IRUXOL N Salbe

EurimPharm Arzneimittel GmbH
Rezeptpflichtig
Wirkstoff: Clostridium histolyticum collagenase/Proteasen →

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Fachinformationen

Indikation

  • enzymatische Reinigung kutaner Ulzera von nekrotischem Gewebe

Dosierung

1 g Salbe enthält aufgearbeitetes Filtrat von Clostridium histolyticum 0,52 - 3,75 mg, enthaltend: Clostridiopeptidase A 1,2 I.E.

  • enzymatische Reinigung kutaner Ulzera von nekrotischem Gewebe
    • 1mal / Tag, etwa 2mm dick, auftragen
    • zur Wirkungssteigerung, bei Bedarf: 2mal / Tag
    • Behandlungsdauer:
      • im Allgemeinen 1 - 3 Wochen
      • falls nach 14tägiger Behandlung keine Rückgang des nekrotischen Gewebes festzustellen ist:
        • Behandlungsmethode wechseln
    • Paediatrische Population:
      • Keine relevante Anwendung beim Anwendungsgebiet für Kinder

Kontraindikationen

  • Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff
  • Überempfindlichkeit gegen einen der sonstigen Bestandteile

Nebenwirkungen

  • Häufig: >/= 1/100 bis < 1/10 Patienten
    • Hautreizungen oder Kontaktdermatitis
  • Gelegentlich: >/= 1/1000 bis < 1/100 Patienten
    • Schmerzen, Erytheme oder Brennen im Wundgebiet
  • In schweren Fällen von Nebenwirkungen muss daher überlegt werden, ob Behandlung abzubrechen ist

Anwendungshinweise

  • die Salbe, etwa 2 mm dick, gleichmässig auf die betroffenen Hautpartien auftragen
  • einmaliger Verbandwechsel / Tag i. d. Regel ausreichend
  • bei trockenen Wunden:
    • Wundgrund mit physiologischer Kochsalzlösung (0,9% NaCl), Ringerlösung oder anderen gewebsverträglichen Lösungen (z.B. Glucose) anfeuchten
    • Verhärtete und trockene Beläge zunächst durch geeignete Mittel aufweichen

Stillzeithinweise

  • Ausscheidung über die Muttermilch unwahrscheinlich, da Kollagenase nicht in den Kreislauf gelangt

Schwangerschaftshinweise

  • während des ersten Trimenons der Schwangerschaft nur bei strenger Indikationsstellung anwenden

Warnhinweise

  • bei vorliegender Wundinfektion:
    • entsprechende Antibiotikatherapie in Erwägung ziehen
    • Kompatibilität mit Chloramphenicol, Neomycin, Framycetin, Bacitracin, Gentamicin, Polymyxin B und Makrolide (z.B Erythromycin)
  • sinnvolle Ergänzung der Behandlung:
    • Ulcus cruris venosum: Kompressionsverband
    • arterielle Durchblutungsstörungen: entsprechende medikamentöse Therapie
  • Ulzera mit starken Infektionen:
    • Einsatz nicht ohne eine begleitende systemische Antibiotikatherapie
  • Verbrennungen:
    • ohne Konsultation eines Verbrennungsspezialisten: Anwendung auf nicht mehr als 10% der Körperoberfläche
  • enthaltene Enzyme sind in Anwesenheit von Wasser nicht über längere Zeit stabil
  • Tyrothricin, Gramicidin und Tetrazykline nicht gleichzeitig lokal anwenden
  • zusätzliche Anwendung von Antiseptika, Schwermetallen, Badezusätzen und Seifen vermeiden (Wirkungsaufhebung)
  • Bei Diabetikern trockene Gangräne zurückhaltend befeuchten, um Übergang zu feuchten Gangränen zu vermeiden