IMIPRAMIN-neuraxpharm 100mg
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 20 ST | 14,41 € |
| N2 | 50 ST | 19,81 € |
| N3 | 100 ST | 29,13 € |
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Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Depressive Syndrome unabhängig von ihrer nosologischen Einordnung
Dosierung
- Depressive Syndrome
- mittlere Tagesdosis im ambulanten Bereich: 50 - 150 mg Imipraminhydrochlorid
- soweit mit niedrigeren Dosen kein therapeutischer Erfolg: 1 Filmtablette (100 mg Imipraminhydrochlorid) 1mal / Tag
- Dosissteigerung, optional, unter stationären Bedingungen: max. 300 mg Imipraminhydrochlorid / Tag, verteilt auf mehrere Einzelgaben
- weitere Dosissteigerung, falls diese Dosis nicht ausreichend (im stationären Bereich): max. 1 Filmtablette 3mal / Tag (300 mg Imipramin-Hydrochlorid)
- Behandlungsdauer: Anpassung an individuelle Reaktionslage, Indikationsgebiet und Schwere der Erkrankung (mittlere Dauer einer Behandlungsperiode bis zum Nachlassen der Krankheitserscheinungen im Allgemeinen mind. 4 bis 6 Wochen)
- Geriatrische Patienten
- oft deutlich geringere Dosis ausreichend (häufig schon bei Hälfte der üblichen Tagesdosis zufriedenstellender Behandlungseffekt)
- Hinweise
- Dosierung und Dauer der Anwendung abhängig von Indikation, Schwere der Erkrankung und individueller Reaktionslage
- zu Beginn solange schrittweise Dosissteigerung innerhalb des erlaubten Dosisbereichs, bis zum Ansprechen des Patienten auf die Behandlung; danach Festlegung der Erhaltungsdosis durch langsame Dosisreduktion; bei Ansprechen des Patienten Dosis so klein wie möglich halten, aber bei Nichtansprechen Ausnutzen des zur Verfügung stehenden Dosierungsbereichs
- Einsetzen der beruhigenden Wirkung meist unmittelbar in den ersten Tagen, Einsetzen der stimmungsaufhellenden Wirkung i.d.R. nach 1 - 3 Wochen
- bei endogenen Depressionen nach Rückbildung der depressiven Symptomatik Weiterführung der Behandlung eventuell mit verringerter (ambulanter) Dosis für 4 bis 6 Monate
- Vermeidung von plötzlichem Absetzen einer längerfristigen, hochdosierten Therapie mit dem Arzneimittel, wegen Absetzsymptomen wie Unruhe, Schweissausbrüche, Übelkeit, Erbrechen und Schlafstörungen
- bei Behandlungsende schrittweise Dosisreduktion
Kontraindikationen
Imipramin - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Imipramin
- Überempfindlichkeit gegen andere trizyklische Antidepressiva
- akute Intoxikation mit zentraldämpfenden Pharmaka wie
- Schlafmittel
- Analgetika
- Psychopharmaka
- Alkohol
- akutes Harnverhalten
- Prostatahypertrophie mit Restharnbildung
- akute Delirien
- unbehandeltes Engwinkelglaukom
- Pylorusstenose
- paralytischem Ileus
- gleichzeitige Behandlung mit MAO-Hemmern
- Remissionsphase nach einem Herzinfarkt
- Stillzeit
- bei zwingender Indikation sollte abgestillt werden
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Imipramin - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Veränderungen des Blutbildes
- meist in Form von Leukozytopenien
- Veränderungen des Blutbildes
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Eosinophilie
- Thrombozytopenie
- Agranulozytose
- teilweise in Verbindung mit Purpura
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- allergische Alveolitis mit oder ohne Eosinophilie
- anaphylaktische oder anaphylaktoide Reaktionen mit arterieller Hypotonie
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Endokrine Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Zunahme des Körpergewichtes (insbesondere zu Beginn der Behandlung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- sexuelle Funktionsstörungen
- Libido
- Potenz
- sexuelle Funktionsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Galaktorrhö
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- SyndromSyndrom der inadäquaten ADH-Sekretion (SIADH)
- Erhöhung oder Erniedrigung der Blutzuckerkonzentrationen
- Gewichtsabnahme
- Gynäkomastie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Benommenheit (insbesondere zu Beginn der Behandlung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Müdigkeit
- Schlafstörungen
- innere Unruhe
- Verstärkung von Angst und Erregung
- Umschlagen der Depression in Hypomanie oder Manie
- Verwirrtheitszustände
- andere delirante Syptome (besonders bei älteren Patienten und Patienten mit Morbus Parkinson/Parkinson-Syndrom)
- Desorientierung
- Halluzinationen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Aktivierung psychotischer Symptome
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- aggressives Verhalten
- ohne Häufigkeitsangabe
- suizidale Gedanken (Fälle wurden während der Therapie mit Imipramin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung berichtet)
- suizidales Verhalten (Fälle wurden während der Therapie mit Imipramin oder kurze Zeit nach Beendigung der Behandlung berichtet)
- Absetzphänomene (nach Abbruch der Behandlung ohne vorhergehende stufenweise Dosisreduktion)
- Schlaflosigkeit
- Kopfschmerzen
- Unruhe
- Angstgefühl
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tremor (besonders zu Beginn der Behandlung)
- Schwindel (besonders zu Beginn der Behandlung)
- Schwitzen (besonders zu Beginn der Behandlung)
- Hitzewallungen (besonders zu Beginn der Behandlung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Parästhesien
- Taubheitsgefühl
- Kribbeln
- Kopfschmerzen
- Parästhesien
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- zerebrale Krampfanfälle
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- motorische Störungen
- Akathisie
- Dyskinesien
- EEG-Veränderungen
- Myoklonien
- Schwäche
- Ataxie
- Sprachstörungen
- Polyneuropathien
- Arzneimittelfieber
- motorische Störungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Auslösung eines pharmakogenen Delirs (bei älteren Patienten und bei Patienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom)
- tritt häufig in der Nacht auf
- nach Absetzen der Behandlung mit kommt es in der Regel innerhalb weniger Tage zu einem Verschwinden der Symptome
- Auslösung eines pharmakogenen Delirs (bei älteren Patienten und bei Patienten mit einem hirnorganischen Psychosyndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Akkommodationsstörungen (besonders zu Beginn der Behandlung)
- verschwommenes Sehen (besonders zu Beginn der Behandlung)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Mydriasis
- Glaukomanfälle (insbesondere bei Patienten mit engem Kammerwinkel)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Ohrs und des Labyrinths
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Auftreten von Tinnitus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Tachykardie
- klinisch nicht relevante EKG-Veränderungen (besonders zu Beginn der Behandlung)
- T- und ST-Streckenveränderungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Arrhythmien (bei Herzgesunden)
- Reizleitungsstörungen (bei Herzgesunden)
- QRS- und PQ-Verlängerung
- Schenkelblock
- Palpitationen (bei Herzgesunden)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verstärkung einer bestehenden Herzinsuffizienz
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- kardiale Dekompensation
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefässerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie (besonders zu Beginn der Behandlung)
- orthostatische Dysregulation (besonders zu Beginn der Behandlung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Kollapszuständen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Blutdruckanstieg
- periphere vasospastische Reaktionen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- verstopfte Nase (besonders zu Beginn der Behandlung)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Mundtrockenheit (besonders zu Beginn der Behandlung)
- Obstipation (besonders zu Beginn der Behandlung)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Durstgefühl
- Erbrechen
- Appetitlosigkeit
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- paralytischer Ileus
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- abdominale Beschwerden
- Stomatitis
- Glossitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Absetzphänomene (nach Abbruch der Behandlung ohne vorhergehende stufenweise Dosisreduktion)
- Übelkeit
- Erbrechen
- abdominelle Schmerzen
- Diarrhö
- Absetzphänomene (nach Abbruch der Behandlung ohne vorhergehende stufenweise Dosisreduktion)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- passagerer Anstieg der Leberenzymaktivitäten (besonders zu Beginn der Behandlung)
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- klinisch relevanten Leberfunktionsstörungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Auftreten einer Hepatitis
- auch in Verbindung mit einem Ikterus
- Auftreten einer Hepatitis
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- allergische Hautreaktionen
- Exanthem
- Urtikaria
- allergische Hautreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Pruritus
- Petechien
- Fotosensibilität
- lokale oder generalisierte Ödeme
- Haarausfall
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperpigmentierung
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen
- wurde in epidemiologischen Studien, die hauptsächlich mit Patienten (>/= 50 Jahre) durchgeführt wurden, bei denen, die mit selektiven Serotonin-Wiederaufnahme-Inhibitoren (SSRI) oder tricyclischen Antidepressiva (TCA) behandelt wurden, beobachtet
- der Mechanismus, der zu diesem Risiko führt, ist nicht bekannt
- erhöhtes Risiko für das Auftreten von Knochenbrüchen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Miktionsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Harnsperre
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
Anwendungshinweise
- Einnahme zu oder unabhängig von den Mahlzeiten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit
Stillzeithinweise
Imipramin - peroral
- keine Anwendung während der Stillzeit
- bei zwingender Indikation sollte abgestillt werden
- Übergang von Imipramin in die Muttermilch
Schwangerschaftshinweise
Imipramin - peroral
- Anwendung während der Schwangerschaft, insbesondere im ersten Trimenon nur bei zwingender Indikation nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung
- schrittweises Absetzen mind. 7 Wochen vor dem errechneten Geburtstermin
- da nach der Geburt, insbesondere bei Verabreichung höherer Dosierungen während der Schwangerschaft beim Neugeborenen Entzugserscheinungen möglich
- Störungen der Herz- und Atemfunktion
- Harn- und Stuhlentleerung
- Unruhezustände
- da nach der Geburt, insbesondere bei Verabreichung höherer Dosierungen während der Schwangerschaft beim Neugeborenen Entzugserscheinungen möglich
- falls dennoch Anwendung darüber hinaus
- Überwachung des Neugeborenen während des 1. Lebensmonats auf Entzugssymptome (Koliken,Zyanose)
Warnhinweise
Imipramin - peroral
- sofortiger Therapieabbruch bei
- Auftreten einer manischen oder hypomanischen Verstimmung
- akut produktive Symptome bei Behandlung depressiver Syndrome im Verlauf schizophrener Erkrankungen
- Anwendung nur nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung und entsprechenden Vorsichtsmaßnahmen bei:
- Prostatahypertrophie ohne Restharnbildung
- schwerer Leber- oder Nierenfunktionsbeeinträchtigung
- erhöhter Krampfbereitschaft
- Störungen der Hämatopoese
- Nebennierenmarktumoren (Phäochromozytom, Neuroblastom) wegen möglicher hypertensiver Krisen
- Vorschädigung des Herzens, insbesondere bei Erregungsleitungsstörungen
- Patienten mit vorbestehendem AV-Block I. Grades oder anderen Erregungsleitungsstörungen, vor allem Linksschenkelblock
- sollten nur unter engmaschiger EKG-Kontrolle behandelt werden
- Patienten mit vorbestehenden höhergradigen AV-Blockierungen oder diffusen supraventrikulären oder ventrikulären Erregungsleitungsstörungen
- sollten nur in Ausnahmefällen mit Imipramin behandelt werden
- Patienten mit vorbestehendem AV-Block I. Grades oder anderen Erregungsleitungsstörungen, vor allem Linksschenkelblock
- vor Lokal- oder Allgemeinanästhesie sollte der Anästhesist über die Behandlung mit Imipramin informiert werden
- Suizid / Suizidgedanken oder klinische Verschlechterung
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken,selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- dieses erhöhte Risiko besteht, bis es zu einer signifikanten Linderung der Symptome kommt
- da diese nicht unbedingt schon während der ersten Behandlungswochen auftritt, sollten die Patienten daher bis zum Eintritt einer Besserung engmaschig überwacht werden
- die bisherige klinische Erfahrung zeigt, dass das Suizidrisiko zu Beginn einer Behandlung ansteigen kann
- andere psychiatrische Erkrankungen, für die Imipramin verschrieben wird,
- können ebenso mit einem erhöhten Risiko für Suizid-bezogene Ereignisse einhergehen
- können außerdem zusammen mit einer depressiven Erkrankung (Episoden einer Major Depression) auftreten
- daher sollten bei Behandlung anderer psychiatrischer Erkrankungen die gleichen Vorsichtsmaßnahmen eingehalten werden wie bei der Behandlung von depressiven Erkrankungen
- das Risiko ist für die Auslösung von Suizidgedanken oder -versuchen erhöht
- bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
- sie sollten daher während der Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
- eine Meta-Analyse von Placebo-kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Antidepressiva bei Erwachsenen mit psychiatrischen Störungen zeigte für Patienten < 25 Jahren, die Antidepressiva einnahmen, ein erhöhtes Risiko für suizidales Verhalten im Vergleich zu Placebo
- bei Patienten mit suizidalem Verhalten in der Anamnese oder solchen, die vor der Therapie ausgeprägte Suizidabsichten hatten
- die Arzneimitteltherapie sollte mit einer engmaschigen Überwachung der Patienten einhergehen
- vor allem bei Patienten mit hohem Suizidrisiko
- insbesondere zu Beginn der Behandlung und nach Dosisanpassungen
- Hinweis an Patienten (und deren Betreuer)
- auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich
- jeder klinischen Verschlechterung
- des Auftretens von suizidalem Verhalten oder Suizidgedanken
- ungewöhnlicher Verhaltensänderungen
- bei Auftreten derartiger Symptome unverzüglich medizinischen Rat einzuholen
- auf die Notwendigkeit einer Überwachung hinsichtlich
- depressive Erkrankungen sind mit einem erhöhten Risiko für die Auslösung von Suizidgedanken,selbstschädigendem Verhalten und Suizid (Suizid-bezogene Ereignisse) verbunden
- zerebrale Krampfanfälle
- wie andere trizyklische Antidepressiva kann Imipramin die Krampfschwelle erniedrigen
- zerebralen Anfälle können Auftreten bei
- erhöhter Krampfbereitschaft (Epilepsie, Hirnschäden unterschiedlicher Genese)
- Alkoholkrankheit
- unter Alkoholentzug
- gleichzeitiger Anwendung von Neuroleptika
- bei Beendigung der Behandlung mit Antikonvulsiva wie Barbituraten und Benzodiazepinen
- da die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von zerebralen Anfällen dosisabhängig ist, sollten die empfohlenen Höchstdosen insbesondere bei Risikogruppen nicht überschritten werden
- Überwachung und Kontrolluntersuchungen
- entsprechend dem jeweiligen Risiko (Auftrittswahrscheinlichkeit der Nebenwirkung und Risikolage des Patienten) regelmäßige Kontrollen von
- Blutdruck
- EKG
- Blutbild
- Leberfunktion
- ggf. EEG
- Blutdruck vor der Behandlung messen
- zur Erkennung der Risikolage
- bei Patienten mit Hypotonie, orthostatischer Dysregulation und labilen Kreislaufverhältnissenkann es zu starken Blutdruckabfällen kommen
- entsprechende Kontrollen unter Therapie angezeigt
- bei Patienten mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere mit Überleitungsstörungen in der Anamnese und bei älteren Patienten
- Überwachung der Herzfunktion
- EKG-Kontrollen
- bei Patienten mit Hyperthyreose und bei Behandlung mit Schilddrüsenhormonen
- Vorsicht bei der Wahl der Dosierung geboten, da unerwünschte kardiale Effekte verstärkt auftreten können
- bei Patienten mit Lebererkrankungen
- periodische Kontrolle der Leberenzyme angezeigt
- da es unter Behandlung mit Antidepressiva zu Blutbildveränderungen kommen kann
- sollte unter Gabe von Imipramin das Blutbild kontrolliert werden
- insbesondere bei Auftreten von Fieber und grippalen Infekten
- entsprechende Kontrollen während der gesamten Dauer der Behandlung angezeigt
- da bei Langzeitanwendung von Antidepressiva vermehrt Zahnkaries beobachtet wurde
- regelmäßige Kontrolle des Zahnstatus
- entsprechend dem jeweiligen Risiko (Auftrittswahrscheinlichkeit der Nebenwirkung und Risikolage des Patienten) regelmäßige Kontrollen von
- Kinder und Jugendliche < 18 Jahre
- Imipamin sollte nicht zur Behandlung von Depressionen bei Kindern und Jugendlichen < 18 Jahre angewendet werden
- in Studien zur Behandlung von Depressionen in dieser Altersgruppe zeigten trizyklische Antidepressiva keinen therapeutischen Nutzen
- Studien mit anderen Antidepressiva (SSRI, SNRI) haben ein erhöhtes Risiko für das Auftreten von suizidalem Verhalten, Selbstschädigung und feindseligem Verhalten im Zusammenhang mit der Anwendung dieser Wirkstoffe gezeigt
- diese Risiken können für Imipraminhydrochlorid nicht ausgeschlossen werden
- keine Daten zur Sicherheit bei Langzeitanwendung bei Kindern und Jugendlichen bezüglich Wachstum, Reifung sowie zur kognitiven Entwicklung und Verhaltensentwicklung vorliegend
- Imipraminhydrochlorid ist in allen Altersgruppen mit einem Risiko für kardiovaskuläre Nebenwirkungen verbunden
- Vorsicht ist geboten bei Patienten mit chronischer Obstipation
- da trizyklische Antidepressiva insbesondere bei älteren und bettlägerigen Patienten einen paralytischen Ileus auslösen können
- anticholinerge Eigenschaften trizyklischer Antidepressiva
- bewirken eine verminderte Tränendrüsentätigkeit und die Ansammlung von mukösem Sekret
- können dadurch zu Hornhautschäden bei Kontaktlinsenträgern führen