IRENAT
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 40 ML | 224,28 € |
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Indikation
- Therapie der Schilddrüsenüberfunktion
- diagnostische Indikation: Blockade der Schilddrüse bei szintigraphischen Untersuchungen anderer Organe mit radioaktiv markiertem Iod
- diagnostische Indikation: Immunszintigraphien zur Tumorsuche mit radioiodmarkierten Antikörpern
- diagnostische Indikation: Nachweis eines angeborenen Defektes der Iodorganifikation (Perchlorat-Discharge-Test)
Dosierung
Basiseinheit: 1 ml Lösung (ca. 15 Tropfen) enthält 300 mg Natriumperchlorat
- Therapie Schilddrüsenüberfunktion
- Erwachsene
- Initialdosis in den ersten 1 - 2 Wochen: 10 Tropfen 4 - 5 mal / Tag (entsprechend 800 - 1000 mg Natriumperchlorat)
- in Ausnahmefällen: 15 Tropfen 5 mal / Tag (entspr. 1500 mg Natriumperchlorat)
- mittlere Erhaltungsdosis: 5 Tropfen 4mal / Tag (entsprechend 400 mg Natriumperchlorat)
- Initialdosis in den ersten 1 - 2 Wochen: 10 Tropfen 4 - 5 mal / Tag (entsprechend 800 - 1000 mg Natriumperchlorat)
- Kinder (6 - 14 Jahre)
- Dauerdosis: 1 Tropfen 3 - 6 mal / Tag oder 2 Tropfen 4 - 6 mal / Tag (entsprechend 60 - 240 mg Natriumperchlorat)
- Behandlungsdauer:
- entsprechend klinischem Bild
- entsprechend therapiebegleitenden Funktionstests
- bei ausbleibender Remission trotz 2jähriger thyreostatischer Therapie oder bei bereits vorliegendem Hyperthyreoserezidiv
- andere altersentsprechende Therapie (Strumaresektion/Radioiodtherapie)
- Erwachsene
- diagnostische Indikation: Blockade der Schilddrüse bei szintigraphischen Untersuchungen anderer Organe mit radioaktiv markiertem Iod in Kombination mit Thioharnstoffderivaten
- 10 - 20 Tropfen (entsprechend 200 - 400 mg Natriumperchlorat) / Tag
- tägliche Maximaldosis: 50 Tropfen (entsprechend 1000 mg Natriumperchlorat)
- Behandlungsdauer: zur Absenkung der Strahlenbelastung der Schilddrüse und wegen Rebound-Phänomen
- 4 Tage vor Nuklidapplikation bis 2 - 3 Wochen nach Nuklidapplikation
- 10 - 20 Tropfen (entsprechend 200 - 400 mg Natriumperchlorat) / Tag
- diagnostische Indikation: Immunszintigraphien zur Tumorsuche mit radioiodmarkierten Antikörpern
- 10 - 20 Tropfen (entsprechend 200 - 400 mg Natriumperchlorat)
- in Einzelfällen: max. 50 Tropfen (entsprechend 1000 mg Natriumperchlorat)
- diagnostische Indikation Nachweis eines angeborenen Defektes der Iodorganifikation (Perchlorat-Discharge-Test)
- nach Gabe der Radioiod-Tracer-Dosis
- Erwachsene
- 30 - 50 Tropfen (entsprechend 600 - 1000 mg Natriumperchlorat) als Einmaldosis
- Kinder
- 300 - 600 mg Natriumperchlorat / m2 KOF als Einmaldosis
- Erwachsene
- nach Gabe der Radioiod-Tracer-Dosis
Kontraindikationen
- bekannte Überempfindlichkeit gegen Perchlorate
- restrosternaler Struma
- bereits zuvor unter Perchlorate-Gabe aufgetretene Blutbildveränderungen, insbesondere
- Agranulozytose
- Anwendung während Plummerung zur Operationsvorbereitung
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Nebenwirkungen, wirkstoffbezogenKeine Berücksichtigung des arzneimittelrechtlichen Zulassungsstatus des Präparates
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- teils flüchtiges Exanthem
- Übelkeit
- Brechreiz
- Mundtrockenheit
- pharyngitische Reizung
- Lymphadenopathie
- Leukopenie
- Purpura
- fieberhafte Arthralgie
- Arzneimittelfieber
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- anfänglicher Durchfall
- leichte Muskelkrämpfe
- Brennen in den Füssen
- Schwere im Kopf
- Eosinophilie
- Juckreiz
- Ikterus
- Agranulozytose
- gewöhnlich rasche und folgenlose Rückbildung nach Absetzen des Perchchlorats
- schwere toxische Reaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Agranulozytose mit letalem Ausgang
- Thrombozytopenie mit letalem Ausgang
- aplastischen Anämie mit letalem Ausgang
- minimale Albuminurie
- zumeist ohne bewiesenem Kausalzusammenhang
- partiell reversibles nephrotisches Syndrom
- vollständig reversibles nephrotisches Syndrom
- Haarausfall
- Akne
- generalisierte Dermatitis
- Urticaria
- arzneimittelbedingte Serumkrankheit
- Leberschädigung mit akuter Leberdystrophie
- Ikterus
- Erythema nodosum mit Fieberschüben
- antinukleäre Antikörper
- antierythrozytäre Antikörper
- Eosinophilie
- Perforation eines Duodenalulcus
- ohne Häufigkeitsangabe
- das Auftreten von Nebenwirkungen ist dosisabhängig
- bei unverdünnter Einnahme der Tropfen, z.B. bei Kindern
- starke lokale Reizwirkung mit Symptomen, wie
- Erbrechen
- Leibschmerzen
- Durchfall
- starke lokale Reizwirkung mit Symptomen, wie
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tropfen
- wegen möglicher gastrointestinaler Nebenwirkungen
- am besten nach dem Essen
- mit ausreichend Wasser
- wegen kurzer Wirkdauer
- 4 - 6 Einzeldosen verteilt über den Tag
- wegen möglicher gastrointestinaler Nebenwirkungen
Stillzeithinweise
- in der Stillzeit (relativ) kontraindiziert
- Untersuchungen über Ausscheidung von Natriumperchlorat in die Muttermilch nicht vorhanden
- bei erforderlicher Therapie mit Natriumperchlorat während der Stillzeit Abstillen
Schwangerschaftshinweise
- in der Schwangerschaft (relativ) kontraindiziert
- keine ausreichenden Erfahrungen über mögliches Risiko für das Ungeborene vorhanden
- Übertritt von Natriumperchlorat diaplazentar ungehindert auf den Feten
- möglicherweise empfindlichere Reaktion der fetalen Schilddrüse auf Thyreostatika als der Schilddrüse Erwachsener
Warnhinweise
- Therapieüberwachung/Kontrollmassnahmen
- regelmässige Blutbild-Kontrollen
- während thyreostatischer Therapie
- regelmässige und wiederholte Kontrollen der Schilddrüsenfunktion
- zur Dosisanpassung an die aktuelle Stoffwechsellage
- zur Vermeidung einer Überdosierung mit möglichen Folgen von
- Strumawachstum
- Hypothyreose-Symptomatik
- zur Vermeidung der Gefahr negativer Auswirkungen einer inadäquat hohen Dosierung, v. a. bei intrathorakaler Struma
- regelmässige und wiederholte Kontrollen der Schilddrüsenfunktion
- sonstige Hinweise
- Radiojod- bzw. 99mTc-Pertechnetat-Aufnahme wird dosisabhängig durch Perchlorat gehemmt
- TSH-Stimulierbarkeit der Radioiodaufnahme wird durch Perchlorat nicht beeinflusst
- Absetzen des Arzneimittels
- mind. 3 Tage vor Anfertigung einer Schilddrüsenszintigraphie oder Radionuklidaufnahmemessung