der Menopause
- Männer > 40 Jahre
- möglicherweise wird trotz eingehender Untersuchung nicht jeder Patient mit Herzerkrankung erkannt
- in sehr seltenen Fällen sind schwerwiegende Wirkungen am Herzen aufgetreten, ohne dass kardiovaskuläre Erkrankung vorlag
- Patienten mit Risikofaktoren für eine ischämische Herzerkrankung einschließlich
- Bluthochdruck
- bei leichtem kontrolliertem Bluthochdruck Sumatriptan mit Vorsicht anwenden
- vorübergehende Anstiege des Blutdruckes und des peripheren Gefäßwiderstandes wurden bei geringem Teil der Patienten beobachtet
- bei leichtem kontrolliertem Bluthochdruck Sumatriptan mit Vorsicht anwenden
- Serotonin-Syndrom
- in seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet bei denen ein Serotonin-Syndrom auftrat bei gleichzeitiger Einnahme von
- selektiven Serotonin-Reuptake-Hemmern (SSRI) und
- Sumatriptan
- Symptome umfassten
- Bewusstseinsveränderungen
- autonome Instabilität
- neuromuskuläre Störungen
- von Serotonin-Syndrom wurde auch nach gleichzeitger Behandlung mit Triptanen und Serotonin-Noradrenalin-Reuptake-Hemmern (SNRIs) berichtet
- wenn gleichzeitige Behandlung mit Sumatriptan und einem SSRI / SNRI notwendig ist
- sollte der Patient angemessen überwacht werden
- in seltenen Fällen wurde über Patienten berichtet bei denen ein Serotonin-Syndrom auftrat bei gleichzeitiger Einnahme von
- Sumatriptan mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit Erkrankungen, die Resorption, Metabolismus oder Exkretion des Arzneimittels beeinflussen können wie z.B. bei
- eingeschränkter Leberfunktion (leichte bis mittelschwere Einschränkung (Stadium A oder B nach der Child-Pugh-Klassifikation))
- eingeschränkter Nierenfunktion
- Krampfanfälle
- über Krampfanfälle in Verbindung mit Anwendung von Sumatriptan wurde berichtet
- nur mit Vorsicht anwenden bei Patienten mit
- Krampfanfällen in der Vorgeschichte
- Risikofaktoren, die die Krampfschwelle absenken
- Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamide
- Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden können unter Umständen Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, vom Hautausschlag bis zum anaphylaktischen Schock, entwickeln
- bei Anwendung von Sumatriptan bei diesen Patienten ist Vorsicht geboten
- Hinweise auf eine Kreuzsensibilisierung sind begrenzt
- Patienten mit bekannter Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamiden können unter Umständen Überempfindlichkeitsreaktionen aller Schweregrade, vom Hautausschlag bis zum anaphylaktischen Schock, entwickeln
- gemeinsame Anwendung von Triptanen und pflanzlichen Zubereitungen, die Johanniskraut (Hypericum perforatum) enthalten
- es können möglicherweise häufiger Nebenwirkungen auftreten
- Medikamenten-induzierter Kopfschmerz
- übermäßiger Gebrauch von Arzneimitteln zur Behandlung von Kopfschmerzen kann diese verschlimmern
- falls dies eintritt oder vermutet wird
- ärztlichen Rat einholen
- Behandlung abbrechen
- Diagnose eines Medikamenten-induzierten Kopfschmerzes sollte bei Patienten mit häufigen oder täglichen Kopfschmerzen trotz (oder aufgrund) regelmäßiger Anwendung von Kopfschmerzmitteln vermutet werden