Isofluran Piramal
Packungsgrößen & Preise
| Packungsgröße | Menge | Apothekenpreis |
|---|---|---|
| – | 250 ML | 125,05 € |
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Indikation
- zur Einleitung und Aufrechterhaltung einer Inhalationsnarkose
Dosierung
Basiseinheit: 100 ml Flüssigkeit enthalten 100 ml Isofluran
- Einleitung und Aufrechterhaltung einer Inhalationsnarkose
- Dosierungsanleitung
- pädiatrische Population
- Frühgeborene im Gestationsalter < 32 Wochen
- durchschnittlicher MAC-Wert in 100 % Sauerstoff: 1.28 %
- Frühgeborene im Gestationsalter 32 - 37 Wochen
- durchschnittlicher MAC-Wert in 100 % Sauerstoff: 1.41 %
- 0 - 1 Monate
- durchschnittlicher MAC-Wert in 100 % Sauerstoff: 1,60 %
- 1 - 6 Monate
- durchschnittlicher MAC-Wert in 100 % Sauerstoff: 1,87 %
- 6 - 12 Monate
- durchschnittlicher MAC-Wert in 100 % Sauerstoff: 1,80 %
- 1 - 5 Jahre
- durchschnittlicher MAC-Wert in 100 % Sauerstoff: 1,60 %
- Frühgeborene im Gestationsalter < 32 Wochen
- pädiatrische Population
- Prämedikation
- entsprechend dem individuellen Bedarf des Patienten auswählen
- atemdepressive Wirkung von Isofluran berücksichtigen
- ggf. Anticholinergika geben
- entsprechend dem individuellen Bedarf des Patienten auswählen
- Narkoseeinleitung
- leicht stechender Geruch von Isofluran
- Einleitung mit Isofluran in Sauerstoff oder in Kombination mit Sauerstoff / Lachgas-Mischungen kann Husten, Atemanhalten oder Laryngospasmen zur Folge haben
- Vermeidung durch die Anwendung einer hypnotischen Dosis eines kurzwirkenden Narkotikums (z. B. eines ultra-kurzwirkenden Barbiturates) vor der Inhalation von Isofluran
- 0,5 Vol.% Isofluran
- schrittweise Dosissteigerung um 0,5 Vol.%
- Konzentrationen von 1,5 - 3,0 Vol.% führen i.d.R. in 7 - 10 Min. zu einer chirurgischen Anästhesie
- leicht stechender Geruch von Isofluran
- Narkoseeinleitung bei Kindern
- nicht empfohlen: es können Husten, Atemanhalten, ein Sättigungsabfall, verstärkte Speichelsekretion sowie ein Laryngospasmus auftreten
- Aufrechterhaltung
- bei gleichzeitiger Verabreichung mit 70 % Lachgas und Sauerstoff beträgt die durchschnittliche Erhaltungskonzentration in Abhängigkeit von der chirurgischen Stimulation 1,0 - 2,5 Vol.%.
- bei Supplementierung der Anästhesie durch i. v. Anästhetika und / oder Opioide
- niedrigere Erhaltungskonzentrationen wählen
- bei alleiniger Beatmung mit Sauerstoff, einem Sauerstoff / Raumluftgemisch oder niedrigerer Lachgaskonzentration
- inspiratorische Konzentrationen um 0,5 - 1,0 Vol.% höher wählen
- zusätzliche Gabe von Muskelrelaxation
- falls erforderlich, können unter Berücksichtigung der verstärkenden Wirkung durch Isofluran, Muskelrelaxanzien gegeben werden
- außergewöhnlicher Blutdruckabfall
- hängt ggf. mit einer zu großen Narkosetiefe zusammen
- inspiratorische Isofluran-Konzentration dementsprechend verringern
- kontrollierte Hypotension kann durch Applikation von 2,5 - 4,0 Vol.% Isofluran inspiratorisch erzielt werden
- Beendigung der Narkose
- nach Beendigung der Isofluran-Applikation und Zufuhr von reinem Sauerstoff in einem Nicht-Rückatmungssystem erwacht der Patient nach 10 Min.
- Reduktion der Isoflurankonzentration auf 0,5 Vol.% soll bereits gegen Ende der Operation erfolgen (z. B. bei Verschluss der Operationswunde)
- Dosierungsanleitung
Dosisanpassung
- eingeschränkte Nierenfunktion
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- keine Dosisänderung erforderlich
- eingeschränkte Leberfunktion
- Anwendung mit besonderer Vorsicht
- keine Dosisänderung erforderlich
- Kinder
- Isofluran auf Grund erhöhter MAC-Werte in höherer Dosierung applizieren (s. auch MAC-Wert Tabelle)
- ältere Patienten
- Isofluran auf Grund verringerter MAC-Werte in reduzierter Dosierung appliziert (s. auch MAC-Tabelle)
Kontraindikationen
Isofluran - pulmonal
- Überempfindlichkeit gegen Isofluran oder ein anderes halogeniertes Inhalationsanästhetikum
- maligne Hyperthermie in der Vorgeschichte oder bei erblich bedingter Neigung dazu
- Leberfunktionsstörungen, Ikterus, unklare Fieberzustände, Leukozytose oder Eosinophilie nach einer Narkose mit Isofluran oder einem anderen halogenierten Inhalationsanästhetikum in der Vorgeschichte
Nebenwirkungen
Isofluran - pulmonal
- Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Carboxyhämoglobinämie
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Immunsystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- anaphylaktische Reaktion
- Ätiologie der unter der Einwirkung von Inhalationsanästhetika beobachteten anaphylaktischen Reaktionen ist ungeklärt, da gleichzeitig eine Exposition gegenüber mehreren Begleitmedikationen bestand, von denen einige bekanntermaßen solche Reaktionen hervorrufen können
- Überempfindlichkeit
- einschließlich seltener Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen (durch klinische Untersuchungen z. B. durch Methacholin-Provokationstests bestätigt), wie
- Kontaktdermatitis
- Hautausschlag
- Dyspnoe
- Atembeschwerden
- Beschwerden im Brustbereich
- Gesichtsschwellungen
- insbesondere in Zusammenhang mit berufsbedingter Langzeitexposition
- einschließlich seltener Fälle von Überempfindlichkeitsreaktionen (durch klinische Untersuchungen z. B. durch Methacholin-Provokationstests bestätigt), wie
- anaphylaktische Reaktion
- ohne Häufigkeitsangabe
- Stoffwechsel- und Ernährungsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hyperkaliämie
- erhöhter Blutzuckerspiegel
- ohne Häufigkeitsangabe
- Psychiatrische Erkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Unruhe/Agitiertheit
- Delirium
- Stimmungsschwankungen
- leichte Stimmungsschwankungen können bis zu 6 Tage anhalten
- Verlangsamung zahlreicher Reaktionen für 2 - 3 Tage
- geringe Änderungen der Gemütslage für bis zu 6 Tage
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Nervensystems
- ohne Häufigkeitsangabe
- Konvulsion
- Störung der geistigen Leistungsfähigkeit
- Isofluran kann eine leichte Beeinträchtigung der geistigen Fähigkeiten in den ersten 2-4 Tagen nach der Narkose hervorrufen
- Hirndruckanstieg
- bei Patienten mit schwerem Schädel-Hirn-Trauma oder großen raumfordernden Prozessen bei mittleren Konzentrationen (0,7 bis 1,0 Vol.%)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Herzerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Arrhythmie
- Bradykardie
- Herzstillstand
- Verlängerung der QT-Zeit im EKG
- Tachykardie
- Torsade de pointes
- selten: größer bzw. gleich 1/10000 bis kleiner 1/1000
- Herzrhythmusstörungen und Tod in der postoperativen Phase
- aufgrund eines Anstiegs der Serum-Kaliumspiegel
- pädiatrische Patienten, Patienten mit latenten oder offenkundigen neuromuskulären Erkrankungen, insbesondere mit Duchenne-Muskeldystrophie, scheinen am gefährdetsten zu sein
- Herzrhythmusstörungen und Tod in der postoperativen Phase
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gefässerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Hypotonie
- dosisabhängige Hypotension
- wie bei anderen Inhalationsanästhetika bei Einleitung oder im Verlauf der Narkose möglich
- Hämorrhagie
- bei Patientinnen, bei denen ein Schwangerschaftsabbruch eingeleitet wird
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Atemwege, des Brustraums und Mediastinums
- ohne Häufigkeitsangabe
- Bronchospasmus
- Dyspnoe
- Keuchen
- (dosisabhängige) Atemdepression (wie bei anderen Inhalationsanästhetika)
- Laryngospasmus
- erhöhte Irritabilität der oberen Atemwege (bei Kindern insbesondere bei fehlender Prämedikation)
- Speichelsekretion
- erhöhte tracheobronchiale Sekretion
- Husten
- Atemanhalten
- Laryngospasmen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Ileus (postoperativ)
- Erbrechen (postoperativ)
- Übelkeit (postoperativ)
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Leber- und Gallenerkrankungen
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- postoperative Leberfunktionsstörungen
- Gelbsucht
- Hepatitis
- hepatische Nekrose (teilweise mit tödlichem Ausgang)
- postoperative Leberfunktionsstörungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Schädigung der Leberzellen
- erhöhter Bilirubinspiegel im Blut
- gelegentlich: größer bzw. gleich 1/1000 bis kleiner 1/100
- Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
- ohne Häufigkeitsangabe
- Gesichtsschwellung
- Kontaktdermatitis
- Hautausschlag
- ohne Häufigkeitsangabe
- Skelettmuskulatur-, Bindegewebs- und Knochenerkrankungen
- ohne Häufigkeitsangabe
- Myoglobinurie
- Rhabdomyolyse
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Nieren und Harnwege
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhter Kreatininspiegel im Blut
- verringerter Harnstoffspiegel im Blut
- ohne Häufigkeitsangabe
- Erkrankungen der Geschlechtsorgane und der Brustdrüse
- ohne Häufigkeitsangabe
- reduzierter Uterustonus (konzentrationsabhängig)
- gesteigerte uterine Blutungsneigung (bei geburtshilflichen Eingriffen)
- bei niedrigen bis mittleren Isofluran-Konzentrationen nicht zu beobachten
- kann bei hohen Konzentrationen nicht ausgeschlossen werden
- verstärkter Blutverlust
- bei Patientinnen, bei denen ein Schwangerschaftsabbruch durchgeführt wurde
- nach Kürettage
- ohne Häufigkeitsangabe
- Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- maligne Hyperthermie
- Frösteln (postoperativ)
- ohne Häufigkeitsangabe
- Brustbeschwerden
- Schüttelfrost
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- Untersuchungen
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
- passagere Leukozytose (postoperativ)
- ohne Häufigkeitsangabe
- erhöhte Leukozytenzahl
- selbst bei Abwesenheit von chirurgischem Stress
- erhöhte Leberenzymwerte
- erhöhte Fluoridwerte
- durch den biologischen Abbau des Medikaments bedingt
- allerdings unwahrscheinlich, dass die beobachteten geringen Serumfluoridkonzentrationen (im Mittel 4,4 µmol/l in einer Studie) eine Nierenschädigung hervorrufen, da sie weit unterhalb des bekannten Schwellenwerts für eine Nephrotoxizität liegen
- abnormales EKG
- verringerter Cholesterinspiegel im Blut
- alkalische Phosphatase im Blut verringert
- erhöhter Kreatinphosphokinasespiegel im Blut
- vorübergehender Anstieg der Glukosekonzentration im Serum
- kausaler Zusammenhang zwischen der Anwendung des Anästhetikums, chirurgischen Maßnahmen und einem Anstieg der Glukosekonzentration ist ungeklärt
- vorübergehende Anstiege von Serumkreatinin
- vorübergehende Abnahme von Harnstoff-Stickstoff, Serumcholesterin und alkalischer Phosphataseaktivität
- erhöhte Leukozytenzahl
- sehr selten: kleiner 1/10000, einschließlich Einzelfälle
Anwendungshinweise
- Flüssigkeit zur Herstellung eines Dampfs zur Inhalation
- nur mit speziell kalibrierten Verdampfern verabreichen, um genaue Kontrolle der erzielten Konzentration des Anästhetikums zu ermöglichen
Stillzeithinweise
Isofluran - pulmonal
- das Stillen nach der Narkose ist zu unterbrechen bei Anwendung während der Stillzeit
- nach Ausscheiden des Arzneimittels aus dem Kreislauf kann das Stillen wieder aufgenommen werden
- es ist nicht bekannt, ob Isofluran oder dessen Metaboliten in die Muttermilch übergehen
- da viele Arzneimittel in die Muttermilch übergehen, ist bei Anwendung von Isofluran bei stillenden Müttern Vorsicht geboten
Schwangerschaftshinweise
Isofluran - pulmonal
- sollte nicht während der Schwangerschaft angewendet werden, es sei denn, dies ist eindeutig erforderlich
- nach eingehender Abwägung des potenziellen Nutzens gegen das potenzielle Risiko für den Fetus angewendet werden
- keine, oder nur sehr begrenzte Erfahrungen mit der Anwendung von Isofluran bei Schwangeren vorliegend
- Informationen über die Anwendung von Isofluran während geburtshilflicher Narkosen sind in zunehmendem Maß verfügbar
- aufgrund seiner relaxierenden Wirkung auf die Uterusmuskulatur, ist Isofluran bei Anwendung in der Geburtshilfe in der niedrigstmöglichen Konzentration zu verwenden
- mit Ausnahme des Kaiserschnitts befindet sich die Einsatzmöglichkeit von Isofluran noch im Versuchsstadium
- eine ausreichende Narkose für einen Kaiserschnitt wird mit 0,5 - 0,75 Vol.% Isofluran (sicher für die Aufrechterhaltung) in Sauerstoff/Lachgas gewährleistet
- tierexperimentelle Studien
- haben eine Reproduktionstoxizität gezeigt
- Fertilität
- es liegen keine Daten zur Fertilität bei der Anwendung beim Menschen vor
- tierexperimentielle Studen zeigten keine Wirkung auf die männliche oder weibliche Fertilität
Warnhinweise
Isofluran - pulmonal
- Isofluran darf nur von ausgebildeten Anästhesisten verabreicht werden, die einen speziell für Isofluran kalibrierten Verdampfer einsetzen, um die Konzentration des Anästhetikums genau zu steuern
- Ausrüstung für eine Intubation, künstliche Beatmung, Sauerstoffzufuhr und Herz-Kreislauf-Wiederbelebungsmaßnahmen muss unmittelbar bereitgehalten werden
- Anwendung mit Vorsicht
- wiederholte Anwendung innerhalb kurzer Zeit (wie bei allen halogenierten Anästhetika)
- bei Risikopatienten für Komplikatiotn bei einer QT-Verlängerung
- einhergehend mit Torsade-de-pointes-Tachykardie (in Ausnahmefällen letal)
- bei Patienten mit mitochondrialen Erkrankungen (Allgemeinanästhesie, einschließlich Isofluran)
- bei Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen (wie Myasthenia gravis)
- Vertärkung der neuromuskulären Blockade möglich
- bei Patienten mit erhöhtem intrakraniellem Druck
- möglicherweise eine Hyperventilation erforderlich
- deutlicher Anstieg des zerebralen Blutflusses mit zunehmender Narkosetiefe (1,5-Vol.%) bei Anwendung von Isofluran
- vorübergehender Anstieg des Liquordrucks möglich
- Anstieg durch Hyperventilation vollständig reversibel
- möglicherweise eine Hyperventilation erforderlich
- bei Patienten, die eine Bronchokonstriktion entwickeln könnten
- Auftreten von Bronchospasmen möglich
- bei Patienten mit eingeschränkter Leberfunktion
- Berichte über Leberschädigungen, deren Schweregrad von einem leichten, vorübergehenden Anstieg der Leberenzyme bis hin zu einer letalen Lebernekrose in sehr seltenen Fällen reichen kann
- möglicherweise erhöhtes Risiko für eine Leberschädigung nach einem früheren Kontakt mit halogenierten Anästhetika
- insbesondere wenn diese frühere Exposition weniger als 3 Monate zurückliegt
- Bevorzugen eines anderen nicht halogenierten Anästhetikums bei einer Zirrhose, einer Virushepatitis oder einer anderen vorbestehenden Lebererkrankung
- bei Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion
- bei Patienten mit koronarer Herzkrankheit
- ,,Coronary Steal'' (eine nachteilige Rückverteilung des koronaren Blutstroms)
- Patienten mit subendokardialer Ischämie besonders anfällig
- zur Vermeidung einer Myokardischämie muss auf die Aufrechterhaltung einer normalen Hämodynamik geachtet werden (unabhängig von der Art der gewählten Anästhetika)
- Narkosetiefe
- Verstärkung von Hypotonie und Atemdepression bei zunehmender Narkosetiefe
- andererseits kann es bei einer Dosisreduktion oder Beendigung der Isofluran-Behandlung zu einer leichten oder moderaten Hypertonie kommen, insbesondere bei gleichzeitiger Einnahme von vasoaktiven Medikamenten
- bei Patienten, die von intravenöser Sedierung auf Isofluran-Sedierung umgestellt werden, kann frühzeitig nach Beginn der Isofluranverabreichung eine vorübergehende Hypotonie auftreten, die möglicherweise mit der endtidalen Konzentration von Isofluran in Zusammenhang steht
- Narkosetiefe durch Isofluran rasch und einfach steuerbar
- ausschließlich Verwendung von Verdampfern mit zuverlässiger und hinreichend genauer Wirkstoffabgabe
- zusätzlich Einsatz von Techniken, die eine Überwachung der inspiratorischen bzw. exspiratorischen Konzentration ermöglichen
- Grad der Hypotonie und der Atemdepression kann Aufschluss über die Narkosetiefe geben
- Verstärkung von Hypotonie und Atemdepression bei zunehmender Narkosetiefe
- Atemdepression
- Isofluran kann eine Atemdepression verursachen
- möglicherweise Verstärkung durch eine anästhetische Prämedikation oder durch andere Stoffe mit atemdepressiver Wirkung
- sorgfältige Überwachung und ggf. Unterstützung der Atmung
- Isofluran kann eine Atemdepression verursachen
- Anwendung von Isofluran bei hypovolämischen, hypotonen oder geschwächten Patienten
- nicht näher untersucht, Anwendung mit Vorsicht
- für diese Patienten wird eine niedrigere Konzentration von Isofluran empfohlen
- bei Patienten mit schwerem Schock, die nicht auf Vasopressoren ansprechen, äußerste Vorsicht geboten
- verursachen einer deutlichen Hypotension durch Isofluran aufgrund seiner vasodilatierenden Wirkung
- Anwendungsdauer
- nur wenige Erfahrungen zur kontinuierlichen Anwendung von Isofluran über mehr als 48 Stunden
- Anwendung nur dann länger als 48 Stunden, wenn der zu erwartende Nutzen das potenzielle Risiko übersteigt
- bei jüngeren Kindern sollte besonders auf reversible neurologische Symptome nach längerem Gebrauch geachtet werden
- Patientinnen, bei denen ein Schwangerschaftsabbruch vorgenommen wurde
- vergleichbar starke Blutverluste wie bei Verwendung anderer Inhalationsanästhetika beobachtet worden
- Schwangerschaft
- während der Sedierung mit Isofluran kann der intrakranielle Druck (ICP) leicht ansteigen
- bei Patienten mit erhöhtem ICP ist bei Anwendung von Isofluran Vorsicht geboten
- bei diesen Patienten muss der ICP überwacht werden, oder es muss eine andere Sedierungsmethode in Betracht gezogen werden
- Eingriffe zur Geburtshilfe
- bei Eingriffen zur Geburtshilfe so niedrig wie möglich zu dosieren aufgrund der relaxierenden Wirkung von Isofluran auf die Uterusmuskulatur
- maligne Hyperthermie
- bei empfindlichen Personen kann die Narkose mit Isofluran einen hypermetabolischen Zustand der Skelettmuskulatur auslösen, der zu einem hohen Sauerstoffbedarf führen und ein klinisches Syndrom auslösen kann (maligne Hyperthermie)
- Äußerung des Syndroms unter anderem in Form von unspezifischen Symptomen wie:
- Muskelrigidität
- Tachykardie
- Tachypnoe
- Zyanose
- Arrhythmien
- Blutdruckschwankungen
- Auftreten vieler dieser unspezifischen Beschwerden auch bei einer leichten Narkose, akuter Hypoxie, Sepsis etc.
- Äußerung einer Zunahme des Gesamtstoffwechsels
- erhöhte Körpertemperatur (normalerweise nicht das erste Anzeichen eines gesteigerten Metabolismus)
- zu Beginn oder im späteren Verlauf rascher Antieg möglich
- stärkere Beanspruchung des CO2-Absorbersystems (heißer Absorberbehälter)
- erhöhte Körpertemperatur (normalerweise nicht das erste Anzeichen eines gesteigerten Metabolismus)
- Absinken des Sauerstoffpartialdrucks und des pH-Werts möglich
- Hyperkaliämie und Basendefizit möglich
- zu den Behandlungsmaßnahmen zählen
- das Absetzen der auslösenden Mittels (z. B. Isofluran)
- die intravenöse Gabe von Dantrolen-Natrium
- weitere unterstützende Maßnahmen; hierzu gehören
- Intensivmaßnahmen zur Wiederherstellung einer normalen Körpertemperatur
- eine Atem- und Kreislaufunterstützung (soweit angezeigt)
- eine Regulierung des
- Elektrolyt-
- Flüssigkeits-
- SäureSäure-Basen-Haushalts (nähere Hinweise zur Behandlung finden Sie in der Fachinformation zu Dantrolen-Natrium i. v.)
- Folgen
- als Spätkomplikation kann es zu Nierenversagen kommen
- eine kontrollierte Diurese sollte aufrechterhalten werden
- es wurden auch Fälle von maligner Hyperthermie mit letalem Ausgang berichtet
- als Spätkomplikation kann es zu Nierenversagen kommen
- Berichte über Einzelfälle von erhöhtem Carboxyhämoglobin nach Anwendung von halogenierten, CF2H-haltigen Inhalationsanästhetika (z. B. Desfluran, Enfluran und Isofluran)
- Bildung von Kohlenmonoxid durch Isofluran im geschlossenen System mit trockenem Atemkalk bekannt
- Inhalation von Kohlenmonoxid kann bei gefährdeten Patienten zur Bildung von Carboxyhämoglobin in beträchtlicher Menge führen
- Carboxyhämoglobin ist selbst in geringen Mengen toxisch und wird durch das Standardmonitoring, wie Pulsoximetrie, nicht ohne weiteres erfasst
- direkte Messungen des Carboxyhämoglobins sind vorzunehmen, sollte ein Patient während einer Isofluran-Narkose mit geschlossenem System einen Sauerstoffmangel entwickeln, der nicht auf übliche therapeutische Maßnahmen anspricht
- es sind alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um zu gewährleisten, dass ein Austrocknen des Atemkalks verhindert wird.
- kein klinisch relevanter Anstieg der Kohlenmonoxidkonzentration bei Verwendung von CO2-Absorbern mit normalem Feuchtigkeitsgehalt
- die Anwendungshinweise in der Gebrauchsanweisung des CO2-Absorber-Herstellers müssen genauestens befolgt werden
- Berichte über Überhitzung, Rauch oder Isofluran auch spontanes Feuer im Narkosemittelverdampfer in seltenen Fällen bei Durchführung einer Allgemeinanästhesie mit halogenierten Kohlenwasserstoffen zusammen mit ausgetrockneten CO2-Absorbern
- insbesondere bei Verwendung von kaliumhydroxidhaltigem Atemkalk (z. B. von Baralyme)
- Austausch des CO2-Absorbers vor Verabreichung von Isofluran bei Verdacht auf eine Austrocknung
- bei vielen CO2-Absorbern wird ein Austrocknen des Atemkalks nicht notwendigerweise durch ein Umschlagen des Farbindikators angezeigt, daher kein zuverlässiges Zeichen für eine ausreichende Feuchtigkeit
- regelmäßiger Austausch des CO2-Absorbers deshalb unabhängig vom Zustand des Farbindikators
- insbesondere bei Verwendung von kaliumhydroxidhaltigem Atemkalk (z. B. von Baralyme)
- Bildung von Kohlenmonoxid durch Isofluran im geschlossenen System mit trockenem Atemkalk bekannt
- perioperative Hyperkaliämie
- in seltenen Fällen Anstieg der Serum-Kaliumspiegel unter Verwendung von Inhalationsanästhetika
- dieser Anstieg führte zu Herzrhythmusstörungen und zum Tod pädiatrischer Patienten in der postoperativen Phase
- Patienten mit latenten oder offenkundigen neuromuskulären Erkrankungen, insbesondere mit Duchenne-Muskeldystrophie, scheinen am gefährdetsten zu sein
- in den meisten, jedoch nicht in allen, beobachteten Fällen wurde gleichzeitig Succinylcholin angewendet
- bei diesen Patienten waren außerdem die Kreatinkinase-Spiegel im Serum deutlich erhöht und in einigen Fällen wurde Myoglobin mit dem Urin ausgeschieden
- trotz der Ähnlichkeiten zur malignen Hyperthermie zeigte keiner dieser Patienten Anzeichen oder Symptome wie Muskelsteifigkeit oder einen erhöhten Stoffwechsel
- frühzeitiges und konsequentes Behandeln der Hyperkaliämie und resistenter Herzrhythmusstörungen wird empfohlen, ebenso die nachfolgende Untersuchung auf noch nicht entdeckte neuromuskuläre Erkrankungen
- in seltenen Fällen Anstieg der Serum-Kaliumspiegel unter Verwendung von Inhalationsanästhetika
- Auswirkungen auf Leistungsfähigkeit und Psyche
- in den ersten 2-4 Tagen nach einer Narkose mit Isofluran kann es zu einer leichten Beeinträchtigung der geistigen Leistungsfähigkeit kommen
- auch leichte Stimmungsschwankungen sind möglich und können bis zu 6 Tage nach der Narkose anhalten
- dies ist zu berücksichtigen, wenn die Patienten wieder ihre Alltagsaktivitäten aufnehmen, insbesondere das Führen eines Fahrzeugs oder das Bedienen von Maschinen
- deutliche Verstärkung der Wirkung aller gewöhnlich angewandten Muskelrelaxanzien durch Isofluran
- Auswirkung auf nicht-depolarisierende Muskelrelaxanzien am stärksten
- aufgrund der schleimhautreizenden Wirkung von Isofluran, ist es schwierig, das Präparat als Inhalationsanästhetikum mit einer Maske zu verabreichen
- während der Einleitung der Anästhesie können verstärkter Speichelfluss und tracheobronchiale Sekretion auftreten und, insbesondere bei Kindern, zu Laryngospasmen führen
- Kinder unter zwei Jahren
- Einsatz von Isofluran bei Kleinkindern nur mit besonderer Vorsicht
- für Patienten dieser Altersgruppe liegen nur begrenzte Erfahrungen vor