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| N1 | 1 ST | 64,18 € |
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Indikation
- Behandlung folgender Infektionen bei Erwachsenen und Kinder ab 3 Monaten, wenn diese durch sicher oder wahrscheinlich Ertapenem-empfindliche Bakterien verursacht sind und eine parenterale Therapie erfordern:
- intraabdominelle Infektionen
- ambulant erworbene Pneumonie
- akute gynäkologische lnfektionen
- Infektionen der Haut und Weichteile beim diabetischen Fuß
- Prophylaxe postoperativer Infektionen des Bauchraums nach elektiven kolorektalen Eingriffen bei Erwachsenen
- Hinweise:
- offizielle Therapieempfehlungen zum angemessenen Einsatz von Antibiotika beachten
Dosierung
Basiseinheit: 1 Durchstechflasche enthält 1 g Ertapenem und ca. 6,0 mmol (ca. 137 mg) Natrium
- Behandlung von Infektionen wenn diese durch sicher oder wahrscheinlich Ertapenem-empfindliche Bakterien verursacht sind und eine parenterale Therapie erfordern
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 13 - 17 Jahre)
- 1 g Ertapenem 1mal / Tag i.v.
- Säuglinge, Kleinkinder und Kinder (>/= 3 Monate - 12 Jahre)
- 15 mg / kg Körpergewicht Ertapenem 2mal / Tag i.v.
- max. Tagesdosis: 1 g Ertapenem / Tag
- Behandlungsdauer:
- 3 - 14 Tage
- kann nach Art und Schwere der Infektion und den zugrunde liegenden Krankheitserregern schwanken
- Umstellung auf orales Antibiotikum, wenn nach Besserung des klinischens Befundes angezeigt
- Erwachsene und Jugendliche (>/= 13 - 17 Jahre)
- Prophylaxe postoperativer Infektionen des Bauchraums nach elektiven kolorektalen Eingriffen
- Erwachsene
- 1 g Ertapenem als Einzeldosis i.v.
- Gabe der Dosis soll 1 Stunde vor dem chirurgischen Eingriff beendet sein
- Erwachsene
Dosisanpassung
- Kinder und Jugendliche
- Sicherheit und Wirksamkeit bei Kindern < 3 Monaten nicht erwiesen
- keine Daten
- eingeschränkte Nierenfunktion
- geringe bis mäßige Beeinträchtigung (Kreatinin-Clearance > 30 ml / min / 1,73 m2)
- keine Dosisanpassung erforderlich
- schwere Beeinträchtigung
- keine Anwendung (keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit)
- Kinder und Jugendliche
- keine Daten vorhanden
- geringe bis mäßige Beeinträchtigung (Kreatinin-Clearance > 30 ml / min / 1,73 m2)
- Hämodialyse-Patienten
- keine ausreichenden Daten zur Sicherheit und Wirksamkeit
- Anwendung kontraindiziert
- eingeschränkte Leberfunktion
- keine Dosisanpassung erforderlich
- ältere Patienten
- keine Dosisanpassung erforderlich, wenn keine Beeinträchtigung der Nierenfunktion vorliegt
Kontraindikationen
Ertapenem - invasiv
- Überempfindlichkeit gegen Ertapenem
- Überempfindlichkeit gegen anderen Antibiotika vom Carbapenem-Typ
- schwere Überempfindlichkeit (z. B. anaphylaktische Reaktion, schwere Hautreaktion) gegen andere Beta-Laktam-Antibiotika, z. B.
- Penicilline
- Cephalosporine
Nebenwirkungen
Ertapenem - invasiv
Erwachsene > 18 Jahre
- Infektionen und parasitäre Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- orale Candidiasis
- Candidiasis
- Pilzinfektion
- pseudomembranöse Enterokolitis
- Kolpitis
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Pneumonie
- Dermatomykose
- postoperative Wundinfektion
- Harnwegsinfektion
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Neutropenie
- Thrombozytopenie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen des Immunsystems
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allergie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Anaphylaxie, einschließlich anaphylaktoider Reaktionen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anorexie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Hypoglykämie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Psychiatrische Erkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schlaflosigkeit
- Verwirrtheitszustände
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Unruhe
- Angstzustände
- Depressionen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Beeinträchtigung des mentalen Status, einschließlich
- Aggression
- Delirium
- Orientierungsstörung
- veränderter Gemütszustand
- Beeinträchtigung des mentalen Status, einschließlich
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Nervensystems
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Kopfschmerzen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Schwindel
- Schläfrigkeit
- Geschmacksstörungen
- Krampfanfälle
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Tremor
- Synkope
- ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzinationen
- getrübter Bewusstseinszustand
- Dyskinesie
- Myoklonus
- Gangunsicherheit
- Enzephalopathie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Augenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Veränderungen an den Skleren
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Sinusbradykardie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Arrhythmie
- Tachykardie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Phlebitis/Thrombophlebitis
- Komplikationen an der Infusionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Hypotonie
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Blutungen
- erhöhter Blutdruck
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Dyspnoe
- Beschwerden im Rachen- und Schlundraum
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- verstopfte Nase
- Husten
- Nasenbluten
- Rasselgeräusche
- Giemen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- Übelkeit
- Erbrechen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Obstipation
- Säurereflux
- Mundtrockenheit
- Dyspepsie
- Bauchschmerzen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dysphagie
- Stuhlinkontinenz
- Pelveoperitonitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- Zahnverfärbungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Leber- und Gallenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Cholezystitis
- Gelbsucht
- Leberfunktionsstörungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Ausschlag
- Pruritus
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erythem
- Urtikaria
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Dermatitis
- Desquamination
- Hypersensitivitätsvaskulitis
- ohne Häufigkeitsangabe
- akute generalisierte exanthematische Pustulose (AGEP)
- Arzneimittelexanthem mit Eosinophilie und systemischen Symptomen (DRESS-Syndrom)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Muskelkrämpfe
- Schulterschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Muskelschwäche
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Niereninsuffizienz
- akutes Nierenversagen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Schwangerschaft, Wochenbett und perinatale Erkrankungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Abort
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- genitale Blutungen
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Extravasation
- Schwäche / Müdigkeit
- Fieber
- Ödeme / Schwellungen
- Schmerzen im Brustkorb
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Verhärtungen an der Infusionsstelle
- Unwohlsein
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Untersuchungen
- Klinische Chemie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung der Transaminasen (ALT, AST)
- Erhöhung der alkalischen Phosphatase
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erhöhung des Gesamt-Serum-Bilirubins
- Erhöhung des direkten Serum-Bilirubins
- Erhöhung des indirekten Serum-Bilirubins
- Erhöhung des Serum-Kreatinins
- Erhöhung des Serum-Harnstoffs
- Erhöhung der Serum-Glucose
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Erniedrigung vin Serum-Bicarbonat
- Erhöhung von Serum-Creatinin
- Erhöhung von Serum-Kalium
- Erhöhung von Serum-LDH
- Erhöhung von Serum-Phosphat
- Erhöhung von Serum-Kalium
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämatologie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Anstieg der Thrombozytenzahl
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Abnahme der Anzahl der Leukozyten
- Abnahme der Anzahl der Thrombozyten
- Abnahme der Anzahl der segmentkernigen neutrophilen Granulozyten
- Abnahme des Hämoglobins
- Abnahme des Hämatokrits
- Anstieg der Anzahl der eosinophilen Granulozyten
- Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT)
- Verlängerung der Prothrombinzeit
- Anstieg der Anzahl der segmentkernigen neutrophilen Granulozyten
- Anstieg der Anzahl der Leukozyten
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Abnahme der Anzahl der Lymphozyten
- Anstieg der Anzahl der stabkernigen neutrophilen Granulozyten
- Anstieg der Anzahl der Lymphozyten
- Anstieg der Anzahl der Metamyelozyten
- Anstieg der Anzahl der Monozyten
- Anstieg der Anzahl der Myelozyten
- Anstieg der Anzahl der atypischen Lymphozyten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Urinanalyse
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- vermehrter Nachweis von
- Bakterien im Urin
- Leukozyten im Urin
- Epithelzellen im Urin
- Erythrozyten im Urin
- Hefepilze im Urin
- vermehrter Nachweis von
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Anstieg von Urobilinogen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Verschiedenes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Clostridioides difficile-Toxin positiv
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Klinische Chemie
Kinder und Jugendliche (3 Monate - 17 Jahre)
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Beeinträchtigung des mentalen Status (einschließlich Aggression)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Kopfschmerzen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Halluzinationen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Gefäßerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Flush
- Hypertonie
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Diarrhoe
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- veränderte Stuhlfarbe
- Meläna
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erkankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Windeldermatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erythem
- Hautausschlag
- Petechien
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Schmerzen an der Infusionsstelle
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Brennen an der Infusionsstelle
- Juckreiz an der Infusionsstelle
- Erythem an der Infusionsstelle
- Erythem an der Injektionsstelle
- Wärmegefühl an der Infusionsstelle
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Untersuchungen
- Klinische Chemie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Erhöhung der Transaminasen (ALT, AST)
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Hämatologie
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abnahme der Anzahl der neutrophilen Granulozyten
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Anstieg der Thrombozytenzahl
- Verlängerung der aktivierten partiellen Thromboplastinzeit (aPTT)
- Verlängerung der Prothrombinzeit
- Abnahmen des Hämoglobins
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Klinische Chemie
Anwendungshinweise
- intravenöse Anwendung
- Infusion über einen Zeitraum von 30 Min.
- zur einmaligen Anwendung
- vor der Anwendung auf sichtbare Partikel oder Verfärbungen prüfen, soweit es Behälter erlaubt
- Lösung ist farblos bis blassgelb; Farbschwankungen beeinträchtigen Wirksamkeit nicht
- Herstellung zur intravenösen Anwendung:
- Stammlösung unmittelbar nach der Zubereitung mit 9 mg/ml (0,9%iger) Natriumchloridlösung verdünnen
- Erwachsene und Jugendliche (13 - 17 Jahre)
- Rekonstitution
- Inhalt einer 1 g Durchstechflasche mit 10 ml Wasser für Injektionszwecke oder 9 mg/ml (0,9%iger) Natriumchloridlösung lösen (ergibt Stammlösung mit Konzentration von ca. 100 mg / ml)
- gut schütteln
- Verdünnung
- Beutel mit Lösungsmittel
- für eine 1 g - Dosis Stammlösung sofort nach Auflösung in Beutel mit 9 mg/ml (0,9%iger) Natriumchloridlösung transferieren
- Durchstechflasche mit Lösungsmittel
- für eine 1 g - Dosis wird der 50 ml - Durchstechflasche mit 0,9%iger Natriumchloridlösung 10 ml entnommen und verworfen
- danach wird die Stammlösung der 1 g - Durchstechflasche sofort nach Auflösung in die 50-ml-Durchstechflasche mit 0,9%iger Natriumchloridlösung transferiert
- Beutel mit Lösungsmittel
- Rekonstitution
- Kinder (>/= 3 Monate - 12 Jahre)
- Rekonstitution
- Inhalt einer 1 g Durchstechflasche mit 10 ml Wasser für Injektionszwecke oder 9 mg/ml (0,9%iger) Natriumchloridlösung lösen
- gut schütteln
- Beutel / Durchstechflasche mit Lösungsmittel
- für eine Endkonzentration von höchstens 20 mg / ml:
- Volumen entsprechend 15 mg/kg Körpergewicht (max. 1 g / Tag) in einen Beutel / eine Durchstechflasche mit 9 mg/ml (0,9%iger) Natriumchloridlösung transferieren
- für eine Endkonzentration von höchstens 20 mg / ml:
- Rekonstitution
- Kompatibilität
- Kompatibilität mit Heparin-Natrium- und Kaliumchlorid-haltigen intravenösen Lösungen ist erwiesen
Stillzeithinweise
Ertapenem - invasiv
- aufgrund möglicher Nebenwirkungen auf den Säugling darf während der Behandlung mit Ertapenem nicht gestillt werden
- Ertapenem tritt in die Muttermilch über
Schwangerschaftshinweise
Ertapenem - invasiv
- Ertapenem sollte während der Schwangerschaft nur angewendet werden, wenn der potenzielle Nutzen das mögliche Risiko für das ungeborene Kind rechtfertigt
- es wurden keine adäquaten und kontrollierten Studien bei Schwangeren durchgeführt
- Tierexperimentelle Studien:
- ergaben keinen Hinweis auf direkte oder indirekte schädigende Wirkungen im Hinblick auf
- eine Schwangerschaft
- die embryofetale Entwicklung
- den Geburtsvorgang
- die postnatale Entwicklung
- ergaben keinen Hinweis auf direkte oder indirekte schädigende Wirkungen im Hinblick auf
- Fertilität
- hinsichtlich der Auswirkungen einer Behandlung mit Ertapenem auf die Fertilität von Männern und Frauen liegen keine adäquaten und kontrollierten Studien vor
- in präklinischen Studien zeigten sich keine direkt und indirekt schädlichen Auswirkungen auf die Fertilität
Warnhinweise
Ertapenem - invasiv
- Überempfindlichkeit
- schwere und gelegentlich auch letale Überempfindlichkeitsreaktionen (Anaphylaxie) bei Patienten unter Behandlung mit Beta-Laktam-Antibiotika wurden berichtet
- Reaktionen sind insbesondere bei Personen mit multiplen Allergien in der Anamnese zu erwarten
- vor Behandlungsbeginn mit Ertapenem ist eine sorgfältige Nachfrage hinsichtlich einer früheren Überempfindlichkeitsreaktion auf Penicilline, Cephalosporine, andere Beta-Laktam-Antibiotika und weitere Allergene einzuholen
- beim Auftreten einer allergischen Reaktion auf Ertapenem muss die Therapie sofort abgebrochen werden
- schwerwiegende anaphylaktische Reaktionen erfordern sofortige Notfallmaßnahmen
- Superinfektion
- Ertapenem-Langzeitbehandlung kann zu einem überschießenden Wachstum nicht empfindlicher Erreger führen
- Zustand des Patienten ist unbedingt wiederholt zu kontrollieren
- wenn eine Superinfektion während der Behandlung auftritt, sind entsprechende Maßnahmen zu ergreifen
- Antibiotika-assoziierte Colitis
- Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis wurden unter praktisch allen Antibiotika einschließlich Ertapenem berichtet
- Verlauf kann leicht bis lebensbedrohlich sein
- diese Diagnose unbedingt in Erwägung zu ziehen, wenn bei Patienten nach der Anwendung von Antibiotika Durchfälle auftreten
- ein Absetzen der Ertapenem-Therapie und die Einleitung einer gegen Clostridium difficile gerichteten Behandlung ist in Erwägung zu ziehen
- Peristaltikhemmende Arzneimittel dürfen nicht gegeben werden
- Antibiotika-assoziierte Colitis und pseudomembranöse Colitis wurden unter praktisch allen Antibiotika einschließlich Ertapenem berichtet
- Krampfanfälle
- in klinischen Studien wurden bei erwachsenen Patienten, die mit 1 g Ertapenem 1mal / Tag behandelt wurden, während der Studiendauer und einer 14-tägigen Nachbeobachtungsphase Krampfanfälle berichtet
- hauptsächlich betroffen waren ältere Patienten, Patienten mit vorbestehenden ZNS-Erkrankungen (z. B. Hirnläsionen oder Krampfanfälle in der Krankengeschichte) und/oder mit eingeschränkter Nierenfunktion
- nach Markteinführung wurden ähnliche Beobachtungen gemacht
- Enzephalopathie
- im Zusammenhang mit der Anwendung von Ertapenem wurden Fälle von Enzephalopathie berichtet
- bei Verdacht auf eine Ertapenem-induzierte Enzephalopathie (z. B. Myoklonus, Krampfanfälle, veränderter mentaler Status, herabgesetztes Bewusstsein)
- Absetzen von Ertapenem erwägen
- Patienten mit Nierenfunktionsstörung
- haben höheres Risiko für eine Ertapenem-induzierte Enzephalopathie und die Rückbildung kann verlängert sein
- gleichzeitige Anwendung mit Valproinsäure / Valproat-Seminatrium
- die gleichzeitige Anwendung von Ertapenem und Valproinsäure / Valproat-Seminatrium wird nicht empfohlen
- suboptimale Exposition
- auf Basis der verfügbaren Daten ist nicht auszuschließen, dass in den wenigen Fällen, in denen ein chirurgischer Eingriff länger als 4 Stunden dauert, Patienten suboptimalen Ertapenem-Konzentrationen und damit dem Risiko eines möglichen Therapieversagens ausgesetzt sein könnten
- bei diesen außergewöhnlichen Fällen ist Vorsicht geboten
- Hinweise zur Anwendung bei bestimmten Patientengruppen
- zur Behandlung schwerer Infektionen mit Ertapenem liegen nur begrenzte Erfahrungen vor
- ambulant erworbene Pneumonie
- in klinischen Studien zur Behandlung ambulant erworbener Pneumonie bei Erwachsenen hatten 25 % der auswertbaren Patienten, die mit Ertapenem behandelt wurden, eine schwere Pneumonie (definiert als Pneumonia Severity Index > Grad III)
- gynäkologische Infektionen
- in einer klinischen Studie zur Behandlung akuter gynäkologischer Infektionen bei Erwachsenen hatten 26 % der auswertbaren Patientinnen, die mit Ertapenem behandelt wurden, eine schwere Infektion (definiert als Fieber >/= 39°C und/oder Bakteriämie); zehn Patientinnen hatten eine Bakteriämie
- intraabdominelle Infektionen
- in einer klinischen Studie zur Behandlung intraabdomineller Infektionen mit Ertapenem bei Erwachsenen hatten 30 % der auswertbaren Patienten eine generalisierte Peritonitis und 39 % Infektionen, die andere Regionen als den Appendix betrafen, z.B.
- Magen
- Duodenum
- Dünndarm
- Kolon
- Gallenblase
- nur eine begrenzte Anzahl von Patienten mit APACHE II Score >/= 15 konnte mikrobiologisch ausgewertet werden
- Wirksamkeit bei diesen Patienten ist nicht erwiesen
- in einer klinischen Studie zur Behandlung intraabdomineller Infektionen mit Ertapenem bei Erwachsenen hatten 30 % der auswertbaren Patienten eine generalisierte Peritonitis und 39 % Infektionen, die andere Regionen als den Appendix betrafen, z.B.
- Wirksamkeit bei ambulant erworbener Pneumonie
- Wirksamkeit bei der Ertapenem-Behandlung einer ambulant erworbenen Pneumonie, verursacht durch Penicillin-resistente Streptococci pneumoniae, ist nicht nachgewiesen
- diabetischer Fuss mit Osteomyelitis
- Wirksamkeit von Ertapenem bei der Behandlung von Infektionen des diabetischen Fußes mit gleichzeitiger Osteomyelitis ist nicht nachgewiesen
- Anwendung bei Kindern
- Kinder < 2 Jahre
- relativ wenig Erfahrung mit Ertapenem
- in dieser Altersgruppe die Empfindlichkeit der Erreger für Ertapenem besonders sorgfältig ermitteln
- Kinder < 3 Monate
- keine Daten vorhanden
- Kinder < 2 Jahre