Infanrix IPV+Hib Pulver+Suspension z. Her. e. ISU

kohlpharma GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: DTaP-IPV-Hib-Impfstoffe →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N1 1 ST 68,08 €
N2 10 ST 578,74 €

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Fachinformationen

Indikation

  • aktive Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis und Erkrankungen durch Haemophilus-influenzae-Typ b ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat

Dosierung

Basiseinheit: eine Dosis (0,5 ml) enthält mind. 30 I.E. Diphterie-Toxoid, mind. 40 I.E. Tetanus-Toxoid, 25 µg Pertussis-Toxoid, 25 µg Filamentöses Hämagglutinin, 8 µg Pertactin, 40 D-Antigeneinheiten Poliomyelistisviren Typ 1 (Mahoney-Stamm) (inaktiviert), 8 D-Antigeneinheiten Poliomyelitisviren Typ 2 (MEF-1-Stamm) (inaktiviert), 32 D-Antigeneinheiten Poliomyelistisviren Typ 3 (Saukett-Stamm) (inaktiviert), 10 µg Haemophilus-influenzae-Typ b-Polysaccharid (Polyribosylribitolphosphat) konjugiert an ca. 25 µg Tetanustoxoid als Trägerprotein

  • aktive Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis und Erkrankungen durch Haemophilus-influenzae-Typ b ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat
    • Grundimmunisierung
      • zwei oder drei Impfungen (gemäß STIKO)
      • 1. Impfdosis (0,5 ml) im Alter von mind. 2 Monaten
      • Abstand zwischen den einzelnen Impfungen der Grundimmunisierung: mind. 4 Wochen
    • Auffrischimpfung
      • frühestens sechs Monate nach der letzten Impfung der Grundimmunisierung
      • vorzugsweise zwischen dem vollendeten 11. und 13. Lebensmonat (STIKO-Empfehlung: im Alter von 11 Monaten)
      • nach einer Grundimmunisierung mit drei Impfdosen sollte die Auffrischimpfung in jedem Falle eine konjugierte Hib-Komponente enthalten
      • Impfung gemäß den offiziellen Empfehlungen der STIKO
    • Impfstoff kann als Auffrischimpfung bei Kindern, die eine Grundimmunisierung mit anderen DTP-, Poliomyelitis- und Hib- enthaltenden Impfstoffen erhalten haben, verwendet werden
  • Kinder > 36 Monate
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)

Kontraindikationen

Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
  • Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, insb. gegen azelluläre oder Ganzkeim-Pertussis-Impfstoffe
  • Überempfindlichkeitsreaktionen nach einer früheren Verabreichung von Diphtherie-, Tetanus-, Pertussis-, Polio- oder Hib-Impfstoffen
  • schwerwiegende Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung
    • sind bis zur Klärung der Ursache eine Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mit dem gleichen Impfstoff oder einem Impfstoff, der die gleichen Inhaltsstoffe enthält
  • akute, schwere und/oder fieberhafte Erkrankung
    • Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben
    • ein banaler Infekt stellt jedoch keine Kontraindikation für eine Impfung dar
  • beginnende Enzephalopathie
  • Enzephalopathie unbekannter Ursache, die innerhalb von 7 Tagen nach einer früheren Verabreichung eines pertussisantigenhaltigen Impfstoffs (Ganzkeim oder azellulär) auftrat

Nebenwirkungen

Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Infektion der oberen Atemwege
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Lymphadenopathie
  • Erkrankungen des Immunsystems
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • allergische Reaktionen, einschl. anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen
      • Gesichtsödem
      • Quincke-Ödem
      • Schock
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Appetitlosigkeit (verminderte Nahrungsaufnahme)
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Nervosität (Reizbarkeit)
      • ungewöhnliches Schreien
      • Ruhelosigkeit
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit (Schlafstörungen)
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • lang anhaltendes, unstillbares Schreien
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Schläfrigkeit (Benommenheit)
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Krampfanfälle (mit oder ohne Fieber)
      • Kollaps oder schockähnlicher Zustand, Muskelhypotonien oder hypoton-hyporesponsive Episoden (HHE)
      • Plexus-brachialis-Neuritis (nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen)
      • Guillain-Barré-Syndrom (nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen)
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Bronchitis
      • Husten
      • Schnupfen
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Apnoe
        • für Impfstoffe, die DTPa enthalten, berichtet
        • siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen" zu Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche)
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Erbrechen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Durchfall
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hautausschlag
      • Urtikaria
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • Pruritus
      • Dermatitis
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Angioödem
        • für Impfstoffe, die DTPa enthalten, berichtet
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
      • Fieber >/= 38 °C
      • Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
        • Rötung
        • Schmerz
        • Schwellung (bis 50 mm)
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
        • Verhärtung
        • Schwellung (> 50 mm)
          • Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden,eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
            • diese Reaktionen klingen im Durchschnitt innerhalb von 4 Tagen ab
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Fieber >/= 39 °C
        • häufig >/= 39,5 °C nach der Auffrischimpfung
      • diffuse Schwellung der Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde - mitunter unter Einbeziehung des angrenzenden Gelenkes
        • Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden, eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
          • diese Reaktionen klingen im Durchschnitt innerhalb von 4 Tagen ab
      • Müdigkeit
    • selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
      • hohes Fieber > 40 °C
      • ödematöse Reaktion der unteren Gliedmaßen nach Gabe von Haemophilus influenzae-Typb-Konjugat-Impfstoffen
        • hierbei treten innerhalb der ersten Stunden nach der Impfung Ödeme auf, begleitet von
          • Zyanose
          • Rötung
          • transienter Purpura
          • heftiges Schreien
        • alle Reaktionen bilden sich spontan und ohne Folgen innerhalb von 24 Stunden zurück
    • ohne Häufigkeitsangabe
      • Schwellung der gesamten Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde bzw. großflächige Reaktionen an der Injektionsstelle (> 5 cm) einschl. starker Schwellungenan der betroffenen Extremität, die sich von der Injektionsstelle über ein oder beide Gelenke ausdehnen
        • diese Reaktionen beginnen 24 bis 72 Stunden nach der Impfung und können mit Erythem, Wärme, Druckempfindlichkeit oder Schmerzen an der Injektionsstelleverbunden sein
        • sie klingen innerhalb von 3 bis 5 Tagen von selbst wieder ab
        • das Risiko scheint von der Anzahl zuvor erhaltener Dosen pertussisantigenhaltiger (azellulär) Impfstoffe abhängig zu sein, mit einem größeren Risiko nach der 4. und 5. Dosis
        • Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden, eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
      • Bläschen an der Injektionsstelle
        • für Impfstoffe, die DTPa enthalten, berichtet

Anwendungshinweise

  • Injektion tief intramuskulär (i.m.) in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels
  • aufeinander folgende Impfungen vorzugsweise in gegenüberliegende Gliedmaßen verabreichen
  • bei Patienten mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung ist der Impfstoff mit Vorsicht zu verabreichen (ggf. Blutungen nach i.m. Injektion)
    • mind. 2 Min. festen Druck auf Injektionsstelle ausüben (ohne dabei zu reiben)
  • unter keinen Umständen intravasal injizieren!
  • vorgefüllte Spritze kräftig schütteln, bis eine homogene Suspension entsteht
  • Hib-Komponente (Pulver) im Glasfläschchen, DTPa-IPV-Suspension in der Spritze sowie rekonstituierten Impfstoff visuell auf etwaige Fremdpartikel und / oder physikalische Veränderungen vor Verabreichung überprüfen
  • falls Abweichungen beobachtet werden, Impfstoff verwerfen
  • Rekonstitution: dem Fläschchen mit dem darin enthaltenen Hib-Pulver den gesamten Inhalt der vorgefüllten Spritze mit der DTPa-IPV-Suspension zusetzen
  • umgehend verabreichen
  • nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen
  • weitere Informationen s. Fachinformation

Stillzeithinweise

Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
  • Anwendung des Impfstoffes im Erwachsenenalter ist nicht vorgesehen
  • keine Informationen zur Sicherheit bei Anwendung in der Stillzeit

Schwangerschaftshinweise

Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
  • Anwendung des Impfstoffes im Erwachsenenalter ist nicht vorgesehen
  • keine Informationen zur Sicherheit bei Anwendung in der Schwangerschaft

Warnhinweise

Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
  • Allgemein
    • aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut beachten
      • abrufbar über www.stiko.de
      • die Impfung soll vom Impfarzt in den Internationalen Impfausweis eingetragen werden
    • wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes stets entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten sofort verfügbar sein
    • Rückverfolgbarkeit
      • um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
  • KEINE Kontraindikationen sind:
    • Fieberkrämpfe in der Anamnese des Kindes
    • frühere Krampfanfälle, die nicht in Zusammenhang mit einer vorangegangenen Pertussis-Impfung stehen
      • in diesen Fällen kann es sinnvoll sein, nach der Impfung vorbeugend antiepileptische und/oder antipyretische Medikamente zu verabreichen
    • plötzlicher Kindstod (SIDS)
    • unerwünschtes Ereignis nach Impfung mit DTP-, IPV- und/oder Hib-Impfstoffen in der Familienanamnese
    • HIV-Infektion
  • immunsupprimierte Patienten
    • Kinder, die immunsuppressiv therapiert werden oder an einer Immunschwäche leiden
      • die Immunogenität des Impfstoffs kann eingeschränkt sein und die erwartete Immunreaktion kann ausbleiben
      • Impfung zurückstellen, bis die Therapie beendet oder die Krankheit überwunden ist
    • HIV-infizierte Kinder oder solche, die an einer chronischen Immunschwächekrankheit wie z. B. Aids leiden
      • sollten geimpft werden, auch wenn die Antikörperbildung eingeschränkt sein könnte
  • neurologische Erkrankungen
    • wenn bei einem Säugling oder Kind eine ernsthafte neurologische Erkrankung zum 1. Mal auftritt oder eine progrediente schwerwiegende neurologische Erkrankung vorliegt
      • wie bei jeder Impfung - Nutzen und Risiko einer Immunisierung gegenüber einem Aufschubdieser Impfung sorgfältig abwägen
    • Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexusbrachialis-Neuritis
      • wenn nach einer früheren Verabreichung eines tetanustoxoidhaltigen Impfstoffs ein Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexusbrachialis-Neuritis aufgetreten sind,
        • sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung vor der Verabreichung einer weiteren Dosis
        • z. B. berücksichtigen, ob dadurch eine Grundimmunisierung abgeschlossen wird
      • die Impfung ist i. A. bei Kindern mit unvollständiger Grundimmunisierung (< 3 Dosen) sinnvoll
  • Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen
    • wie bei allen Impfstoffen sollte bei Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen eine intramuskuläre Injektion nur mit Vorsicht verabreicht werden
    • bei diesen Personen können dadurch Blutungen hervorgerufen werden
  • Anamnese und aufgetretene Nebenwirkungen
    • vor jeder Impfung muss eine sorgfältige Anamnese erhoben werden
    • die zu impfende Person bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigte sollten zur persönlichen und Familienanamnese sowie zum bisherigen Gesundheitszustand befragt werden
      • dazu gehören auch Fragen zu früheren Impfungen, zu danach eventuell aufgetretenen Nebenwirkungen sowie zum aktuellen Gesundheitszustand
    • Personen, die nach früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten innerhalb von 48 Stunden schwere Nebenwirkungen entwickelt haben
      • Impfung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
    • Impfung nicht geben, wenn innerhalb von 48 Stunden bzw. im zeitlichen Zusammenhang nach einer vorangegangenen Impfung mit einem Pertussis-Impfstoff oder einem pertussisantigenhaltigen Kombinationsimpfstoff die folgenden Symptome auftraten:
      • Fieber >/= 40 ºC (rektal gemessen), für das es keine andere Erklärung gibt
      • unstillbares, lang anhaltendes Schreien, das > 3 Stunden andauert
      • Krämpfe mit oder ohne Temperaturerhöhung (innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung)
      • allergische Reaktionen
      • Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypoton-hyporesponsive Episoden)
    • in bestimmten Situationen, wie z. B. bei hoher Pertussisinzidenz, kann der potentielle Nutzen der Impfung gegenüber möglichen Risiken überwiegen
      • insb. da die genannten Ereignisse nicht mit bleibenden Schäden verbunden sind
    • die bisher vorliegenden klinischen Daten zeigen, dass das Risiko für das Auftreten solcher Reaktionen bei azellulären Pertussisimpfstoffen geringer als bei Pertussis-Ganzkeimimpfstoffen ist
  • Frühgeborene
    • bei der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche), insb. von solchen mit einer Lungenunreife in der Vorgeschichte
      • potenzielles Risiko einer Apnoe berücksichtigen
      • Notwendigkeit einer Atemüberwachung über 48 - 72 Stunden erwägen
    • da der Nutzen der Impfung gerade bei dieser Säuglingsgruppe hoch ist, sollte die Impfung Frühgeborenen nicht vorenthalten und auch nicht aufgeschoben werden
  • Hib-Komponente
    • die Hib-Komponente des Impfstoffes schützt nicht
      • vor Erkrankungen, die durch andere Haemophilus-influenzae-Typen verursacht werden oder
      • vor einer durch andere Erreger bedingten Meningitis
    • eine Ausscheidung von Kapselpolysaccharid-Antigen über den Harn ist nach Impfung mit Hib-Impfstoffen beschrieben worden
      • ein falsch positives Ergebnis einer Antigenbestimmung ist deshalb innerhalb von 1 - 2 Wochen nach der Impfung möglich
  • psychogene Reaktion auf Nadelinjektionen
    • nach oder sogar vor einer Impfung kann es als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion zu einer Synkope (Ohnmacht) kommen
    • es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern