Inbrija 33 mg Hartkapseln mit Pulver z. Inhalation

Merz Therapeutics GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Levodopa (Mundstück) →

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N2 60 ST 546,35 €
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Fachinformationen

Indikation

  • zur intermittierenden Behandlung von episodenhaft auftretenden motorischen Fluktuationen (OFF-Episoden) bei erwachsenen Patienten mit Morbus Parkinson, die mit Levodopa und einem Dopa-Decarboxylase-Hemmer behandelt werden

Dosierung

  • zur intermittierenden Behandlung von episodenhaft auftretenden motorischen Fluktuationen (OFF-Episoden) bei erwachsenen Patienten mit Morbus Parkinson, die mit Levodopa und einem Dopa-Decarboxylase-Hemmer behandelt werden
    • Voraussetzungen für die Behandlung
      • Patienten sollten vor Beginn der Behandlung auf eine stabile Behandlung mit Levodopa und einem Dopa-Decarboxylase-Hemmer (z. B. Carbidopa oder Benserazid) eingestellt sein
      • Patienten sollten fähig sein, das Auftreten ihrer OFF-Symptome zu erkennen
      • Patienten sollten in der Lage sein, den Inhalator vorzubereiten, oder sie sollten eine Bezugsperson haben, die ihnen den Inhalator im Bedarfsfall vorbereiten kann
    • empfohlene Dosierung
      • 2 Hartkapseln bis zu 5mal / Tag (1 Kapsel gibt 33 mg Levodopa ab)
      • Inhalation erfolgt, wenn erneut (motorische oder nicht-motorische) Symptome einer OFF-Episode auftreten
    • Maximaldosis
      • 10 Kapseln (entspricht 330 mg Levodopa) / Tag
      • 2 Kapseln / OFF-Episode
      • die Anwendung einer höheren als der empfohlenen Dosis kann vermehrte Nebenwirkungen von Levodopa hervorrufen
    • plötzliche Dosisreduktion / plötzliches Absetzen von allen Levodopa-haltigen Arzneimitteln
      • sorgsame Beobachtung erforderlich
        • insb. bei Patienten, die auch Neuroleptika erhalten
      • Hinweise bzgl. Hyperpyrexie und Verwirrtheit nach dem Absetzen, s. Herstellerinformation

Dosisanpassung

  • ältere Patienten
    • >/= 65 Jahre
      • keine Dosisanpassung erforderlich
    • >/= 75 Jahre
      • es liegen nur begrenzte Daten vor
  • Kinder und Jugendliche (< 18 Jahre)
    • Sicherheit und Wirksamkeit ist nicht erwiesen, es liegen keine Daten vor
  • Nierenfunktionsstörung
    • Arzneimittel wurde nicht bei Patienten mit Nierenfunktionsstörung untersucht
    • Anwendung mit Vorsicht bei schwerer Nierenerkrankung
  • Leberfunktionsstörung
    • Arzneimittel wurde nicht bei Patienten mit Leberfunktionsstörung untersucht
    • Anwendung mit Vorsicht bei schwerer Leberfunktionsstörung

Kontraindikationen

Levodopa - pulmonal
  • Überempfindlichkeit gegen Levodopa
  • Engwinkelglaukom
  • Phäochromozytom
  • gemeinsame Anwendung mit nicht-selektiven Monoaminoxidase-(MAO-)Hemmern
    • diese Hemmer sollten wegen der laufenden Levodopa-Therapie bereits mindestens 2 Wochen vor Beginn der Behandlung abgesetzt werden
  • malignes neuroleptisches Syndrom (MNS) und / oder nicht-traumatische Rhabdomyolyse in der Vorgeschichte

Nebenwirkungen

Levodopa - pulmonal
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Dyskinesie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Husten
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Infektion der oberen Atemwege
      • verfärbtes Sputum
      • Verfärbung der Absonderung aus der Nase
      • Rachenreizung
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Erstickungsgefühl
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Übelkeit
      • Erbrechen
  • Verletzung, Vergiftung und durch Eingriffe bedingte Komplikationen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Sturz

bei oraler Anwendung von Levodopa gemeldete Nebenwirkungen

  • Gutartige, bösartige und unspezifische Neubildungen (einschl. Zysten und Polypen)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • bösartiges Melanom
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Anämie
      • Agranulozytose
      • Thrombozytopenie
      • Leukopenie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergisches Ödem
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verminderter Appetit
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Verwirrtheitszustand
      • Halluzinationen
      • Depression
      • Angst
      • abnorme Träume
      • Schlaflosigkeit
      • Psychose
      • Störung der Impulskontrolle
        • einschl. pathologische Spielsucht, Libidosteigerung, Hypersexualität, zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen, Essattacken und Esszwang
      • Agitiertheit
      • Suizidversuch
      • Orientierungsstörung
      • Dopamin-Dysregulationssyndrom
      • euphorische Stimmung
      • gesteigerte Libido
      • Zähneknirschen
      • Paranoia
      • Wahn
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dystonie
      • On-Off-Phänomen
      • Somnolenz
      • Schwindelgefühl
      • Verschlimmerung des Morbus Parkinson
      • Parästhesie
      • Kopfschmerz
      • Tremor
      • Krampfanfall
      • plötzliches Einschlafen
      • Syndrom der ruhelosen Beine
      • malignes neuroleptisches Syndrom
      • Ataxie
      • Geschmacksstörung
      • kognitive Störung
      • Horner-Syndrom
      • Demenz
  • Augenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • verschwommenes Sehen
      • Doppeltsehen
      • Mydriasis
      • Blickkrampf
      • Blepharospasmus
  • Herzerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Herzrhythmusstörungen
        • einschl. Vorhofflimmern, Vorhofflattern, atrioventrikulärer Block, Schenkelblock, Sick-Sinus-Syndrom, Bradykardie und Tachykardie
      • Palpitationen
  • Gefäßerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • orthostatische Hypotonie
      • Hypertonie
      • Synkope
      • Thrombophlebitis
      • Hitzewallung
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Dyspnoe
      • anomale Atmung
      • Dysphonie
      • Schluckauf
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Abdominalschmerz
      • Obstipation
      • Diarrhoe
      • Mundtrockenheit
      • gastrointestinale Blutung
      • peptisches Ulkus
      • Dysphagie
      • Dyspepsie
      • Glossodynie
      • Flatulenz
      • Verfärbung des Speichels
      • Hypersalivation
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
      • Hyperhidrosis
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Henoch-Schoenlein-Purpura
      • Urtikaria
      • Alopezie
      • Schweißverfärbung
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Muskelspasmen
      • Trismus
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Harnretention
      • Chromaturie
      • Harninkontinenz
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Priapismus
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • periphere Ödeme
      • Asthenie
      • Ermüdung
      • Unwohlsein
      • Gangstörung
      • Brustkorbschmerz
  • Untersuchungen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Aspartataminotransferase erhöht
      • Alaninaminotransferase erhöht
      • Laktatdehydrogenase im Blut erhöht
      • Bilirubin im Blut erhöht
      • Glucose im Blut erhöht
      • Kreatinin im Blut erhöht
      • Harnsäure im Blut erhöht
      • Hämoglobin erniedrigt
      • Hämatokrit erniedrigt
      • Blut im Urin nachweisbar
      • Blutharnstoff erhöht
      • alkalische Phosphatase im Blut erhöht
      • Coombs-Test positiv
      • Leukozyten im Urin positiv
      • Test auf Bakterien positiv
      • Gewicht erniedrigt
      • Gewicht erhöht

Anwendungshinweise

  • nur zur Inhalation
  • Hartkapseln dürfen nicht geschluckt werden
  • wenn alle Kapseln aufgebraucht sind, ist der Inhalator zu entsorgen
  • Kapseln erst unmittelbar vor der Anwendung aus der Blisterpackung entnehmen
  • Patient muss vom Arzt oder anderem medizinischen Fachpersonal in die korrekte Anwendung des Inhalators eingewiesen werden
    • die Packungsbeilage enthält eine detaillierte Beschreibung der Anwendung für Patienten
    • kurze Zusammenfassung der Anwendung
      • 1 vollständige Dosis besteht aus 2 Kapseln, die direkt hintereinander angewendet werden
      • hierzu lädt der Patient 1 Kapsel in den Inhalator, atmet ein und hält dann 5 Sek. den Atem an
        • Patient sollte hören, wie die Kapsel im Inhalator rotiert
        • es ist wichtig, den Patienten darauf hinzuweisen, dass er möglicherweise unter Verwendung der gleichen Kapsel, noch einmal einatmen und dabei einen tieferen und längeren Atemzug tätigen muss oder eventuell das Mundstück reinigen muss, wenn er während der Inhalation nicht hört oder fühlt, wie die Kapsel im Inhalator rotiert
      • verbrauchte Kapsel wird aus dem Inhalator entnommen und anschließend wird die 2. Kapsel in den Inhalator geladen
        • zwischen den Inhalationen des Pulvers aus der 1. und 2. Kapsel sollten nicht mehr als 10 Min. liegen

Stillzeithinweise

Levodopa - pulmonal
  • das Stillen soll während der Behandlung unterbrochen werden
  • Levodopa wird in die Muttermilch ausgeschieden
  • es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Levodopa Auswirkungen auf Neugeborene / Kinder hat

Schwangerschaftshinweise

Levodopa - pulmonal
  • die Anwendung während der Schwangerschaft und bei Frauen im gebärfähigen Alter, die nicht verhüten, wird nicht empfohlen
  • bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Levodopa bei Schwangeren vor
  • tierexperimentelle Studien
    • haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
  • Fertilität
    • es liegen keine Daten zu den Auswirkungen von Levodopa auf die Fertilität beim Menschen vor
    • tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf eine Beeinflussung der Fertilität

Warnhinweise

Levodopa - pulmonal
  • Bronchospasmus bei Patienten mit Lungenerkrankung
    • wegen des Risikos für das Auftreten von Bronchospasmen wird die Anwendung des Arzneimittels nicht empfohlen bei Patienten mit
      • Asthma
      • chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD)
      • anderen chronischen Lungenerkrankungen
    • es liegen nur begrenzt Daten zur chronischen Wirkung von Levodopa bei Patienten mit beeinträchtigter Atemfunktion vor
  • Auswirkungen auf das Zentralnervensystem (ZNS) und psychische Störungen
    • Somnolenz und Episoden plötzlichen Einschlafens
      • Levodopa ist mit Somnolenz und Episoden von plötzlichem Einschlafen verbunden
      • in sehr seltenen Fällen wurde plötzliches Einschlafen während Alltagsaktivitätenbeschrieben, das in einigen Fällen ohne Vorwarnung und ohne dass sich die Betroffenen dessen gewahr wurden eintrat
      • Patienten müssen hierauf hingewiesen werden und angehalten werden, vorsichtig zu sein, wenn sie während der Behandlung ein Fahrzeug führen oder Maschinen bedienen
      • Patienten, bei denen es zu Somnolenz und / oder plötzlichem Einschlafen gekommen ist, dürfen kein Fahrzeug führen und keine Maschinen bedienen
      • darüber hinaus sind ggf. eine Dosisreduktion oder das Absetzen der Therapie zu erwägen
    • Hyperpyrexie und Verwirrtheit nach dem Absetzen
      • im Zusammenhang mit einer schnellen Dosisreduktion, einem Absetzen oder einer Veränderung der dopaminergen Hintergrundtherapie wurde ein Symptomkomplex beschrieben, der einem malignen neuroleptischen Syndrom ähnelt, für den keine offensichtliche andere Ätiologie infrage kam - charakterisiert durch:
        • erhöhte Körpertemperatur
        • Muskelrigidität
        • veränderten Bewusstseinszustand
        • autonome Instabilität
      • deshalb ist bei allen Levodopa-haltigen Arzneimitteln zu beachten, jegliche plötzliche Dosisreduktion oder plötzliches Absetzen sorgfältig zu überwachen
        • dies gilt insbesondere für Patienten, die auch Neuroleptika erhalten
    • psychische Störungen
      • Patienten können während einer Levodopa-Therapie oder nach Beginn oder Dosiserhöhung einer Levodopa-Therapie neue oder verstärkte psychische Auffälligkeiten oder Verhaltensauffälligkeiten zeigen
        • diese können schwer ausgeprägt sein und auch in psychoseähnlichem oder suizidalem Verhalten bestehen
      • das abnorme Denken und Verhalten kann verschiedene, einzeln oder in Kombination auftretende Ausprägungen haben, wie
        • Angst
        • Depression
        • paranoide Vorstellungen
        • Wahnvorstellungen
        • Halluzinationen
        • Verwirrtheit
        • psychoseähnliches Verhalten
        • Orientierungsstörung
        • aggressives Verhalten
        • Agitiertheit
        • Delirium
      • Patienten mit schwerer Psychose oder Psychose in der Vorgeschichte
        • Vorsicht geboten, da sich die Psychose verstärken kann
      • darüber hinaus können bestimmte Arzneimittel zur Behandlung von Psychosen die Symptome eines Morbus Parkinson verstärken und die Wirksamkeit von Levodopa verringern
        • Patienten, die gleichzeitig Antipsychotika erhalten
          • sind engmaschig auf eine Verschlechterung ihrer motorischen Parkinson-Symptome zu überwachen
          • insb. bei Anwendung von D2-Rezeptor-Antagonisten
    • Impulskontrollstörungen
      • Patienten sollten regelmäßig hinsichtlich der Entwicklung von Impulskontrollstörungen überwacht werden
      • Patienten und Betreuer sollten darauf aufmerksam gemacht werden, dass bei Patienten, die mit Levodopa behandelt werden, Verhaltensauffälligkeiten im Sinne von Impulskontrollstörungen auftreten können, einschl.
        • pathologischer Spielsucht
        • Libidosteigerung
        • Hypersexualität
        • zwanghaftes Geldausgeben oder Einkaufen
        • Essattacken
        • Esszwang
      • die Überprüfung der Behandlung wird empfohlen, wenn solche Symptome auftreten
    • Dyskinesie
      • das Arzneimittel kann Dyskinesie verursachen
      • es ist zu erwägen, die Levodopa-Therapie anzupassen oder den Morbus Parkinson mit anderen Arzneimitteln zu behandeln
  • kardiovaskuläre ischämische Ereignisse
    • Levodopa sollte bei Patienten mit schwerer kardiovaskulärer Erkrankung mit Vorsicht angewendet werden
    • dies ist gilt auch nach einem Myokardinfarkt, wenn eine residuelle Vorhof-, Knoten- oder ventrikuläre Arrhythmie vorliegt
      • bei diesen Patienten sollte die Herzfunktion zu Beginn einer Behandlung besonders sorgfältig überwacht werden
  • peptisches Ulkus
    • bei Anwendung von Levodopa bei Patienten mit peptischem Ulkus in der Vorgeschichte ist Vorsicht geboten
      • da das Risiko einer oberen gastrointestinalen Blutung besteht
  • Glaukom
    • Levodopa kann bei Patienten mit Glaukom den Augeninnendruck erhöhen
    • Patienten mit chronischem Glaukom können mit Levodopa behandelt werden
      • sofern die Behandlung umsichtig erfolgt
      • der Augeninnendruck gut unter Kontrolle ist
      • und der Patient während der Behandlung engmaschig auf Veränderungen seines Augeninnendrucks überwacht wird
  • Melanom
    • epidemiologische Studien haben gezeigt, dass Patienten mit Morbus Parkinson ein höheres (2- bis etwa 6-mal höheres) Risiko für das Auftreten eines Melanoms haben als die Allgemeinbevölkerung
    • es ist nicht bekannt, ob das erhöhte Risiko auf den Morbus Parkinson selbst oder auf andere Faktoren wie beim Morbus Parkinson angewendete Arzneimittel zurückzuführen ist
    • es wird empfohlen, bei Patienten regelmäßig die Haut auf Melanome zu untersuchen
  • Laboruntersuchungen
    • es können Laborwertabweichungen auftreten, wie u. a. ein Anstieg der Werte von Leberfunktionstests, wie
      • alkalische Phosphatase
      • Aspartataminotransferase (AST)
      • Alaninaminotransferase (ALT)
      • Laktatdehydrogenase (LDH)
      • Bilirubin
    • darüber hinaus wurden Veränderungen des Blutharnstoffstickstoffs (BUN) und ein positiver Coombs-Test beschrieben
  • Beeinflussung von Tests
    • bei Anwendung eines Streifentests zur Beurteilung einer Ketonurie kann es durch Levodopa zu falsch-positiven Reaktionen für den Nachweis von Ketonkörpern im Urin kommen, und zwar auch dann, wenn die Urinprobe gekocht wird
    • bei Anwendung der Glucose-Oxidase-Methode zum Nachweis einer Glucosurie sind falsch-negative Ergebnisse möglich
    • es wurden sehr selten Fälle berichtet, in denen bei mit Levodopa und einem Dopa-Decarboxylase-Hemmer behandelten Patienten die Fehldiagnose eines Phäochromozytoms gestellt wurde
    • während einer Behandlung mit Levodopa oder Levodopa und einem Dopa-Decarboxylase-Hemmer ist bei der Interpretation der Plasma- und Urinkonzentrationen von Katecholaminen und deren Metaboliten Vorsicht geboten
  • orthostatische Hypotonie
    • Levodopa kann eine orthostatische Hypotonie hervorrufen
    • wenn Levodopa gleichzeitig mit Arzneimitteln angewendet wird, die ebenfalls eine orthostatische Hypotonie verursachen können, wie z. B. Antihypertensiva, ist Vorsicht geboten
  • interkurrente Atemwegsinfektionen
    • es liegen nur begrenzte Daten zur Anwendung von Levodopa während einer Atemwegsinfektion vor
    • basierend auf individuellen Beurteilungen des Schweregrads der interkurrenten Atemwegsinfektion kann das Arzneimittel entweder weiter angewendet oder abgesetzt werden, bis die Atemwegssymptome abgeklungen sind