ISMO RETARD
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| N3 | 100 ST | 29,55 € |
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Indikation
- Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina-pectoris bei Erwachsenen
Dosierung
- Prophylaxe und Langzeitbehandlung der Angina Pectoris
- 1 Retardtablette (40 mg Isosorbidmononitrat) / Tag
- bei höherem Bedarf: 1 Retardtablette 2mal / Tag (entsprechend 80 mg Isosorbidmononitrat)
- zweite Gabe nicht später als 6 Stunden nach der ersten
- Behandlung mit niedriger Dosierung beginnen und langsam bis zur erforderlichen Höhe steigern
- Behandlungsdauer
- entscheidet der behandelnde Arzt
- Absetzen der Therapie
- nicht abrupt sondern ausschleichend
- Rebound-Phänomen ist nicht auszuschließen
Dosisanpassungen
- Kinder und Jugendliche
- keine Daten vorhanden
- Kinder und Jugendliche
Kontraindikationen
Isosorbidmononitrat - peroral
- Überempfindlichkeit gegen Isosorbidmononitrat oder andere Nitratverbindungen
- akutes Kreislaufversagen (Schock, Kreislaufkollaps)
- kardiogener Schock, sofern nicht durch intraaortale Gegenpulsation oder positiv inotrope Pharmaka ein ausreichend hoher linksventrikulärer, enddiastolischer Druck gewährleistet ist
- ausgeprägte Hypotonie (systolischer Blutdruck unter 90 mmHg)
- schwere Anämie
- schwere Hypovolämie
- gleichzeitige Einnahme von Phosphodiesterase-5-Hemmern (z.B. Sildenafil, Vardenafil oder Tadalafil), weil es in diesem Fall zu einem erheblichen blutdrucksenkenden Effekt kommen kann
- gleichzeitiger Einnahme eines löslichen Guanylatcyclase(sGC)-Stimulators wie Riociguat, da die gleichzeitige Anwendung den hypotensiven Effekt des sGCStimulators verstärken kann
Therapiehinweise
Mit Flüssigkeit einnehmen.
Nebenwirkungen
Isosorbidmononitrat - peroral
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bildung von Methämoglobin
- insbesondere bei Patienten mit Methämoglobin-Reduktase-Mangel oder bei Patienten mit Diaphorase-Mangel und abnormaler Hämoglobin-Struktur
- vorübergehende Hypoxämie (bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in hypoventilierte Alveolargebiete)
- Bildung von Methämoglobin
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Kopfschmerzen („Nitratkopfschmerzen") bei Behandlungsbeginn
- klingen erfahrungsgemäß meistens nach einigen Tagen bei weiterer Einnahme ab
- Kopfschmerzen („Nitratkopfschmerzen") bei Behandlungsbeginn
- sehr häufig: größer bzw. gleich 1/10
- Gefäßerkrankungen
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Abfall des Blutdrucks und/oder orthostatische Hypotension, die mit einer reflektorischen Erhöhung der Pulsfrequenz, Benommenheit sowie einem Schwindel- und Schwächegefühl einhergehen können
- Auftreten bei Erstanwendung, aber auch bei Dosiserhöhung
- Erscheinungen gehen im Allgemeinen während der Behandlung zurück
- Abfall des Blutdrucks und/oder orthostatische Hypotension, die mit einer reflektorischen Erhöhung der Pulsfrequenz, Benommenheit sowie einem Schwindel- und Schwächegefühl einhergehen können
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- starker Blutdruckabfall mit Verstärkung der Angina-pectoris-Symptomatik sowie Kollapszustände, auch mit bradykarden Herzrhythmusstörungen und Synkopen
- ohne Häufigkeitsangabe
- schwerwiegende Hypotonie, einschließlich Übelkeit, Erbrechen, Ruhelosigkeit, Blässe und starkem Schwitzen wurde bei der Behandlung mit organischen Nitraten
- häufig: größer bzw. gleich 1/100 bis kleiner 1/10
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Auslösen einer Myokardialhypoxie bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit (bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in hypoventilierte Alveolargebiete)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Übelkeit
- Erbrechen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Sodbrennen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- flüchtige Hautrötungen (Flush)
- allergische Hautreaktionen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- exfoliative Dermatitis
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- ohne Häufigkeitsangabe
- Toleranzentwicklung, Auftreten einer Kreuztoleranz gegenüber anderen Nitratverbindungen
- zur Vermeidung einer Wirkungsabschwächung oder eines Wirkungsverlusts sollten hohe kontinuierliche Dosierungen vermieden werden
- Erhöhung der Dosis und / oder Veränderung des Einnahmeintervalls kann zu Wirkungsabschwächung oder Wirkungsverlust führen
- Toleranzentwicklung, Auftreten einer Kreuztoleranz gegenüber anderen Nitratverbindungen
- ohne Häufigkeitsangabe
Anwendungshinweise
- Einnahme der Tabletten unzerkaut mit ausreichend Flüssigkeit (z. B. 1 Glas Wasser)
Stillzeithinweise
Isosorbidmononitrat - peroral
- in der Stillzeit sollte aus Gründen besonderer Vorsicht Isosorbidmononitrat nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes eingenommen werden
- bei einer Einnahme in der Stillzeit beim Säugling auf mögliche Arzneimittelwirkungen achten
- nicht bekannt, ob Isosorbidmononitrat und seine Metabolite in die Muttermilch übergehen
Schwangerschaftshinweise
Isosorbidmononitrat - peroral
- in der Schwangerschaft sollte aus Gründen besonderer Vorsicht Isosorbidmononitrat nur auf ausdrückliche Anordnung des Arztes eingenommen werden, da über die Anwendung bei Schwangeren keine ausreichenden Erfahrungen vorliegen
- bisher keine oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Isosorbidmononitrat bei Schwangeren vorliegend
- tierexperimentelle Studien
- ergaben keine Hinweise auf direkte oder indirekte gesundheitsschädliche Wirkungen in Bezug auf eine Reproduktionstoxizität
- kein Hinweis auf Fruchtschädigungen
- Fertilität
- keine klinischen Daten zur Wirkung von Isosorbidmononitrat auf die Fertilität beim Menschen vorliegend
Warnhinweise
Isosorbidmononitrat - peroral
- Isosorbidmononitrat darf nur mit Vorsicht und sorgfältiger Überwachung angewendet werden bei
- hypertropher obstruktiver Kardiomyopathie, konstriktiver Perikarditis und Perikardtamponade
- niedrigen Füllungsdrücken, z.B. bei akutem Herzinfarkt, eingeschränkter Funktion der linken Herzkammer (Linksherzinsuffizienz)
- Blutdrucksenkung unter 90 mmHg systolisch sollte vermieden werden
- Aorten- und / oder Mitralstenose
- Neigung zu orthostatischen Kreislaufregulationsstörungen
- Erkrankungen, die mit einem erhöhten intrakraniellen Druck einhergehen (bisher wurde nur bei hochdosierter i.v.-Gabe von Glyceroltrinitrat eine weitere Drucksteigerung beobachtet)
- Isosorbidmononitrat nicht geeignet zur Behandlung des akuten Angina-pectoris-Anfalls und des akuten Myokardinfarkts
- Phosphodiesterase-5-Hemmer
- aufgrund ihrer pharmakologischen Wirkung (Verhinderung des Abbaus von cGMP) verstärken Phosphodiesterase-5-Hemmer inklusive Sildenafil die blutdrucksenkende Wirkung von Nitraten und anderen NO-Spendern, was zu einer ernsthaften und oft behandlungsresistenten Hypotonie führen kann
- Anwendung von Phosphodiesterase-5-Hemmern während der Behandlung mit Isosorbidmononitrat kontraindiziert
- Patienten müssen über diese möglicherweise lebensbedrohliche Wechselwirkung informiert werden
- wenn der Phosphodiesterase-5-Hemmer bereits eingenommen wurde, ist die Einnahme von Isosorbidmononitrat in den darauffolgenden 24 Stunden kontraindiziert
- myokardiale Hypoxie, Hypoxämie
- bei der Gabe von Isosorbidmononitrat kann, bedingt durch eine relative Umverteilung des Blutflusses in hypoventilierte Alveolargebiete, eine vorübergehende Hypoxämie auftreten und bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit eine myokardiale Hypoxie auslösen
- Wirkungsabschwächung
- Erhöhung der Dosis und / oder Veränderung des Einnahmeintervalls kann zu Wirkungsabschwächung oder Wirkungsverlust führen
- Toleranz
- trotz gleich bleibender Dosierung und bei konstanten Nitratspiegeln Nachlassen der Wirksamkeit beobachtet
- bestehende Toleranz klingt nach Absetzen der Therapie innerhalb von 24 Stunden ab
- bei entsprechend intermittierender Verabreichung wurde keine Toleranzentwicklung beobachtet