Indapamid AL 1.5mg Retardtabletten
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 30 ST | 17,45 € |
| N2 | 50 ST | 21,85 € |
| N3 | 100 ST | 28,95 € |
Deutschlands medizinische KI – mit Ärzten entwickelt.
Jetzt Fragen zu Medikamenten und Behandlungen stellen. Kostenlos, anonym und ohne Anmeldung.
Jetzt KI fragenFachinformationen
Indikation
- Indapamid AL® 1,5 mg Retardtabletten wird angewendet zur Behandlung der essentiellen Hypertonie bei Erwachsenen.
Dosierung
- Eine Tablette pro 24 Stunden, vorzugsweise morgens.
- Höhere Dosen steigern die blutdrucksenkende Wirkung von Indapamid nicht, verstärken jedoch den saluretischen Effekt.
- Spezielle Patientengruppen
- Ältere Patienten
- Bei älteren Patienten muss der Plasmakreatininwert unter Berücksichtigung des Alters, Gewichts und Geschlechts angepasst werden. Ältere Patienten können mit Indapamid AL® 1,5 mg behandelt werden, wenn ihre Nierenfunktion normal oder nur geringfügig eingeschränkt ist.
- Nierenfunktionsstörung
- Bei schwerer Niereninsuffizienz (Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min) ist die Behandlung kontraindiziert.
- Thiaziddiuretika und damit verwandte Arzneistoffe sind nur dann voll wirksam, wenn die Nierenfunktion normal oder nur geringfügig eingeschränkt ist.
- Leberfunktionsstörung
- Bei schwerer Leberfunktionsstörung ist die Behandlung kontraindiziert.
- Kinder und Jugendliche
- Die Sicherheit und Wirksamkeit von Indapamid AL® 1,5 mg bei Kindern und Jugendlichen ist nicht erwiesen. Es liegen keine Daten vor.
- Ältere Patienten
Kontraindikationen
- Überempfindlichkeit gegen denWirkstoff, andere Sulfonamidderivate oder einen der genannten sonstigen Bestandteile,
- schwere Niereninsuffizienz,
- hepatische Enzephalopathie oder schwere Leberfunktionsstörungen,
- Hypokaliämie.
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
- Zusammenfassung des Sicherheitsprofils
- Die am häufigsten berichteten Nebenwirkungen sind Hypokaliämie, Überempfindlichkeitsreaktionen, vor allem seitens der Haut, bei Patienten mit einer Prädisposition für allergische und asthmatische Reaktionen sowie makulopapulöse Ausschläge.
- Tabellarische Zusammenstellung der Nebenwirkungen
- Folgende Nebenwirkungen wurden unter Behandlung mit Indapamid beobachtet und sind nach der MedDRA-Klassifikation nach Systemorganklasse und nach folgenden Häufigkeiten geordnet:
- Sehr häufig (> 1/10);
- häufig (>/= 1/100 bis < 1/10);
- gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100);
- selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000);
- sehr selten (< 1/10.000);
- unbekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar).
- Folgende Nebenwirkungen wurden unter Behandlung mit Indapamid beobachtet und sind nach der MedDRA-Klassifikation nach Systemorganklasse und nach folgenden Häufigkeiten geordnet:
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- Sehr selten:
- Agranulozytose, aplastische Anämie, hämolytische Anämie, Leukopenie, Thrombozytopenie
- Sehr selten:
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig
- Hypokaliämie
- gelegentlich
- Hyponatriämie
- selten
- Hypochlorämie, Hypomagnesiämie
- sehr selten
- Hyperkalzämie
- häufig
- Erkrankungen des Nervensystems
- selten
- Vertigo, Ermüdung, Kopfschmerzen, Parästhesie
- nicht bekannt
- Synkope
- selten
- Augenerkrankungen
- nicht bekannt
- Myopie, verschwommenes Sehen, Sehstörungen, akutes Engwinkelglaukom, Choroidaler Erguss
- nicht bekannt
- Herzerkrankungen
- sehr selten
- Arrhythmien
- nicht bekannt
- Torsade de pointes (potenziell tödlich verlaufend)
- sehr selten
- Gefäßerkrankungen
- sehr selten
- Hypotonie
- sehr selten
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich
- Erbrechen
- selten
- Übelkeit, Verstopfung, Mundtrockenheit
- sehr selten
- Pankreatitis
- gelegentlich
- Leber- und Gallenerkrankungen
- sehr selten
- veränderte Leberfunktion
- nicht bekannt
- Möglichkeit des Auftretens einer hepatischen Enzephalopathie im Falle einer Leberinsuffizienz, Hepatitis
- sehr selten
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig
- Überempfindlichkeitsreaktionen, makulopapulöser Ausschlag
- gelegentlich
- Purpura
- sehr selten
- Angioödem, Urtikaria, toxische epidermale Nekrolyse, Stevens-Johnson-Syndrom
- nicht bekannt
- Möglichkeit einer Exazerbation eines vorbestehenden akuten systemischen Lupus erythematodes, Lichtempfindlichkeitsreaktionen
- häufig
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- nicht bekannt
- Muskelspasmen, Muskelschwäche, Myalgie, Rhabdomyolyse
- nicht bekannt
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- sehr selten
- Niereninsuffizienz
- sehr selten
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich
- Erektile Dysfunktion
- gelegentlich
- Untersuchungen
- nicht bekannt
- Verlängerung des QT-Intervalls im EKG, erhöhte Blutzuckerwerte, erhöhte Blutharnsäurewerte, erhöhte Leberenzymwerte
- nicht bekannt
- Beschreibung ausgewählter Nebenwirkungen
- In klinischen Phase II und Phase III-Studien, die Indapamid 1,5 mg und 2,5 mg verglichen, zeigte die Analyse der Kaliumplasmaspiegel einen dosisabhängigen Effekt von Indapamid:
- Indapamid 1,5 mg:
- Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol/l wurde bei 10% der Patienten und ein Wert von < 3,2 mmol/l bei 4% der Patienten nach einer Behandlungsdauer von 4 bis 6 Wochen beobachtet. Nach 12-wöchiger Therapie betrug die durchschnittliche Abnahme des Kaliumplasmaspiegels 0,23 mmol/l.
- Indapamid 2,5 mg:
- Kaliumplasmaspiegel < 3,4 mmol/l wurde bei 25% der Patienten und ein Wert von < 3,2 mmol/l bei 10% der Patienten nach einer Behandlungsdauer von 4 bis 6 Wochen beobachtet. Nach 12-wöchiger Therapie betrug die durchschnittliche Abnahme des Kaliumplasmaspiegels 0,41 mmol/l.
- Indapamid 1,5 mg:
- In klinischen Phase II und Phase III-Studien, die Indapamid 1,5 mg und 2,5 mg verglichen, zeigte die Analyse der Kaliumplasmaspiegel einen dosisabhängigen Effekt von Indapamid:
Anwendungshinweise
- Zum Einnehmen.
- Die Tablette soll mit einer ausreichenden Menge Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser) geschluckt werden. Die Tablette soll nicht gekaut werden.
Stillzeithinweise
- Es gibt nur ungenügende Informationen darüber, ob Indapamid/Metaboliten in die Muttermilch übergehen. Es kann zu einer Überempfindlichkeit gegenüber Sulfonamid-Derivaten sowie zu einer Hypokaliämie kommen. Ein Risiko für das Neugeborene/Kind kann nicht ausgeschlossen werden.
- Indapamid ist eng mit den Thiaziddiuretika verwandt, die mit einem Rückgang oder sogar einer Unterdrückung der Milchproduktion in Verbindung gebracht wurden.
- Indapamid wird während der Stillzeit nicht empfohlen.
Schwangerschaftshinweise
- Bisher liegen keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen (weniger als 300 Schwangerschaftsausgänge) mit der Anwendung von Indapamid bei Schwangeren vor. Eine längere Exposition gegenüber Thiaziden während des dritten Schwangerschaftstrimesters kann zu einem erniedrigten Plasmavolumen bei der Mutter sowie einem verringerten uteroplazentaren Blutfluss führen, wodurch eine feto-plazentare Ischämie und Wachstumsstörungen auftreten können.
- Tierexperimentelle Studien ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität.
- Aus Vorsichtsgründen soll eine Anwendung von Indapamid während der Schwangerschaft vermieden werden.
- Fertilität
- Reproduktionstoxizitätsstudien an Ratten haben keine Auswirkung auf die männliche und weibliche Fertilität gezeigt. Auswirkungen auf die Fertilität beim Menschen sind nicht zu erwarten.
Warnhinweise
- Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Besondere Warnhinweise
- Bei Lebererkrankungen kann es unter der Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen, insbesondere wenn der Elektrolythaushalt gestört ist, zu einer hepatischen Enzephalopathie kommen, die sich zu einem hepatischen Koma entwickeln kann. In diesem Fall sind Diuretika sofort abzusetzen.
- Lichtempfindlichkeit
- Bei der Anwendung von Thiaziddiuretika und damit verwandten Substanzen sind Fälle von Lichtempfindlichkeitsreaktionen berichtet worden. Wenn während der Behandlung Lichtempfindlichkeitsreaktionen auftreten, wird empfohlen, die Behandlung abzubrechen. Wird eine weitere Verabreichung des Diuretikums für notwendig erachtet, so wird empfohlen, die der Sonne oder künstlicher UVA-Strahlung ausgesetzten Hautareale zu schützen.
- Besondere Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
- Wasser- und Elektrolythaushalt
- Natriumplasmaspiegel
- Dieser ist vor Therapiebeginn und in regelmäßigen Abständen während der Behandlung zu kontrollieren. Da ein Abfall des Natriumplasmaspiegels zunächst asymptomatisch verlaufen kann, ist eine regelmäßige Kontrolle unverzichtbar; bei älteren Patienten und Patienten mit Leberzirrhose sind engmaschige Kontrollen durchzuführen. Grundsätzlich kann es unter jeder Diuretikatherapie zu einer Hyponatriämie mit bisweilen sehr ernsten Folgen kommen. Eine Hyponatriämie in Verbindung mit einer Hypovolämie kann für eine Dehydratation und orthostatische Hypotonie verantwortlich sein. Der damit einhergehende Verlust von Chloridionen kann sekundär zu einer kompensatorischen metabolischen Alkalose führen. Die Inzidenz und der Schweregrad hierfür sind jedoch gering.
- Kaliumplasmaspiegel
- Der Abfall des Kaliumplasmaspiegels bis hin zur Hypokaliämie stellt das Hauptrisiko einer Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Arzneistoffen dar. Hypokaliämie kann Erkrankungen der Muskeln verursachen. Es wurden Fälle von Rhabdomyolyse berichtet, hauptsächlich im Zusammenhang mit schwerer Hypokaliämie. Das Auftreten einer Hypokaliämie (Kaliumplasmaspiegel < 3,4mmol/l) ist insbesondere bei Risikogruppen, d.h. bei älteren, unterernährten und/oder mehrfach medikamentös behandelten Patienten sowie bei Patienten mit Leberzirrhose und Ödem- bzw. Aszitesbildung, ferner bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit und mit Herzinsuffizienz, zu vermeiden. Bei dieser Ausgangslage wird durch eine Hypokaliämie die Kardiotoxizität von Herzglykosiden sowie das Risiko von Herzrhythmusstörungen erhöht.
- Ebenfalls zu den Risikopatienten zählen Personen mit einem langen QT-Intervall und zwar unabhängig davon, ob dieses angeboren oder erworben ist. Das Vorliegen einer Hypokaliämie sowie einer Bradykardie begünstigt dann das Auftreten schwerer Herzrhythmusstörungen, insbesondere der möglicherweise tödlich verlaufenden Torsade de pointes.
- In allen oben genannten Fällen sind häufigere Kontrollen des Kaliumplasmaspiegels erforderlich. Die 1. Kontrolle sollte in der 1. Woche nach Therapiebeginn erfolgen.
- Eine Hypokaliämie muss korrigiert werden. Eine Hypokaliämie, die in Zusammenhang mit niedrigen Magnesiumkonzentrationen im Serum auftritt, kann therapierefraktär sein, sofern der Magnesiumspiegel im Serum nicht korrigiert wird.
- Magnesiumplasmaspiegel
- Es hat sich gezeigt, dass Thiazide und verwandte Diuretika, einschließlich Indapamid, die Ausscheidung von Magnesiumüber den Urin erhöhen, was zu einer Hypomagnesiämie führen kann.
- Calciumplasmaspiegel
- Unter einer Behandlung mit Thiaziddiuretika und damit verwandten Arzneistoffen kann es zu einer verminderten Calciumausscheidung im Urin sowie zu einem geringfügigen, vorübergehenden Anstieg des Calciumplasmaspiegels kommen. Eine manifeste Hyperkalzämie kann auch aufgrund eines nicht erkannten Hyperparathyreoidismus entstanden sein. Vor einer Untersuchung der Nebenschilddrüsenfunktion ist die Therapie abzubrechen.
- Natriumplasmaspiegel
- Blutzuckerspiegel
- Bei Diabetikern ist der Blutzuckerspiegel insbesondere bei gleichzeitigem Vorliegen einer Hypokaliämie engmaschig zu kontrollieren.
- Harnsäurespiegel
- Bei Patienten mit Hyperurikämie kann eine verstärkte Neigung zu Gichtanfällen bestehen.
- Nierenfunktion und Diuretika
- Thiaziddiuretika und damit verwandte Arzneistoffe sind nur bei normaler oder geringfügig eingeschränkter Nierenfunktion (Kreatininserumspiegel < 25 mg/l, d.h. < 220 µmol/l bei einem Erwachsenen) voll wirksam. Bei älteren Patienten ist dieser Serumkreatininwert nach Alter, Gewicht und Geschlecht anzupassen.
- Hypovolämie, hervorgerufen durch diuretikabedingten Wasser- und Natriumverlust zu Therapiebeginn, führt zu einer Verminderung der glomerulären Filtration. Dadurch kann es zu einem Anstieg des Harnstoff-Stickstoffs im Blut (BUN) und des Serumkreatinins kommen. Diese vorübergehende funktionelle Niereninsuffizienz bleibt bei Nierengesunden ohne Folgen, kann eine bestehende Niereninsuffizienz aber verschlechtern.
- Aderhauterguss (choroidaler Erguss), akute Myopie und sekundäres Engwinkelglaukom
- Sulfonamide und Sulfonamid-Derivate können eine idiosynkratische Reaktion auslösen, die zu einem Aderhauterguss mit Gesichtsfelddefekt, transienter Myopie und zu einem akuten Engwinkelglaukom führen kann. Die Symptome schließen das akute Auftreten einer verringerten Sehschärfe oder Augenschmerzen ein und setzen typischerweise innerhalb von Stunden bis Wochen nach Beginn der Behandlung ein. Ein unbehandeltes Engwinkelglaukom kann zu dauerhaftem Sehverlust führen. Die primäre Behandlung stellt das schnellstmögliche Absetzen des Arzneimittels dar. Eine rasche medikamentöse oder chirurgische Behandlung kann in Betracht gezogen werden, wenn der intraokulare Druck außer Kontrolle bleibt. Risikofaktoren für die Entwicklung eines Engwinkelglaukoms können bekannte Sulfonamid- oder Penicillinallergien sein.
- Wasser- und Elektrolythaushalt
- Dopingkontrollen
- Die Anwendung von Indapamid AL® 1,5 mg kann bei Dopingkontrollen zu positiven Ergebnissen führen.
- Sonstige Bestandteile
- Patienten mit der seltenen hereditären Galactose-Intoleranz, völligem Lactase-Mangel oder Glucose-Galactose-Malabsorption sollten Indapamid AL® 1,5 mg nicht einnehmen.
- Besondere Warnhinweise
- Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
- Von folgenden Kombinationen wird abgeraten
- Lithium
- Erhöhung des Lithiumplasmaspiegels mit Überdosierungssymptomatik wie unter einer kochsalzfreien Diät (verminderte Lithiumausscheidung im Urin). Ist die Diuretikatherapie dennoch unumgänglich, sind engmaschige Kontrollen des Lithiumplasmaspiegels und eine Dosierungsanpassung erforderlich.
- Lithium
- Bei folgenden Kombinationen sind besondere Vorsichtsmaßnahmen erforderlich
- Torsade de pointes induzierende Substanzen wie z. B., aber nicht beschränkt auf:
- Klasse Ia-Antiarrhythmika (z. B. Chinidin, Hydrochinidin, Disopyramid),
- Klasse III-Antiarrhythmika (z. B. Amiodaron, Sotalol, Dofetilid, Ibutilid),
- bestimmte Antipsychotika:
- Phenothiazine (z. B. Chlorpromazin, Cyamemazin, Levomepromazin, Thioridazin, Trifluoperazin),
- Benzamide (z. B. Amisulprid, Sulpirid, Sultoprid, Tiaprid),
- Butyrophenone (z. B. Droperidol, Haloperidol),
- andere Antipsychotika (z. B. Pimozid),
- andere Substanzen (z. B. Bepridil, Cisaprid, Diphemanil, Erythromycin i.v., Halofantrin, Mizolastin, Pentamidin, Sparfloxacin, Moxifloxacin, Vincamin i.v., Methadon, Astemizol, Terfenadin).
- Erhöhtes Risiko von ventrikulären Arrhythmien, insbesondere Torsade de pointes (begünstigt durch Hypokaliämie). Kontrolle auf Hypokaliämie und ggf. Korrektur, bevor mit dieser Kombination begonnen wird. Klinische Kontrolle, Kontrolle der Plasmaelektrolyte und EKG-Überwachung.
- Es sollten bevorzugt Substanzen angewendet werden, die nicht den Nachteil haben, bei gleichzeitig vorhandener Hypokaliämie Torsade de pointes hervorzurufen.
- Nichtsteroidale Antiphlogistika (systemisch), inklusive selektive COX-2-Inhibitoren, hochdosierte Acetylsalicylsäure (>/= 3 g/Tag)
- Mögliche Reduktion der blutdrucksenkenden Wirkung von Indapamid.
- Risiko eines akuten Nierenversagens bei dehydrierten Patienten (verminderte glomeruläre Filtration). Für ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu sorgen und die Nierenfunktion ist bei Therapiebeginn zu kontrollieren.
- ACE-Hemmer
- Risiko eines plötzlichen Blutdruckabfalls und/oder eines akuten Nierenversagens bei Therapiebeginn mit einem ACE-Hemmer bei Patienten mit bereits bestehendem Natriummangel (insbesondere bei Patienten mit Nierenarterienstenose).
- Wenn bei Hypertonie eine vorangegangene Diuretikatherapie möglicherweise zu einer Natriumverarmung geführt hat, ist es notwendig:
- entweder das Diuretikum 3 Tage vor Beginn der ACE Hemmer-Therapie abzusetzen und, falls erforderlich, mit einem kaliumausschwemmenden Diuretikum wieder zu beginnen,
- oder die ACE-Hemmer-Therapie mit niedriger Dosis zu beginnen und dann allmählich zu steigern.
- Bei dekompensierter Herzinsuffizienz sollte mit einer sehr niedrigen ACE-Hemmer-Dosis begonnen werden, möglichst nachdem die Dosierung des gleichzeitig angewendeten kaliumausschwemmenden Diuretikums reduziert worden ist.
- Auf jeden Fall ist die Nierenfunktion (Bestimmung des Serumkreatinins) in den ersten Wochen einer ACE-Hemmer Therapie zu kontrollieren.
- Sonstige Mittel, die eine Hypokaliämie verursachen: Amphotericin B (i.v.), Gluco- und Mineralokortikoide (systemisch), Tetracosactid, stimulierende Laxanzien
- Erhöhtes Risiko einer Hypokaliämie (additive Wirkung). Kontrolle und ggf. Korrektur des Kaliumplasmaspiegels. Dies ist insbesondere unter einer gleichzeitigen Digitalis-Behandlung zu beachten. Es sind nichtstimulierende Laxanzien anzuwenden.
- Baclofen
- Verstärkung der blutdrucksenkenden Wirkung. Für ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zu sorgen und die Nierenfunktion ist zu Therapiebeginn zu kontrollieren.
- Digitalis-Präparate
- Hypokaliämie und/oder Hypomagnesiämie begünstigen die toxischen Nebenwirkungen der Digitalisglykoside. Eine Kontrolle des Kaliumplasmaspiegels, Magnesiumplasmaspiegels und EKG-Überwachung wird empfohlen, ggf. sollte die Therapie angepasst werden.
- Torsade de pointes induzierende Substanzen wie z. B., aber nicht beschränkt auf:
- Folgende Kombinationen erfordern besondere Aufmerksamkeit
- Allopurinol
- Die gleichzeitige Anwendung mit Indapamid kann die Inzidenz von Überempfindlichkeitsreaktionen auf Allopurinol erhöhen.
- Allopurinol
- Bei folgenden Kombinationen sind Wechselwirkungen möglich
- Kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren)
- Auch wenn diese Kombination bei bestimmten Patienten sinnvoll ist, kann es zu Hypokaliämien oder Hyperkaliämien (insbesondere bei Patienten mit Niereninsuffizienz oder Diabetes mellitus) kommen. Kontrolle des Kaliumplasmaspiegels und EKG und, falls erforderlich, Anpassung der Therapie.
- Metformin
- Erhöhtes Risiko einer Metformin-induzierten Laktatazidose aufgrund der Möglichkeit einer funktionellen Niereninsuffizienz in Zusammenhang mit einer Diuretikatherapie, insbesondere bei einer Behandlung mit Schleifendiuretika. Metformin ist daher nicht anzuwenden, wenn das Serumkreatinin 15 mg/l (135 µmol/l) bei Männern bzw. 12 mg/l (110 µmol/l) bei Frauen übersteigt.
- Jodhaltige Kontrastmittel
- Bei einer durch Diuretika verursachten Dehydratation besteht ein erhöhtes Risiko von akutem Nierenversagen, insbesondere wenn hohe Dosen jodhaltiger Kontrastmittel angewendet werden. Eine Rehydratation ist vor Anwendung des jodhaltigen Kontrastmittels erforderlich.
- Trizyklische Antidepressiva (Imipramintyp), Neuroleptika
- Blutdrucksenkende Wirkung und erhöhtes Risiko einer orthostatischen Hypotonie (additive Wirkung).
- Calcium(salze)
- Risiko einer Hyperkalzämie durch verminderte Calciumausscheidung im Urin.
- Ciclosporin, Tacrolimus
- Risiko erhöhter Kreatininspiegel im Blut ohne Änderung der zirkulierenden Ciclosporinspiegel, auch bei normalem Wasser- und Natriumhaushalt.
- Kortikoide, Tetracosactid (systemisch)
- Verminderung der blutdrucksenkenden Wirkung (Wasser- und Natriumretention durch Kortikoide).
- Kaliumsparende Diuretika (Amilorid, Spironolacton, Triamteren)
- Von folgenden Kombinationen wird abgeraten
- Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
- Normalerweise beeinflusst Indapamid die Reaktionsfähigkeit nicht. Vor allem bei Behandlungsbeginn oder in Kombination mit anderen Antihypertensiva kann aber, durch im Zusammenhang mit der Blutdrucksenkung individuell auftretenden Reaktionen, die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Straßenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigt werden.
- Überdosierung
- Symptome
- Bis zu einer Dosis von 40 mg, also dem 27-Fachen der therapeutischen Dosis, kam es unter Indapamid zu keinen toxischen Erscheinungen. Akute Intoxikationen äußern sich vor allem durch Störungen des Wasser- und Elektrolythaushaltes (Hyponatriämie, Hypokaliämie). Klinisch kann es zu Übelkeit, Erbrechen, Blutdruckabfall, Krämpfen, Schwindelgefühl, Schläfrigkeit, Verwirrtheitszuständen, Polyurie oder Oligurie bis hin zu Anurie (durch Hypovolämie) kommen.
- Behandlung
- Sofortmaßnahmen: Entgiftung durch Magenspülung und/oder Verabreichung von Medizinalkohle. Danach Wiederherstellung eines normalen Wasser- und Elektrolythaushaltes in einem darauf spezialisierten Zentrum.
- Symptome