INSPRA 50 mg Filmtabletten B

Docpharm GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Eplerenon →

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Packungsgröße Menge Apothekenpreis
N2 50 ST 94,13 €
N3 100 ST 130,45 €

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Fachinformationen

Indikation

  • zusätzlich zu einer Standardtherapie, die Betablocker einschließt, zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei stabilen Patienten mit linksventrikulärer Dysfunktion (LVEF <= 40%) und klinischen Zeichen einer Herzinsuffizienz nach kürzlich aufgetretenem Herzinfarkt
  • zusätzlich zu einer optimalen Standardtherapie zur Verringerung des Risikos der kardiovaskulären Mortalität und Morbidität bei erwachsenen Patienten mit (chronischer) Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II und linksventrikulärer systolischer Dysfunktion (LVEF <= 30%)

Dosierung

  • Herzinsuffizienz nach Herzinfarkt
    • Behandlungsbeginn: üblicherweise 3 - 14 Tage nach einem akuten Myokardinfarkt
    • Anfangsdosis: 25 mg 1mal / Tag
    • Dosissteigerung, vorzugsweise innerhalb von 4 Wochen, unter Berücksichtigung des Serum-Kalium-Spiegels: auf 50 mg 1mal / Tag
    • Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn
      • Serumkaliumwerte < 5,0 mmol/l
        • Dosiserhöhung von 25 mg 1mal jeden 2. Tag auf 25 mg 1mal / Tag
        • Dosiserhöhung von 25 mg 1mal / Tag auf 50 mg 1mal / Tag
      • Serumkaliumwerte 5,0 - 5,4 mmol/l
        • keine Veränderung der Dosis
      • Serumkaliumwerte 5,5 - 5,9 mmol/l
        • Dosisreduktion von 50 mg 1mal / Tag auf 25 mg 1mal / Tag
        • Dosisreduktion von 25 mg 1mal / Tag auf 25 mg jeden 2. Tag
        • Dosisreduktion von 25 mg jeden 2. Tag auf Behandlungspause
      • Serumkaliumwerte >= 6,0 mmol/l:
        • Behandlungspause
        • nach Abfallen der Kaliumwerte unter 5,0 mmol/l: 25 mg jeden 2. Tag
    • Erhaltungsdosis: 50 mg 1mal / Tag
    • tägliche Maximaldosis: 50 mg
  • (chronische) Herzinsuffizienz der NYHA-Klasse II
    • Anfangsdosis: 25 mg 1mal / Tag
    • Dosissteigerung, vorzugsweise innerhalb von 4 Wochen, unter Berücksichtigung des Serum-Kalium-Spiegels: auf 50 mg 1mal / Tag
    • Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn
      • Serumkaliumwerte < 5,0 mmol/l
        • Dosiserhöhung von 25 mg 1mal jeden 2. Tag auf 25 mg 1mal / Tag
        • Dosiserhöhung von 25 mg 1mal / Tag auf 50 mg 1mal / Tag
      • Serumkaliumwerte 5,0 - 5,4 mmol/l
        • keine Veränderung der Dosis
      • Serumkaliumwerte 5,5 - 5,9 mmol/l
        • Dosisreduktion von 50 mg 1mal / Tag auf 25 mg 1mal / Tag
        • Dosisreduktion von 25 mg 1mal / Tag auf 25 mg jeden 2. Tag
        • Dosisreduktion von 25 mg jeden 2. Tag auf Behandlungspause
      • Serumkaliumwerte >= 6,0 mmol/l:
        • Behandlungspause
        • nach Abfallen der Kaliumwerte unter 5,0 mmol/l: 25 mg jeden 2. Tag
    • Erhaltungsdosis: 50 mg 1mal / Tag
    • tägliche Maximaldosis: 50 mg
  • Hinweise
    • kein Behandlungsbeginn bei Patienten mit Serumkaliumwert > 5,0 mmol/l
    • Serumkaliumwerte müssen vor Beginn der Therapie, innerhalb der 1. Behandlungswoche, 1 Monat nach Therapiebeginn oder nach einer Dosisanpassung bestimmt werden
    • danach Kaliumwerte je nach Bedarf in regelmäßigen Abständen kontrollieren
    • Dosisanpassung nach Behandlungsbeginn, abhängig vom Serumkaliumspiegel wie oben dargestellt

Dosisanpassung

  • Kinder und Jugendliche
    • Sicherheit und Wirksamkeit nicht erwiesen
    • zurzeit vorliegende Daten siehe Fachinformation
  • ältere Patienten
    • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
    • wegen altersbedingter Abnahme der Nierenfunktion erhöhtes Risiko einer Hyperkaliämie; Risiko kann zusätzlich erhöht sein, wenn Begleiterkrankung in Verbindung mit gesteigerter systemischer Wirkstoffbelastung, speziell bei leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz, vorliegt
    • regelmäßige Überprüfung der Serumkaliumwerte empfohlen
  • Niereninsuffizienz
    • leicht
      • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
      • Dosisanpassung anhand des Kaliumspiegels (siehe oben)
      • regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumwerte empfohlen
    • mäßig (Kreatinin-Clearance 30 - 60 ml/Min.)
      • Anfangsdosis: 25 mg jeden 2. Tag
      • Dosisanpassung anhand des Kaliumspiegels (siehe oben)
      • regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumwerte empfohlen
      • Dosen > 25 mg / Tag wurden bei Patienten mit Kreatinin-Clearance < 50 ml/Min nicht untersucht
      • bei Herzinsuffizienz nach einem Herzinfarkt
        • keine Erfahrungen bei Kreatinin-Clearance < 50 ml/Min vorhanden
        • Anwendung mit Vorsicht
    • schwer (Kreatinin-Clearance < 30 ml/Min.)
      • Eplerenon kontraindiziert
    • Hämodialyse
      • Eplerenon ist nicht dialysierbar
  • Leberinsuffizienz, leicht bis mäßig
    • keine Anpassung der Anfangsdosis erforderlich
    • jedoch erhöhte systemische Wirkstoffbelastung mit Eplerenon (häufige und regelmäßige Kontrolle der Serumkaliumwerte empfohlen, insbesondere bei älteren Patienten)
  • gleichzeitige Therapie mit schwachen bis mäßigen CYP3A4-Hemmern, z.B. Amiodaron, Diltiazem und Verapamil
    • Anfangsdosis: 25 mg 1mal / Tag
    • tägliche Maximaldosis: 25 mg

Kontraindikationen

Eplerenon - peroral
  • Überempfindlichkeit gegen Eplerenon
  • Serumkaliumwerte > 5,0 mmol / l bei Therapiebeginn
  • schwere Niereninsuffizienz (geschätzte glomeruläre Filtrationsrate < 30 ml / Min. / 1,73 m2)
  • schwere Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klasse C)
  • Patienten, die kaliumsparende Diuretika, Kaliumergänzungsmittel oder starke CYP3A4-Hemmer (z.B. Itraconazol, Ketoconazol, Ritonavir, Nelfinavir, Clarithromycin, Telithromycin und Nefazodon) erhalten
  • Kombination eines Angiotensin-Converting-Enzym (ACE)-Hemmers und eines Angiotensinrezeptor-Blockers (ARB) mit Eplerenon

Therapiehinweise

Mit Flüssigkeit einnehmen.

Nebenwirkungen

Eplerenon - peroral
  • Infektionen und parasitäre Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Pyelonephritis
      • Infektion
      • Pharyngitis
  • Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Eosinophilie
  • Endokrine Erkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypothyreose
  • Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hyperkaliämie
      • Hypercholesterinämie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hyponatriämie
      • Dehydrierung
      • Hypertriglyzeridämie
  • Psychiatrische Erkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schlaflosigkeit
  • Erkrankungen des Nervensystems
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Schwindel
      • Synkope
      • Kopfschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Hypästhesie
  • Herzerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Linksherzinsuffizienz
      • Vorhofflimmern
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Tachykardie
  • Gefäßerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Hypotonie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • arterielle Thrombose in den Gliedmaßen
      • orthostatische Hypotonie
  • Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Husten
  • Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Diarrhoe
      • Übelkeit
      • Obstipation
      • Erbrechen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Flatulenz
  • Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Ausschlag
      • Pruritus
      • Hyperhidrosis
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Angioödem
  • Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Muskelspasmen
      • Rückenschmerzen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Skelettmuskelschmerzen
  • Erkrankungen der Nieren und Harnwege
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Nierenfunktionsstörung
  • Leber- und Gallenerkrankungen
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Cholezystitis
  • Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Gynäkomastie
  • Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • Asthenie
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • Unwohlsein
  • Untersuchungen
    • häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
      • erhöhter Blutharnstoffwert
      • erhöhter Serumkreatininwert
    • gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
      • verminderter Wert für den epidermalen Wachstumsfaktorrezeptor
      • erhöhter Glucosewert

Anwendungshinweise

  • Einnahme mit oder ohne Nahrung möglich

Stillzeithinweise

Eplerenon - peroral
  • wegen des unbekannten Nebenwirkungspotenzials auf das gestillte Kind sollte, unter Berücksichtigung des Nutzens des Arzneimittels für die Mutter, entschieden werden, ob abgestillt oder das Arzneimittel abgesetzt werden soll
  • nicht bekannt, ob Eplerenon nach oraler Anwendung in die Muttermilch übergeht
  • tierexperimentelle Studien
    • Eplerenon und/oder seine Metaboliten in der Milch von Ratten wiedergefunden
    • gesäugte Jungtiere entwickeln sich normal

Schwangerschaftshinweise

Eplerenon - peroral
  • Eplerenon sollte bei Schwangeren nur mit Vorsicht eingesetzt werden
  • keine aussagekräftigen Daten zur Anwendung von Eplerenon während der Schwangerschaft
  • tierexperimentelle Studien
    • keine direkten oder indirekten negativen Auswirkungen bezüglich Trächtigkeit, embryofetaler Entwicklung, Geburt und postnataler Entwicklung
  • Fertilität
    • keine humanmedizinischen Daten vorliegend

Warnhinweise

Eplerenon - peroral
  • Hyperkaliämie
    • Hyperkaliämie aufgrund des Wirkmechanismus möglich
    • zu Beginn der Behandlung und nach einer Dosisanpassung müssen bei allen Patienten die Serumkaliumwerte kontrolliert werden
      • danach werden im Anschluss besonders bei Patienten mit dem Risiko einer Hyperkaliämie regelmäßige Kontrollen empfohlen, z.B.
        • ältere Patienten
        • Patienten mit Niereninsuffizienz
        • Patienten mit Diabetes mellitus
    • Kaliumergänzungsmittel
      • wegen des erhöhten Hyperkaliämie-Risikos wird die Gabe von Kaliumergänzungsmitteln nach Beginn der Therapie mit Eplerenon nicht empfohlen
    • Verringerung der Eplerenon-Dosis führte zu einer Erniedrigung der Kaliumwerte
    • Studie: durch die Gabe von Hydrochlorothiazid zusätzlich zu Eplerenon konnten die erhöhten Kaliumwerte wieder ausgeglichen werden
    • Kombination mit einem ACE-Hemmer oder einem Angiotensinrezeptor-Blocker (ARB) kontraindiziert
      • Risiko einer Hyperkaliämie kann erhöht sein, wenn Eplerenon in Kombination mit einem ACE-Hemmer und/oder einem ARB angewendet wird
  • Eingeschränkte Nierenfunktion
    • Kaliumwerte müssen bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion regelmäßig kontrolliert werden
      • gilt auch bei diabetischer Mikroalbuminurie
    • Risiko einer Hyperkaliämie nimmt mit abnehmender Nierenfunktion zu
    • Patienten mit Typ-2-Diabetes und Mikroalbuminurie
      • aus EPHESUS-Studie nur Daten in begrenztem Umfang, jedoch erhöhtes Auftreten von Hyperkaliämie bei dieser kleinen Patientenanzahl beobachtet
      • Anwendung mit Vorsicht
    • Eplerenon ist nicht hämodialysierbar
  • Eingeschränkte Leberfunktion
    • Patienten mit leichter bis mäßiger Leberinsuffizienz (Child-Pugh-Klassen A und B)
      • keine Erhöhung der Serumkaliumwerte > 5,5 mmol/l beobachtet
      • Elektrolytwerte müssen kontrolliert werden
    • Patienten mit schwerer Leberinsuffizienz
      • Eplerenon kontraindiziert; Anwendung nicht untersucht
  • CYP3A4-Induktoren
    • Gabe von Eplerenon zusammen mit starken CYP3A4-Induktoren nicht empfohlen
  • Lithium, Ciclosporin und Tacrolimus
    • müssen unter der Behandlung mit Eplerenon vermieden werden
  • Doping
    • positive Ergebnisse bei Dopingkontrollen möglich
    • Anwendung von Eplerenon als Dopingmittel kann zur Gefährdung der Gesundheit führen