Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N2 | 50 ST | 97,29 € |
| N3 | 100 ST | 110,87 € |
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Indikation
- zusätzlich zu einer Standardtherapie, die Betablocker einschließt, zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF <= 40%) und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt
- zusätzlich zu einer optimalen Standardtherapie zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei erwachsenen Patienten mit (chronischer) Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II und linksventrikulärer systolischer Dysfunktion (LVEF <= 30%)
Dosierung
- Herzinsuffizienz nach Herzinfarkt
- Behandlungsbeginn: üblicherweise 3 - 14 Tage nach einem akuten Myokardinfarkt
- Anfangsdosis: 25 mg 1mal / Tag
- Dosissteigerung, vorzugsweise innerhalb von 4 Wochen, unter Berücksichtigung des Serum-Kalium-Spiegels: auf 50 mg 1mal / Tag
- Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn
- Serumkaliumwerte < 5,0 mmol/l
- Dosiserhöhung von 25 mg 1mal jeden 2. Tag auf 25 mg 1mal / Tag
- Dosiserhöhung von 25 mg 1mal / Tag auf 50 mg 1mal / Tag
- Serumkaliumwerte 5,0 - 5,4 mmol/l
- keine Veränderung der Dosis
- Serumkaliumwerte 5,5 - 5,9 mmol/l
- Dosisreduktion von 50 mg 1mal / Tag auf 25 mg 1mal / Tag
- Dosisreduktion von 25 mg 1mal / Tag auf 25 mg jeden 2. Tag
- Dosisreduktion von 25 mg jeden 2. Tag auf Behandlungspause
- Serumkaliumwerte >= 6,0 mmol/l:
- Behandlungspause
- nach Abfallen der Kaliumwerte unter 5,0 mmol/l: 25 mg jeden 2. Tag
- Serumkaliumwerte < 5,0 mmol/l
- Erhaltungsdosis: 50 mg 1mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: 50 mg
- (chronische) Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II
- Anfangsdosis: 25 mg 1mal / Tag
- Dosissteigerung, vorzugsweise innerhalb von 4 Wochen, unter Berücksichtigung des Serum-Kalium-Spiegels: auf 50 mg 1mal / Tag
- Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn
- Serumkaliumwerte < 5,0 mmol/l
- Dosiserhöhung von 25 mg 1mal jeden 2. Tag auf 25 mg 1mal / Tag
- Dosiserhöhung von 25 mg 1mal / Tag auf 50 mg 1mal / Tag
- Serumkaliumwerte 5,0 - 5,4 mmol/l
- keine Veränderung der Dosis
- Serumkaliumwerte 5,5 - 5,9 mmol/l
- Dosisreduktion von 50 mg 1mal / Tag auf 25 mg 1mal / Tag
- Dosisreduktion von 25 mg 1mal / Tag auf 25 mg jeden 2. Tag
- Dosisreduktion von 25 mg jeden 2. Tag auf Behandlungspause
- Serumkaliumwerte >= 6,0 mmol/l:
- Behandlungspause
- nach Abfallen der Kaliumwerte unter 5,0 mmol/l: 25 mg jeden 2. Tag
- Serumkaliumwerte < 5,0 mmol/l
- Erhaltungsdosis: 50 mg 1mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: 50 mg
- Hinweise
- kein Behandlungsbeginn bei Patienten mit Serumkaliumwert > 5,0 mmol/l
- Serumkaliumwerte müssen vor Beginn der Therapie, innerhalb der 1. Behandlungswoche, 1 Monat nach Therapiebeginn oder nach einer Dosisanpassung bestimmt werden
- danach Kaliumwerte je nach Bedarf in regelmäßigen Abständen kontrollieren
- Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn, abhängig vom Serumkaliumspiegel wie oben dargestellt
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
- zurzeit vorliegende Daten siehe Fachinformation
- ältere Patienten
- keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
- wegen altersbedingter Abnahme der Nierenfunktion erhöhtes Risiko einer Hyperkaliämie; Risiko kann zusätzlich erhöht sein, wenn Begleiterkrankung in Verbindung mit gesteigerter systemischer Wirkstoffbelastung, speziell bei leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz, vorliegt
- regelmäßige Überprüfung der Serumkaliumwerte empfohlen
- Niereninsuffizienz
- leicht
- keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
- Dosisanpassung anhand des Kaliumspiegels (siehe oben)
- regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumwerte empfohlen
- mäßig (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/Min.)
- Anfangsdosis: 25 mg jeden 2. Tag
- Dosisanpassung anhand des Kaliumspiegels (siehe oben)
- regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumwerte empfohlen
- Dosen > 25 mg / Tag wurden bei Patienten mit Kreatinin-Clearance < 50 ml/Min nicht untersucht
- bei Herzinsuffizienz nach einem Herzinfarkt
- keine Erfahrungen bei Kreatinin-Clearance < 50 ml/Min vorhanden
- Anwendung mit Vorsicht
- schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min.)
- Eplerenon kontraindiziert
- Hämodialyse
- Eplerenon ist nicht dialysierbar
- leicht
- Leberinsuffizienz, leicht bis mäßig
- keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
- jedoch erhöhte systemische Wirkstoffbelastung mit Eplerenon (häufige und regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumwerte empfohlen, insbesondere bei älteren Patienten)
- gleichzeitige Therapie mit schwachen bis mäßigen CYP3A4-Hemmern, z.B. Amiodaron, Diltiazem und Verapamil
- Anfangsdosis: 25 mg 1mal / Tag
- tägliche Maximaldosis: 25 mg
Kontraindikationen
Eplerenon - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Eplerenon
- Serumkaliumwerte > 5,0 mmol / l bei Therapiebeginn
- schwere Niereninsuffizienz (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
- schwere Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klasse C)
- Patienten, die kaliumsparende Diuretika, Kaliumergänzungsmittel oder starke CYP3A4-Hemmer (z.B. Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon) erhalten
- Kombination eines Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmers und eines Angiotensinrezeptor-Blockers (ARB) mit Eplerenon
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Eplerenon - peroral
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Pyelonephritis
- Infektion
- Pharyngitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Eosinophilie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Endokrine Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypothyreose
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hyperkaliämie
- Hypercholesterinämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hyponatriämie
- Dehydrierung
- Hypertriglyzeridämie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Psychiatrische Erkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schlaflosigkeit
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schwindel
- Synkope
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypästhesie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Linksherzinsuffizienz
- Vorhofflimmern
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Tachykardie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hypotonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- arterielle Thrombose in den Gliedmaßen
- orthostatische Hypotonie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Husten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Obstipation
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Flatulenz
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- Hyperhidrosis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Angioödem
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Muskelspasmen
- Rückenschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Skelettmuskelschmerzen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Nierenfunktionsstörung
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Cholezystitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gynäkomastie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Asthenie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Unwohlsein
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- erhöhter Blutharnstoffwert
- erhöhter Serumkreatininwert
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- verminderter Wert für den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor
- erhöhter Glucosewert
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
Anwendungshinweise
- Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich
Stillzeithinweise
Eplerenon - peroral
- wegen des unbekannten Nebenwirkungspotenzials auf das gestillte Kind sollte, unter Berücksichtigung des Nutzens des Arzneimittels für die Mutter, entschieden werden, ob abgestillt oder das Arzneimittel abgesetzt werden soll
- nicht bekannt, ob Eplerenon nach oraler Anwendung in die Muttermilch übergeht
- tierexperimentelle Studien
- Eplerenon und/oder seine Metaboliten in der Milch von Ratten wiedergefunden
- gesäugte Jungtiere entwickeln sich normal
Schwangerschaftshinweise
Eplerenon - peroral
- Eplerenon sollte bei Schwangeren nur mit Vorsicht eingesetzt werden
- keine aussagekräftigen Daten zur Anwendung von Eplerenon während der Schwangerschaft
- tierexperimentelle Studien
- keine direkten oder indirekten negativen Auswirkungen bezüglich Trächtigkeit, embryofetaler Entwicklung, Geburt und postnataler Entwicklung
- Fertilität
- keine humanmedizinischen Daten vorliegend
Warnhinweise
Eplerenon - peroral
- Hyperkaliämie
- Hyperkaliämie aufgrund des Wirkmechanismus möglich
- zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosisanpassung müssen bei allen Patienten die Serumkaliumwerte kontrolliert werden
- danach werden im Anschluss besonders bei Patienten mit dem Risiko einer Hyperkaliämie regelmäßige Kontrollen empfohlen, z.B.
- ältere Patienten
- Patienten mit Niereninsuffizienz
- Patienten mit Diabetes mellitus
- danach werden im Anschluss besonders bei Patienten mit dem Risiko einer Hyperkaliämie regelmäßige Kontrollen empfohlen, z.B.
- Kaliumergänzungsmittel
- wegen des erhöhten Hyperkaliämie-Risikos wird die Gabe von Kaliumergänzungsmitteln nach Beginn der Therapie mit Eplerenon nicht empfohlen
- Verringerung der Eplerenon-Dosis führte zu einer Erniedrigung der Kaliumwerte
- Studie: durch die Gabe von Hydrochlorothiazid zusätzlich zu Eplerenon konnten die erhöhten Kaliumwerte wieder ausgeglichen werden
- Kombination mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensinrezeptor-Blocker (ARB) kontraindiziert
- Risiko einer Hyperkaliämie kann erhöht sein, wenn Eplerenon in Kombination mit einem ACE-Hemmer und/oder einem ARB angewendet wird
- Eingeschränkte Nierenfunktion
- Kaliumwerte müssen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden
- gilt auch bei diabetischer Mikroalbuminurie
- Risiko einer Hyperkaliämie nimmt mit abnehmender Nierenfunktion zu
- Patienten mit Typ-2-Diabetes und Mikroalbuminurie
- aus EPHESUS-Studie nur Daten in begrenztem Umfang, jedoch erhöhtes Auftreten von Hyperkaliämie bei dieser kleinen Patientenanzahl beobachtet
- Anwendung mit Vorsicht
- Eplerenon ist nicht hämodialysierbar
- Kaliumwerte müssen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden
- Eingeschränkte Leberfunktion
- Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klassen A und B)
- keine Erhöhung der Serumkaliumwerte > 5,5 mmol/l beobachtet
- Elektrolytwerte müssen kontrolliert werden
- Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz
- Eplerenon kontraindiziert; Anwendung nicht untersucht
- Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klassen A und B)
- CYP3A4-Induktoren
- Gabe von Eplerenon zusammen mit starken CYP3A4-Induktoren nicht empfohlen
- Lithium, Ciclosporin und Tacrolimus
- müssen unter der Behandlung mit Eplerenon vermieden werden
- Doping
- positive Ergebnisse bei Dopingkontrollen möglich
- Anwendung von Eplerenon als Dopingmittel kann zur Gefährdung der Gesundheit führen