InfectoGenta Salbe 0.1%

INFECTOPHARM Arzn.u.Consilium GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Gentamicin →

Packungsgrößen & Preise

Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 15 G 17,97 €
N3 2X50 G 34,30 €
50 G 25,13 €

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Fachinformationen

Indikation

  • InfectoGenta® Salbe wird angewendet bei fehlenden therapeutischen Alternativen und nachgewiesener Erregerempfindlichkeit im Einzelfall zur kurzzeitigen Anwendung bei Gentamicin-sensiblen kleinflächigen bakteriellen oberflächlichen Hautinfektionen.
  • Für die Anwendung bei unterschiedlichen Hauttypen sind zwei hautfreundliche Applikationsformen entwickelt worden. InfectoGenta® Salbe sollte bei trockenem Hauttyp angewendet werden.

Dosierung

  • Erwachsene
    • InfectoGenta® Salbe wird im Allgemeinen 2- bis 3-mal täglich, unter Verbänden nur 1-mal täglich, angewendet.
  • Kinder und Jugendliche
    • Die Behandlung von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren wird nicht empfohlen, da keine Daten zur Unbedenklichkeit und Wirksamkeit vorliegen. Kinder und Jugendliche sollten nur mit InfectoGenta® Salbe behandelt werden, wenn der mögliche Nutzen die potentiellen Risiken überwiegt.
  • Dauer der Anwendung
    • Die Anwendung ist auf wenige (7 - 10) Tage zu begrenzen.

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff Gentamicin oder einen der sonstigen Bestandteile
  • Verbrennungen der Haut
  • Chronische Hautkrankheiten
  • Hauterkrankungen, die eine spezifische Therapie erfordern
  • Gleichzeitige systemische Anwendung von Aminoglykosidantibiotika (Gefahr toxischer Serumspiegel)
  • Fortgeschrittene Niereninsuffizienz (Gefahr toxischer Serumspiegel)
  • Anwendung am Auge und auf den Schleimhäuten

Nebenwirkungen

  • Bei den Häufigkeitsangaben zu Nebenwirkungen werden folgende Kategorien zugrunde gelegt:
    • Sehr häufig (>/= 1/10)
    • Häufig (>/= 1/100 bis < 1/10)
    • Gelegentlich (>/= 1/1.000 bis < 1/100)
    • Selten (>/= 1/10.000 bis < 1/1.000)
    • Sehr selten (< 1/10.000)
    • Nicht bekannt (Häufigkeit auf Grundlage der verfügbaren Daten nicht abschätzbar)
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • Gelegentlich: Überempfindlichkeitsreaktionen, wie z. B. vorübergehendes leichtes Brennen, Juckreiz, Rötung oder kontaktallergische Reaktionen
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • Häufigkeit nicht bekannt: Störungen der Wundgranulation
  • Auch nach topischer Anwendung von InfectoGenta® Salbe kann es zu oto-, vestibular- und nephrotoxischen Erscheinungen kommen, insbesondere bei wiederholter Anwendung von InfectoGenta® Salbe auf großflächigen Wunden.

Anwendungshinweise

  • InfectoGenta® Salbe wird dünn auf die betroffenen Hautstellen aufgetragen.

Stillzeithinweise

  • Gentamicin geht in geringen Mengen in die Muttermilch über. Wegen fehlender Resorption des Arzneimittels aus dem MagenDarm-Trakt ist bei gestillten Säuglingen nicht mit unerwünschten Wirkungen zu rechnen.

Schwangerschaftshinweise

  • Gentamicin durchdringt die Plazentaschranke und erreicht im fetalen Gewebe und in der Amnionflüssigkeit messbare Konzentrationen.
  • Tierexperimentelle Studien haben Reproduktionstoxizität gezeigt.
  • InfectoGenta® Salbe sollte im ersten Trimenon nicht und im weiteren Verlauf der Schwangerschaft nur bei vitaler Indikation angewendet werden.

Warnhinweise

  • Besondere Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen für die Anwendung
    • Die topische Anwendung von Gentamicin bei Hautinfektionen bringt das Risiko allergischer Reaktionen mit sich. Gentamicin ist ein Kontaktallergen mit einer individuellen Sensibilisierungsfrequenz von etwa 1,4% mit steigender Tendenz. Die Sensibilisierungsgefahr steigt mit zunehmender Therapiedauer. Zwischen Gentamicin und anderen Aminoglykosiden wie Neomycin und Kanamycin besteht Gruppenallergie. Die topisch akquirierte Gentamicin-Allergie schließt eine spätere systemische Anwendung von Gentamicin und anderen Aminoglykosiden aus.
    • Gelegentlich führt die topische Anwendung von Antibiotika zu einem übermäßigen Wachstum nichtempfindlicher Erreger einschließlich Pilze. In diesem Fall oder bei Auftreten von Hautirritationen, allergischen Reaktionen oder Superinfektionen sollte die Behandlung mit Gentamicin abgebrochen und eine geeignete Therapie eingeleitet werden.
    • Gentamicinhaltige Produkte wie InfectoGenta® Salbe sollten sorgfältig für die jeweilige Therapie ausgewählt werden. Sie sollten nur zur Anwendung kommen, wenn ein Ansprechen auf antiseptische Maßnahmen nicht zeitnah erfolgt, dieses nicht ausreichend ist bzw. die antiseptische Therapie kontraindiziert ist.
    • Die systemische Resorption von topisch appliziertem Gentamicin kann bei Behandlung großflächiger Hautbezirke, insbesondere über längere Zeit oder bei Hautrissen, erhöht sein. Unter diesen Umständen ist, insbesondere bei Kindern, Vorsicht geboten, da die Möglichkeit besteht, dass Nebenwirkungen auftreten, die auch nach systemischer Anwendung von Gentamicin vorkommen.
    • Aufgrund der neuromuskulär blockierenden Wirkung von Aminoglykosiden bei systemischer Resorption ist Vorsicht geboten bei Patienten mit Myasthenia gravis, Parkinson, anderen Erkrankungen mit muskulärer Schwäche oder gleichzeitiger Anwendung von anderen Arzneimitteln mit neuromuskulär blockierender Wirkung.
    • Bei der Behandlung mit InfectoGenta® Salbe im Genital- oder Analbereich kann es wegen der Hilfsstoffe weißes Vaselin und dickflüssiges Paraffin bei gleichzeitiger Anwendung von Kondomen aus Latex zu einer Verminderung der Reißfestigkeit und damit zur Beeinträchtigung der Sicherheit von Kondomen kommen.
    • Cetylstearylalkohol kann örtlich begrenzt Hautreizungen (z. B. Kontaktdermatitis) hervorrufen.
    • Methyl-4-hydroxybenzoat und Propyl-4-hydroxybenzoat können Überempfindlichkeitsreaktionen, auch Spätreaktionen, hervorrufen.
  • Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln und sonstige Wechselwirkungen
    • Gentamicin ist inkompatibel mit Amphotericin B, Heparin, Sulfadiazin und Betalaktam-Antibiotika (z. B. Cephalosporine). Aufgrund der möglichen gegenseitigen Inaktivierung sollte InfectoGenta® Salbe nicht gleichzeitig zusammen mit anderen topischen Dermatika aufgetragen werden.
    • Bei gleichzeitiger Anwendung von Arzneimitteln mit neuromuskulär blockierender Wirkung ist Vorsicht geboten, da Gentamicin deren Wirkung verstärken kann.
  • Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen
    • Bei der Anwendung von InfectoGenta® Salbe sind Auswirkungen auf die Verkehrstüchtigkeit und die Fähigkeit zum Bedienen von Maschinen bisher nicht bekannt geworden.
  • Überdosierung
    • Es wurden keine Fälle von Überdosierung mit InfectoGenta® Salbe berichtet.
    • Bei versehentlicher oraler Einnahme von InfectoGenta® Salbe sind keine Maßnahmen erforderlich, da Gentamicin enteral nur minimal resorbiert wird.