Infanrix IPV+Hib Pulver+Suspension z. Her. e. ISU
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N1 | 1 ST | 67,98 € |
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Indikation
- aktive Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis und Erkrankungen durch Haemophilus-influenzae-Typ b ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat
Dosierung
Basiseinheit: eine Dosis (0,5 ml) enthält mind. 30 I.E. Diphterie-Toxoid, mind. 40 I.E. Tetanus-Toxoid, 25 µg Pertussis-Toxoid, 25 µg Filamentöses Hämagglutinin, 8 µg Pertactin, 40 D-Antigeneinheiten Poliomyelistisviren Typ 1 (Mahoney-Stamm) (inaktiviert), 8 D-Antigeneinheiten Poliomyelitisviren Typ 2 (MEF-1-Stamm) (inaktiviert), 32 D-Antigeneinheiten Poliomyelistisviren Typ 3 (Saukett-Stamm) (inaktiviert), 10 µg Haemophilus-influenzae-Typ b-Polysaccharid (Polyribosylribitolphosphat) konjugiert an ca. 25 µg Tetanustoxoid als Trägerprotein
- aktive Immunisierung gegen Diphtherie, Tetanus, Pertussis, Poliomyelitis und Erkrankungen durch Haemophilus-influenzae-Typ b ab dem vollendeten zweiten Lebensmonat
- Grundimmunisierung
- zwei oder drei Impfungen (gemäß STIKO)
- 1. Impfdosis (0,5 ml) im Alter von mind. 2 Monaten
- Abstand zwischen den einzelnen Impfungen der Grundimmunisierung: mind. 4 Wochen
- Auffrischimpfung
- frühestens sechs Monate nach der letzten Impfung der Grundimmunisierung
- vorzugsweise zwischen dem vollendeten 11. und 13. Lebensmonat (STIKO-Empfehlung: im Alter von 11 Monaten)
- nach einer Grundimmunisierung mit drei Impfdosen sollte die Auffrischimpfung in jedem Falle eine konjugierte Hib-Komponente enthalten
- Impfung gemäß den offiziellen Empfehlungen der STIKO
- Impfstoff kann als Auffrischimpfung bei Kindern, die eine Grundimmunisierung mit anderen DTP-, Poliomyelitis- und Hib- enthaltenden Impfstoffen erhalten haben, verwendet werden
- Grundimmunisierung
- Kinder > 36 Monate
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen (keine Daten)
Kontraindikationen
Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen die Wirkstoffe, insb. gegen azelluläre oder Ganzkeim-Pertussis-Impfstoffe
- Überempfindlichkeitsreaktionen nach einer früheren Verabreichung von Diphtherie-, Tetanus-, Pertussis-, Polio- oder Hib-Impfstoffen
- schwerwiegende Nebenwirkungen im zeitlichen Zusammenhang mit einer früheren Impfung
- sind bis zur Klärung der Ursache eine Kontraindikation gegen eine nochmalige Impfung mit dem gleichen Impfstoff oder einem Impfstoff, der die gleichen Inhaltsstoffe enthält
- akute, schwere und/oder fieberhafte Erkrankung
- Impfung auf einen späteren Zeitpunkt verschieben
- ein banaler Infekt stellt jedoch keine Kontraindikation für eine Impfung dar
- beginnende Enzephalopathie
- Enzephalopathie unbekannter Ursache, die innerhalb von 7 Tagen nach einer früheren Verabreichung eines pertussisantigenhaltigen Impfstoffs (Ganzkeim oder azellulär) auftrat
Nebenwirkungen
Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Infektion der oberen Atemwege
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Lymphadenopathie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- allergische Reaktionen, einschl. anaphylaktische und anaphylaktoide Reaktionen
- Gesichtsödem
- Quincke-Ödem
- Schock
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Appetitlosigkeit (verminderte Nahrungsaufnahme)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Nervosität (Reizbarkeit)
- ungewöhnliches Schreien
- Ruhelosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit (Schlafstörungen)
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- lang anhaltendes, unstillbares Schreien
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Schläfrigkeit (Benommenheit)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Krampfanfälle (mit oder ohne Fieber)
- Kollaps oder schockähnlicher Zustand, Muskelhypotonien oder hypoton-hyporesponsive Episoden (HHE)
- Plexus-brachialis-Neuritis (nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen)
- Guillain-Barré-Syndrom (nach Gabe von tetanustoxoidhaltigen Impfstoffen)
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Bronchitis
- Husten
- Schnupfen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Apnoe
- für Impfstoffe, die DTPa enthalten, berichtet
- siehe Abschnitt "Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen" zu Apnoe bei sehr unreifen Frühgeborenen (geboren vor der vollendeten 28. Schwangerschaftswoche)
- Apnoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erbrechen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Durchfall
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hautausschlag
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pruritus
- Dermatitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Angioödem
- für Impfstoffe, die DTPa enthalten, berichtet
- Angioödem
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Fieber >/= 38 °C
- Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- Rötung
- Schmerz
- Schwellung (bis 50 mm)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- Verhärtung
- Schwellung (> 50 mm)
- Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden,eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
- diese Reaktionen klingen im Durchschnitt innerhalb von 4 Tagen ab
- Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden,eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
- Reaktionen an der Injektionsstelle, einschl.
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Fieber >/= 39 °C
- häufig >/= 39,5 °C nach der Auffrischimpfung
- diffuse Schwellung der Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde - mitunter unter Einbeziehung des angrenzenden Gelenkes
- Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden, eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
- diese Reaktionen klingen im Durchschnitt innerhalb von 4 Tagen ab
- Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden, eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
- Müdigkeit
- Fieber >/= 39 °C
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- hohes Fieber > 40 °C
- ödematöse Reaktion der unteren Gliedmaßen nach Gabe von Haemophilus influenzae-Typb-Konjugat-Impfstoffen
- hierbei treten innerhalb der ersten Stunden nach der Impfung Ödeme auf, begleitet von
- Zyanose
- Rötung
- transienter Purpura
- heftiges Schreien
- alle Reaktionen bilden sich spontan und ohne Folgen innerhalb von 24 Stunden zurück
- hierbei treten innerhalb der ersten Stunden nach der Impfung Ödeme auf, begleitet von
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schwellung der gesamten Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde bzw. großflächige Reaktionen an der Injektionsstelle (> 5 cm) einschl. starker Schwellungenan der betroffenen Extremität, die sich von der Injektionsstelle über ein oder beide Gelenke ausdehnen
- diese Reaktionen beginnen 24 bis 72 Stunden nach der Impfung und können mit Erythem, Wärme, Druckempfindlichkeit oder Schmerzen an der Injektionsstelleverbunden sein
- sie klingen innerhalb von 3 bis 5 Tagen von selbst wieder ab
- das Risiko scheint von der Anzahl zuvor erhaltener Dosen pertussisantigenhaltiger (azellulär) Impfstoffe abhängig zu sein, mit einem größeren Risiko nach der 4. und 5. Dosis
- Kinder, denen zur Grundimmunisierung Impfstoffe mit azellulärer Pertussiskomponente verabreicht worden sind, haben im Vergleich zu Kindern, die mit Ganzkeim-Pertussisimpfstoff grundimmunisiert wurden, eine höhere Wahrscheinlichkeit, nach der Auffrischimpfung eine Schwellung zu entwickeln
- Bläschen an der Injektionsstelle
- für Impfstoffe, die DTPa enthalten, berichtet
- Schwellung der gesamten Extremität, an der die Injektion vorgenommen wurde bzw. großflächige Reaktionen an der Injektionsstelle (> 5 cm) einschl. starker Schwellungenan der betroffenen Extremität, die sich von der Injektionsstelle über ein oder beide Gelenke ausdehnen
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
Anwendungshinweise
- Injektion tief intramuskulär (i.m.) in den anterolateralen Bereich des Oberschenkels
- aufeinander folgende Impfungen vorzugsweise in gegenüberliegende Gliedmaßen verabreichen
- bei Patienten mit Thrombozytopenie oder einer Blutgerinnungsstörung ist der Impfstoff mit Vorsicht zu verabreichen (ggf. Blutungen nach i.m. Injektion)
- mind. 2 Min. festen Druck auf Injektionsstelle ausüben (ohne dabei zu reiben)
- unter keinen Umständen intravasal injizieren!
- vorgefüllte Spritze kräftig schütteln, bis eine homogene Suspension entsteht
- Hib-Komponente (Pulver) im Glasfläschchen, DTPa-IPV-Suspension in der Spritze sowie rekonstituierten Impfstoff visuell auf etwaige Fremdpartikel und / oder physikalische Veränderungen vor Verabreichung überprüfen
- falls Abweichungen beobachtet werden, Impfstoff verwerfen
- Rekonstitution: dem Fläschchen mit dem darin enthaltenen Hib-Pulver den gesamten Inhalt der vorgefüllten Spritze mit der DTPa-IPV-Suspension zusetzen
- umgehend verabreichen
- nicht verwendetes Arzneimittel oder Abfallmaterial ist entsprechend den nationalen Anforderungen zu beseitigen
- weitere Informationen s. Fachinformation
Stillzeithinweise
Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
- Anwendung des Impfstoffes im Erwachsenenalter ist nicht vorgesehen
- keine Informationen zur Sicherheit bei Anwendung in der Stillzeit
Schwangerschaftshinweise
Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
- Anwendung des Impfstoffes im Erwachsenenalter ist nicht vorgesehen
- keine Informationen zur Sicherheit bei Anwendung in der Schwangerschaft
Warnhinweise
Diphtherie-Haemophilus influenzae B-Pertussis-Poliomyelitis-Tetanus - invasiv
- Allgemein
- aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut beachten
- abrufbar über www.stiko.de
- die Impfung soll vom Impfarzt in den Internationalen Impfausweis eingetragen werden
- wie bei allen injizierbaren Impfstoffen sollten für den seltenen Fall einer anaphylaktischen Reaktion nach Verabreichung des Impfstoffes stets entsprechende medizinische Behandlungs- und Überwachungsmöglichkeiten sofort verfügbar sein
- Rückverfolgbarkeit
- um die Rückverfolgbarkeit biologischer Arzneimittel zu verbessern, müssen die Bezeichnung des Arzneimittels und die Chargenbezeichnung des angewendeten Arzneimittels eindeutig dokumentiert werden
- aktuelle Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut beachten
- KEINE Kontraindikationen sind:
- Fieberkrämpfe in der Anamnese des Kindes
- frühere Krampfanfälle, die nicht in Zusammenhang mit einer vorangegangenen Pertussis-Impfung stehen
- in diesen Fällen kann es sinnvoll sein, nach der Impfung vorbeugend antiepileptische und/oder antipyretische Medikamente zu verabreichen
- plötzlicher Kindstod (SIDS)
- unerwünschtes Ereignis nach Impfung mit DTP-, IPV- und/oder Hib-Impfstoffen in der Familienanamnese
- HIV-Infektion
- immunsupprimierte Patienten
- Kinder, die immunsuppressiv therapiert werden oder an einer Immunschwäche leiden
- die Immunogenität des Impfstoffs kann eingeschränkt sein und die erwartete Immunreaktion kann ausbleiben
- Impfung zurückstellen, bis die Therapie beendet oder die Krankheit überwunden ist
- HIV-infizierte Kinder oder solche, die an einer chronischen Immunschwächekrankheit wie z. B. Aids leiden
- sollten geimpft werden, auch wenn die Antikörperbildung eingeschränkt sein könnte
- Kinder, die immunsuppressiv therapiert werden oder an einer Immunschwäche leiden
- neurologische Erkrankungen
- wenn bei einem Säugling oder Kind eine ernsthafte neurologische Erkrankung zum 1. Mal auftritt oder eine progrediente schwerwiegende neurologische Erkrankung vorliegt
- wie bei jeder Impfung - Nutzen und Risiko einer Immunisierung gegenüber einem Aufschubdieser Impfung sorgfältig abwägen
- Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexusbrachialis-Neuritis
- wenn nach einer früheren Verabreichung eines tetanustoxoidhaltigen Impfstoffs ein Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexusbrachialis-Neuritis aufgetreten sind,
- sorgfältige Nutzen-Risiko-Bewertung vor der Verabreichung einer weiteren Dosis
- z. B. berücksichtigen, ob dadurch eine Grundimmunisierung abgeschlossen wird
- die Impfung ist i. A. bei Kindern mit unvollständiger Grundimmunisierung (< 3 Dosen) sinnvoll
- wenn nach einer früheren Verabreichung eines tetanustoxoidhaltigen Impfstoffs ein Guillain-Barré-Syndrom oder eine Plexusbrachialis-Neuritis aufgetreten sind,
- wenn bei einem Säugling oder Kind eine ernsthafte neurologische Erkrankung zum 1. Mal auftritt oder eine progrediente schwerwiegende neurologische Erkrankung vorliegt
- Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen
- wie bei allen Impfstoffen sollte bei Personen mit Thrombozytopenie oder Blutgerinnungsstörungen eine intramuskuläre Injektion nur mit Vorsicht verabreicht werden
- bei diesen Personen können dadurch Blutungen hervorgerufen werden
- Anamnese und aufgetretene Nebenwirkungen
- vor jeder Impfung muss eine sorgfältige Anamnese erhoben werden
- die zu impfende Person bzw. deren Eltern oder Erziehungsberechtigte sollten zur persönlichen und Familienanamnese sowie zum bisherigen Gesundheitszustand befragt werden
- dazu gehören auch Fragen zu früheren Impfungen, zu danach eventuell aufgetretenen Nebenwirkungen sowie zum aktuellen Gesundheitszustand
- Personen, die nach früheren Impfungen mit ähnlichen Antigenkomponenten innerhalb von 48 Stunden schwere Nebenwirkungen entwickelt haben
- Impfung nur nach sorgfältiger Nutzen-Risiko-Abwägung anwenden
- Impfung nicht geben, wenn innerhalb von 48 Stunden bzw. im zeitlichen Zusammenhang nach einer vorangegangenen Impfung mit einem Pertussis-Impfstoff oder einem pertussisantigenhaltigen Kombinationsimpfstoff die folgenden Symptome auftraten:
- Fieber >/= 40 ºC (rektal gemessen), für das es keine andere Erklärung gibt
- unstillbares, lang anhaltendes Schreien, das > 3 Stunden andauert
- Krämpfe mit oder ohne Temperaturerhöhung (innerhalb von 3 Tagen nach der Impfung)
- allergische Reaktionen
- Kollaps oder schockähnlicher Zustand (hypoton-hyporesponsive Episoden)
- in bestimmten Situationen, wie z. B. bei hoher Pertussisinzidenz, kann der potentielle Nutzen der Impfung gegenüber möglichen Risiken überwiegen
- insb. da die genannten Ereignisse nicht mit bleibenden Schäden verbunden sind
- die bisher vorliegenden klinischen Daten zeigen, dass das Risiko für das Auftreten solcher Reaktionen bei azellulären Pertussisimpfstoffen geringer als bei Pertussis-Ganzkeimimpfstoffen ist
- Frühgeborene
- bei der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche), insb. von solchen mit einer Lungenunreife in der Vorgeschichte
- potenzielles Risiko einer Apnoe berücksichtigen
- Notwendigkeit einer Atemüberwachung über 48 - 72 Stunden erwägen
- da der Nutzen der Impfung gerade bei dieser Säuglingsgruppe hoch ist, sollte die Impfung Frühgeborenen nicht vorenthalten und auch nicht aufgeschoben werden
- bei der Grundimmunisierung von sehr unreifen Frühgeborenen (Geburt </= 28. Schwangerschaftswoche), insb. von solchen mit einer Lungenunreife in der Vorgeschichte
- Hib-Komponente
- die Hib-Komponente des Impfstoffes schützt nicht
- vor Erkrankungen, die durch andere Haemophilus-influenzae-Typen verursacht werden oder
- vor einer durch andere Erreger bedingten Meningitis
- eine Ausscheidung von Kapselpolysaccharid-Antigen über den Harn ist nach Impfung mit Hib-Impfstoffen beschrieben worden
- ein falsch positives Ergebnis einer Antigenbestimmung ist deshalb innerhalb von 1 - 2 Wochen nach der Impfung möglich
- die Hib-Komponente des Impfstoffes schützt nicht
- psychogene Reaktion auf Nadelinjektionen
- nach oder sogar vor einer Impfung kann es als psychogene Reaktion auf die Nadelinjektion zu einer Synkope (Ohnmacht) kommen
- es ist wichtig, Maßnahmen zu ergreifen, um Verletzungen durch die Ohnmacht zu verhindern